Offener Brief zu Lasius brunneus

Wenn Ihr Wünsche, Ideen oder Anregungen habt, seid Ihr hier genau richtig.

Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon derameisige » 5. Jun 2018 11:03

Sehr geehrter Herr Sebesta,

Sie sind Betreiber des „Ameisenforum“ und einiger anderer Foren, daher für deren Inhalte mit verantwortlich.
Hiermit fordere ich Sie auf, sich über die wachsende Problematik des Befalls von Wohnungen und Häusern durch die „Braune Wegameise“ zu informieren und die entsprechenden Konsequenzen zu veranlassen.

Folgende Quellen sollten Sie konsultieren:
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und weitere Beiträge im Forum der Deutschen Ameisenschutzwarte hier:
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Lasius brunneus scheint als Hausschädling im Vordringen zu sein, zumindest gemessen an der steigenden Häufigkeit von Befallsmeldungen und Hilfe-Ersuchen im Forum der DASW sowie auch per e-mail an deren Mitglieder. In den Ameisenforen berichten zunehmend Ameisenhalter vom Fang von zurzeit schwärmenden Gynen dieser Art.

Wirksame Abhilfe bei Befall ist aufwändig und kann SEHR teuer werden. Viele Schädlingsbekämpfer sind überfordert, die kommerziellen Bekämpfungsmittel sind oft unwirksam oder werden falsch eingesetzt, die von den Ameisen angerichteten Schäden an Holz und Isoliermaterialien werden durch diese Mittel ohnehin nicht beseitigt.

Dem gegenüber steht, dass in Ihren Foren, insbesondere im „Ameisenforum“, das Sammeln und Aufziehen von Jungköniginnen ausdrücklich begrüßt und durch m. o. w. hilfreiche Empfehlungen gefördert wird, obwohl einige User wissen, dass diese Ameisen als schädlich bekannt „sein sollen“.

Beispiele:
https://www.ameisenforum.de/topic58048.html L. brunneus
https://www.ameisenforum.de/topic58038.html
https://www.ameisenforum.de/welche-amei ... ml#p412354
https://www.ameisenforum.de/lasius-koni ... ml#p412673
Zitat: „Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es sich bei deiner Königin um Lasius brunneus handelt, welche übrigens nicht ungeeignet für Anfänger ist“.

Zu allem Überfluss bieten Sie diese Ameisenart auch noch in Ihrem Shop an: https://www.antstore.net/shop/de/Ameise ... meise.html
Zurzeit auf „Informieren bei Verfügbarkeit“, und in der Auktion:
https://www.ameisenauktion.de/item/id/L ... _1115.html

Ich fordere Sie hiermit öffentlich auf, diesen Unfug zu beenden und Ihren Admins und Mods Weisung zu erteilen, dass sie in den Foren entsprechende Warnungen aussprechen. - Keiner der Halter kann vorhersehen, ob unter den speziellen Bedingungen seines Wohngebäudes eine ausgekommene Kolonie die Chance hat, sich dort einzunisten. Für eine auch noch kleine Kolonie ist diese Chance erheblich größer als für eine einzelne, zugeflogene Königin. Unter welchen Bedingungen (u. a. baulicher Art) die Ameisen zu Schädlingen werden können, ist den Beiträgen im oben genannten Forum der DASW zu entnehmen. Dass solche Ameisen ausbruchsicher im Formikarium gehalten werden können, ist keinesfalls garantiert.

Prof. Dr. A. Buschinger
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Barristan » 5. Jun 2018 13:38

Ich fordere Sie hiermit öffentlich auf, diesen Unfug zu beenden und Ihren Admins und Mods Weisung zu erteilen, dass sie in den Foren entsprechende Warnungen aussprechen. - Keiner der Halter kann vorhersehen, ob unter den speziellen Bedingungen seines Wohngebäudes eine ausgekommene Kolonie die Chance hat, sich dort einzunisten. Für eine auch noch kleine Kolonie ist diese Chance erheblich größer als für eine einzelne, zugeflogene Königin. Unter welchen Bedingungen (u. a. baulicher Art) die Ameisen zu Schädlingen werden können, ist den Beiträgen im oben genannten Forum der DASW zu entnehmen. Dass solche Ameisen ausbruchsicher im Formikarium gehalten werden können, ist keinesfalls garantiert.


