Hallo,
es dauert ja noch etwas bis dahin aber ich möchte mich schon mal vorab informieren.
Leider gehen die Meinungen was die Winterruhe von südeuropäischen Arten betrifft etwas auseinander. Einmal liest man das sie so wie die einheimischen 5-6 Monate benötigen nur bei etwas höheren Temperaturen, ein anderes mal wird berichtet das 2-3 Monate ausreichen, so wie es auch Martin Sebesta geschrieben hat.
Wie verhält es sich nun wirklich oder gibts da Unterschiede, speziell bei mediterranen Camponotus Arten?
Gruß
Jacky
Naja, ich würde mir einfach mal Klimadiagramme der entsprechenden Herkunftsländer anschauen. Daraus kann man in etwa ableiten, wann und wie lange Winterruhe zu halten ist.
Ich halte es bei Camponotus cruentatus und meinen anderen südeuropäischen Arten so, dass ich sie etwa 3 Monate bei 10°C-15°C im Keller stehen habe.
ALso ich würd bei südeuropäischen Arten die Winterruhe von Mitte Novermber bis Anfang März machen!
Servus.
Ist es nicht auch so, daß Camponotus (weis nicht, ob es alle Arten dieser Gattung so handhaben) eigenständig in die Winterruhe übergehen und diese Beenden? (sorry, Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein)
Grüßle ~Shar~
Ich würde für die südeuropäischen Arten, die man ja dem mediterranen Bereich zuordnen kann, eine Winterruhe von ca. Ende November bis Anfang Februar empfehlen.
Ist es nicht auch so, daß Camponotus (weis nicht, ob es alle Arten dieser Gattung so handhaben) eigenständig in die Winterruhe übergehen und diese Beenden? (sorry, Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein)
Du meinst sicherlich den endogen gesteuerten Rhythmus. :)
Grüsse
Servus.
Yep, genau den meine ich, danke.
Grüßle ~Shar~
Müssen Südeuropäer, die sich von Honigwasser ernähren, auch in der Winterruhe verköstigt werden? Schliesslich halten diese, anders als unsere Einheimischen, ja nur eine leichte Winterruhe.
Meine Lasius lasioides halten sich nur dicht an der Watte beim Wasserabteil auf, und kein Foragieren erfolgt. Nu, habe ich sie heute zu den Mitteleurops in den Kühli gestellt. Eingestellt ist er auf 5°C.
Ich denke, wenn keine Aktivitäten zu beobachten sind, auch keine Futteraufnahmen, ist eine Abkühlung nicht falsch.
Die nördlicheren Arten
Tetramorium und auch Tapinoma sind ebenfalls diese Woche kaltgestellt. Auch sie haben sich an der Feuchtwatte konzentriert.
Manica rubida haben schon vor 2 Wochen ihre Außenaktionen eingestellt und sind seither im Winterlager.
Formica sanguinea sind robust genug, dass ich sie auf dem Balkon im Schatten unterbringe.
Einzig noch zwei Formica (F. lemani und F. cunicularia) sind unterwegs, wobei F. lemani auch fast nur im Rohr verweilt.
Die Cataglyphis rosenhaueri- Königin läuft seit gestern auch nicht aus ihrem Nest (Apothekerglas, 5cm lang).
Da im Keller keine günstige Unterbringung besteht, bleibt nur der Kühli.
??? Meine Lasius lasioides gehen erst mit meinen Messor barbarus in Winterruhe, da sie ja auch Südeuropäer sind. Bei mir ist zwar auch immer ein kleines Grüppchen am Wasser aber der ganze Rest (schätzungsweise 200 Damen) ist immer noch munter am ackern. Da meine Messor barbarus sich über die Winterruhe mit eingebrachten Samen selbst verköstigen, liegt mir der Verdacht nahe, das die Lasisus lasioides in dieser Zeit auch Nahrung brauchen(Honigwasser können die sich ja nicht einfach aus meinem Kühlschrank holen). :mrgreen: Das ist meine erste Winterruhe mit der Art Lasius lasioides.
Bei dir sind es schon eine stattliche Zahl, und je nach Größe scheint ein Volk auch aktiv zu sein.
Meine Lasius haben kein Futter geholt, und nach einer Woche deuchte mich, es könnte gut sein für sie, jetzt schon zu wintern.
Wann ich sie allerdings in den Frühling hole, weis ich nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Für Südländer werden ja meist 2 Monate anberaumt, aber ich richte mich lieber nach dem Verhalten der einzelnen Völker.