Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Tipps und Ideen zum Formicarienbau

Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 16. Nov 2009 23:29

Wie ich ein Becken baue.
Tag1.
Ich habe ein Gerüst, das Gerüst ist 190x77x96cm groß, ich kaufe Holzplatten und säge diese zu.
Verklebe diese mit dem Gerüst.
Soweit ist alles wie bei einem normalen Beckenbau, doch werde ich versuchen so wenig wie möglich auszugeben, als zusätzliche Herausforderung sozusagen.
In dem ganzen Becken sollen nur die Tür(also die Front) und die Schräge (siehe Bild) aus Glas bzw durchsichtig sein, was mir recht viel Geld spart.
Das Gerüst selber habe ich geschenkt bekommen, vom Vater meiner Freundin der wahrscheinlich auch ganz richtig erkannt hat, dass das Gerüst einfach zu groß ist bzw zu blöde Werte hat um es zu verwirklichen. Ich möchte es dennoch versuchen zu vollenden, dieses Bollwerk, völlig ungeeignet für mein Zimmer, epische 1500l (ich weiß so groß ist das gar nicht). Ich habe mich der Aufgabe gestellt zunächst als eigenes Projekt, zum Scheitern verurteilt.
Also mache ich mir nicht nur die Mühe dieses Himmelfahrtskommando zu starten, sondern auch einen reicht ironischen und wahrscheinlich auch übertriebenen Bericht zu schreiben, das alles wird, so Gott will von meiner Freundin mit einer Fotokamera begleitet. Falls keine sinnvollen Inhalte folgen in der nächsten Woche, dann kommt der Thread in den Off-Topic-Teil.

Hier ein Foto wie das "Becken" im Moment aussieht. Es ist der Rohbau der Rückwand und des Bodens, die genaueren Pläne werden später erläutert.
Bild
Vor dem Gerüst steht eine Bierflasche des Bieres Kozel, eines so weit ich weiß Tschechischen Bieres, äußerst schmackhaft. Die Flasche befindet sich in meiner Bierflaschensammlung und steht dort zum besseren Größenvergleich. "Unten" im Bild sieht man ein 60l Aquarium.

Welche Arten in dem Becken leben werden ist noch nicht ganz sicher, aber eine kleine Art Attini wird wohl vertreten sein, sowie viele Baumbewohner vielleicht Cephalotes, vielleicht kommen auch Camponotus Arten in das Becken. Ich weiß es noch nicht genau.

Außerdem bitte ich darum hier nicht zu posten, wenn ihr unbedingt wollt könnt ihr selber ein Thread hierzu aufmachen.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 17. Nov 2009 22:27

Tag 2: Formicarien-Bau für Dummies.
Silikon, Holzplatten und Syropor.
Zunächst tragen wir eine belibige Art Silikon auf unser Gerüst auf. Dies sollten wir machen, während das Gerüst steht. Siehe Bild:
Bild
Wie auf dem Bild zu sehen Silikon möglichst im Zickzack gleichmäßig über die ganze Fläche verteilen.
Hier ist es egal was für ein Silikon man nimmt, da nahher eh kein Kontakt mehr zu diesem Bestehen wird aber seht selbst.

Jetzt Fügen wir die Holzplatten ein, ich habe dazu eine sehr dünne und biegsame Platte genommen, die nebenbei die billigste war. Der Preis hat hier nicht den Ausschlag gemacht, es war einfach die dünnste Platte und die biegsamste, was hier sehr praktisch ist, da noch die eine oder andere Schicht folgen wird.
Bild

Nun führen wir Holz und Silikon zusammen. Dieser Schritt sollte geschähen, während das Gerüst steht, denn als nächstes kleben wir hinten die Schnittstelle mit Klebeband ab, und legen das ganze auf den Boden, dadurch wird ein Verkleben von Boden und Gerüst verhindert. Durch die liegende Position wird das verkleben des Gerüstes mit der Holzplatte geförfert.

Nachdem wir das ganze 1-2 Stunden haben trocknen lassen wird es Zeit für einen weiteren wichtigen Schritt, der uns im Nachhinein viel Mühe sparen wird. Wir verteilen erneut Silikon im Zickzack-Muster, doch nun auf der Wand. Hierbei ist zu beachten, dass einem nicht das Silikon ausgeht, wie es bei mir der Fall war, hier empfielt es sich neues zu kaufen.

Ich persönlich empfehle für die Wände 10mm dickes Styropor.
Es ist von der Dicke her passend und hält es drinnen warm. Da Styropor ja fast nichts kostet habe sogar ich armer Schüler, der jeden Pfennig 2 mal umdrehen muss, noch Geld dafür. Oder man fragt einfach an einer Baustelle ob man nicht Reste bekommen könnte.

