Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Hier kann diskutiert und gefragt werden.

Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Dr_Karrissen » 30. Sep 2010 19:58

*rofl* alos Erne, was passiert, wenn du deine hand länger drin lässt? glaubst du, wenn sie lange genug an dir rumknabbern können, dass sie irgendwann "lecker ameisenhalter" sagen würden? :mrgreen:
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Erne » 30. Sep 2010 20:17

Sie knabbern nicht, einfach nur neugierig und mal gucken, wo es hingehen könnte?
Aufmerksame und interessierte Ameisen.
Würden sie richtig knabbern, würde wohl nichts mehr von mir hier im Forum zu lesen geben.
Ne, sie reagieren nicht aggressiv, erkunden nur die neuen Begebenheiten.

Grüße
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Dr_Karrissen » 30. Sep 2010 20:34

außer man stört sie :mrgreen:
wie zum beispiel kurz das reagenzglas anheben oder so... :roll:
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Markus » 30. Sep 2010 22:05

Vielleicht ist das hier nicht so ganz passend, aber wie steht es denn nun wirklich mit der Zerstörungslust der Tiere?
Dass sie weiches Silikon anknabbern ist ja nicht ganz so ungewöhnlich, das bietet wohl noch weniger Widerstand als ein Korn, vorausgesetzt man hat was scharfes oder zackiges,
dass sie Glas nicht zerlegen ist auch klar, das ist schließlich härter als Stahl, ähnliches wird für Plexiglas und ähnliches gelten!?
Aber wie sieht es denn nun mit Ytong aus?
Im Haltungsbericht ist zu sehen, dass diese Ameisen Gips durchbekommen, das ist auch nicht so schwer, jedenfalls wenn man den Gips so verdünnt, dass er noch fließfähig ist, bevor er aushärtet kann man ihn auch noch leicht mit dem Fingernagel abkratzen,
mit Ytong fällt mir persönlich das wesentlich schwerer, sicherlich wird es da auch Materialunterschiede geben,
nur kommen sie da wirklich durch - ich habe jetzt keine Berichte gefunden, laut denen die Tiere durch Ytong gekommen wären, höchstens an Schwachstellen wie den Dichtungen der Scheiben o.a....

Ich frage, weil ich mir überlege, diese Art auch mal zu halten und da wäre es natürlich besser, zu wissen, ob ich für ein Ytongnest einen Käfig bauen sollte oder nicht!
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Tolga » 30. Sep 2010 23:25

Also meine kabbern auch schon seit ca 1,5 Monaten am Ytong herum, "graben" aber keine Gänge, sonder vergrößern meines erachtens nur die Kammern. Aber man sollte schon etwas platz zwischen den Kammern und dem Ende des Ytongs lassen. Aber die Art is nach meinen Beobachten nicht sehr ausbruchfräudig.

LG,

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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Markus » 1. Okt 2010 00:06

Nur wie viel cm kommen sie ungefähr in welchem Zeitraum voran?
Das wäre wichtig, um ungefähre Werte für "Pufferzonen" zu kommen...
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Tolga » 1. Okt 2010 00:17

Also das ist bei mir ziemlich wenig. In den 1,5 Monaten villt so 5mm.
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Markus » 1. Okt 2010 01:07

Naja, vielleicht drei cm pro Jahr sind doch recht viel...
Wobei ich das irgendwie nicht so recht glauben mag, vielleicht ist es doch weitaus weniger?
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Krabbeltierfan » 1. Okt 2010 09:22

Ist wohl auch immer abhängig von Leidensdruck. Je enger es wird, desto döller wird gegraben. Eine Kolonie wie Ernes, denke schon das die viel schafft wenn sie will.

Mal was anderes: Erne, wie schätzt du die Sterblichkeit von Messorarbeiterinnen ein? Wie lange leben sie und was kann man von diesen Tieren unter Belastung (Ameisenbrotherstellung etc.) erwarten? Scheint mir, als ob unsere heimischen Arten manchmal deutlich langlebiger sind.
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Erne » 1. Okt 2010 10:23

Gips gibt es für verschiedene Zwecke, auch mit verschiedenen Endhärten.
Auch der Anmischprozess kann die Endhärte deutlich verändern.
Bin auch der Meinung das Ytong den Ameisen mehr Widerstand entgegensetzt.
Bei mir haben sie es auch schon geschafft diesen zu durchlöchern.
Sicherlich mit dickeren Wandstärken kann kräftig entgegengewirkt werden das sie sich durchknabbern.
In mm lässt sich das nicht messen, auch ist keine Aussage über den Zeitraum zu machen, bis sie durch sind.
Gibt verschiedene Faktoren, die mitwirken.
Die wichtigste Voraussetzung scheint ein großes Volk zu sein, bei Kleineren ist Durchknabbern selten ein Thema.
Trockene Haltung mit feuchten Stellen im Nest beeinflusst auch, sie knabbern dort besonders.
Weiter ist Überbevölkerung Grund.

