Allmählich komme ich ja dem Status des „top member“ doch näher (@ Stefan_K

). Aber einem alten „Lehrer“ geht es gegen den Strich, oder auf etwas, das auch mit S beginnt, wenn sich endlose und inhaltsarme Diskussionen um ein Thema ranken, zu dem es heute sogar im Internet genug richtige Informationen gibt.
Ameisensammlung anlegen: JA! Weshalb denn nicht?
Gerade wenn bei der Haltung ohnehin tote Tiere anfallen.
Und sogar gelegentlich ein paar Tiere dafür umbringen ist keine Todsünde (wie viele Haustiere, frei lebende Fische etc. werden FÜR uns und folglich mittelbar VON uns getötet; wie viele Insekten zerschellen an den Windschutzscheiben unserer Autos, wie viele Ameisen werden zertrampelt, wenn Kolonien für Haltung oder Verkauf ausgeräumt werden!). Man kann ja anständig bleiben und nicht gerade geschützte oder extrem seltene Arten besitzen wollen.
Ameisensammeln wird nie (klopf auf Holz) solche Dimensionen annehmen wie das Sammeln von Schmetterlingen und Käfern, das leider ja bereits zahlreiche Arten an den Rand der Ausrottung getrieben hat und noch heute einen schmutzigen Handel mit möglichst seltenen, großen, bunten und exotischen Arten ernährt (siehe Insektenbörsen).
ABER: Das Anlegen einer Sammlung ist allerdings nicht ganz leicht. Viele hier haben das Seifert-Buch (1996). Auf den Seiten 97-99 steht da eine brauchbare Anleitung, mit Bild einer optimal aufgeklebten und beschrifteten Ameise. Vielleicht kann jemand mal die paar Seiten hier posten, oder denjenigen zur Verfügung stellen, die eine Sammlung anlegen möchten und das Buch nicht besitzen.
In naturkundlichen Museen kann man häufig Insektensammlungen und auch Ameisensammlungen sehen. Manche sind gut gepflegt, andere weniger …..- Anregung nach beiden Seiten

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Bei
Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar zum Beispiel kann man sich korrekt montierte und beschriftete Ameisen ansehen; ich kopiere mal einen link zur Gattung Atta:
Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar Bilder anklicken für mehr Details.
Die kleinen Etiketten druckt man sich selbst mit dem Computer.
Sammlungskästen, Nadeln, Kartonplättchen und notwendige Geräte sowie Chemikalien bekommt man im Fachhandel; bei google unter „Entomologiebedarf“ suchen, oder z.B.
Hyperlinks sind nur für registrierte Nutzer sichtbar anklicken.
(Die Sammlung muss gegen Museumskäfer, Motten, Milben und Konsorten vergiftet werden! Handelsübliche Mottenstrips für den Kleiderschrank sind geeignet).
Am besten lassen sich frisch getötete (mittels Essigäther; Apotheke) Ameisen aufkleben. Aus Alkohol geht es auch noch. Schlecht sind einmal ausgetrocknete Exemplare: Die zerbröseln beim Aufkleben.
Natürlich geht es nicht ohne ein Binokular; schon das Aufkleben der Tiere auf die Kartonplättchen muss man unter entsprechender Vergrößerung vornahmen. Um die ganze Schönheit von Ameisen sehen zu können, braucht man das aber ohnehin.
Auch ich könnte aus meiner Ameisensammlung (in 70 % Alkohol) Tiere abgeben. Muss allerdings sicher sein, dass die Abnehmer wirklich ernsthaft eine Sammlung anlegen (das also nicht nur „wollen“). Aus meiner langjährigen Forschung sind zahlreiche, auch seltene Arten übrig. Manches muss ich sogar wegwerfen, weil es zu Hause zu viel Platz beansprucht. So haben wir allein mehrere hundert Völker von dem Sklavenhalter Harpagoxenus sublaevis gezüchtet (also echt im Labor, als Nachzucht von ein paar Geschlechtstieren aus Freilandvölkern, Kolonien gegründet und aufgezogen! Und das über mehrere Generationen).
Aber ich will niemandem die Zähne lang machen: Fangt erst mal an, mit Lasius niger und Abfalltieren aus der Haltung zu üben. Erst wenn das klappt und eine längere Beschäftigung mit diesem Hobby zu erwarten ist, lohnen sich auch teurere Tiere (Versandkosten!).
Viel Erfolg,
Earlant