Das Resultat muss nicht überragend aussehen. Es kann auch etwas größete Lücken haben.
Bild

Morgen die Lektionen alternative Glasbeschaffung für den armen Schüler, Glasschneiden und eine Lektion in Sachen Abdichten, sowie die alternative Beschaffung von Abdichtmaterialien.
Das alles wie immer möglichst geldarm :- P.
Momentan habe ich fast alle Materialien zusammen und habe bisher 25€ ausgegeben, wobei ich gestehen muss, dass der größte Kostenpunkt noch aussteht.

Gute Nacht euch allen.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 19. Nov 2009 21:57

Tag 3:
Ich hatte leider einen Tag Pause, weil es stark geregnet hat und hatte also keine Chance die Scheiben zu schneiden und zu besorgen. Der Bau lag also brach.
Ich habe heute die Letzte Wand befestigt und der Rohbau ist fast fertig.
Das ganze sieht nun so aus:

Bild

Nun muss ich eigentlich nur noch die Führungen für die Scheiben anbringen. Dazu habe ich kleine Kanthölzer angebrackt und diese verstärkt:

Bild

Dazu muss ich sagen, dass mein Silikon-Verbrauch sehr hoch ist. Ich habe glaube ich schon 3 Patronen verbraucht, die auch nötig waren für guten halt. Silikon bekomme ich zum Glück umsonst, aber das habe ich nicht so extrem eingeschätzt.
Da ich das Becken bisher aus unbehandeltem billigholz gebaut habe und mit Silikon gedämmt habe würde es bei etwas höherer Luftfeuchte schneller schimmeln als ich Tiere einsetzen kann, da Styropor nicht vor Feuchtigkeit schützt. Deshalb setze ich jetzt etwas aus dem Häuserbau ein. Eienen Abdampfschutz... also Folie. Das ist auch der Grund warum das Styropor nicht dicht an dicht geklebt sein musste, es soll nur die Wände dicker machen und etwas die Wärme drinnen halten.
Also brauche ich grüne Folie, massig davon!
Hier ein irelevantes Bild von dem Berg an grüner Folie:
Bild

Man muss auf genaues Anbringen der Folie achten, da die Feuchtigkeit durch jede Ritze kommt, also sollte man mit Silikon nicht sparen und auch nicht mit Folie, da diese eh nichts kostet. Wenn man einen Spalt von ca. 1cm lässt kann sich wohl jeder ausmalen, dass das Becken nach einem halben Jahr oder einem Jahr schimmeln würde und das wollen wie ja nicht.
Also trennen wir mal mit einem Cutter oder einem inteligenterem Wergzeug die Folie in ein 3m x 2.5m großes Stück und... den Rest auf.
Das große Stück ist für die Seiten und die Hinterwand. Es ist zu beachten so wenige Stücke zu verwenden wie nur geht! Also verwende ich 3 Stücke. Auch sollte man darauf achten so wenig Falten zu haben wie möglich. Wenn etwas viele Falten hat ist es nicht ganz dicht und wem jetzt schon von sich aus kein Witz mit alten Leuten einfällt dem kann ich auch nicht mehr helfen.
Dies ist so mit der schwerste Punkt des ganzen Bauens, da sehr viel schief laufen kann und man wirklich sehr penibel arbeiten muss, damit keine einzige Ritze übrig bleibt. Man sollte am nächsten Tag auch nochmals nachkleben, um ganz sicher zu stellen, dass die Kleberänder sicher halten.
Wenn ich fertig werden sollte werde ich morgen zeigen wie es aussieht wenn der ganze Rohbau fertig ist.
Euch noch einen schönen Abend.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon Erne » 19. Nov 2009 22:33

Pass bloß auf das du die Finger nicht zwischen die Klebereinen bekommst. #-o
Wäre schade, wenn du dadurch hier nicht weiter schreiben könntest.
Mach weiter so, ist ein interessanter Bericht.

Grüße
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 20. Nov 2009 00:57

Tatsächlich! Ich habe es geschafft. Schneller als ich dachte. Zwar war es nicht ganz einfach auch nur annährend genau zu arbeiten, da man mit einer 6x6m großen Folie nicht genau arbeiten kann, aber mit meinem treuen Cutter habe ich es geschafft, das ganze Becken abzudecken.
Die größte Schwierigkeit waren nicht wie ich dachte die geringe Haftung der Folie auf Silikon, sondern anpassung der Folie an die Wände. Es ist besonders wichtig möchte ich nochmals betontn, dass man keinen auch noch so kleinen Zugang zu den weitestgehend unbehandelten hölzernen Wänden lässt!
Ich frage mich zwar immer noch wie genau ich es anstellen soll, dass die Wände komplett dicht sind, aber mit einer.... oder vier Patronen Silikon sollte es schon klappen.
Bild

So sieht das Becken momentan aus. Ich hoffe aus dem Bild ist zu erkennen, wie die Schnittstellen aussehen. Es ist fast unmöglich die Folie genau zu schneiden und deswegen ist die Folie oben zwar passend ist unten aber 25cm zu breit. Mir ist es nach anlegen der Folie an die silikonierte Wand leider unmöglich zu schneiden, denn die Folie ist für den Cutter sehr empfindlich und ich bin mir ganz sicher, dass ich die anderen Folien beschädigen würde.
Gut an der Folie ist, dass sie sehr elastisch ist und außerdem für Folie doch recht hitzebeständig.

