Paraponera clavata

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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 1. Sep 2019 19:03

Kurzes Update, habe eben meine Clavata gefüttert. Die adulte männliche Schokoschaben, die ich vor drei Tagen ihnen angeboten habe, ist weg. Sie fressen wirklich gut. Die Flügel habe ich im Becken nur noch Sichten können. Im RG konnte ich bis jetzt, noch keine eingetragenen Futtertiere erkennen. Deshalb ist meine Vermutung, sie werden bereits vor dem Nest gefressen. Beim öffnen des Deckels fiel mir gleich das Seramisgranulat auf. Das zerstreut an der Oberfläche herumlag. Es diente eigentlich als Dränageschicht. Hier hatte wohl jemand gegraben. Da stand sie plötzlich vor mir, die Wächterin war also nicht im RG. Sie bemerkte das der Deckel fehlte und wurde neugierig. Sie erklimmte die Seitenwand und lugte über den Rand, entschied sich dann jedoch, wieder umzukehren. Gehe nun davon aus, sie bereitet ein neues Nest vor, ob mit der Hauptqueen oder nur für sich selbst, wird sich bereits in den nächsten Tagen zeigen. Im RG wieder das gleiche Bild, eine Gyne liegt auf dem Rücken und scheint zu füttern. Die Hauptqueen sieht wohl genährt aus. Das Verhalten hatte ich zuvor nicht beobachten können und nun zwei mal hintereinander, sehr interessant und die Andere gräbt :?: Hier deuten sich Veränderungen an, die mich doch zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Es muss besser werden.
Gruß :grin:
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 8. Sep 2019 20:34

Hallo, :-k das Nest war leer. Die Wächterin, so dachte ich, hielt sich vor dem Reagenzglas auf. Ich beobachtete sie, sie selbst schien von meiner Anwesenheit überhaupt, keine Notiz zu nehmen. Ich hoffte Brut bei ihr zu finden, doch da war nichts. Es war zwar nicht geplant, schaute doch ins Nest. Da ich verschiedene Parameter, die die Gründungskammer direkt beeinflussen, verändert hatte. Hoffte ich, an der Anzahl der Eier, ein positives Feedback zu bekommen. :shock: Nichts da, keine Ameise im RG. Dann bist Du nicht die Wächterin, sondern die Hauptgyne. Hatte mich auch schon gewundert, über diesen prächtig tiefschwarz, glänzenden prall gefüllten Gaster. Schließlich wurde die adulte männliche Schokoschabe wieder vernascht. Das Momentane Fressverhalten widerspricht das Geschriebene einiger anderer Haltungsberichte. In diesen wurde hingewiesen, das Futtertiere zu 90 % nicht angenommen werden. Heimchen scheinen meine nicht zu mögen. Obwohl das Nest leer war, schloss ich einen kompletten Auszug aus, denn Brut war noch da. Nicht nur Eier, eine kleine Larve war in den letzten Tagen hinzugekommen \:D/ Die Gyne bemerkte mein Interesse an der Larve und kehrte ins Nest zurück, stellte sich über ihr und schirmte sie vor meinen neugierigen Blicken ab, freu. Beim Schließen des Deckels bemerkte ich schließlich die beiden Anderen. Sie haben mal wieder einen Punkt gefunden, der wärmer ist. Seit gestern beheize ich zusätzlich mit einer 35 Watt Glühbirne, bestimmt für meine Messor Gyne, dennoch nutzten auch sie diesen Lichtkegel. Die Nesttemperatur 27° +x im Nest scheint ihnen wohl nicht zu genügen. Bleibe nun doch relaxt, die Hauptgyne ist voll in ihrer Gründung, nichts wird sie davon Abbringen. Die größte Gefahr jetzt ist nur der Halter selbst. :mrgreen:
Gruß
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 23. Sep 2019 08:50

