Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Informationen, Haltungsberichte und Fotobeiträge

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 11. Mär 2021 17:18

Hallo, beide Gründungsversuche sind gescheitert. Die Ameisen waren zu schwach, schlechte Voraussetzungen für einen Neustart. Die eigene Arbeiterin entwischte aus der Box und kehrte in ihre Kolonie zurück.
Diese Kolonie hat bereits ihren zweiten Geburtstag bei mir feiern dürfen. Ihre tatsächliche Größe kann ich nicht einmal mehr schätzen bzw. erraten. Zu viel Biomasse im Becken, welche auch im Untergrund erjagt werden kann. Sie zeigen sich nicht mehr. Sie leben im verborgenen. Anfänglich schlüpften noch vereinzelt Männchen. Für mich ein Anzeichen, sie sind noch da und die Reproduktion läuft. Doch seit einigen Monaten geschieht nichts mehr. Ich konnte nicht einmal eine Arbeiterin sichten. Seit einer Woche sind wieder Sichtungen zu machen. Es zeigten sich zuerst 2 Männchen. Heute diese Arbeiterin, mehr geht wohl nicht in die Mandibeln. Da wird beim Eintragen, der Eingangsbereich wohl erweitert werden müssen.
20210311_090037.jpg
Harpegnathos venator Arbeiterin mit selbst erlegter Schokoschabe.

20210311_090044.jpg

20210311_090049.jpg

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 19. Apr 2021 11:34

Hallo, es schlüpfen deutlich zu viele Männchen pro Woche, geschätzt mehr als 10 Stück. Die Hauptqueen scheint nicht mehr das Nest zu dominieren oder ist vielleicht auch bereits schon tot. Das Nestinnere stellt sich gerade erneut um. Zum Glück ist diese Kolonie unsterblich, theoretisch. Durch das Vorhandensein weiterer Queens, Gamergate und das Betreiben von Inzucht steckt in dieser Kolonie ewiges Leben. Natürlich immer vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen und die Zeit für eine Widergeburt ist ausreichend. Schwierig deshalb mit einer Individuen Anzahl unter 10 zu beginnen. Der Halter sollte immer davon ausgehen, das die Queen unbegattet ist und es auch keine Gamergate am Anfang gibt. Die erste Arbeiterin schlüpft dann erst nach 6 Monaten, viel Zeit wenn man bedenkt, das fast wöchentlich eine Venatorin verstirbt. Das Sterben geht auch deutlich schneller, siehe meinen letzten Versuch, wenn der Zustand der Neuankömmlinge schlecht ist.

Neuer Versuch:
20210411_111555.jpg
Kolonie A mit drei Gynen

20210411_111533.jpg
Kolonie B mit einer Gyne


Der Zustand der Kolonien ist gut. Beide haben sofort Futter angenommen, den Transsportbecher verlassen und sind im Erdreich verschwunden. Ihre sichtbare Aktivität tendiert gegen Null, schlecht für den Halter ein gutes Zeichen für den Zustand der Kolonien.
20210419_115711.jpg
Transsport und die Umgewöhnung bedeuten Stress. Der Wettlauf zwischen Sterben und dem erschaffen neuen Lebens hat bereits begonnen in Kolonie A.


Als die Arbeiterin mich erblickte, ließ sie die tote Arbeiterin fallen und flüchtete ins Nest. Die verwendete Walderde verbirgt so manchen Untervermieter :grin:

A und B habe ich mit Männchen von meiner Erstkolonie beimpft. Sie scheinen eingetragen worden zu sein. Keine Spur mehr von ihnen.

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 29. Sep 2021 17:35

Hallo,
Beide Versuche scheinen gelungen zu sein. Mittlerweile haben beide Kolonien den Bodenbereich freigelegt. Nesteinsicht ist begrenzt möglich. Die Kolonie B hat mindestens 10 Larven und eine Puppe konnte ich auch entdecken. Da bereits noch keine Männchen geschlüpft sind, scheint das Gelege befruchtet zu sein. Eine Venatorin war entweder von Anfang an begattet oder die von mir zu gesetzten Männchen haben ihre Aufgabe erfüllt. Bei Versuch A konnte ich zwar keine Brut feststellen, aber ihr Verhalten deutet darauf hin, das etwas da ist. Sie sind sehr ausgeglichen und ruhig, dennoch wird ständig am Nest gewerkelt und vergrößert.
Die letzten 4 Monate habe ich meine Hauptkolonie nicht mehr gesehen, habe auch nicht gesucht. Männchen schlüpften auch keine mehr. Als Selbstversorger sollte das aber auch kein Problem sein. Heute war es dann so weit. Musste nicht lange suchen und fand gleich ihren Nesteingang. Zwei Arbeiterinnen hielten davor Wache. Alles ziemlich dicht an der Scheibe, vielleicht bekomme ich sie durch eine Heizmatte direkt ins Sichtfeld gelotst. Die Kolonie ist bereits 2,5 Jahre alt, würde zu gerne Wissen wie viele tausende es mittlerweile sind, lol.
Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 27. Okt 2021 18:52

Hallo, das ist dann wohl gelungen.
20211027_181916.jpg
Kolonie A zeigt nun doch ihre Brut, ca. 10 Larven und 5 Puppen. Auffällig wenig Arbeiterinnen im Nest zu finden.