Nebenbei habe ich jetzt schon gesehen, wie gut meine Wärmedämmung funktioniert, denn ich konnte keine zehn Minuten in der Anlage arbeiten, ohne eine doch recht störende Hitze zu verspühren und nach 15 Minuten habe ich angefangen zu schwitzen, dabei war die Arbeit bei weitem nicht anstrengend. Ich hoffe doch stark, dass ich es mit der Wärmedämmung nicht übertrieben habe. Doch vielleicht werden zwei oder drei Wärmelampen reichen um die Temperaturen bei etwa 26-27°C zu halten.

Leider musste ich auch merken, dass man zur dezent übermäßigen Benutzung von Silikon neigt, wenn man sich mit einer so riesigen Folie konfrontiert sieht.
Bild

Hier ganz gut am Beispiel des Bodens zu sehen. Ich habe viel zu viel Silikon benutzt und dann für die andere Wand relativ wenig übrig gehabt.

Für alle Arbeiten, bei denen man nur "Dinge an die Wand kleistern" muss, ist Acryl-Silikon zu empfehlen, der ist etwas preiswerter als andere Sorten und hat eine doch überzeugende Haftfähigkeit. Er ist außerdem durch einfaches Rubbeln von Fingern und Händen zu bekommen. Von besagtem Acryl-Silikon sind glaube ich schon zwei oder drei Patronen in der Anlage... oder waren es vier oder fünf? Ich weiß es nicht mehr genau es wird auf jeden Fall mehr als ein Kilogramm Silikon sein. Wundersamer Weise habe ich immernoch etwas über 25€ ausgegeben und bin mit dem Rohau fast fertig. Dazu sei noch gesagt, dass ich entweder alles recycelt habe oder alles billig über die Familienfirma beziehe bzw. Überbleibsel von Baustellen beziehe. Letzteres sind genauer die rauen Mengen an Silikon und Stoffe wie Styropor und die mir jetzt doch sehr beliebte grüne Folie.
Wer mir noch an der Dichte der Anlage zweifelt dem sei gesagt, dass Dächer und auch manchmal Wände in deutschen Häusern mit eben diesen Materialien abgedichtet sind. Doch muss ich gestehen, dass die Arbeitskräfte die gerade genannte anfertigen doch etwas besser in der Materie sind als ich.
Ich hoffe doch stark, dass aus der Anlage was wird, zumal ich auch ein Vielfaches der Beckenkosten für den Besatz ausgeben werde... es würde mich ernsthaft schockieren, sollte der Besatz billiger als 700€ sein.

Ich werde die Anlage Montag weiterbauen und hoffe, dass ich dann endlich zum Glas kommen kann und auch vielleicht zur Anfängen der Gestalltung.
Nun aber eine gute Nacht und einen recht erholsamen Schlaf euch allen.
Achja und ein Bild auf dem ihr mal sehen sollt, was ich jetzt noch aufräumen muss, während andere schon schlafen können. -.-

Bild
Dazu sei noch gesagt, es ist weit schlimmer als es aussieht.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 27. Nov 2009 19:11

So nach einigen Rückschlägen kann ich nun an meinem Becken weiterbastern.
Wobei ich über einige Zeit echt sauer war. Ich habe 3 Tuben Silikon bekommen und 2 davon waren unbrauchbar. >,<
Die Tuben waren anscheinend abgelaufen oder sind falsch gelagert worden. Egal, die Folge war gleich. Ich habe einen halben Kilo unbrauchbares Silikon gehabt. Ich habe es leider zu spät gemerkt, das Resultat waren nicht trocknende Wände und ein wiederlicher Gestank. Ich musste alles wieder säubern, was eine znangenehme Arbeit war. Die dritte Tube ist ausgelaufen.
Dank der Firma Jäger habe ich wieder brauchbares Silikon, ich muss nur Acht geben, dass am Ende wenig Kontakt zu den Ameisen bestehen wird, das zeug scheint recht heftige Dinge zu enthalten. Generell fange ich an die Firma Jäger zu mögen, mein Vater bezieht dort nämlich billig Silikon.



Nach diesen Strapazen konnte ich nun zwei Scheiben anbringen und das Becken endlich abdichten.