Stimmt und dann kann man sich beschweren, dass der böse Martin Sebesta sein Versprechen von 2014 gebrochen hat, sich nämlich nicht in den Inhalt der übernommenen Foren einzumischen. Ist das evtl. sogar die Absicht, die hinter Ihrem ganzen Post steckt?

Oder ist es ok, wenn er sich einmischt, solange diese Einmischung der Durchsetzung der eigenen Agenda dienlich ist?

Immerhin haben sie ja ihre Signatur im Forum der ASW angepasst, vor kurzem war da noch zu lesen:

2017-05-09-3.png


Da hatten sie noch die einheimischen Hausameisen ziemlich verharmlost. Naja jetzt wo man den Antstore mit einem offenen Brief von der Gefährlichkeit der Ameisen zu überzeugen versucht, passt die Signatur nicht mehr ganz ins Konzept, vermute ich :grin:

Wie schön wäre es doch, hätte das ehemalige Team des Ameisenforums damals die vertragliche Zusicherung angenommen, dass sich Herr Sebesta nicht in die Forenangelegenheiten einmischt, dann hätte man heute selbst vor Lasius brunneus warnen können und auch sonst den ganzen ideologischen Blödsinn verbreiten können, der mittlerweile nur noch im Ameisenportal einem sehr kleinen Pupblikum präsentiert wird.

Ich würde es übrigens sehr begrüßen, wenn jemand Lasius brunneus versucht in einem trockenen Holznest zu halten, dann könnte man endlich ihre Aussage widerlegen, dass die Art sich angeblich nur in Häusern mit Wasserschaden einnistet...

Zumal ist die Art sicher nicht gefährlicher, als andere im Holz lebende Arten, wie beispielsweise diverse Camponotus Arten, Crematogaster scutellaris usw.

Und zum Schluss: Warum posten Sie es nicht einfach selbst überall in den Foren und versuchen die Moderatoren dort zu überzeugen? Nein stattdessen versuchen Sie es auf diese erbärmliche Art und Weise. Sie haben ja nicht einmal den Anstand ihren falschen Wohnort zu korrigieren, oder falls Sie nicht wünschen, dass man weiß, woher sie kommen, diesen vollständig zu entfernen. Wie kann man nur solch eine Person überhaupt ernst nehmen, die durch Täuschung, Empörung, Drohung ihren Ruf in den Ameisenforen aufgebaut hat?

Ich kann nur hoffen, dass weder Martin Sebesta auf ihre Forderungen eingeht, noch irgend einer der Administratoren des Ameisenforums und des Ameisencafes. Irgendwann muss man auch mal "Nein!" zum Kind sagen, das ständig einen neuen Lolli will.
Zuletzt geändert von Barristan am 5. Jun 2018 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Maddio » 5. Jun 2018 15:28

Hallo,

Ich bin Maddio aus dem Ameisenforum. Ich fühle mich von dem offenen Brief angesprochen, denn ich halte seit kurzem eine (selbst gesammelte) Königin von Lasius brunneus und führe dazu im Ameisenforum auch einen Haltungsbericht:
https://www.ameisenforum.de/lasius-brunneus-maddio-s-haltungserfahrungen-t57902.html

Zunächst einmal, Merkur, oder hier "derameisige", ich teile die Einschätzung von Barristan, das du dich hier sehr unglaubwürdig machst. Im Ameisenportal hast du mir vorgeworfen, ein Forentroll zu sein. Dabei bist du doch derjenige, der das Antstore-Forum getrollt hat, und sich dabei nicht besonders geschickt angestellt hat und erwischt wurde [-X
https://www.antstore.net/forum/post74915.html#p74915

Jetzt zum fachlichen Inhalt deines "offenen Briefes": Lasius brunneus ist eine der häufigsten Ameisenarten in Deutschland, und zwar über das ganze Land gesehen. So findet man sie quasi überall wo Laubbäume stehen, also auch in unmittelbarer Nähe zu- bzw. in bewohnten Gebieten.

