Futter selbst herstellen

Hier kann alles zum Thema Ameisen diskutiert und gefragt werden.

Futter selbst herstellen

Beitragvon Kit10 » 14. Feb 2015 19:09

Hallo Community,

ich bin neu und möchte mir in den nächsten Monaten auch eine Ameisenfarm zulegen. Dazu hätte ich aber noch ein paar Fragen zum Thema Futter.
Angeschaft werden soll erst mal eine gaaaannnzzzz einfache Ameisenart Lasius niger :oops:

1. Ich habe gelesen das man Futtertiere abkochen solte wegen Krankheiten usw. d.h. ja aber dann auch das die Tiere Tod sind. Vressen die Ameisen denn diese Tiere dann auch oder sollte man lieber in eine Tierhandlung gehen und dort Maden usw. kaufen da diese ja "Keim frei" sein sollten?

2. Honigwasser selbst machen Wie? Einfach handelsüblichen Honig mit Wasser vermischen und das den Ameisen geben oder muss es bestimmter Honig sein (also Honig direkt aus dem Stock)? Da ja der Honig aus dem Supermarkt ja noch veredelt wird.

3. Kann man in die Arena ein Wasserbecken bauen oder sollte man eine Tränke aufstellen wegen der Gefahr des Ertrinkens der Ameisen?


So das sollte es erst mal für den Anfang sein :D Ich bedanke mich schon mal ;)
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Insekten Züchter » 14. Feb 2015 19:25

Herzlich willkommen Kit10 :sign_welcome: ,

1. Es ist eigentlich besser, tote Tiere zu verfüttern, die werden gerade von kleinen Kolonien noch besser angenommen als Lebende und du hast kein Risiko was Krankheiten angeht.

2. Statt Honigwasser würde ich Zuckerwasser herstellen, immer in den Mengen welche gerade benötigt werden, das ist billiger als Honig und wird meines Wissens nach auch besser angenommen.

3. Ich benutze dazu immer ein leeres Reagenzglas mit Watte vorne drauf(funktioniert auch mit Zuckerwasser) als Wassertank, wenn du jedoch keins zur Hand hast könntest du auch eine leere Flasche nehmen(je kleiner desto besser), auswaschen, mit Wasser befüllen und mit Watte verstopfen, du musst jedoch darauf achten das Wasser regelmäßig zu ersetzen, da ganz besonders Zuckerwasser umkippen kann und dann deine Ameisen krank machen könnte. Ein Wasserbecken würde ich nicht nehmen, da die Gefahr des ertrinkens besteht, und auch wenn ein paar tote Arbeiterinnen mehr bei großen Kolonien nicht auffallen ist es doch nie schön ertrunkene Ameisen im Wasser zu sehen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen :D .
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Kit10 » 14. Feb 2015 19:35

Danke Insekten Züchter hat mir schon mal sehr weitergeholfen :D

Das Wasserbecken sollte auch nicht tief sein und mit Steinen versehen werden... auch eher für die Optik

Habe da aber gleich noch eine Frage die mir vorhin nicht eingefallen ist :D

Da Lasius niger ja auch sehr gerne Blattläuse farmen und ich gelesen habe, dass man einfach einen Zweig vom Holunderbaum mit darauflebenden Blattläusen in die Arena setzten kann zur Narungserzäugung. Wollte ich nun noch wissen ob jemand damit Erfahrung hat. Ob das eine gute Idee ist oder nicht, wie man dann den Zweig am besten frisch hält und Ob man noch irgend was dabei beachten muss zwekcs Krankheiten usw.
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Insekten Züchter » 14. Feb 2015 20:08

Gut, mit Steinen sollte das mit dem Wasserbecken machbar sein, solange sie auch über das Wasser hinausschauen, ich hab vor Jahren mal ein paar Legobretter zusammengesteckt damit niemand ertrinkt, und glaub mir, gut aussehen tut es nicht.

