(Halb)newbie hat eine Frage

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(Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Zetsubo J » 9. Jan 2012 17:17

Hallo Ameisenfreunde

Ich bin neu hier und stell mich mal kurz vor bzw ein paar Details zu meiner Person :
- Insektenfan durch und durch, vorallem Staatenbildende Insekten (Wespen/Ameisen/Termiten)
- habe bereits/ halte zur zeit / habe mal gehalten : Vogelspinnen (blondi 3x /rosea 2x), Schaben (Totenkopf/Fauch), Stab u. Gespensterschrecken, Scolopender, Kaninchen, diverse Schlangen und Echsen
= womit ich ausdrücken will, dass ich kein Terrariumneuling bin
Wespen und Termiten kann man nicht halten, und Ameisen mocht ich schon als Kind, also nach langer Überlegung würde ich gern einen Ameisenstaat bzw eigentlich gern 2 Staaten "gedeihen lassen"

Im Prinzip erst einen leichteren der diese Ansprüche/Eigenschaften hat : Oligogyn / Polygyn , keine Pilz oder Läusezüchter, keine allzuhohen Ansprüche, Myrmica rubra wären da doch angebracht oder? Die kenn ich bestens aus meiner Kindheit :D
aber wie siehts bei denen mit Winterruhe aus? Kann man die auch warm durchbringen? Und wie groß wird ein Staat (im internet gibts viele Berichte 10000 / 100000 / 1.000.000 - was ja nicht gerade genau is ;)

Nach ca. 6 Monaten (erfolgreiche Haltung Kolonie 1 würde ich dann mit Kolonie 2 starten wollen =

2te Kolonie : Monogyn / Oligogyn / Polygyn , Soldatenkaste!!!!, vllt nicht allzu klein, Pheidologeton diversus klingen perfekt, aber nach dem was ich hier im Netz so gelesen habe, sind die nicht erfolgreich haltbar, wegen der Größe find ich auch Myrmecia brevinoda super, aber die haben natürlich keine Soldaten..... gibt überhaupt Arten mit Soldaten, die nicht unmöglich zu halten sind?


Auf Antworten würd ich mich freuen, vllt hat jemand tipps,
LG u. Danke im voraus ;)
Zetsubo J
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Re: halb Newbee hat ne Frage

Beitragvon Markus » 9. Jan 2012 17:43

Zur ersten Art: wieso darf die denn nicht monogyn sein?
Myrmica rubra wären für den Anfang klassisch, ebenso Lasius niger viewtopic.php?f=137&t=16747&start=0 , Lasius flavus viewtopic.php?f=137&t=10752 und einige andere Mitteleuropäer.
Ach ja, zur Größe:
Myrmica rubra (wenn nur eine Königin) meist nur wenige hundert,
Lasius niger mehrere 10.000,
Lasius flavus um 100.000.
Ob du die Kolonien so groß bekommst, steht natürlich auf einem anderen Blatt!
Ach und Läuse halten tun die in der Natur alle - oder zumindest nutzen sie diese.

Zur zweiten Art: müssen es denn Soldaten sein?
Der Begriff "Soldat" meint ja eigentlich nur eine Arbeiterin, die sich von den Anderen stark unterscheidet, indem sie beispiesweise eine bestimmte Größe ohne Zwischengrößen aufweist.
Besonders große Arbeiterinnen hast du auch bei Arten deren Arbeiterinnenkaste polymorph ist, wie
Camponotus ligniperdus viewtopic.php?f=142&t=16749&start=0 (nur natürlich am Anfang recht langwierig)
oder Messor barbarus viewtopic.php?f=164&t=16748&start=45 (da gab es auch gestern noch ein Bild, auf dem man vergleichen kann)
...da nennt man das dann nur Major - können aber trotzdem feste zubeißen, wenn du das willst! :grin:
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Zetsubo J » 9. Jan 2012 18:25

Danke fürs antworten

Myrmica rubra waren auch einfach mein erster Gedanke, aber wie stehts denn bei denen mit der Winterruhe? Kann man die warm/normal durchbringen?
Pheidole pallidula sollen das ja zb schaffen, sind dafür aber nicht unbedingt Anfänger Ameisen... und haben eine Soldaten kaste...
so könnte ich mir bei den größeren (2te Kolonie) die Soldaten sparen...