Wenn du ernsthaft glaubst, es bedarf des Ameisenhandels oder dem Hobby der Ameisenhaltung, um eine Ausbreitung einer ohnehin allgegenwärtigen, einheimischen Art zu ermöglichen, dann ist dir echt nicht mehr zu helfen.

Von wem kommen denn jedes Frühjahr die Hilferufe, wenn Lasius brunneus in den Wohnungen schwärmt? Wie groß ist der Anteil der Ameisenhalter bei diesen Hilferufen? Hast du dazu ein paar belastbare Zahlen, oder ist es wie immer nur heiße Luft die da kommt, ohne Beweise und Fakten?

derameisige hat geschrieben:Dass solche Ameisen ausbruchsicher im Formikarium gehalten werden können, ist keinesfalls garantiert.


So, so. Warum soll es nicht möglich sein, diese Ameisen ausbruchssicher zu halten? Wie bei allen anderen Arten auch, braucht es einen entsprechenden Ausbruchschutz, und das am Besten mehrstufig. Du hast doch früher sogar Pharaoameisen gehalten, die sind dir doch auch nicht entkommen. Bei Lasius brunneus soll dies nicht möglich sein?

Und der Antstore weist übrigens vorbildlich auf die Gefahren hin:

(2) ist eine häufige Hausameise die sich in Holzbauteilen und Wärmeisolation von Häusern einnisten kann


So weiß doch jeder Bescheid, warum willst du die Leute mal wieder bevormunden?

Das, wie im AF jüngst festgestellt wurde, das Artikelfoto eine Lasius emarginatus zeigt, das ist eine andere Sache und sollte schnell behoben werden. Ansonsten fühle ich mich als Kunde des Antstores gut informiert über die Art und kann deine Kritik nicht nachvollziehen.

Barristan hat geschrieben:Ich würde es übrigens sehr begrüßen, wenn jemand Lasius brunneus versucht in einem trockenen Holznest zu halten, dann könnte man endlich ihre Aussage widerlegen, dass die Art sich angeblich nur in Häusern mit Wasserschaden einnistet...


Genau das habe ich vor. Ich habe noch mein altes selbstgebasteltes Holznest was ich für die Gründung meiner Camponotus vagus-Kolonie genutzt habe, und jetzt bald wiederverwenden werde. Lasius brunneus lebt laut Fachliteratur mitunter weit oben auf Laubbäumen, dort wird es im Sommer auch immer wieder Phasen absoluter Trockenheit geben. Ich gehe also davon aus, dass es bei dieser Art reicht bei entsprechender Koloniegröße eine Tränke zur Verfügung zu stellen, das Holznest aber trocken zu halten.

LG Maddio
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Maddio » 5. Jun 2018 15:46

Barristan hat geschrieben:Sie haben ja nicht einmal den Anstand ihren falschen Wohnort zu korrigieren, oder falls Sie nicht wünschen, dass man weiß, woher sie kommen, diesen vollständig zu entfernen.


Definitiv cringeworthy

Zumal es dann immer wieder heißt, er kann sich ja nicht z.B. im AF anmelden, weil er persönlich verfolgt wird usw. Das ist nichts weniger als ein Schlag ins Gesicht von Menschen, die tatsächlich gestalkt und bedroht werden. Oder würde so jemand seine Adresse samt Klarnamen öffentlich einsehbar im Internet veröffentlichen:
https://www.ameisenschutzwarte.de/forum/viewtopic.php?p=7714#p7714

Peinlicher gehts nimmer.... :booty:
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Martin S. » 6. Jun 2018 08:34

Sehr geehrter "derameisige",

ich halte die von uns zur Verfügung gestellten Information zu dieser Art für ausreichend.