Außerdem habe ich im Wald einige schöne Wurzeln finden können. Ich trockne sie nun einige Tage bei 200°C am Ofen, dass sollte alle Lebewesen töten, seien es Milben oder andere ungewollte Kleinsttiere. Ich habe heute schon gesehen wie alle Asseln und Tausendfüßler panisch die Flucht ergriffen haben.

Bild

Ein schönes Stück erinnert etwas an eine Mangrove, ist aber Buche oder ähnliches, was genau weiß ich leider nicht. Könnte auch Eiche sein, das Holz ist auf jeden Fall äußerst hartneckig und obwohl es schon Jaher draußen lag weder morsch noch schimmelt sie. Ich habe an dieser Wurzel eine Stunde gesägt.

Bild

Diese Wurzel wird im fertigen Becken wahrscheinlich eine Orchidee tragen oder als Futterstelle dienen. Besonders hefällt mir, wie sich zwei Wurzeln ineinander verdreht haben. Ich hoffe nur, dass sich später nichts darin einnistet.
Als Nistplatz für die diversen Baumbewohner die ich halten will habe ich nähmlich etwas anderes vorgesenen...

Bild

Sind die feuchten Stellen erst getrocknet, so werden wohl auch alle Milben tot sein. Obwohl ich sagen muss, dass ich damit denke ich keine besonders großen Probleme haben werde. Ich werde in diesen kleinen Baum noch einige Löcher machen denke ich, um den Ameisen den Nestbau zu vereinfachen. Das Holz ist ebenfalls sehr hartneckig.
Ich bin mir eigentlich relativ sicher keine Milbenprobleme befürchten zu müssen, denn ich kenne einige Leute in der Nähe, die füttern ihre Rosenkäfer seit Jahren mit Holz aus eben dem selben Wald und haben auch die Erde aus selbigem und Probleme mit Milben gabs nie. Torotzdem aber werde ich auf Nummer sicher gehen. Bei einem starken Milbenbefall ist meist alles zu spät.


Ich habe auch ein paar Tipps welche Werkzeuge ihr unbedingt braucht wenn ihr ein Becken baut. Obwohl ich denke, dass sich jeder denken kann was jetzt kommt, ich mache es eigentlich auch mehr als Credits zwischendurch.

Einen Cutter sollte jeder haben.

Bild

Meiner ist ein recht praktisches Exemplar. Man kommt in jede Ecke ohne sich verletzen zu können, außerdem ist er sehr angenehm in der Handhabung. Ganz wichtig ist auch, dass man sieht wo genau man gerade schneidet, was bei einem normalen billig Cutter nicht gegeben ist. Auch sollte man etwas zum Makieren haben, aber das sollte jedem klar sein.

Auch von guter Qualität sollte die Silikonpistole sein.

Bild

Hier ist die Qualität zwar auf den ersten Blick nicht so wichtig, aber im nachhinein ist die Investition beim Ankauf lohnenswert. Die Pistole ist gut zum regulieren des Silikonpressens und man kann die Patrone auch schnell und bequem austauschen. Wichtig ist auch, dass die Pistole aus glattem Material ist, denn oft haftet Silikon daran, man kann es von einer glatten Fläche sehr leicht entfernen. Angefangen bei den Werkzeugen ist es sehr wichtig seinen Arbeitsplatz immer sauber zu halten wenn es geht, denn sonst herrscht Chaos und man bekommt nix mehr hin.

Nach einem langen Tag der Arbeit ist es auch wichtig neue Energie in der Entspannung zu finden.

Bild

Deswegen bedanke ich mich am Ende dieses Tages bei einem meiner Kissen und bei hohesC. Die mir Entspannung und Energie durch Fruchteigenen Zucker gewährleistet haben. Und auch an meiner Sitzgelegenheit. Ohne diesen aufopferungsvollen Dingen wäre ich mit den Nerven am Ende, denn so ein Becken kann einen schon mal unendlich aufregen. Sei es weil man etwas zum wiederholten male nicht schafft oder weil man alles umplanen muss.

Achja und schönen Abend noch!
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon Erne » 27. Nov 2009 19:58

Stell die Wurzel bloß nicht noch dichter an den Ofen, sonst wird es hier nichts mehr mit weiterer Berichterstattung und prima Bildern.

Hast du dir schon Gedanken gemacht, welche Art oder Arten du da drin pflegen und beobachten willst?