Auf die Idee mit Blattläusen bin ich auch mal gekommen, es endete damit das unmengen von Blattläusen durch mein Zimmer liefen. Ich kann da zwar nicht aus eigener Erfahrung sprechen aber nach dem was ich so darüber gelesen habe wird das nichts, die Pflanze samt Blattläusen stirbt zu schnell und ohne Räuber wie Marienkäfer würden die Blattläuse auch eine Topfpflanze sehr schnell töten, ebenso ist das was da an Zucker rauskommt nicht wirklich entscheidend und dafür lohnt sich meiner Meinung nach auch der Aufwand nicht.
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon 1Fourmie » 20. Feb 2015 16:44

Hi zusammen
Ne kleine Info am Rand zum Thema : Zucker,Honig,Blattlausausscheidungen
Zucker besteht aus einer Verbindung von Fructose und Glucose.
Honig besteht auch aus Fructose und Glucose,hat auch noch Mineralien etc. Jedoch besitzt Honig verschiedene Mehrfachzucker,darunter auch welche die in den Blattlausausscheidungen vorkommen.
Honig ist besser als Zucker.
Man muss nur verschiedene Sorten ausprobieren und sie bei einem kleineren Imker kaufen.Industrielle Produkte sind oft mit Zusatzstoffen versetzt.
LG
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Moonman » 22. Feb 2015 22:15

Hallo Kit10 und schön, dass es ein weiteren Ameisenhalter gibt der sich auch vorher schlau liest =D>

Auch ich habe mit Lasius niger begonnen, eine tolle kleine Art mit der man viel lernen kann.
Deine Fragen wurden alle schon super beantwortet aber auch ich mag noch mein Senf dazu geben :mrgreen:

zu 1.
Tote Insekten lassen sich besser verfüttern, logisch, für eine kleine Kolonie ist es fast unmöglich einen lebenden Mehlwurm oder eine Fliege zu erbeuten. Gerade Mehlwürmer haben einen sehr harten Panzer der für Lasius niger scheinbar undurchdringbar ist, ein zerteilen ist somit unausweichlich. Fruchtfliegen oder andere "weichere" Insekten stellen im ganzen (aber tot) kein Problem dar. Das Abkochen ist immer ein großes Thema unter den Ameisenhaltern. Ich selber verfüttere nur selbst gezüchtete Mehlwürmer, Heimchen und andere Kauf-Insekten fülle ich auch in neue Boxen um und füttere sie, da bis sie später als Futter enden. wichtig ist auch was für Ameisen man sich hält, empfindliche Exoten würde ich auch auf Nummer sicher gehen (meine Camponotus cf. japonicus zähle ich nicht als empfindliche Exoten)
Aber ich koche meine Futtertiere seit Anfang an (2009) nicht ab, nur ab und zu, um den Inhalt der Mehlwürmer fest zu machen. Der Inhalt von Insekten ist meist flüssig und wird durch das Abkochen fester. Ich möchte niemanden überreden oder überzeugen das Gleiche zu tun! Doch ich werde es so weiter machen, da es natürlicher ist und ich nie Probleme hatte, auch nicht mit selbst gefangenen Insekten. Meine sechs erfolgreichen Kolonien scheint es nicht zu stören.

zu 2.
Wie schon von Insekten Züchter geschrieben, ist Zuckerwasser das einfachste, billigste und wird auch immer besser genommen als alles andere. Honig neigt auch stark zum Kleben,Schimmeln und zu Gären, was oft Ameisen das Leben kostet und Fertigzeug was man kaufen kann, ist nur sinnlos teuer was am Ende nicht mal angenommen wird wenn es Zuckerwasser gibt.

zu 3. Wasser und Zuckerwasser stellen gerade für die kleinen Lasius niger eine Todesfalle da, eine Wasserstelle bei den Ameisen schaut toll aus, aber würde viele Opfer bedeuten. Eine Größere Kolonie würde das Wasser auch gezielt mit Sand und Müll voll packen, hab ich zu oft erlebt.
Um das Ertrinken und das Festkleben in Zuckerwasser zu vermeiden, benutze ich Seramis (oder einfach Tongranulat um keine Werbung zu machen :mrgreen: )
Z.b. ein Kronkorken oder eine Vogeltränke mit Wasser mit Seramis auffüllen, das saugt das Wasser auf und die Kleinen können prima drüber laufen und sich retten wenn sie zu nass werden, bei Zuckerwasser genauso, wobei ich das nicht in eine Vogeltränke fülle :D so viel braucht nicht mal eine große Kolonie ohne das es vorher schlecht wird.