Sie wird von uns durch die Klassifizierung der Haltungsklasse „2“ auch nicht Einsteigern empfohlen.

In der Detailbeschreibung unter Haltungsklasse steht “ist eine häufige Hausameise die sich in Holzbauteilen und Wärmeisolation von Häusern einnisten kann“.

Diese Eigenschaft macht sie zum idealen Bewohner für ein Holz/Korknest.

Zudem ist mir in den vielen Jahren noch kein Fall bekannt, das jemandem diese Art aus der Haltung ausgebrochen ist und sich dann zur Plage entwickelt hat.

Die Berichte die Sie nennen, stammen alle von freilebenden Tieren.
Und das sich dort Berichte über die Ausbreitung dieser Art häufen, liegt ganz einfach daran, das in den letzten Jahrzehnten massiv die Häuser mit Wärmedämmplatten versehen wurden, was für diese Ameisenart eine ideale Nestbedingung (geringe Temperaturschwankung, leichte Nesterweiterung und geschützter Standort vor anderen Tieren) darstellt.

Ich sehe daher keinen Handlungsbedarf die Haltungsberichte dieser Art bzw. Meinungen von Usern zu zensieren.

Allerdings sehe ich ganz dringenden Handlungsbedarf bei der Webseite der DASW in der Sie Mitglied und wissenschaftlicher Beirat sind.
Hier besteht der Verdacht, dass gegen die neue DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) verstoßen wird.
Die Datenschutzerklärung ist in der Webseite unter Impressum versteckt.
Zitat von WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte GbR:
"WICHTIG: Die Datenschutzerklärung muss eindeutig als solche gekennzeichnet sein. Daher ist es nicht ausreichend, sie innerhalb des Impressums unterzubringen. Datenschutzerklärung und Impressum sind klar voneinander zu trennen."

Zudem sieht es aus als wenn die Kontaktformulare nicht ausreichend verschlüsselt sind:
Datenschutz-DASW.JPG


Die Datenschutz-Grundverordnung die auch für Vereine gilt, sieht bei einem Verstoß gegen den Datenschutz Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro vor.


Mit freundlichen Grüßen
Martin Sebesta
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon derameisige » 7. Jun 2018 09:39

Sehr geehrter Herr Sebesta,

Danke für Ihre Antwort.
Was die Webseite der DASW anbelangt, so bin ich wissenschaftlicher Beirat, nicht Jurist. Zuständigkeitshalber gebe ich Ihre Hinweise an das Präsidium weiter.
„ich halte die von uns zur Verfügung gestellten Information zu dieser Art für ausreichend.“
- Ich habe keinen Zweifel, dass diese Information für Ihre juristische Absicherung ausreichend ist.

„Zudem ist mir in den vielen Jahren noch kein Fall bekannt, das jemandem diese Art aus der Haltung ausgebrochen ist und sich dann zur Plage entwickelt hat.“
- Mit Verlaub zu sagen, ist dies ein naives Argument. Ihnen ist, ebenso wie mir, völlig klar, dass so etwas kaum an die Öffentlichkeit gelangen würde. Ich habe zudem mit keinem Wort auch nur angedeutet, dass so etwas geschehen sei. Anderslautende Behauptungen in diesem Thread weise ich als Unterstellungen zurück.

Die Berichte die Sie nennen, stammen alle von freilebenden Tieren.
Und das sich dort Berichte über die Ausbreitung dieser Art häufen, liegt ganz einfach daran, das in den letzten Jahrzehnten massiv die Häuser mit Wärmedämmplatten versehen wurden, was für diese Ameisenart eine ideale Nestbedingung (geringe Temperaturschwankung, leichte Nesterweiterung und geschützter Standort vor anderen Tieren) darstellt.
- Da wissen Sie mehr als ich: Aus den von mir bearbeiteten Anfragen Geschädigter kann ich nicht ableiten, dass Neubauten mit Wärmedämmung etc. häufiger betroffen wären als Altbauten. Dass es sich um eine freilebende, in D häufige Art etc. handelt, kann jeder im Forum der DASW nachlesen. Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar
Es ist auch in einem „Standardtext“ enthalten, den Betroffene bei Beratung über e-mail erhalten.

