Ich habe vor knapp drei Wochen mein erstes Formicarium bekommen-zusammen mit den Lasius niger, einer Königin und ca. 20 Arbeiterinnen. Das Reagenzröhrchen habe ich geschützt und offen in die Arena gelegt und auch vom ersten Tag an gefüttert, nämlich täglich Insekten(hauptsächlich Trauermücken) und Honigwasser. Ab und an auch Weintrauben oder Apfel. Sie waren auch sofort sehr unternehmungslustig, erkundeten ihr Formicarium und verschlossen über Nacht erst einmal das Röhrchen mit Sand. Alles schien in Ordnung zu sein, die ersten Larven entwickelten sich. Am Wochenende musste ich jedoch beobachten, wie die Arbeiterinnen die Königin erst im Röhrchen hin und herschoben und dann irgendwann zerteilten. jetzt sind nur noch Brust und Hinterleib in zwei Stücken im Röhrchen zu sehen. Was nun also? Besteht die Hoffnung, dass unter den Larven eine neue Königin ist, die die Kolonie dann weiterführt? Wahrscheinlich nicht, oder? Alle Infos, die ich sonst im Netz gefunden habe, besagen, dass die Kolonie damit verloren ist. Habt ihr einen Rat für mich, wie ich nun weiter verfahren kann?
Nein mit dieser Kolonie geht es leider nicht mehr weiter und es besteht keine Chance auf eine neue Gyne :oops:
Über die Todesursache kann man nur spekulieren - L. niger sind eigentlich recht stabil aber es kommt immer wieder mal vor.
Du kannst die Kolonie natürlich weiter pflegen. Die Arbeiterinnen kümmern sich um die Brut usw. und die Kolonie kann noch viele Monate bestehen bis die Arbeiterinnen nach und nach versterben.
Falls du dir eine neue Kolonie holen möchtest und du schnell machst könntest du die vorhandene Brut der neuen Kolonie "unterjubeln" - diese Adoption klappt in der Regel ganz gut.
Aber wirklich nur die Brut - die Arbeiterinnen würde sich bekämpfen bis auf den Tod, auch die neue Gyne wird getötet wenn sie in Kontakt mit "der alten Kolonie kommt".
Du kannst die alte Kolonie natürlich auch in die Natur entlassen, wenn du das möchtest.
Hallo Patricia,
als erstes würde ich dem zustimmen was schon gesagt wurde.
Zum zweiten ist es sehr früh das deine gyne verstirbt hat sie die letzten Wochen ein guten Eindruck gemacht wenn ja könnte es zum Beispiel am Wasser liegen nimmt du es aus der Leitung?
Wenn ja dann ist das Wasser sehr Kalk haltig und du hast wahrscheinlich irgendwo noch Kupferleitungen im Haus was ebenfalls schlecht wäre.
Wenn du dir eine neue Königin holst dann solltest du stilles Wasser oder Regenwasser nehmen.
Am Fressen kann ich es denke ich mal nicht liegen aber auch das hier sind nur Spekulationen kann auch sein das sie vorher schon krank war man weiß nicht wünsche dir viel Glück beim nächsten Versuch.
Exakt das gleiche ist bei mir ebenfalls passiert, der Kolonie ging es großartig und es ist nicht eine einzige Arbeiterin verstorben, bis ich nach ca. 2 Wochen nach Erhalt der Kolonie gesehen habe das die Königin auf dem Rücken lag und in den darauffolgenden Tagen zerteilt wurde. Ich denke das jegliche schädlichen äußeren Einflüsse zu aller Erst bei den Arbeiterinnen sichtbar gewesen gewären, deshalb denke ich das die Königin krank war oder sie durch den Transport/Verpackung zu sehr gestresst wurde und der Tod damit eine Spätfolge war.
Gesendet von meinem GT-I9515 mit Tapatalk
Was für einen Sand hattest du denn in deinem Formicarium?
Wenn du Vogelsand drin hattest, kann sie auch daran verstorben sein.
Ich hatte auch ein mal eine kleine Kolonie, die ich in einer Box mit Vogelsand hatte.
Sie ist gestorben. :(
Das war der einzige Grund, der zum Sterben führen könnte.
Wünsche dir noch viel Glück bei einem nächsten Versuch. :D
VG Thomas
Grundsätzlich braucht man bei claustralen Gründung nicht füttern und das RG gehört verschlossen.
Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Wo wird denn was über einer gründenden Königin gesagt? :grin:
Vielen lieben Dank für eure Antworten.
Da hilft wohl alles Spekulieren nicht, da habt ihr recht. Den Arbeiterinnen geht es weiterhin gut, sie kümmern sich um die Brut und sind sehr eifrig. Ich werde wohl warten, bis die Temperaturen draußen wieder etwas milder sind und sie dann in "Freiheit" entlassen. Wahrscheinlich setze ich sie auf dem Balkon in meinen Pfefferminz-Topf, dort lebt gerade eine Blattlauskolonie. Tja, und dann fange ich eben noch mal vorne an.
Das Trinkwasser war übrigens wirklich aus der Leitung und wir haben hier in Berlin ja ziemlich kalkhaltiges Wasser. Ich habe jetzt schon mal auf stilles Wasser umgestellt, danke. Der Sand im Formicarium ist eine Sand-Lehm-Mischung aus dem Shop, damit sollte eigentlich alles ok sein.
Traurig ist es trotzdem...aber schön zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, der sowas passiert ist. Also danke nochmal! :wink: