Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 11. Mär 2021 17:18

Hallo, beide Gründungsversuche sind gescheitert. Die Ameisen waren zu schwach, schlechte Voraussetzungen für einen Neustart. Die eigene Arbeiterin entwischte aus der Box und kehrte in ihre Kolonie zurück.
Diese Kolonie hat bereits ihren zweiten Geburtstag bei mir feiern dürfen. Ihre tatsächliche Größe kann ich nicht einmal mehr schätzen bzw. erraten. Zu viel Biomasse im Becken, welche auch im Untergrund erjagt werden kann. Sie zeigen sich nicht mehr. Sie leben im verborgenen. Anfänglich schlüpften noch vereinzelt Männchen. Für mich ein Anzeichen, sie sind noch da und die Reproduktion läuft. Doch seit einigen Monaten geschieht nichts mehr. Ich konnte nicht einmal eine Arbeiterin sichten. Seit einer Woche sind wieder Sichtungen zu machen. Es zeigten sich zuerst 2 Männchen. Heute diese Arbeiterin, mehr geht wohl nicht in die Mandibeln. Da wird beim Eintragen, der Eingangsbereich wohl erweitert werden müssen.
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Harpegnathos venator Arbeiterin mit selbst erlegter Schokoschabe.

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Gruß
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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 19. Apr 2021 11:34

Hallo, es schlüpfen deutlich zu viele Männchen pro Woche, geschätzt mehr als 10 Stück. Die Hauptqueen scheint nicht mehr das Nest zu dominieren oder ist vielleicht auch bereits schon tot. Das Nestinnere stellt sich gerade erneut um. Zum Glück ist diese Kolonie unsterblich, theoretisch. Durch das Vorhandensein weiterer Queens, Gamergate und das Betreiben von Inzucht steckt in dieser Kolonie ewiges Leben. Natürlich immer vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen und die Zeit für eine Widergeburt ist ausreichend. Schwierig deshalb mit einer Individuen Anzahl unter 10 zu beginnen. Der Halter sollte immer davon ausgehen, das die Queen unbegattet ist und es auch keine Gamergate am Anfang gibt. Die erste Arbeiterin schlüpft dann erst nach 6 Monaten, viel Zeit wenn man bedenkt, das fast wöchentlich eine Venatorin verstirbt. Das Sterben geht auch deutlich schneller, siehe meinen letzten Versuch, wenn der Zustand der Neuankömmlinge schlecht ist.

Neuer Versuch:
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Kolonie A mit drei Gynen

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Kolonie B mit einer Gyne


Der Zustand der Kolonien ist gut. Beide haben sofort Futter angenommen, den Transsportbecher verlassen und sind im Erdreich verschwunden. Ihre sichtbare Aktivität tendiert gegen Null, schlecht für den Halter ein gutes Zeichen für den Zustand der Kolonien.
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Transsport und die Umgewöhnung bedeuten Stress. Der Wettlauf zwischen Sterben und dem erschaffen neuen Lebens hat bereits begonnen in Kolonie A.


Als die Arbeiterin mich erblickte, ließ sie die tote Arbeiterin fallen und flüchtete ins Nest. Die verwendete Walderde verbirgt so manchen Untervermieter :grin:

A und B habe ich mit Männchen von meiner Erstkolonie beimpft. Sie scheinen eingetragen worden zu sein. Keine Spur mehr von ihnen.