20211027_180503.jpg
Kolonie B hat einen noch besseren Start hingelegt, obwohl die Startformation deutlich schwächer im Vergleich zur Kolonie A war.

20211027_180448.jpg
Im Nest der Kolonie B scheinen auch mehr Arbeiterinnen zu sein.

20211027_180136.jpg
ca. 30 Larven und 10 Puppen

20211027_180736.jpg
Neugierige Arbeiterin meiner Erstkolonie, die Winterfutterration für die Selbstversorger ist eingetroffen.

20211027_183259.jpg
500 Heimchen und 100 Heuschrecken, na dann guten Appetit.


Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 1. Nov 2021 12:19

Hallo,
20211101_105917.jpg
Das Setup beider Kolonien, links Kolonie A, habe ich seit 14 Tage in einem Schrank überführt. Durch meinen Kamin gibt es große Temperaturschwankungen in dem Zimmer. Der Schrank mildert die Temperaturspitzen ab. Die Boxen beheize ich mit einer 7 Watt Heizmatte von Unten, ca. 50 % der Bodenfläche auf 25° im Nest. Temperaturanzeige auf dem Bild zeigt die Temperatur der Raumluft in den Boxen an.

20211101_105458.jpg
Die Farbe des Sandberges verrät es. Diese Aufschüttung ist vergrößert worden. Kolonie A ist derzeit immer noch emsig dabei ihr Nest auszubauen. Mein Sorgenkind hatte für eine Woche die Futteraufnahme verweigert. Ich war im Urlaub, sie noch nicht im Schrank mit eigener Wärmequelle und ich habe das Fenster vergessen zu schließen. Der Raum kühlte aus. Es wurde mir jedoch vergeben.

20211101_102758.jpg
Wir fressen wieder und sind fleißig.

20211101_105135.jpg

20211101_104300.jpg
Bis zu 10 Ants habe ich gleichzeitig sehen dürfen. Nur lassen sie sich ungern fotografieren. Schön wenn wann gesehen wird. Nach meinen Erfahrungen gehen max. 1/3 der Kolonie gleichzeitig ins Outback der Rest bleibt immer im Nest. Die Koloniestärke sollte deshalb größer 30 sein.

20211101_105616.jpg
Kolonie B, eine Jägerin sondiert die Oberfläche. Die Larven haben Hunger.

20211101_105644.jpg
Sie vertraut darauf, nicht gesehen zu werden. Zeit für ein Foto, lol.


Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 26. Nov 2021 12:37

Hallo,
die Proteinnachfrage in Kolonie B ist stark zurückgegangen. Da macht sich der Halter Sorgen und schaut natürlich nach dem Rechten. Das Ergebnis beruhigt jedoch.
20211126_100038.jpg
Auf Kommando fast alle verpuppt.

20211126_095831.jpg
Kolonie A lässt sich nicht lumpen und zieht nach. Ihr Proteinbedarf ist jedoch deutlich höher im Vergleich zu B.

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 6. Dez 2021 17:57

Hallo,
20211206_144625.jpg

20211206_144851.jpg


da kann man nur hoffen, das dieses frisch geschlüpfte Männchen aus Kolonie A, nur ein Unfall ist. Es wurde durch eine Arbeiterin erjagt und sie versuchte ihn zu stechen bzw. hatte es auch. Die tödliche bzw. die lähmende Wirkung blieb aber aus. Das Männchen scheint in gewisser Art und Weise einen besonderen Schutz zu haben. Ich sammelte es heraus und separierte ihn. Die Zugabe einer fremden Arbeiterin machte natürlich jetzt Sinn :wink: Ein kurzer Kontrollblick in die bereits vorgefertigte Box und er war auf und davon, denn er kann fliegen. :?

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 19. Dez 2021 15:10

Hallo, drei weitere Männchen in Kolonie A sind geschlüpft. Eines separierte ich und hielt dann Ausschau nach einer koloniefremden Arbeiterin. Drei Tage später erwischte ich schließlich eine. Das männliche Tier saß geduldig in seiner Box und rührte sich kaum. Das änderte sich schlagartig als ich die Arbeiterin hinzusetzte. Sie selbst war nicht interessiert, erjagte sofort ein Heimchen und wollte es unbedingt eintragen. Er putzte sich ständig, und suchte immer wieder die Nähe der Arbeiterin. Am nächsten Tag war er nicht mehr aufzufinden.
20211211_134457 (1).jpg
Er spürt ihre Anwesenheit, da putzt man sich noch einmal gerne heraus.