Das mit den Major Arbeiterinnen ist mir bekannt, deshalb habe ich bewusst Soldatenkaste geschrieben ^^

nen Tipp für ne besonders große Ameisenart ( 2te Kolonie / Zukunft) zb Harpegnathos venator oder bulldogants? Gibts da weiteres an großen?

PS : Mag sein, dass das komisch klingt schon soweit im voraus entscheidungen zu treffen, aber
da es fest steht, dass ich definitiv 2 Kolonien im jetzigen Jahr aufbauen will, sollte ich mich festlegen und genau planen, da ich die Nester und alles weitere jetzt stück für stück aufbauen/zusammenkaufen und vorbereiten will, um Hektik und Fehler zu vermeiden... und daher sollte man sich genau überlegen, welche Arten es werden.

LG
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Markus » 9. Jan 2012 18:33

Myrmica würde ich Winterruhe gönnen, das ist manchmal eher eine Glaubensfrage.
Von Pheidole solltest du dich, ohne jedwede Erfahrung mit Ausbruchssicherung fernhalten!
Ich modifiziere mal meine Frage: wieso müssen es Soldaten sein?

Warum versuchst du dich nicht erst einmal in der Haltung einer Art und siehst dann, ob die Ameisenhaltung etwas für dich ist?
Einer der wichtigsten Aspekte der Ameisenhaltung ist Geduld, ein anderer ist die Erkenntnis, dass man nicht zu weit in die Zukunft planen sollte, bis man sich mit der jeweiligen Art vertraut gemacht hat!
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Zetsubo J » 9. Jan 2012 18:49

Es sollten Soldaten aus dem selben Grund wie auch das ich 2 Kolonien haben will und nicht eine, der Unterschied machts eben, daher auch eine kleine und eine große Art, eine polygyne und eine monogyne ^^

Zum Thema ob Ameisenhaltung was für mich ist, wie erwähnt, habe ich erfahrung mit dem Halten verschiedenster Tiere, was also schonmal dafür spricht, dass ich das nicht nur aus ner Laune heraus will, genauso wie die tatsache, dass ich schon als Kind Interesse an Ameisen hatte. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit Tierhaltung, vor allem bei Wirbellosen habe ich mich Jahr für Jahr weiter eingearbeitet und diverse Tiere gehalten, aber immer im Hinterkopf die Ameisen gehabt, nun bin ich für mein Empfinden auf einem Level, dass ich das Thema Ameisenkolonie angehen kann. Desweiteren werde ich mit äußerster mir möglicher Sorgfalt an das Projekt rangehen und es bis ins kleinste Detail planen.
Nicht einfach nur 2 Becken aufstellen und warten was passiert, sondern eben auf nem höheren Level (ich weiß ned wie ich das jetzt erklären soll).

Winterruhe wird dafür bei mir nicht infrage kommen können, da ich nicht die Möglichkeit besitzen werde, die tiere unter Zimmertemperatur halten zu können ( allein schon aus dem Grund der geplanten Behausungen).

Das Vertrautmachen mit der Art (der Arten) setzt voraus, dass ich weiß, welche es werden und zu diesem Zweck auch die bestmögliche Behausung/Haltung plane und mich dann ganz darauf konzentrien kann und mich weiter einlese, Erfahrung austausche und lerne

Ich hoffe, ich kann verständlich machen worum es mir geht ^^
LG
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon MrIglo » 9. Jan 2012 19:18

Bei einheimischen Arten würde ich eine Winterruhe empfehlen. Die Folgen können im einzelnen variieren. Man muss ganz grob mit sowas rechnen: Vermindert sind Wachstum und Aktivität, die Sterberate ist gesteigert.

Von daher würde ich von einheimischen abraten.

Oder eben ein Nest bauen dass sich von dem Becken trennen und separat in den Kühlschrank stellen lässt. Nebenbei würde sowieso Arena und Nest separat bauen, das macht Reparaturen und Reinigung einfacher.

Messor barbarus wären eine gute Wahl nehme ich an, oder Pheidole pallidula, die sind meine persönlichen favoriten.

Das mit dem Ausbruchsschutz hat Markus schon angesprochen. Der will gut ducrhdacht sein. Da kommt es etwas auf die Art an, was sich eignet. Pheidole pallidula konnte ich mit PTFE stets stoppen. Da hätte ich noch par Tipps zu. Denke wenn man mal paar Terrarien in der Hand hatte und so, dann ist das gut machbar.