Hallo, es kommt mal wieder ganz anders. Kurz nach dem letzten Post lässt die Gyne die Brut in Stich und gesellt sich zu den Anderen, direkt unter der Glühbirne. An der Temperatur kann es nicht liegen, die ist gleich. Sie graben sich auch nicht ein, kriechen auch nicht unter das Moos. Man bekommt den Eindruck, sie suchen das Licht :-k .Habe das alte RG rausgenommen, der Wassertank war fast leer.Die Brut habe ich ihnen gegeben und ein neues RG angeboten. Es wird strikt gemieden. Die Hauptqueen liegt nur eingerollt auf der Seite. Ja sie lebt. Die beiden Anderen stehen an ihrer Seite, tagelang. Seit einer Woche hat sich das Verhalten, ich denke es ist die Wächterin, verändert. Sie scheint die Gelassenheit, die innere Ruhe zu verlieren. Sie fängt an auf meine Anwesenheit zu reagieren, zeigt panisches Verhalten wenn ich das Terrarium besprühe. Denke es ist die kurz zeitige Temperaturschwankung. Insgesamt wird sie mobiler und macht Anzeichen sie will raus :| Klettert schon einmal die Wände hoch. Gestern zeigte schließlich die zweite Gyne vermehrte Aktivität, Alarmstufe rot. Bin alle Haltungsparameter durchgegangen. Es war die Zuckerlösung. Ich verfüttere zwar Schaben in regelmäßigen Abständen, doch das Zuckerwasser hatte ich reduziert. Damit die Larve mit Proteinen gefüttert wird. Die letzte Gabe liegt 14 Tage zurück. Der Abstand ist wohl zu groß gewesen. Selbst die Hauptqueen bemühte sich zur Tränke. Alle drei genossen die süßliche Kost und verweilten dort stundenlang. Schließlich kehrte wieder Ruhe ein. Aussagen über die Brut kann ich leider keine mehr machen, da fehlt mir zur Zeit der Überblick. Unnötig Nerven möchte ich auch nicht. Sie haben es schon nicht leicht bei mir :roll:
Fazit: Proteine ersetzen kein Zuckerwasser #-o
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 30. Sep 2019 06:27

Hallo, es lag nun wirklich an der Zuckerlösung. Da hatte sich schließlich noch jemand daran gelabt. Am Folgetag entdeckte ich 7 Camponotus nicobarensis innerhalb der Clavata Gründungsbox wie sie gerade dabei waren, die vom Vortag angebotene Schokoschabe zu zerteilen. Mit einem Griff hatte ich sie alle mit einmal raus. Ich präparierte noch das Erdnest, in der Hoffnung die Damen ziehen doch noch dort ein. Einen Tag später verriet mir die Wächterin, das etwas nicht stimmte. Schließlich entdeckte ich in meinen angebotenen Erdnest ein Nico Zweignest. Über Nacht müssen sie eingezogen sein. Ich entnahm die Hälfte des Substrates der Gründungsbox und sammelte 12 Eindringlinge ein. In der Box hatte ich eine Bohrung gesetzt auf Höhe der Erdschicht, Kellerassel und Heimchen sollte die Möglichkeit gegeben werden von selbst auszuziehen. Habe es jetzt verschlossen. Da die Camponotus, trotz Hunger, den Weg zum Hauptnest nicht mehr nutzen, wie früher, gehe ich davon aus es ist die geschlüpfte Brut vom einstigen Nico- Super Gau. Interessanter Weise werden diese bei der Überführung ins Hauptnest nicht attackiert. Die Zugesetzten erkennen jedoch die Gefahr für sich und nächtigen lieber erst einmal im Deckelbereich der Arena. Dieser Antstore Deckel schließt übrigens nicht korrekt, nutze ihn jetzt umgedreht. Für mich hat es den Eindruck, sie riechen neutral. Diese Ameisen ohne einen anhaftenden eigenen Koloniegeruch werden adoptiert. :?:
Die Hauptgyne ist mittlerweile unter das Moos gezogen, konnte eben keine Brut mehr feststellen. Die Wächterin scheint sich lösen zu wollen von dem Kollektiv. Ich glaube sie ist nicht mehr im Stande ihren Job zu machen. Es wimmelt von Asseln und Heimchen die Gründungsbox war schlecht von mir gewählt worden. Sie schließt nicht richtig und bietet deshalb keinen Schutz. Werde die Damen heute noch Evakuieren. Sie bekommen eine neue Gründungsbox. Nehme die Gleiche die meine Venatoren haben. Sie schließt hermetisch ab, wenn der Halter den Deckel nicht manipuliert.
Fazit: Die Gründungskolonie ist willens, der Schwachpunkt ist der Halter #-o
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 1. Okt 2019 15:06