Grüße
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 29. Nov 2009 16:56

Kein freier Sonntag für Baumarkthammer. :- (
Nachdem ich nun Praktiker einen Besuch abgestattet habe und mich mit Kokosmatten ausgestattet habe, kann ich nun weiterbauen.
Ich muss zugeben, dass ich fast keine Matten bekommen hätte, weil die Angestellten sich als... ...nunja ich war nicht sehr erheitert.
Ich habe bei drei Arbeiterinen nach Kokosmatten gefragt und bekam auch bei allen dreien die selbe Antwort. "Nein. Kokosmatten, noch nie gehört. Vielleicht fragse´ wen anders."
Also tat ich wie mir geheißen und suchte ein männliches Geschlechtstier auf. Er wollte nichts näheres wissen und zeigte noch bevor ich den Satz vollendet hatte auf ein Regal 3m neben mir auf dem "Winterschutz-Matten, Kokospress" lagen. Im nachhinein ist mir aufgefallen, wie dumm doch meine Frage war. Wie jugendlich töricht meine Wissensbegierde formuliert war. Ich habe immerhin nach Kokosmatten gefragt. Welcher Mensch kommt denn da schon darauf, dass ich gepresste Matten aus Kokosfasern will. Wie dumm von mir.
Nun aber zurück zum wesentlichen.

Bild

Ich habe mit einige Kokosmatten gekauft, zum belegen der Wände. Es sind 10mm dicke Matten. Sie sind aus 100% natürlichen Stoffen und vollkommen abbaubar. Wegen ihrer eigentlichen Bestimmung sind sie sehr resistent gegen Schimmel und verfall. Perfekt für Terrarien. Sie sind außerdem etwas fester gepresst, als die gewöhnlichen Kokosmatten. Haben aber leider auch 40€ gekostet und ich denke nicht, dass man sie woanders billiger bekommt.

Für die Belüftung habe ich auch Fliegengitter gekauft.

Bild

Sehr feinmaschig und passend schwarz zu meinem Gerüst. Leichter anzubringen als Lochgitter oder anderes und vorallem sehr viel billiger und man kann es leicht ersätzen.

Nun muss ich nur noch irgendwo Scheibenführungen finden, die Scheiben schneiden und dann kann ich auch schon an die Inneneinrichtung.
Jetzt ist aber Zeit euch zu zeigen, was ich mir für den Besatz überlegt hatte.

Bild
(Bild von Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar)
Cephalotes pusillus. Eine relativ kleine auf Bäumen lebende Art. Aber ihre geringe Größe wird wieder gut gemacht, durch ihr sehr interessantes Verhalten.

Bild
(Bild von Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar)
Apterostigma. Eine ebenfalls recht kleine Art. Sie baut einen Pilz aus Pflanzen, vorallem aber aus Insektenkot. Ich weiß aber leider noch nicht wann ich an eine Kolonie komme. Die Kolonien werden relativ klein und sind abslut friedlich. Sie werden kaum von anderen Arten angegriffen.

Bild
(Bild von Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar)
Myrmicaria. Eine etwas aus dem Konzept fallende Art, sie kommt zwar nicht aus Südamerika, sollte sich aber mit den anderen Arten vertragen. Sie baut ein Kartonnest in Bäumen, meist unter Blättern und braucht eine extrem hoche Feuchtigkeit beim Nestbau. Wegen der Feuchte wird diese Art so früh wie möglich eingesetzt.

Außerdem will ich eine Polyrhachis Art einsetzen, welche relativ kleine Kolonien bildet und friedlicher ist als Polyrhachis dives und größer. Aber über die Ameisen, die nicht aus Südamerika kommen mache ich mir noch Gedanken. Leider sind im Moment wenige Arten aus Südamerika im Verkauf, deswegen wird sich mein Besatz im Moment klein halten.

Vielleicht mache ich heute noch ein zweites Update, denn es wird heute schon Zeit werden die Beleuchtung anzubringen und die Belüftung.
Zuletzt geändert von baumarkthammer am 29. Nov 2009 19:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon Pi.Ag3 » 29. Nov 2009 17:47

Hi Baumarkthammer,

scheint ja prima vorran zu gehen, ein toller Bericht. Viel Spaß noch bei der weiteren Gestaltung :)
Aber zu Deinen geplanten Ameisen hätte ich noch eine kritische Anmerkung übrig. Swagman im Ameisenforum, ein sehr erfahrener Halter, hatte auch ein Gemeinschaftsbecken mit Myrmicaria drinnen. Sobald die Kolonie etwas größer war, hat sie alle dort lebenden Ameisen vernichtetet, daruntern Harpegnathor und auch eine Polyrhachis. In der Natur mögen die Arten zwar nebeneinander leben, in der Haltung sieht das jedoch anders aus. Würde sie nicht für ein Gemeinschaftsbecken verwenden.

Größer als Polyrhachis dives und kleine Kolonien? Weiß nicht, ob Du da was findest, die meißten kleine Völker bildenden Polyrhachis sind relativ klein. Die Cephalotes hingegen erscheinen mir eine ausgezeichnete Wahl.
Wenn ich noch Vorschläge machen darf bzgl. Deiner Artenwahl. Wie wäre es mit Ectatomma oder Pachycondyla? Übrigens bist Du nciht der Einzige mit einen Südamerika Gemeinschaftsbecken, schau mal z.B. hier (falls nicht schon bekannt).
Viel Glück,

Grüße, Pi
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon Erne » 29. Nov 2009 19:30

Kann ich mich nur anschließen, toller Bericht.