LG
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon ANTianer » 9. Jan 2012 19:26

Ich für meine Wenigkeit starte mit Lasius niger bis ich richtig durchgestiegen bin und starte dan nächstes Jahr mit Pheidole pallidula als zweite Kolonie durch !

Werde mich dieses Jahr erstmal mit Temperaturen und Ausbruchschutz auseinander setzen :) das empfehle ich jedem anderen auch ;-) denn mein Cousin hat eine ziemlich große Pheidole pallidula Kolonie die überwintern in wenigen Tagen ohne Probleme Paraffinölstreifen, bzw. haben in 1 Woche soviel Holzspäne, Staub etc. in einen Wassergraben geworfen, dass er fast komplett begehbar wurde o.O was doch recht erschreckend ist :D

PFTE hält oft aber auch, einige Tierchen sind da schon drüber gehuscht :)

Also lieber erstmal Erfahrung sammeln mit einem nicht so gekröntem Ausbruchskünstler wie Pheidole pallidula (auch wen sie die Soldatenkaste haben ^^)
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Morphium » 9. Jan 2012 19:48

Ich würde mich nicht zu sehr auf die Soldatenkaste festlegen. So etwas besonderes ist es in meinen Augen nicht. Es gibt bei den Ameisen so viele verschiedene Gattungen, welche ohne Ende Abwechslung, in Form von Aussehen, Verhalten, Entwicklung, Nahrung und vieles mehr bieten, dass einem so schnell nicht langweilig wird. Oft hört man von Ameiseneinsteigern, dass sie unbedingt eine Art mit Soldatenkaste haben möchten. Meiner Meinung nach ist die Soldatenkaste jedoch nicht unbedingt das Spannenste in der Haltung. Lediglich eine etwas größere Schwester, mit dickem Kopf.

Mein Tipp wäre, dir eine attraktive Einsteigerart zuzulegen und dann einfach mal zu schauen. In 1/2 bis 1Jahr kann man sich gut informieren.
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Yope » 9. Jan 2012 20:09

Also eine Einheimische kommt für dich nicht infrage, denn eine einheimische durchzupflegen möchte ich
nicht empfehlen. Vielleicht eine exotische Camponotus?

Zur 2. Kolonie (Plane nicht jetzt wann du sie kaufst, sondern sobald du die erste Kolonie hast.):
Ehrlich gesagt würde ich dir eine Art wie zum Beispiel meine Messor cf. orientalis vorschlagen.
Ich selbst sehe keinen großen Sinn darin Soldaten von Majorarbeiterinnen zu unterscheiden.
Ich habe bei mir kleine Arbeiterinnen um die 5mm. Ein paar Winzlinge aus schlechten Zeiten um die
2mm aber auch etwa 20 Majorarbeiterinnen (Bei ca. 150 Arbeiterinnen insgesamt) die zwischen gut
1 cm und sogar fast 1,5 cm groß sind.
Ich finde das eigentlich genauso spannend, wenn nicht sogar spannender als welche bei denen es nur
klein oder groß gibt. Außerdem sind die meisten Messorarten relativ leicht zu halten und ich würde dir für
den Anfang nicht wirklich eine Art wie die Pheidole vorschlagen.
Dass du Erfahrung mit Insekten hast ist natürlich auf jeden Fall hilfreich, aber Ameisen sind etwas ganz
spezielles. Und stellen eben zT auch Mal besonders hohe Anforderungen.
Ich habe auch zB Mantiden gehabt und spreche aus Erfahrung: Das ist deutlich einfacher.

MfG,
Yope
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Re: (Halb)newbie hat eine Frage

Beitragvon Base751 » 10. Jan 2012 17:03

hab jetzt grad aus Zeitmangel nicht alle Beiträge gelesen aber Pheidole pallidula kann ich persönlich nur weiter empfehlen. Habe mit ihnen dieses Hobby angefangen und bisher keine Probleme bekommen, auch wenn sie nicht als Anfängerart gelten;
habe sie auch warm durchgepflegt.
bei meiner 2ten Kolonie hatte ich ähnliche Voraussetzungen wie du und habe mich für Cataglyphis velox entschieden, da ich sie schon live im Urlaub gesehen habe.
sehr aktiv, sehr interessant, sehr groß :)
guck sie dir einfach mal an, vllt sind sie ja auch was für dich
mfg base751

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