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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 29. Sep 2021 17:35

Hallo,
Beide Versuche scheinen gelungen zu sein. Mittlerweile haben beide Kolonien den Bodenbereich freigelegt. Nesteinsicht ist begrenzt möglich. Die Kolonie B hat mindestens 10 Larven und eine Puppe konnte ich auch entdecken. Da bereits noch keine Männchen geschlüpft sind, scheint das Gelege befruchtet zu sein. Eine Venatorin war entweder von Anfang an begattet oder die von mir zu gesetzten Männchen haben ihre Aufgabe erfüllt. Bei Versuch A konnte ich zwar keine Brut feststellen, aber ihr Verhalten deutet darauf hin, das etwas da ist. Sie sind sehr ausgeglichen und ruhig, dennoch wird ständig am Nest gewerkelt und vergrößert.
Die letzten 4 Monate habe ich meine Hauptkolonie nicht mehr gesehen, habe auch nicht gesucht. Männchen schlüpften auch keine mehr. Als Selbstversorger sollte das aber auch kein Problem sein. Heute war es dann so weit. Musste nicht lange suchen und fand gleich ihren Nesteingang. Zwei Arbeiterinnen hielten davor Wache. Alles ziemlich dicht an der Scheibe, vielleicht bekomme ich sie durch eine Heizmatte direkt ins Sichtfeld gelotst. Die Kolonie ist bereits 2,5 Jahre alt, würde zu gerne Wissen wie viele tausende es mittlerweile sind, lol.
Gruß
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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 27. Okt 2021 18:52

Hallo, das ist dann wohl gelungen.
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Kolonie A zeigt nun doch ihre Brut, ca. 10 Larven und 5 Puppen. Auffällig wenig Arbeiterinnen im Nest zu finden.

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Kolonie B hat einen noch besseren Start hingelegt, obwohl die Startformation deutlich schwächer im Vergleich zur Kolonie A war.

20211027_180448.jpg
Im Nest der Kolonie B scheinen auch mehr Arbeiterinnen zu sein.

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ca. 30 Larven und 10 Puppen

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Neugierige Arbeiterin meiner Erstkolonie, die Winterfutterration für die Selbstversorger ist eingetroffen.

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500 Heimchen und 100 Heuschrecken, na dann guten Appetit.


Gruß
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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 1. Nov 2021 12:19

Hallo,
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Das Setup beider Kolonien, links Kolonie A, habe ich seit 14 Tage in einem Schrank überführt. Durch meinen Kamin gibt es große Temperaturschwankungen in dem Zimmer. Der Schrank mildert die Temperaturspitzen ab. Die Boxen beheize ich mit einer 7 Watt Heizmatte von Unten, ca. 50 % der Bodenfläche auf 25° im Nest. Temperaturanzeige auf dem Bild zeigt die Temperatur der Raumluft in den Boxen an.

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Die Farbe des Sandberges verrät es. Diese Aufschüttung ist vergrößert worden. Kolonie A ist derzeit immer noch emsig dabei ihr Nest auszubauen. Mein Sorgenkind hatte für eine Woche die Futteraufnahme verweigert. Ich war im Urlaub, sie noch nicht im Schrank mit eigener Wärmequelle und ich habe das Fenster vergessen zu schließen. Der Raum kühlte aus. Es wurde mir jedoch vergeben.

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Wir fressen wieder und sind fleißig.

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Bis zu 10 Ants habe ich gleichzeitig sehen dürfen. Nur lassen sie sich ungern fotografieren. Schön wenn wann gesehen wird. Nach meinen Erfahrungen gehen max. 1/3 der Kolonie gleichzeitig ins Outback der Rest bleibt immer im Nest. Die Koloniestärke sollte deshalb größer 30 sein.

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Kolonie B, eine Jägerin sondiert die Oberfläche. Die Larven haben Hunger.

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Sie vertraut darauf, nicht gesehen zu werden. Zeit für ein Foto, lol.


Gruß
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Re: Harpegnathor venator, Haltungserfahrungen

Beitragvon Abmeise » 26. Nov 2021 12:37

Hallo,
die Proteinnachfrage in Kolonie B ist stark zurückgegangen. Da macht sich der Halter Sorgen und schaut natürlich nach dem Rechten. Das Ergebnis beruhigt jedoch.
20211126_100038.jpg
Auf Kommando fast alle verpuppt.

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Kolonie A lässt sich nicht lumpen und zieht nach. Ihr Proteinbedarf ist jedoch deutlich höher im Vergleich zu B.

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