„Ich sehe daher keinen Handlungsbedarf die Haltungsberichte dieser Art bzw. Meinungen von Usern zu zensieren.“
- Was ich vorgeschlagen habe, ist wohl nicht als „Zensur“ zu interpretieren. M. E. wäre es ausreichend, wenn Admin und Mods bei allzu enthusiastischen Empfehlungen zur Haltung dieser Art eine Anmerkung anbringen würden, z. B. den Inhalt Ihrer Warnungen auf der Shopseite. Und/oder einen Link auf einen Bericht über wirklich gravierende Folgen aus einem Befall.
Das „Kleingedruckte“ auf Ihrer Shopseite wird gewiss nicht von jedem gelesen, vor allem nicht von Usern, die selbst gesammelte Gynen halten, und nicht von allen Eltern jugendlicher Halter.
Bei dem von mir erwähnte Zitat aus dem AF: „Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es sich bei deiner Königin um Lasius brunneus handelt, welche übrigens nicht ungeeignet für Anfänger ist“ - da wäre eine Anmerkung aus dem Team gewiss nicht verfehlt. Und alles andere als eine „Zensur“.

Im menschlichen Miteinander gibt es außer der juristischen auch andere Ebenen, etwa die der Vernunft, oder der Empathie verbunden mit dem Bestreben, Schäden abzuwenden bzw. zu begrenzen.
Die Haltung einer Ameisenart zu empfehlen, die mittlerweile mit derart vielen und gravierenden Schädigungen in Verbindung gebracht wird, ist für mich nicht plausibel. - Nach wie vor ist der Kenntnisstand der, dass Bauschäden bzw. -mängel den Befall mit Lasius brunneus erleichtern. Die Mängel führen nicht zwingend und nicht sofort zu einem Befall. Ameisenhalter, die eine Kolonie in einem „anfälligen“ Gebäude heranziehen, sollten wissen, dass bei Auskommen der Kolonie die Wahrscheinlichkeit eines Befalls erhöht und die Ausmaße der Schäden erheblich vergrößert werden. Welche Mängel oder Schäden ein Gebäude "anfällig" machen, ist leider nicht einfach zu ermitteln. Über die Jahre meiner Beratungstätigkeit habe auch ich schrittweise hinzugelernt!

In den Foren ist immer wieder mal zu lesen, dass Hund, Katze oder kleine Schwester ein ganzes Formikarium zu Boden schicken, dass erboste Eltern den ganzen Kram durchs Fenster nach draußen befördern usw.. - Grundlage für meine Aussage, „dass solche Ameisen ausbruchsicher im Formikarium gehalten werden können, ist keinesfalls garantiert.“
MfG,
Prof. Dr. A. Buschinger
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Barristan » 7. Jun 2018 10:01

Am besten man schließt den Thread. Die ganzen Dinge wurden eh schon unzählige male im Lauf der Jahre ausdiskutiert, etwas Neues lese ich da nicht heraus.
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Re: Offener Brief zu Lasius brunneus

Beitragvon Martin S. » 11. Jun 2018 20:14

Hallo Leute,

ich habe das Thema abgetrennt, da es hier keine passende und sachliche Diskussion mehr war.
Ich lasse euch aber die Möglichkeit sachlich im Offtopic weiter zu diskutieren:
topic21339.html
Wenn es aber wieder zu unsachlich werden sollte, muss ich die Diskussion leider sperren.
Ich selber habe meine Stellungnahme dazu abgegeben und werde mich nicht weiter an einer Endlosdiskussion beteiligen.

Viele Grüße
Martin
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