Falls die Ameisenbilder nicht deine Eigenen sind, hänge bitte einen Vermerk (Link) auf deren Herkunft mit an.

Grüße
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 29. Nov 2009 20:24

So, nachdem ich nun weitere drei Stunden in wunderbaren Silikondämpfen verbracht habe, bin ich nun einen guten Schritt weiter.
Ein Testteil des Moskitonetzes ist angebracht und die Wände haben ihre Kokosmatten.

Bild

Ich war etwas zu faul die Matten unten zu begradigen, also habe ich sie ersteinmal festgeklebt und muss sie nun unten im Becken begradigen. Jemand der weiter in die Zukunft denkt als ich hätte es bestimmt geahnt, aber ich hatte Lust zu kleben und nur Silikon konnte meine Lust stillen. Das Erbebnis ist gar nicht so schlecht finde ich. Es sieht nun endlich etwas nach Terrarium aus und nicht nach Baustelle.
Außerdem habe ich wie schon erwähnt etwas Moskitonetz angebracht. Es scheint eine recht gute Methode zu sein. Zumindest ist sie einfach, was sie noch besser macht.

Bild

Auch optisch sehr ansprechend, vorallem für 5€.
Ich muss mir nun nurnoch überlegen, wie ich die Fassungen für die Beleuchtung am besten anbringe. Der einzige nachteil von Moskitonnetz, welcher mir im moment einfällt ist, die geringe Temperaturverträglichkeit. Ich kann nicht so wie zB. in Lochgitter einfach eine Fassung einschrauben. Ich werde also wahrscheinlich ein zwei Brettchen nehmen und Löcher bohren, muss es nur noch so verpacken, dass es ansprechend aussieht.

Heute habe ich glaube ich die zehnte Silikon Patrone verbraucht. Ich muss aufpassen, dass ich im Innenraum selber nicht zu viel Silikon verbrauche, ich glaube das könnte schädlich sein. Das Silikon ist glaube ich nicht das mildeste. Wenn ich Glück habe werde ich diese Woche fertig sein.

Zu den Arten habe ich mir Gedanken gemacht und der Wackelkandidat Myrmicaria ist raus. Ich werde stattdessen wahrscheinlich eine Crematogaster Kolonie einsetzen und denke auch schon seit längerem über eine Ectatomma Kolonie nach. Natürlich würde ich auch gerne Paraponera und ähnliche haben, diese sind mir aber im Moment zu teuer. Auch krabbeln Proatta in meinen Gedanken rum, doch diese scheinen mir mit wachsender Koloniegröße einfach zu dominant. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Pseudomyrmex Kolonie, die würden gut passen. Nun ist es aber nicht an der Zeit viel über Arten zu reden, ich muss erstmal mein Becken fertig bekommen und vorallem muss ich testen, wie die Temperatur so da drinen ist und wie konstant ich die halten kann. Außerdem sollte ich das Becken zuerst gestalten, dann werde ich mir überlegen, was genau ich darin halten werde. Sicher bin ich mir nur bei Cephalotes und Apterostigma.

So machen wir nun einen kleinen Zwischenstand.
Am 16. November habe ich spantan angefangen dieses Becken zu bauen.
Da sah das Becken noch wie folgt aus.

Bild

Einige Tage und 60€ später sah das Becken so aus:

Bild

Ich habe erste Platten eingesetzt und mir alles mögliche organisieren müssen, dabei bin ich eher nach dem Auge gegangen statt zwei mal zu messen. Ich habe bei dem ganzen Becken um ehrlich zu sein auf zwei oder sogar drei cm genau gearbeitet. Normler Weise ist solch ungenaues Arbeiten nicht zulässig und das Ergebnis sieht furchtbar aus, doch bei meinem Becken sieht man an den meisten Stellen die Ungenauigkeit nichteinmal. Es sieht tatsächlich aus als hätte ich es immer genau ausgemessen. Vorallem bei der Folie ist dies sehr verwunderlich, da ich geschätzt habe. Wenn man kein so vorteilhaftes Gerüst hat, sollte man allerdings auf 5mm genau messen. Denn in einem Terrarium können mehr als 5mm Unterschied von zwei Glasscheiben schon unschön aussehen.
Nun muss ich noch an einigen Stellen Kokosmatte kleben und etwas ergängen weil ich dämlich geschnitten habe und dann sind alle zufrieden.
Ich muss morgen oder übermorgen allerdings etwas machen, wovor ich mich seit langer Zeit drücke... Ich muss Scheiben schneiden und damit meine ich die entscheidenden Scheiben für die Schiebetür, leider ist dies der Moment an dem der Luxus der Ungenauigkeit aufhört. Ich muss tatsächlich genaustens arbeiten. Ich hoffe ich schaffe es, denn ansonsten sehe ich schwarz, denn ich habe nur noch genau zwei Scheiben.