Hallo, gleich nach dem letzten Post habe ich den Umzug meiner Clavater vollzogen. Habe mich nun doch für eine andere Box entschieden. Die höhere Substrathöhe war für mich entscheidend. Denke jeder mögliche Zentimeter ist vorteilhaft. Dient einerseits als Puffer- und Speichermedium bei der Wärmezuführung durch die Heizmatte 7 Watt regelbar von unten auf 28 Grad +/- 1°. Mit Hilfe einer Federpinzette habe ich die drei Queens in die neue Box überführt. Lustig fanden sie es alle natürlich nicht. Um so erstaunlicher fand ich wie schnell sie die Umsiedlung akzeptierten. Nach dem ich den Deckel geschlossen hatte, waren 2 Damen schon nicht mehr zu sehen. Zwei Mulden standen im Angebot unter einem Stein und unter einem Stück Moos. Die Wächterin war noch einige Minuten zu sehen und putzte sich. Schließlich war auch sie verschwunden. Keine machte Anstalten fliehen zu wollen, niemand rannte panisch herum. Mittlerweile sind Stunden vergangen und keine Ants ist zu sehen. Ein gutes Gefühl, mal etwas richtig gemacht. :? Doch leider viel zu spät. Es gibt keine Brut mehr. Nach dem ich die Ameisen umgesetzt hatte, bemerkte ich erst das Ausmaß. Es waren 100+ x Eindringlinge unter dem Moosstück. Heimchen und die Kubanischen Asseln orange hatten die Box für sich vereinnahmt. Asseln sind die Pest. Die Fütterung erfolgt über 2 Bohrungen, die dann wieder versiegelt werden. Die Unterkunft selbst bleibt zu. Werde jetzt jeden Monat nur noch einmal nach ihnen schauen. Neustart 3/0/0/0 :(
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Gruß
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 6. Okt 2019 07:04

Hallo, die Wächterin kommt nicht mehr richtig zur Ruhe. Sie ist zwar stundenlang im Nest, aber dann auch wieder ständig bestrebt, die Box verlassen zu wollen. Das die Haltungsparameter dafür verantwortlich sein könnten, schließe ich mal aus. Ihre Verbindung zu den restlichen Damen bzw. dem Projekt Gründung war schon immer etwas lockerer definiert. Zwei mögliche Gründe sehe ich. Sie ist nicht begattet bzw. sie ist es und möchte nun selbst Gründen. Auslöser für das jetzige Verhalten könnte ihre innere Uhr sein, die Fase nur einen Job zu machen, um der eigenen Art dienlich zu sein, ist vorbei. Was der Grund auch sein soll, sie bringt Unruhe hinein und sollte sie selbst Gründen wollen, könnte sie um die Brut konkurrieren können. Bei konkurrierenden Gynen besteht die Möglichkeit, das sie sich gegenseitig die Brut wegfressen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, das sie es bereits getan hat. Bin mir sicher in freier Wildbahn hätte sie die Gründungskolonie bereits verlassen. Ich warte noch etwas ab, vielleicht beruhigt sie sich noch, aber wenn nicht muss sie leider raus. Sie bekommt ihre eigene Gründungsbox. Ist sie nicht begattet, liegt ihre Lebenserwartung bei etwa 8 Monate. Wer männliche Geschlechtstiere hat, kann sich gerne Melden. Das neue Nest übrigens wurde wieder unter das Moosstück errichtet.
Gruß :P
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 26. Nov 2019 22:29