Blattläuse hab ich auch schon mal angeboten, hat auch gut funktionier. Die Läuse wurden nicht (gleich) gefressen und scheinbar bewacht. Da sie von mir aber immer gut mit Zuckerwasser versorgt wurden, waren die süßen Ausscheidungen der Blattläuse nicht super attraktiv für die Lasius niger. Das größte Problem bei der Sache ist die Pflanze selbst und ihre Versorgung. Eine Pflanze mit Topf/ Erdreich im Ameisenbecken?! Ergibt eine große Sauerei und einen großen Buddelspaß für die Ameisen. Darum hatte ich ein kleinen Ast voll mit Blattläusen in ein Wasserglas mit Seramis gestellt, welches dann auch paar Tage gehalten hat. Es war eine lustige Sache, man kann es also gerne versuchen :mrgreen:
Am Ende waren die Läuse auch alle weg, die Ameisen trugen die Läuse überall hin als die Pflanze schwächer wurde, sicher eine Suche nach einem neuen Standort. Später war keine Laus mehr zu sehen.. sicher als Futter geendet :mrgreen:

Zum Schluss noch etwas Eigenwerbung(auch wenn seit längerem kaum noch aktiv neues dazu kommt), für Anfänger, offene Fragen oder Ideen sicher hilfreich...mein Haltungsbericht :wink:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=137&t=13878&st=0&sk=t&sd=a
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon 1Fourmie » 23. Feb 2015 18:26

@ Moonman
das mit dem Honig stimmt einfach nicht.Wie lange lässt du eine Schale im Becken damit sie zu Schimmeln beginnt?.Honigwasser schimmelt nicht.

Honig direkt vom Imker ist das reinste und sauberste Lebensmittel überhaupt.Die Bienen sind wie Filter für Schadstoffe.
Außerdem ist billig und einfach nicht immer bessere.Außerdem reden wir hier in Bereichen wo der Kilo preis nicht so entscheidend ist. ;)
lg
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Insekten Züchter » 23. Feb 2015 19:00

Bei mir ist mal ein Glasdeckel mit Honigwasser bei ca. 25°C nach wenigen Tagen gekippt, d.h. er begann seltsam zu riechen und es hat sich, nur wenig später(habe den Deckel zu Versuchszwecken auf die Fensterbank gelegt), Schimmel gebildet.
Das Honig sehr lange haltbar ist stimmt, jedoch nur wenn er Luftdicht verschlossen ist und möglichst nicht mit Wasser in Berührung kommt.
Nicht mit Wasser in Berührung kommen, das kann man gewährleisten wenn man von Luftfeuchtigkeit absieht, aber dann hat man das Problem des Klebenbleibens welches besonders kleinen Kolonien erhebliche Schäden beibringen kann.
Wenn man aber HonigWASSER verfüttert beschleunigt man das gären und die Schimmelbildung.
Grundsätzlich stimme ich zu das Honig für die Ameisen besser ist, aber es ist einfach gefahrloser den Ameisen Zuckerwasser anzubieten, zumal die meisten Arten es auch besser annehmen als Honig oder Honigwasser.
Schlußendlich bleibt es jedem Halter selber überlassen was er verfüttern will, doch würde ich persönlich Honig oder Honigwasser nur bei großen Kolonien verfüttern, welche Verluste durch das Klebenbleiben der Arbeiterinnen verkraften können,
wenn ich es denn überhaupt verfüttern würde.
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon 1Fourmie » 23. Feb 2015 23:25

Also ich wechsel die Schalen jeden Tag. Und nochmals!!! Kein Honig aus dem Supermarkt.

Außerdem sind das Fakten.Honig ähnelt dem Honigtau von Blattläusen.
Warum sollte Zuckerwasser besser als Honigwasser sein?
Warum benutzen viele bekannte Myrmekologen Honig Wasser?!

Würde da gerne mal Argumente lesen.Klar kann jeder verfüttern was erst will,aber wir sind ja hier um zu diskutieren
lg

Und fürs "kleben bleiben" gibt es so viele Lösungen
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Moonman » 24. Feb 2015 00:13

Also täglich erneuern?! naja.. unnötig aus meiner Sicht, aber wie du schon sagst... jeder seins!
Ob Honig nun schimmelt..gammelt... hängt ja auch nicht davon ab woher er kommt, sondern ob er mit Wasser verdünnt wurde. Das Honig aus dem Supermarkt Inhaltsstoffe haben kann die nicht so gut sind ist vielen bekannt. Auch ich habe nur Honig von einem privaten Imker direkt aus dem Garten, schmeckt auch viel besser :grin:

Warum ist es ein Argument für Honig, dass er dem Blattlaus-Ausscheidungen ähnelt? Nicht alle Ameisen halten sich Blattläuse, das ist auch ein Fakt. Baumharze sind für viele auch eine Quelle, könnte man diesen auch anbieten? Wie könnte man dies ermöglichen?