20211211_134500 (1).jpg
Die Vorfreude ist groß, da flattern schon einmal vor Aufregung die Flügel.

20211211_134552.jpg
Erst die Arbeit dann das Vergnügen.


Am Folgetag setzte ich noch eine Arbeiterin hinzu und jeweils drei geflügelte Männchen aus Kolonie B. Da der Deckel des Formikariums leider nicht plan auflag, entkam eine der Arbeiterin. Die Andere machte auch keine Anstalten im Inneren bleiben zu wollen. Ich gestattete Beiden in ihre Kolonien zurückzukehren. Kolonie A und B haben Männchen hervorgebracht, Arbeiterinnen denke ich, sind aber auch geschlüpft. Das Nestinnere muss sich in beiden neu umgestellt haben. Das der männliche Schlupf das Resultat ist, weil die Kolonien von Anfang an unbegattet waren, schließe ich aus. Mittlerweile sind etwa 8 Monate vergangen, sie hätten schon früher schlüpfen müssen. Wilde Venatoren sterben im ersten Jahr bei dem neuen Halter, das dürfte der Grund sein.
Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 20. Dez 2021 14:55

=D> Hallo, wie geil ist das denn. :grin:
Das Rezept steht.
20211220_141212.jpg
Man nehme Männchen aus Kolonie B.

20211220_140919.jpg
Eine Jungqueen aus Kolonie A.

20211220_140927.jpg
Einen Flügel hat sie sich bereits abgebrochen.

20211220_141018.jpg
Zur Unterstützung bekommt sie drei Arbeiterinnen aus der Kolonie A.


Der Verdacht Kolonie A besitzt eine begattete Queen hat sich hier mit bestätigt. Momentan gibt sie richtig Gas. Täglich möchten sie Proteine haben. Zwar habe ich einige Larven sehen können, die Dunkelziffer muss deutlich höher sein. Fünf Larven habe ich auch in der Anderen gesehen. Die Verwertung von Proteinen bleib hier sehr bescheiden. Eine wöchentliche Fütterung 2 Tierchen reicht ihnen voll uns ganz.

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 25. Dez 2021 06:42

Hallo, nichts mit geil. Nach der Überführung war die Jungqueen sofort verschwunden. Nur die Arbeiterinnen waren meines Erachtens viel zu aktiv im Becken unterwegs. Das Männchen lebt erstaunlicher Weise immer noch, wird also nicht gebraucht. Am vierten Tag erblickte ich die gewollte zukünftige Herrscherin. Leider war sie tot und wurde durch eine ihrer Schwestern getragen.
Meine favorisierte Konstellation scheint, nicht ohne weiteres zu funktionieren. Ein natürliches Versterben schließe ich aus. Sie wurde durch mindestens eine der Arbeiterinnen getötet. Das die Jungqueen sich etabliert, wurde verneint. Die frischgeschlüpfte stand drei etablierten sich kennenden Schwestern gegenüber, wo bei sie selbst vermutlich bereits begattet war. Deshalb einen Anspruch auf den Thron hatte und es ihr deshalb nicht möglich war sich unterzuordnen. Die Ausgangssituation muss beim nächsten Versuch geändert werden. Entweder wird eine 1 zu 1 Situation hergestellt, die Gefahr auf eine stärkere dominierende Arbeiterin zu stoßen, besteht jedoch weiterhin. Besser ist es vielleicht, eine Geflügelte alleine Gründen zu lassen. Die Arbeiterinnen bleiben in der Gründungsbox, schauen wir einmal wie sie sich nun weiterentwickeln.
Gruß und Frohe Weihnachten
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 1. Jan 2022 21:38