Hallo, auch die Wächterin ist nun zur Ruhe gekommen. Ihr Aufstand war berechtigt. Haltungsparameter Temperatur war mangelhaft, schlichtweg zu warm, geschätzt 30 °. Meine digitale Temperaturanzeige meldete falsche Werte. Gemessen wurde nicht über den Sensor, der direkt oberhalb der Wärmematte platziert war, sondern das Gerät selbst, gab die Temperatur an, in der es sich befand. Den Fehler bemerkte ich schließlich als ich das Setup im Skorpionbecken aufbaute und das Display außerhalb des Beckens platzierte. Zimmertemperatur konnte nicht stimmen. Zwar war es zuvor nicht lebensbedrohlich, da ich den oberen Nestbereich auch dauerhaft gemessen habe, aber es war nicht das Optimum. Anfang November 5 Wochen nach dem Umzug, sah ich mich gezwungen Nesteinsicht nehmen zu müssen. Beim füttern, zeigte sich die Wächterin bei geöffneten Deckel, plötzlich war sie verschwunden, als ich eine Schabe holte. Musste ausschließen das sie durch meine Wohnung irrte. Unter dem Moosstück entdeckte ich schließlich die drei Queens. Es gab immer noch keine neue Brut. :roll: Die beiden Anderen sah ich das erste mal wieder.
Die Wächterin hat alles unterhöhlt. Sie war sehr fleißig. Mittlerweise ist auch sie im Nest dauerhaft verschwunden. Die Queens sind wieder vereint. Die Gründung läuft neu an da bin ich mir sicher.
Gruß
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon SteffenT » 11. Jan 2020 14:24

Hallo,

toller Bericht. Ich mag diese Ameisen sehr, habe mich aber selber noch nicht ran getraut. Habe schon in einigen Foren über diese Art und die Probleme mit der Gründung gelesen. Hoffe sehr das Du Erfolg mit der Gründung hast.
Schreibe bitte Deinen Bericht weiter, auch wenn er vielleicht traurig endet. Ist wirklich interessant und vielleicht hilft er ja den Einen oder Anderen.

Danke und viel Erfolg

Gruß Steffen
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 13. Jan 2020 11:42

Hallo Steffen,
vielen Dank für die Blumen, hier eine kurze Zusammenfassung für dich. Hoffe hast nichts dagegen, wenn die anderen Interessierten mitlesen, lol.

