Stadtfuchs' Haltungsbericht: Camponotus ligniperdus

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Re: Stadtfuchs' Haltungsbericht: Camponotus ligniperdus

Beitragvon Stadtfuchs » 9. Jun 2018 10:56

Hallo mal wieder :)
Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Update.

Ja - die "Kolonie" lebt noch.
Nein - es sind nicht mehr geworden.

Ok, mal von vorne.

Die Population beträgt derzeit:

1 Queen
6 Arbeiter
diverse Larven
0 Puppen / Sonstiges

20180609_102415.jpg
Arbeiter mir Larven

20180609_121719.jpg
Eine anderer Blickwinkel

Auf den Bildern sieht man die Arbeiter mit Larven im Schlauch.



Der kleine Staat hatte enorme Schwankungen von min. 2 Arbeiter bis zum jetzigen Stand mit derzeit 6 Arbeitern. Das mag wohl unter anderem daran gelegen haben, dass das Formicarium
wohl auch immer recht "kühl" stand. Deswegen habe ich 2 Änderungen vorgenommen.

1. Ich habe eine Heizmatte an das Formicarium angebracht und schalte diese Tags über auch ein. Seit dem sind die Ameisen um einiges lebhafter und die Eierproduktion ist gestiegen.
2. Ich habe das Formicarium umgestellt - es steht jetzt in der Fensterbank und wird nur zu einem kleinen Teil von der Sonne beschienen. Auch dies schien sich bisher positiv auszuwirken.

Das Futter ist nach wie vor Honig. Hin und wieder gibt es auch verirrte Fliegen, die gerne mal angenommen werden. Trockenfutter (Insekten) oder gar frische Insekten kaufe ich derzeit nicht,
da der kleine Staat nicht sonderlich danach giert. Favorit ist und bleibt Honig. Apropos Honig - der Tropfen kann noch so klein sein, wenn man eine Ameise dabei hat, die Suizid begehen will, dann
schafft sie es auch. Optisch betrachtet hätte sie einfach weggehen können, aber diese eine Ameise ist im wahrsten Sinne des Wortes im kleinsten Tropfen Honig "ersoffen".

Um das Nest besser bewässern zu können, habe ich auf der einen Seite einen Strohhalm ins Erdreich gedrückt, in dem ich mit einer Pipette Wasser hinein träufle. Das Nest ist so immer feucht genug
und ertrunkene Ameisen gab es seitdem nicht mehr. Schimmel hat sich auch keiner gebildet.

Achja… das Nest. Nein, meine Racker buddeln immer noch nicht - auch, wenn sie die Nestaktivitäten schon gesteigert haben, seitdem ich mehr Wärme hinzufüge. Das Erdreich ist weich, nicht zu feucht
und nicht zu trocken. Immerhin bauen sie nun "oberirdisch" Tunnel. Das heisst, die Ameisen kleben mit Hilfe von Wassertropfen Sand an das Glas. So kurios es klingt, es sieht für mich jedoch aus, wie ein
"Wasserspeicher" - denn genau dieses gebaute Konstrukt hat die meisten Wassertropfen an sich. Ansonsten wird gerne Sand in den Verbindungsschlauch transportiert - im unteren Teil des Schlauches
werden Müll und tote Insektenteile gelagert. Sieht nicht so toll aus, aber ich lasse sie mal in Ruhe machen.

Viel Spaß beim Lesen
grüße ^^
Stadtfuchs
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