Hallo zusammen,
die sozialparasitäre Gründung in der Haltung ist mir mittlerweile durch Haltungsberichte und Videos schon ein wenig bekannt. Dennoch stellt sich mir die Frage, wie viel Arbeiterinnen solch eine Königin braucht um wirklich zu funktionieren.
Gibt es eine Art "kritische Masse", die erreicht sein muss, damit die Königin das Signal bekommt zu gründen oder mit der Eiablage zu beginnen?
Wie unterscheidet sich dies wiederum zwischen Lasius, Formica etc.?
Vielen Dank vorab für eure fachkundigen Antworten!
Liebe Grüße
Ich wollte an dieser Stelle noch einmal an den Thread erinnern. Sollte ich keine Antwort bekommen, muss ich meine eigenen Erfahrungen sammeln :?
Du wirst darauf wahrscheinlich keine Antwort bekommen, weil keiner eine Antwort hat.
Meine eigene Erfahrung ist, dass es gut mit kleineren Gruppen klappen kann, so 20-50 Tiere, die aber schon eine Weile keine Königin haben!
Letzteres hat bei meinen, empirisch nicht relevanten, Versuchen mehr Erfolg gebracht.
Prinzipiell reicht eine aktive Arbeiterin aus, um eine Gyne zu versorgen. In der Haltung ist sie ja auch keinem Feinddruck ausgesetzt und allzuweit laufen muss sie auch nicht, da ihr ja das Futter sozusagen frei Haus geliefert wird.
In der Praxis dürften also eine handvoll Arbeiterinnen reichen um für Gyne und Brut zu sorgen.
Ob es sonst noch konkrete Auslöser für die Produktion von Eiern gibt, ist mir nicht bekannt, sicher aber spielt die Versorgung durch Arbeiterinnen eine Rolle. Mandibelsekrete, "vorverdaute" Nahrung etc.
Vielen Dank für die Antworten. Das hilft zumindest schon einmal weiter. Im Grunde kann man die Erfolgschance vermutlich mit der Anzahl der Arbeiterinnen zumindest leicht beeinflussen.
Wie lange sollten die Arbeiterinnen denn weisellos sein bevor ich eine Königin dazu setze?
Bei Arten, bei denen die Königin in Wirtsnester eindringt und die dort vorhandene Königin tötet, könnte auch das Töten ein Teil des Auslösers sein oder ist das eher unwahrscheinlich?
Liebe Grüße