Hallo,
20211229_140913.jpg
sie hat es nun endlich geschafft. Ich wurde das erste Mal gestochen und sie schaffte es doch tatsächlich gleich 2x mal :wink:
Momentan fordert Kolonie A eine tägliche Fütterung und da ich über Weihnachten Besuch hatte, sollte alles ein wenig schneller von statten gehen. Meine Unvorsichtigkeit erlaubte es, das eine Arbeiterin entkam. Ich bemerkte zwar, das eine Venatorin abtrünnig wurde, erjagen wollte ich sie jedoch nicht. Ich ließ den Deckel der Box offen, im Glauben sie kehre freiwillig zurück. Alles spielte sich im Ameisenschrank ab.
Nach ca. 1 h suchte ich die Arbeiterin. Sehen konnte ich sie nicht. Um einen besseren Überblick im Ameisenschrank zu bekommen, nutze ich einen Hocker. Denn meine Körpergröße ist bescheiden. :grin:
Ich suchte 30 Sekunden, nichts gefunden, also Deckel auf Box wieder darauf. Als ich die Tritthilfe verließ und auf den Fußboden aufsetzte, kam der Schmerz. Sie schaffte es in der kurzen Zeit in meine Badelatschen einzudringen. Ich trat auf ihr drauf. Meine Vorsicht war noch aktiv und ich reagierte sofort, indem ich den Druck auf Null reduzierte. Nur keine Venatorin durch Unachtsamkeit töten, schließlich sind sie schon besonders anspruchsvoll und jede einzelne Arbeiterin ist wichtig gerade in der Neugründung. Wir beide haben die Ausnahmesituation überlebt, Ich war ein wenig euphorisch, das es ihr noch gut ging und zeigte sie meinem Besuch, siehe Bild. Schließlich schaffte sie es unter mein Shirt. Der Druck verursachte einen weiteren Stich. Schließlich konnte ich sie in ihre Box zurückführen. Der Stich selbst war harmlos. Er fühlte sich an, als wenn ein Dorn langsam in die Haut eindringen würde > Mücke. Nach ca. 10 min war der Stechmerz vorbei < Mücke.
Diesen Aufhänger möchte ich jedoch einmal Nutzen, um meine Erfahrungen, das Erlegen von Beutetiere, durch Harpegnathos venator und Paraponera clavata wieder zu geben . Im Hinblick der Effektivität umgibt den Clavatas eine gewisse Aura, im Bezug auf Stiche auf den Menschen.
Meine Erfahrung zeigt, das die Venatoren deutlich erfolgreicher sind. Ihr Gift scheint potenter zu sein, bezugnehmend auf ihre Beute, Ein direkter Vergleich ist jedoch aus meiner Haltung nicht möglich, da sie unterschiedliche Beutespektren bevorzugen. Meine Harpegnathos sind in der Lage nach erfolgtem Stich, ihr Beutetier mittleres Heimchen bzw. Schokoschabe innerhalb von 5 Sekunden so zu lähmen, das sich nichts mehr rührt und so eingetragen werden kann. Die Clavatas bekommen hauptsächlich Mehlwürmer, Bienenmaden oder tote Heimchen. Aufgrund ihrer Koloniegröße sind sie wohl derzeit nicht im Stande, flinke Beutetiere zu erjagen. Schokoschaben werden derzeit gänzlich verweigert. Langsame Beutetiere werden zwar mehrmals gestochen, eine tatsächliche Wirkung ist nur schwer zu erkennen, wenn überhaupt. Die Verletzungen, durch die Mandibeln hervorgebracht, scheinen wirkungsvoller zu sein. Die Beutetiere der Paraponera sind natürlich deutlich größer die der Harpegnathos, Bienenmaden die mehrfach gestochen wurden, zeigen sich nach 45 min fast immer noch so wehrhaft. Natürlich ist der Stachel größer und so mit dürfte der Schmerz beim Eindringen schmerzvoller Sein. Das ihr Stich toxischer ist, glaube ich jedoch nicht. Einen direkten Vergleich daraus Abzuleiten ist natürlich auch nicht korrekt. Der Mensch reagiert eben nicht wie ein Insekt.
Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 9. Jan 2022 22:17

Hallo, die Erstkolonie hat wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben, ein männliches Geschlechtstier ist geschlüpft. Sie sind also noch da. Männchen schlüpfen auch bei meinen Beiden anderen Versuchen, es sind viele. Hier scheint wohl jeder Eier legen zu dürfen. Brut ist deshalb bei beiden massig vorhanden. Erhöht sich die Aktivität außerhalb des Nestes wird reichlich gefüttert. Spätestens nach 2 Tagen melden sich die Damen wieder.
Mein Experiment nimmt langsam Fahrt auf. Zwar sind es nur noch zwei Arbeiterinnen, konnte aber heute erste Brut ausmachen. Drei Eier , vielleicht sind es auch schon Larven, denn sie wirken stachelig zu sein.
Interessant ist , ob es bereits Arbeiterinnen sein werden. Männchen für die Begattung stellte ich ihnen schließlich reichlich zur Verfügung. Das letzte lebte ganze 14 Tage, das wunderte mich doch sehr. Es muss gefüttert worden sein, dann wurde es jedoch eingetragen.
20211229_231035.jpg
Er zuckt noch, wurde aber einen Tag später entsorgt.

20220109_202919.jpg
Eier oder Larven, das ist hier die Frage.

Gruß
Abmeise
member
member
 
Beiträge: 233
Alter: 46
Registriert: 28. Mär 2019 03:42
Land: Germany (de)
Hat sich bedankt: 0 Danke
Danke bekommen: 64 mal

Vorherige

Zurück zu Harpegnathos - Informationen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste