Ich möchte mal abschließend das Ergebnis dieser Runde zusammenfassen und noch meine fachliche(=biologische) Meinung und Erfahrungen hinzufügen.
Ameisen benötigen neben der kohlenhydratreichen Nahrung auch Proteine. Diese könne in Form von anderen Kleininsekten, wie Spinnen, Falter, Mücken, Fliegen u.v.m. verfüttert werden.
Im Sommer:
Hier gibt es eigentlich kein Beschaffungsproblem, raus vor die Tür und einsammeln, was man so findet. Futtertiere mit härterem Chtinpanzer sollen je nach Ameisenart dekaptiert werden (also irgendwie zerschnitten). Nicht alle Ameisenarten, besonders noch junge Kolonien, sind in der lage den harten Chitinpanzer durchzubeißen, um an die eigentliche Nahrung zu gelangen.
Insekten aus freier Natur würde ich (bzw. habe ich nie) abgebrüht, es ist ja nichts anderes was unsere Ameisen in freier "Wildbahn" auf den Tisch bekommen.
Im Winter:
Wenn man nicht eine eigene Futtertier-Zucht hat, ist man in den kälteren Monaten auf gezüchtete Futtertiere (wie Mehlwürmer, Heuschrecken, Dosophila, Pinkies usw.) angewiesen. In diesem Falle kommt das Futter in der Regel aus der Massenzucht und ist daher mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn die ausreichende Hygiene bereits auch in diese "Herstellungsfirmen" vorgedrungen ist, besteht doch ein gewisses, nicht kalkulierbares Risiko, dass die Futterinsekten mit Parasiten befallen sind.
Es gibt Ektoparasitien (Ekto = aussen), die man mit der Lupe oder dem Mikroskop sehen könnte, aber es gibt halt auch Endoparasiten (Endo = innen), die man nicht feststellen kann. Eigentlich nur dann, wenn es zu spät ist und die Ameisen mit diesen Parasiten befallen sind. Leider ist es meist dann auch schon zu spät. Dementsprechend sollte JEDER die Futtertiere aus der Massenzucht abbrühen!
Sollte es noch Fragen geben, immer raus damit, keine Scheu!
Viele Grüsse
Bianca