Achja der eine Smiley den ich pro Beitrag verwende fehlt noch. ;- )
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 30. Nov 2009 22:10

So heute ist ein recht ereingissloser Tag. Das Glas konnte ich nicht schneiden und habe generell recht wenig Zeit.
Ich habe heute nur die Kokosmatten besser geklebt und Bretter für die Lampenfassungen angebracht. Achja und das Moskitonetz oben.
Doch dies soll kein Update zum Bau selber werden, sondern eine Frage an das Forum. Kennt sich jemand mit Pflanzen aus?
Ich habe nämlich keine Idee was die Bepflanzung betrifft. Ich habe zwar vor eine Passiflore einzusetzen, doch weiß ich kaum was über die Pflanze.
Woher bekomme ich Pflanzen? Wie viel kosten diese? Was für Pflanzen sehen gut aus und sind für mein Becken geeignet?
Es wäre nett, wenn ihr mir bei dieser Sache helfen würdet. Bisher habe ich neben Passiflore nur vor einen Elefantenfuß, Orchideen und Farn einzusetzen. Aber das reicht nicht. Ich brauche eine Pflanze für den Vordergrund, also etwas, dass klein bleibt und mir den Boden etwas zuwächst.
Also nochmal bitte ich um eure Hilfe in der Sache.

In Sachen Bau tut sich im Moment leider weniger als ich es will. Ich hatte vor den Boden mit dicker Teichfolie zu verstärken, doch leider habe ich diese nicht. Das Resultat ist, dass der Bau leider etwas schleift. Ich muss die Folie am Boden verstärken, da ich vorhabe eine Schicht Steine als Substratgrundlage zu verwenden. Danach werden Schichten von Sand und sehr holzhaltiger Erde folgen. Das sollte ein guter Boden für meine Rosenkäfer werden. Leider habe ich meine Bedenken, dass ich in einem Becken Rosenkäfer und Ameisen halten kann, die Erdnester bauen, ich denke die Engerlinge der Käfer würden zu sehr gestört werden.

Gutes gibt es heute trotzdem zu berichten.

Bild

Eine der Wurzeln, die ich aus dem Wald geholt habe, passt perfekt in die Ecke. Ich habe anscheinend, mehr durch Glück als durch Können, in einem 90% Winkel gesägt. Ich werde also nicht, wie erwartet, eine umständliche Lösung suchen müssen, um die Würzel an die wand zu bringen. Da hatte ich wieder mehr Glück als Geschick.
Insgesamt fängt das Becken an wie ein Terrarium auszusehen.

Bild

Ich habe heute mit Erstaunen feststellen müssen, dass es langsam anfängt gar nicht so schlecht auszusehen (auf dem Bild sind die Scheiben sehr dreckig).
Es sieht langsam aus wie ein richtiges Terrarium eben. Es gefällt mir sogar, was ich da gebastelt habe.
Eine andere frage aber ist, ob es funktioniert. ;- )
EDIT: Mir fällt gerade auf, dass das Aquarium und die Lampe neben dem Becken geradezu wiederlich aussehen, das liegt an der gelben Farbe der Wand, nicht an Verwahrlosung!
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 3. Dez 2009 00:36

Ein Tag voller Misserfolge. Zuerst geht mir die schlechtere meiner beiden Scheiben kaputt beim Schneiden und dann schneide ich mich beim Cutten der Scheibenführungen mit dem Cutter. Nun man darf sich aber nicht unterkriegen lassen.
Ich muss nun aber leider 20€ für eine neue Scheibe ausgeben. Ist mir nur recht, für 20€ gebe ich gerne die Verantwortung für etwas so wichtiges aus der Hand.
Ich habe ein Paar Pflanzen gakauft, mit großer Hilfe einer sehr netten Frau in einem Garten-Center, sie schien auch Insekten zu halten, konnte mir genaz genau sagen, wie ich die Pflanzen waschen muss, damit ich alle Chemie abbekomme. Es war eine große Hilfe.

Zunächst habe ich tropischen Farn gekauft.

Bild

Die kleinen Pflanzen werden in Seitentaschen an der Wand angebracht sein. Die große bekommt ein schattiges Plätzchen. Natürlich werde ich auch versuchen die Seitentaschen schattig zu machen. Farn geht bei zu starkem Licht schnell mal ein. Diese Pflanzen sollen angeblich nicht behandelt sein, ich soll sie aber zur Sicherheut abspühlen. Vorallem der große Farn soll sich ganz gut vermehren.

Dann habe ich noch eine kleine Pflanze für die Bodenwucherung gekauft.

