abgekochte Insekten

Archivbeitrage aus den Unterforen "Einsteigerfragen" und "Diskussion und Fragen allgemein" aus den Jahren 2003 bis 2008.

abgekochte Insekten

Beitragvon Aleks » 22. Mär 2005 13:07

Hallo,

uberall lese ich, dass Ihr abgekochte Insektem den Ameisen gibt??
Wieso??

(Hab noch nie eine Ameise am Herd in der Natur gesehen :twisted: :D :D )
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Beitragvon sobek » 22. Mär 2005 13:16

Kurz und Bündig:

MILBENGEFAHR!!!!!!!! :D

Mann kan auch unabgekochte geben dann aber unbedingt mit einer Lupe auf milben untersuchen! Bei heimischen ist das nicht so streng wie bei exotischen.
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Beitragvon Aleks » 22. Mär 2005 13:36

Ist ne Milbe nicht ein bissel zu gross, die merkt mam sofort??Ich frag ja nur...

Ausserdem ich hab ja meine eignene Insekten, wie Mehlwurmer, Grillen usw.
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Beitragvon sobek » 22. Mär 2005 14:33

also ich züchte auch privat und habe mit milben keine probleme ;) gefährlich wirds nur in ner massenzucht und bei mangelner Hygiene.
Es gibt verschiede miblen arten! außerdem findet man meistens keine milben auf den futetrinsekten sondern milben eier! und die sind extrem winzig.
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Beitragvon Aleks » 22. Mär 2005 15:11

sobek hat geschrieben: und die sind extrem winzig.


na ja das stimmt. Zum Gluck hab ich noch nie probleme mit Milbem gehabt.
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Beitragvon jamaicaeichel » 22. Mär 2005 21:38

Hi!

Ich hab mal Steppengrillen gezüchtet bis mir der ganze Bestand an einer durch Neukauf eingeschleppten Milbenepedemie eingegangen ist. Soviel zum Thema Milben und Zucht... :?

Gruß, Mark
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Beitragvon Aleks » 23. Mär 2005 09:47

Ich bin aber vollig sicher, dass diese Grillen, die ich kaufe (immer vom selben Zuchter) "sauber" sind. Das ist ja fur mich wichtig.
Ich will doch ja auch nicht meine Tiere verlieren.
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Beitragvon Invader » 23. Mär 2005 11:12

Ich koch jetzt auch nur noch ab wenns die Anglermaden von meinem Bruder sind, weil maden in der Massenzucht könnten problematisch sein.
Hauptsächlich fang ich mein Futter in der freien Natur, und die Tiere die den Winter überleben haben keine Milben, weil die Milben die Tiere über den Winter töten.
Beispiel Bienen. Die Biene die den Winter überlebt ist Milbenfrei.
(sagt mein dad der Imker ist)
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Beitragvon Bud Spencer » 23. Mär 2005 13:03

Hi,

da es denke ich keinen großem Aufwand macht, die Insekten abzukochen, sollte man die Zeit einfach investieren. Außerdem kann man ja gleich mehrere Insekten abkochen und diese dann einfrieren.
Ich denke mir, dass man die Insekten auch einfach in die Mikrowelle legen könnte. Dabei müsste eigentlich auch alles schädliche drauf gehen. Hab's allerdings noch nicht probiert.

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Beitragvon Invader » 23. Mär 2005 17:52

mir gehts nicht um die zeit, ich finds einfach nur unnatürlich. Ausserdem fressen meine keine abgekochten insekten, habs versucht, aber sie gehn nur kurz ran und dann suchen sie weiter.
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Beitragvon sobek » 23. Mär 2005 18:37

Kann ich dir nen tipp geben? wenn du abgekochte insekten verfütterst, schneit sie an! z.b. verfütterst du nen mehlwurm. dann schneid den kopf ab! Meine lasius höhlen dann den KOMPLETTEN mehlwurm aus so das nur noch die schale übrig bleibt :)
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Beitragvon codenascher » 23. Mär 2005 23:50

Kann mir einer mal eine Nahrungstabelle oder eine "Speisekarte" schicken???
morfi2000@gmx.de

Ich habe jetzt die Lasius Niger und wollte da mal wissen....was man alles verfüttern kann!!


mfg
codenascher
 

Beitragvon Bud Spencer » 24. Mär 2005 09:22

Hi,

die fressen eigentlich alles (Insekten, Honigwasser, eigentlich alles was süß ist, manche haben auch schon Milch verfüttert).

Gruß

Bud
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Beitragvon nr.103683 » 24. Mär 2005 18:48

das mit der milch klappt eigentlich super
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Beitragvon gonzobey » 25. Mär 2005 08:34

Ich möchte mal abschließend das Ergebnis dieser Runde zusammenfassen und noch meine fachliche(=biologische) Meinung und Erfahrungen hinzufügen.

Ameisen benötigen neben der kohlenhydratreichen Nahrung auch Proteine. Diese könne in Form von anderen Kleininsekten, wie Spinnen, Falter, Mücken, Fliegen u.v.m. verfüttert werden.

Im Sommer:
Hier gibt es eigentlich kein Beschaffungsproblem, raus vor die Tür und einsammeln, was man so findet. Futtertiere mit härterem Chtinpanzer sollen je nach Ameisenart dekaptiert werden (also irgendwie zerschnitten). Nicht alle Ameisenarten, besonders noch junge Kolonien, sind in der lage den harten Chitinpanzer durchzubeißen, um an die eigentliche Nahrung zu gelangen.

Insekten aus freier Natur würde ich (bzw. habe ich nie) abgebrüht, es ist ja nichts anderes was unsere Ameisen in freier "Wildbahn" auf den Tisch bekommen.

Im Winter:
Wenn man nicht eine eigene Futtertier-Zucht hat, ist man in den kälteren Monaten auf gezüchtete Futtertiere (wie Mehlwürmer, Heuschrecken, Dosophila, Pinkies usw.) angewiesen. In diesem Falle kommt das Futter in der Regel aus der Massenzucht und ist daher mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn die ausreichende Hygiene bereits auch in diese "Herstellungsfirmen" vorgedrungen ist, besteht doch ein gewisses, nicht kalkulierbares Risiko, dass die Futterinsekten mit Parasiten befallen sind.

Es gibt Ektoparasitien (Ekto = aussen), die man mit der Lupe oder dem Mikroskop sehen könnte, aber es gibt halt auch Endoparasiten (Endo = innen), die man nicht feststellen kann. Eigentlich nur dann, wenn es zu spät ist und die Ameisen mit diesen Parasiten befallen sind. Leider ist es meist dann auch schon zu spät. Dementsprechend sollte JEDER die Futtertiere aus der Massenzucht abbrühen!

Sollte es noch Fragen geben, immer raus damit, keine Scheu!

Viele Grüsse
Bianca :wink:
gonzobey
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