Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Hier kann diskutiert und gefragt werden.

Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Caleb » 14. Jan 2012 19:38

Meine bescheidenen Nachahmungen. Ich habe Schläuche mit 2 mm Innendurchmesser genommen. Mein Problem dabei war, dass ich den Honig zwar ohne Kanüle gut in die Spritze ziehen kann, aber nur mit Kanüle in den Schlauch bekomme. Dabei kommt allerdings eine sehr helle Flüssigkeit heraus, nicht so schön Honiggelb wie bei dir. Ich bin nicht sicher, ob das lediglich daran liegt, dass es eben nur 2 mm sind und somit ziemlich viel Licht durchkommen könnte, oder ob nur der sehr wässrige Anteil des Honigs durch die Nadel passt. Ich musste auf jeden Fall sehr kräftig auf die Spritze drücken um überhaupt etwas herauszubekommen.

Bei meiner zweiten Kolonie (die Königin habe ich von der Straße aufgesammelt, ich schätze mal, ebenfalls Lasius niger) sind die ersten Arbeiterinnen auf ihren Honigspender aufmerksam geworden (2. Bild). Aber irgendwie rennt ständig wieder eine hin, und ich weiß nicht so recht ob sie wirklich was absaugen, wenn sie ihre Mandibeln durchstoßen. Zwischendurch laufen sie von Honigsäule zu Honigsäule und wirken nicht gerade befriedigt.

Daher werde ich jetzt Schläuche mit 4 mm Innendurchmesser benutzen, mal sehen, ob das besser taugt. So kann ich die Spritze ohne Knüle ohne weiteres anstecken.
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 14. Jan 2012 19:57

Vielleicht ist es wirklich zu dünn, um so honigartig auszusehen, wobei ich kaum größere Innendurchmesser nehme.
Kannst du denn nicht einfach die Spritze aufsetzen und dann vorsichtig reindrücken?
So mache ich das jedenfalls immer, entweder ist der Schlauch wirklich sehr klein, oder deine Spritze zu groß (verwende meißtens die kleineren aus dem Shop, weil ich da noch einen Vorrat habe...).
Aber sieht doch schon ganz passabel aus - wobei ich da vorsichtig mit dem Plastikgitter wäre, da kämen meine durchaus durch!

Sieht aber wirklich so aus, als würden sie trinken, da Honig ja sehr dickflüssig ist, muss ihr Gaster auch nicht so dick anschwellen, um viel Zucker zu transportieren, wenn sie ihre Mandibeln aber durchstoßen (auf der anderen Seite bekommt die Oberfläche einen kleinen "Pickel"), dann müssten sie eigentlich trinken!

Na dann noch viel Glück! :D
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Caleb » 14. Jan 2012 21:19

Hm das verstehe ich nicht ganz, bitte hilf mir auf die Sprünge...

Der Spritzenhals (der ist ja wahrscheinlich genormt, da die Kanülen ja auf alle Spritzengrößen passen) ist etwa so breit wie der Schlauch, also ca. 4 mm. Wenn man nun die Honigspritze auf den Schlauch aufsetzt, besteht doch wieder das Problem, dass der Honig aufgrund des Luftdrucks, wegen dem Heißkleberstopfen, nicht in den Schlauch will. Auch ohne Spritzeaufsetzen, setzt sich der Honig einfach auf das Schlauchloch. Wie genau machst du das?
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 14. Jan 2012 23:40

Ich setze ihn auf (den Spritzenhals auf den Schlauch) und drücke Honig hinein (in den Schlauch).
Da gibt es ja in der Außenluft (außerhalb des ameisenzugänglichen Bereichs) keinen Unterdruck im Vergleich zum Innenbereich,
beide sind ja (z.B. in deinem System) ziemlich direkt über Gitter verbunden, Luftaustausch kann stattfinden.
Oder verstehe ich dich da falsch?
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Caleb » 15. Jan 2012 02:26

Ach ich Hutsimpel! Ich glaube, jetzt begreife ich meinen Irrtum:
Deine Heißkleberstopfen sind abnehmbar, nicht wahr? Und du befüllst quasi "von unten"? (daher auch deine Formulierung: Klopapier "durchschieben")
Ich habe den Heißkleber direkt auf dem Schlauch aufgesetzt, also nicht abnehmbar. Somit befülle ich "von oben", wenn du verstehst, und daher habe ich natürlich einen Luftdichten Raum geschaffen. Jetzt muss ich mir nur überlegen, wie ich abnehmbare Heißklebestopfen forme, die auch passen. Oder lieg ich immer noch völlig falsch? Sorry für meine Begriffsstutzigkeit. Mannmannmann, wenn ich denke tut alles weh^^
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 15. Jan 2012 11:32

Die Heißklebetropfen wurden auch bei mir meist direkt in den Schlauch gegossen, und danach wieder rausgefriemelt - müsste also auch bei dir funktionieren!
Ist auch wesentlich besser zu befüttern! :grin:
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Caleb » 16. Jan 2012 22:17

Markus hat geschrieben:...wobei ich da vorsichtig mit dem Plastikgitter wäre, da kämen meine durchaus durch!

Sie beißen sich durch den Kunststoff?