Ob Ameisen nun die ganzen Stoffe brauchen die im Honig drin sind die sie von Zucker nicht bekommen?! das ist eine gute Frage, darum biete ich ab und zu Früchte oder doch mal Honig mit Wasser an. Interessant ist jedoch immer die Wahl der Ameisen selbst wenn man ihnen mehrere "Zuckerquellen" gleichzeitig anbietet. es ist immer das reine Zuckerwasser :mrgreen:
Aber die Kleinen müssen ja nicht immer wissen was gut für sie ist (diesen Satz kann man auch für Menschen anwenden)

Welche "Lösungen" gegen das Verkleben hast du den zu bieten?
Ich nutze gerne Watte oder Tongranulat in dem Napf mit Honig/Zucker
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon 1Fourmie » 24. Feb 2015 05:10

Im Honig ist auch der natürliche Blutzucker der Ameisen.Auf jedenfall hat Honig mehr Inhaltstoffe, die gut für die Ameisen sind als Zucker.
Daher verstehe ich das nicht mit dem Zucker...

Ich mach es gegen das Verkleben wie du oder nehme ein RG und dichte es mit Watte ab.(die aus Plastik nehmen und kürzen).
Die Schwämme für die kleinen Schalen gehen auch.
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon andreaswehl@t-online.de » 12. Jul 2017 19:35

Also ich weiss nicht wo diese Vorurteile immer herkommen. Honig ist ein Naturprodukt und darf keine Zusätze enthalten . Egal ob Lidl oder Imker. Schwarze Schafe gibt es leider bei beiden Gruppen.

Wie 90 Prozent aller Tiere inkl. Insekten, kann man bei allen Lebewesen und auch dem Honig natürlich chemische Substanzen wie Antibiotika, Pestizide und Nitrat die in geringer Form nachweisen.

Etwas weniger im Bio Honig,aber nochmal, jeder Mensch nimmt dies übers Grundwasser leider, leider heute schon auf.

Also Honig beim Imker genauso wie 90 die der Supermärkte. Bio Honig etwas besser.

Mein Kind isst auch lieber Zucker als Honig. Also ist Zucker wirklich besser. Mal so zur Anregung.

Ich glaube bei beiden Themen gilt ...soll jeder das ausprobieren was er für am besten hält.

Ich probiere mich an beidem bei beiden Kolonien
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon HookNick » 25. Jul 2017 17:56

andreaswehl@t-online.de hat geschrieben:Mein Kind isst auch lieber Zucker als Honig. Also ist Zucker wirklich besser. Mal so zur Anregung.


Definitiv nicht!
1. Normaler Haushaltszucker besteht aus Saccharose, im Honig befinden sich Glucose und Fructose, welche für Ameisen besser zu verdauen sind und die Lebenszeit nicht verkürzen.
2. Vergleiche Ameisen nicht mit Menschen.

Genaues zur Fütterung und den Zuckerarten: Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar
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Re: Futter selbst herstellen

Beitragvon Einhorn » 26. Jul 2017 14:54

Ich habe Akazienhonig (der ist recht flüssig) aus dem Reformhaus (sicherheitshalber, kommt in Wahrheit bestimmt aus der gleichen Produktion wie Discounterhonig). Der Preis spielt nun wirklich keine Rolle, das hält ewig. Davon streiche ich alle paar Tage (bis es verbraucht ist) etwas auf Alufolie und lege das in die Arena. Ich habe Vergleiche mit Waldhonig, Zuckerwasser und Invertzuckersirup gemacht, wurde alles angenommen, könnte nicht erkennen, dass irgendwas klar bevorzugt wurde, wenn dann eher der Akazienhonig.

Aber zum Zuckerwasser: Ich habe es in eine Spritze gefüllt und wollte dann nach und nach einen Tropfen geben. Nach drei Tagen gärte das schon. Das merkt man vermutlich in einer Spritze einfach schneller und ich weiß nicht ob es schlimm für die Ameisen ist, wenn es etwas vergärt, aber ich weiß nicht wie sinnvoll es ist bei einer jungen Kolonie ein Reagenzglas mit Zuckerwasser bereitzustellen. Das ist auf jeden Fall schneller vergoren als merklich was verbraucht wird.

Zu den Blattläusen: Bei mir läuft gerade ein Experiment mit jungen Erbsen- und Bohnenpflanzen auf Watte mit etwas Erde drunter und den Ballen in Alufolie verpackt (damit da keiner einzieht). Der Plan ist die Pflanze dann einfach immer auszutauschen, wenn sie abstirbt. Mein Problem ist aber derzeit, dass die Blattläuse verschwinden sobald ich die Pflanze in die Arena stelle, ich vermute die Pflanze bekommt da zu wenig Licht. Sollte der Plan aber doch noch irgendwie funktionieren stelle ich es mal in einem neuen Thread vor.
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