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Diese Pflanze soll sich wie ein Teppich ausbreiten und wird in meinem Becken hoffentlich recht schön den Boden bewuchern. Sieht zwar etwas aus wie Kresse, aber wird sich in Becken, nehme ich an, ganz gut machen.

Ein kleines Bäumchen habe ich auch gekauft.

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Mir ist der Name entfallen. Aber es sieht ganz gut aus denke ich, es hat eine relativ dichte Krone und sieht auch in dieser kleinen Ausgabe recht gut aus. Die Blätter sind auch ganz schön.

Ein kleiner Kaffeebaum.

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Dieser Kaffeebaum wird hoffentlich in meinem Becken blühen bzw. Früchte tragen. Vielleicht werde ich eines Tages auch selber Kaffee rösten können?
Besonders ansprechend sieht er für einige Leute nicht aus, ist aber eine ganz schöne Hintergrundpflanze.

Eine in der Terraristik recht oft verwendete Pflanze.

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Hier haben mich die großen Blätter und die Wuchshöhe überzeugt. Die Pflanze ist, denke ich, auch gut für einige Polyrhachis spec., die ihre Nester in Bäumen weben.

Ich finde die Pflanzen sehen toll aus, auf dem roten und blauen Hintergrund. Da Grün, Rot und Blau immer super zueinander passen. :- P
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon baumarkthammer » 9. Dez 2009 22:43

So jetzt habe ich etwas Zeit für ein Update.
Es ist so einiges passiert.
Zunächst habe ich 400l Erde durch mein Fenster in mein Becken getragen. Die unterste Schicht ist Gestein.

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Als Erde habe ich Buchenwald-Boden genommen. Perfekt für Rosenkäfer.

Dann habe ich einige Seitentaschen angebracht, für kleinere Pflanzen.

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Das ganze war denkbar einfach. Etwas Kokosmatte nehmen und brechen, wie man es später an die Wand machen will. Dann mit Silikon fixieren.
Mit Erde und Pflanze auffüllen.

Dann wurde es Zeit die Wurzel an die Wand zu bringen.

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Einfach mit Silikon versehen und an die Wand bringen. 10 Minuten fixieren, da die hauptbinde Zeit etwa 7-10 Minuten beträgt reicht es vollkommen aus. Später härtet das Silikon aus und die Wurzel ist recht fest an der Wand.
Nun muss man einfach nur noch die Pflanzen und Wurzeln einpflanzen bzw einsetzen. Sowie die Scheiben in die Fassungen bringen.

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Dabei auf das Gesamtaussehen achten, hier kann man alles machen wie man es will.
Leider ist das Foto nicht so überragend geworden wie ich es wollte.

Und nach einigen Tagen Einlaufzeit ist es auch schon möglich erste Tiere einzusetzen.
Wie in meinem Falll Larven von Rosenkäfern.

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Ich habe 80 Larven eingesetzt. Es handelt sich um Rosenkäfer-Larven im L3 Stadium. Das bedeutet, dass ich wenn alles super läuft in etwa 2 Monaten 80 Käfer haben werde.
Die Larven waren fast so dick wie Mein Daumen.

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Ich hoffe die Larven werden keinen Unfug veranstalten. So ich werde mein Becken ab jetzt nur noch verschönern und besetzen.
Der eigentliche Bau ist abgeschlossen, aber ich denke, dass ich weiterhin hier alles reinschreibe, da ich z.B. noch Nester usw. baue.
Außerdem will ich hier auch reinschreiben, ob das Becken lange hält oder nicht. Ich werde vielleicht schon nächste Woche die ersten Ameisen einsetzen können.
Ich muss allerdings vorher noch Heizmatten und eine bessere Beleuchtung einbauen.

Das gießen der Pflanzen beschränkt sich bei mir auf tägliches Sprühen, da die Larven keine Nasse Erde vertragen.
Maximal ein halber Liter, sollte so niemandem schaden und alle sollten glücklich sein.
Ich muss mir allerdings noch einige Pflanzen ausdenken, da der obere Teil der Wand recht kahl ist.
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Re: Südamerikabecken- Gesellschaftsbecken

Beitragvon MoPe » 9. Dez 2009 22:54

Sehr sehr geil, sage ich nur. Habe sehnsüchtig auf deine Fortsetzung gewartet! ;-)

Bezüglich der Pflanzen solltest du einfach abwarten. Die wachsen doch sicherlich alle noch und irgendwann ist es wunderschön und komplett grün. :-)
Eine Frage hätte ich bezüglich der Larven. Was genau sollen die bringen? Werden die Käfer die Erde nachher umgraben? Oder dienen sie als "automatische" Nahrungsquelle für die Ameisen? Dafür wären sie aber sicherlich etwas groß, oder nicht? Meinst du nicht, dass die eine Gefahr für die späteren Ameisen darstellen?
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