Ich habe Ohrstäbchen zersnippelt und mit Heißkleber verschlossen. Es passt ideal in den 2 mm Schlauch.
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 16. Jan 2012 22:45

Auch eine Idee!
Wenn der Plastik dünn genug ist, kommen sie durch!
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Caleb » 16. Jan 2012 22:59

Ok, das bleibt erst mal ein Restrisiko, bis ich einen tollen Ersatz gefunden habe. Der Gummi sitzt fest und zieht das Gitter recht stramm und die Maschenstärke ist äußerst klein, ich hoffe, sich durchzubeißen ist den Damen in der Gründungsphase zu aufwendig.

Herzlichen Dank nochmal für die Hilfe!
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon KoyZX10R » 17. Jan 2012 19:38

Hallo Markus,
ich stehe ja noch fast am Anfang meiner Ameisenhaltung und habe deshalb auch eine Frage:
Mir fällt beim Betrachten Deiner vielen tollen Bilder auf, dass Du keinen Bereich Deiner Ytongnester mit roter Folie abgeklebt hast. Ist das egal, weil das Volk so groß ist? Ich habe bei meiner sehr kleinen Kolonie festgestellt, dass sich die Tiere im Ytongnest "lieber" im abgeklebten Bereich aufhalten.
Koy
Ich möchte aber auch noch ein ganz großes Lob für Deinen Bericht hier aussprechen. Sagenhaft und sehr inspirierend! =D>
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 17. Jan 2012 19:50

Dankeschön! :D

Rote Folie verwende ich kaum noch, abgedunkelt werden die Nester mit Alufolie (auf einigen Bildern zu sehen), die nehme ich für den Nesteinblick natürlich ab!
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon ANTianer » 17. Jan 2012 20:22

Rote Folie ist sowieso für manche Halter fragwürdig da es Arten gibt die Rotes Licht wahrnehmen können (gibt Experimente mit Nestern halbrote Folie halbkomplett dunkel). Dort halten sich mehr als 90 % der Ameisen (Königin und Brut eingeschlossen) hinter der komplett abgedunkelten Seite auf (durch schwarze lichundurchlässige Folie Alufolie oder ähnliches) ;-)
Daher bin ich der Meinung ist Alufolie aus 2 Gründen sinnvoller - Immer da und günstig in der Anschaffung ^^ (bzw noch der oben genannte Grund).
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon KoyZX10R » 17. Jan 2012 20:44

Danke für die Info. Dann verstehe ich das auch! Danke auch an ANTianer für die Erklärung!
Ich bin total fasziniert von den hier gezeigten Nestern! :D
Der Halterbericht und diese vielen, tollen Fotos helfen mir wirklich weiter.
Ich hoffe, so wenigstens einige "Anfängerfehler" vermeiden zu können. Freue mich auf viele weitere für mich informative Beiträge!
Weil ich ein horizontales Nest (Ytong) habe, werde ich ab sofort den (rot abgeklebten) Bereich der Königin einfach noch mit einem Bierdeckel total dunkel abdecken.
Schätze, das bringt ihr noch mehr Ruhe,
Koy
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon GwaihirAnt » 21. Jan 2012 13:29

Hallo!

Deine Konstruktionen und Ideen finde ich sehr spannend und inspirierend. Hatte fast ein Jahr pausiert, nachdem mir meine Messor barbarus-Kolonie eingegangen war (zu viel Stress beim 200km-Umzug wahrscheinlich), aber eine Lasius cf. niger konnte ich durchbringen. Mit der starte ich jetzt neu durch und dein Haltungsbericht ist schuld! :-)

Meine Frage: Sehe ich das richtig, dass du bei den Ytong-Nestern nur auf der einen Seite Acryglas bzw. Plexiglas drauf hast? Ich baue gerade an einem Vertikalnest aus Gasbeton und frage mich, ob ich es nicht von allen Seiten mit Plexiglas verkleiden sollte. Oder kommen Lasius mit ihren Beißerchen da nicht durch?

Viele Grüße
Matthias
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Re: Diskussion zu "(M)ein Haltungsbericht zu Lasius cf. niger"

Beitragvon Markus » 21. Jan 2012 13:48

Danke, freut mich, dir geholfen zu haben!

Zu deiner Frage: früher habe ich gerne mal rundumNester gebaut,
das Dumme ist nur, dass ich hier weder die Möglichkeit habe, ein Nest in die Mitte des Raumes zu stellen, noch lässt es sich für die Tiere unauffällig drehen,
da mir also so die Sicht auf mindestens eine Seite des Nestes verwehrt würde, lasse ich es mittlerweile lieber und baue nur eine Scheibe an (ist auch leichter zu verdunkeln).
Wo sie durchkommen, ist ja im Haltungsbericht selbst zu lesen, ich vermute mal, dass es "angesoftete" Stellen sind, also nicht so feste Stellen im Ytong, vom Bau z.B..
In Zukunft werde ich wohl eher auf Zementmantelnester setzen, zumindest werde ich es mal ein Jahr lang probieren und bin gespannt, wie der Zement den Frost im Winter verträgt!
viewtopic.php?f=135&t=15304&p=133023#p133023
Wobei ich nicht so recht glauben mag, dass sie wirklich gut durch Ytong kommen...

Dann noch alles gute für dich und deine Kolonie! :D
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