Den drei Gynen geht es gut. Sie sind ruhig und ausgeglichen. Der Maßstab für mich ist immer noch die Wächterin. Sie reagiert als erstes auf ungünstige Umweltreize. Sie befindet sich zwar dauerhaft außerhalb des Nestes bzw. der Nestmulde. Ich gehe aber davon aus, das die Aufpasserin das Nest anders definiert als ich. Sie läuft nicht um her. Sie verharrt stundenlang auf einen Fleck, oft gesellt sich Gyne 2 zu ihr und tut es ihr gleich. Die Gründungsqueen macht das nie. Es gibt immer noch keine Brut :( . Die erste Brut verschwand. Die Schuld trage ich. Habe zu viele Fehler gemacht und sie viel zu spät bemerkt. Die drei Gynen sind top. Sie geben mir das Gefühl, sie warten nur darauf, das ich ihnen die perfekten Bedingungen gebe, dann Gründen sie neu. Mit dem Bereitstellen des neuen Setups Anfang Oktober sollte die Wende eingeleitet werden. Die Gynen sind zur Ruhe gekommen, das ist gut aber Eier wurden "wahrscheinlich" keine gelegt oder doch und gefressen :?: Tja, wie soll ich es formulieren #-o .
Wenige Tage nach dem Umsetzen bemerkte ich in der neuen Gründungsbox ein Heimchen. Es hatte die Größe eines Flohes. Keine Ahnung wie es hineingekommen ist. Vielleicht haben die Ameisen selbst das Substrat kontaminiert. Alles war schließlich neu und die Box selbst war hermetisch verschlossen. Futter für die Ants dachte ich mir und fertig. Das Heimchen wuchs heran. Ich beobachtete wie die Wächterin anfangs jagt auf sie machte. Geschickt kletterte der Eindringling an die Deckelunterseite und verharrte dort an der Belüftungsgaze , bis die Gefahr vorbei war. Die Jägerin verlor wohl irgendwann dauerhaft das Interesse an dieser Beute. Schließlich war sie nicht in der Lage, dieses zur Strecke zu bringen, unglaublich aber wahr. :!: Lieber immer tote Beutetiere anbieten. 3 Monate sind vergangen und schließlich erblickte ich wieder einmal das Heimchen, als ich die Clavata fütterte. Es ist inzwischen Sub adult. Futtertiere habe ich immer halbiert. Ich wollte sicherstellen, das die Gründerinnen ihren Anteil bekommen. Ich bot ihnen eine halbierte männliche Schokoschabe an. Es dauerte nicht lange und der Kopfteil wurde nach rechts verschleppt und das Hinterteil nach links. Leider war an diesem Vorgang keine Ameisen daran beteiligt. Es waren also 2 Heimchen, Mist. :? Sie verschwanden sofort im Untergrund.
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Die Gründungsbox steht mittlerweile in einem sogenannten selbst errichteten sterilen Ameisenbrutschrank. Die Kontaminierung erfolgte bereits im Oktober letzten Jahres. Sie müssen raus, das war klar. Sie aber Auszugraben und das Nest meiner Paraponera zerstören, wollte ich auch nicht. Ich wartete bis zur nächsten Fütterung. Drei Tage später öffnete ich die Box. Die Heimchen zeigten sich gleich und machten Anzeichen die Box selbst verlassen zu wollen. Ich war geduldig und wartete. Sie schafften es schließlich. Habe eine gleich den Queens tot angeboten. Da bemerkte ich ein drittes Heimchen, Mist. Genug Stress für heute, diese Jagd ein anderes Mal. Ich schloss den Deckel und 5 min später waren die drei Queens an dem toten Heimchen und labten sich daran. Es wurde komplett in kürzester Zeit gefressen. Das war das erste Mal, das ich die Hauptqueen außerhalb der Nestmulde gesehen habe. Sie hatten richtigen Hunger auf Proteine. Die Wochen davor waren sie wohl unterversorgt gewesen. Meine Annahme es sei ein Heimchen eingedrungen war falsch. Es waren auch nicht zwei, nicht drei sondern vier Störenfriede. Als ich Nummer drei mit der Pinzette nachstellte, bemerkte ich die Vierte. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht :evil: Beide verschwanden im Moosbereich. Ich hob das Moos an und dachte echt mich tritt ein Pferd :shock: . Die Heimchen saßen im Nest bei meinen Gynen und taten so als würden sie dazu gehören. Die Ameisen zeigten ihnen gegenüber keine Aggression. Was passiert, wenn Eier gelegt würden, dürfte wohl klar sein. In ihrem Trancezustand scheinen die Clavata in ihrem Nest wohl alles zu tolerieren, auch den Feind. 14 Tage sind vergangen. Die Box ist clean. Brut ist noch nicht in Sicht. Ich hege den Verdacht, es könnte vielleicht an der Heizmatte liegen, die Wärme von Unten. Sie ist unnatürlich und hat großen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit. Als ich einst die Wärmelampe für meine Messorqueen zum Einsatz brachte, beeinflusste der Wärmekegel auch die Paraponera- Box. Die Reaktion erfolgte prompt. Binnen der ersten Woche wurden zahlreiche Eier gelegt. Es entwickelte sich auch eine Larve. Schließlich wurde direkt unter dem Lichtkegel, unter Moos, eine neue Nistmulde angelegt und der Umzug vollzogen. Eigentlich wollte ich noch 2 Wochen warten in der Hoffnung es lag nur an den Heimchen. Eine Heizmatte ist einfacher zu kontrollieren und eine 35 Watt Lampe ungünstig für den Ameisenschrank, aber was soll es. WAT sein Mut dit Mut.
Ja Steffen, mehr gibt es, erst einmal nicht zu berichten. Meine Ants sind geduldig mit mir. Es liegt nur an meinem Können. :wink: Sie sind bereit und ich werde von Tag zu Tag besser, wahrscheinlich. :ok:
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Re: Paraponera clavata

Beitragvon Abmeise » 16. Jan 2020 23:11

Hallo, meine Zauberlampe ist an. Sofort installiert nach meinem letzten Post.
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Trotz der Birne ist die Temperatur im Hauptnest in etwa gleich geblieben. Die Heizmatte wurde entsprechend angepasst. Die primäre Heizquelle ist nun aber die Lampe. Die Kondensation der Luftfeuchtigkeit am Deckel hat sich ins Erdreich verschoben. Ich glaube, das ist der Auslöser für den Neustart.

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Gyne 2 mit Ei, das ging ja wohl fix.

Wird wohl die Hauptqueen nicht dulden, dennoch gut zu wissen, das wieder etwas passiert.
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