Ihre Lebenserwartung ist nicht festzustellen.
Habe schon mehrfach ein paar Arbeiterinnen markiert um da Überblick zu bekommen.
Irgendwie bringen sie es fertig die Markierungen wieder zu entfernen oder sind möglicherweise gestorben und wurden bis zu Unkenntlichkeit zerlegt.
Schätze das sie etwa 2 Jahre leben, kann damit allerdings auch daneben liegen.

Ameisenbrotherstellung eine Belastung für diese Art, gibt es immer wieder zu lesen.
Selber halte ich nichts davon, gehört zur Lebensweise dieser Art.
Wäre es wirklich von Schaden, würde es diese Gattung nicht geben.

Grüße
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Krabbeltierfan » 1. Okt 2010 11:13

Danke für die Einschätzung.

Ameisenbrotherstellung eine Belastung für diese Art, gibt es immer wieder zu lesen.


Hatte das ehrlich gesagt noch nie gelesen. Mein Gedankengang war folgender: Es gibt immer wieder Fotos von Ameisen, welche nach einem langem Leben abgenutzte Beißwerkzeuge etc. haben. Natürlich, Messor muss das schon irgendwie schaffen. Es muss sich halt nur irgendwie auf die Lebensweise auswirken, harte Körner gut zu zerkauen ist bestimmt mit Verschleiß verbunden. Hab das im Hinterkopf, da immer wieder Ameisen bei mir sterben. Die können aber gar nicht so alt sein!
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Markus » 1. Okt 2010 11:47

Danke für die Antwort!
Dann wieder zurück ans Reißbrett!

Was die Ameisenbrotherstellung betrifft: es ist sicherlich eine Belastung für die Tiere, mit der Zeit sind die Mandibeln, so wird ja oft berichtet, abgenutzt und der Rest des Tieres sicherlich auch - solange es aber nicht die Königin ist, kommen ja immer wieder neue Arbeitskräfte!
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Erne » 1. Okt 2010 11:56

Es gibt immer wieder Fotos von Ameisen, welche nach einem langem Leben abgenutzte Beißwerkzeuge etc.

Ja, aber auch nur sporadisch.
Ist für mich normal das es bei Ameisen Verschleiß - und Abnutzungen gibt, wächst ja nichts nach bei diesen Tieren.
Es muss sich halt nur irgendwie auf die Lebensweise auswirken, harte Körner gut zu zerkauen ist bestimmt mit Verschleiß verbunden

Ein interessanter Ansatz.
Durchaus denkbar das es so ist, allerdings haben sie dann auch Strategien dagegen entwickelt, würde sie sonst nicht mehr geben.
Möglicherweise ergänzen sie ihre Arbeiterinnenanzahl schneller und in höherer Anzahl.
Bei Messor barbarus sterben immer Arbeiterinnen, nur deren Anzahl schwankt.
Ob das jetzt damit zusammenhängt, dass sie Körner zerkleinern müssen, wie das herausfinden.
Gibt noch genug andere Möglichkeiten, die ihre Mortalitätsrate beeinflussen.
Ganz vorne stehen da für mich Klimabedingungen und falls nicht durchgeführt eine fehlende Winterruhe.
Hatte Mal ein Messor - Volk nur mit Körnern versorgt, bis auf weniger Nachwuchs und kleinere Arbeiterinnen hat sich dabei nichts geändert.
Nicht feststellbar das dadurch mehr gestorben sind.
Ein anderer Ansatz der vielleicht ein wenig mehr Informationen bringen könnte, ein Volk nur mit Insekten zu versorgen, ganz ohne Körner.
Ob sie das mitmachen, ist dabei auch noch eine Frage.

Nach meinem Dafürhalten wird die Fragestellung "frühzeitiger Tod durch Körner zerkleinern" wohl ungeklärt bleiben.

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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Markus » 1. Okt 2010 12:05

In deinem Haltungsthread hattest du diese Korn-Diät ja schon kurz erwähnt, wie lange war dieser Zeitraum denn?
Ich schätze mal, dass sie auch in der Natur Zeiträume haben, wo jeweils kaum oder viele Insekten vorhanden sind und es stattdessen viele oder kaum Körner geben wird...
Wie hat sich das eigentlich auf den Kornverbrauch selbst ausgewirkt, haben die da mehr verbraucht?

Edit: und um noch einmal auf die Schläuche zurückzukommen: deine Kolonie scheint ja ganz gerne mal die Schlauchenden zu zerkauen, wie sieht es aber mit der Mitte aus?
Haben sie da noch Griff oder versuchen sie es gar nicht erst?
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Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne

Beitragvon Erne » 2. Okt 2010 10:46

Ca. 8 Monate.
Messor barbarus bunkern so lange Körner, bis alle Lagerkapazitäten aufgereizt sind.
Eine Beurteilung was sie an Körnern davon futtern war nicht möglich.

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