von Markus » 27. Aug 2011 21:14
Heute habe ich Zeit und Muße genutzt, um ein paar experimentelle Nester zu machen, aus reinem oder teilweise mit anderen Sachen vermischtem Zement.
Ich weiß, ich baue momentan wirklich viel, nur bleibt mir aufgrund des Problems mit der langsamen Härtung des Zements nicht viel anderes übrig, als jetzt einige Versuche zu starten, von denen zumindest Einer später auch genutzt werden kann, nachdem ich etwas experimentiert habe (besonders Wasserleitfähigkeit interessiert mich).
Zunächst habe ich zwei reine Zementnester gemacht, Wasser solange mit Zement gemischt, bis es dickflüssig, aber noch gießbar ist (meist doppelt oder dreifach so viel Zement [in Gramm] wie Wasser), an denen kann man später sehen, ob sie genug Wasserleitfähigkeit aufweisen, um so als Nester genutzt zu werden...
Danach habe ich die alte Form vom eckigen Zementmantelnest einfach wiederverwertet, um etwas mit Gips und Zement zu experimentieren, also habe ich mir eine Waage besorgt, um das Ganze abzumessen,
zunächst hatte ich eine Mischung aus drei Teilen Wasser, drei Teilen Zement, einem Teil Gips und etwas Quarzsand im Sinn,
diese Mischung stellte sich jedoch als zu flüssig heraus, woraufhin ich noch etwa 1,3 Teile Zement und knapp einen halben Teil Gips hinzugab.
Dummerweise war die Mischung nun so zähflüssig, dass ich keinen glatten Boden mehr hinbekam, also nochmal eine normale Zementschicht (etwa 1-0,5cm dick) als Boden des Nestes vorerst natürlich obendrauf, steht ja noch alles auf dem Kopf.
Zuletzt testete ich noch eine kleine Menge, nicht als Nest, einfach nur als Versuch, wie sich die Masse entwickeln kann,
also drei Teile Wasser, vier Teile Zement und 1,5 Teile Gips plus Quarzsand, um die Masse etwas zähflüssiger zu machen,
ich kam dabei auf 90g Wasser, 120g Zement, 45g Gips und schon ab 75g Quarzsand war die Masse zähflüssig genug zum Gießen (wenn sie zu flüssig ist, trennen sich gerne mal Zement und Wasser, zumindest teilweise), aber auch bis 90g bleibt das ganze flüssig genug zum Gießen, da kann man auch über 100g gehen.
Ich würde da jedoch eher bei 75g bleiben, vielleicht sogar weniger, um das Ergebnis nicht zu bröselig zu machen, vielleicht auch nur 30g Gips, denn die Masse wurde schon nach wenigen Minuten fest, aber noch brüchig - ich vermute mal, dass der Gips dafür zuständig war, er hilft später sicherlich auch bei der Wasserleitfähigkeit, der Zement härtet in der üblichen Zeit später wahrscheinlich nach.
Ich denke auch, dass man Quarzsand möglichst nicht ohne Gips beimichen sollte, das rasche Verfestigen wirkt einer Sedimentation entgegen und damit der Aufteilung in unterschiedliche, teilweise sicher für die Tiere durchbrechbare, Schichten.
Weitere Kommentare wie immer unter den Bildern!
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- Eine Gesammtsicht: Gipsbecher rechts unten, zuvor gegossene normale Zementnester oben rechts, die Form steht links parat, in der Mitte ein Teppichmesser, für eventuelle Kanten...
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- Die beiden "normalen" Zementnester, bei Einem schon etwas viel Zement...
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- Wenn man die Form nicht beschädigen will, um das steckbare Rohr zu erstellen, kann man dieses auch in einen kleineren Styroporblock stecken, dieses Ende wird somit von Zement freigehalten und steht später zum Stecken bereit.
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- Die vorbereitete Form, mit zwei Zugängen, um es später einfach zwischen Arena und eigentlichem Nest postieren zu können.
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- In die Rohre habe ich auch Styropor gesteckt und noch einen kleinen Zugang eingeplant, damit die Tiere nicht scharf um die Ecke laufen/klettern müssen, natürlich kann man sich hier auch mit den formbaren Materialen aus dem Gipsnestbau versuchen, wie bspw Knete, Schluff, Lehm oder Ton.
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- Zementmischung eingefüllt, sichtbar aber noch nur die kleine glatte Zementschicht.
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- Hier der letzte, experimentelle Block, er ist noch brüchtig, dürfte aber später, mit der Aushärtungszeit des Zementbestandteils durchaus wesentlich an Härte zunehmen, da halte ich euch noch auf dem Laufenden!
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- Die Masse ist noch so bearbeitbar, wie frisch gegossener Gips, ich konnte das hier leicht mit meinem Fingernagel einritzen, auch jetzt, ein paar Stunden später, ist es noch leicht möglich, es mit einem Werkzeug zu bearbeiten- morgen sieht das hoffentlich anders aus.
Zumindest habe ich dann Richtzahlen, nach denen ich die Festbestandteile schon mal mischen kann, bevor ich das Wasser zugebe, wodurch ich deutlich mehr Zeit zum sauberen Gießen haben dürfte!