Erstmal ein Hallo an das ganze Ameisenforum.
Ich bin absoluter Neuling, auch wenn mich die Ameisensucht schon mein Leben lang begleitet. Schon als Kind habe ich beim Spielen immer mitten in Ameisenhaufen gesessen. Meine Mutter musste immer meine Kleider kontrollieren, ob nicht noch was lebendes drin zu finden wäre. Nach etlichen Jahren und eine Menge Erfahrung mit Aquarien, Terrarien und diversen anderen Haustieren, habe ich mich nun entschlossen mir eine Ameisenkolonie zuzulegen. Die Idee ist, mir eine Messor barbarus-Kolonie anzuschaffen. Die entsprechenden Zubehörartikel sind bereits bestellt, wenn alles mit dem Formicarium dann läuft, werde ich mir die Kolonie kaufen. Eine Frage in diesem Zusammenhang stellt sich mir allerdings: Die Kolonie wird mich vermutlich einige Jahre begleiten. Ich möchte aber nicht, dass sie ins Unermessliche wächst, da würde meine Familie irgendwann auch streiken. Eine Kolonie mit mehreren 10.000 Arbeiterinnen wäre schon heftig. Gibt es die Möglichkeit, die Kolonie, wenn es soweit ist, in der Größe zu beschränken. Ich hatte an weniger Eiweißgabe oder Platzbeschränkung gedacht. In der Natur erreichen die Tiere ja auch eine biologische Grenze, diese wird dort in der Regel durch Feinde verursacht. Gibt es daher für den Halter Möglichkeiten diesbezüglich? Weitere Fragen werden wohl noch kommen, aber ich freue mich sehr dieses schöne Hobby nun angehen zu können.
lg Veronika
Die Messor sind ja als Südländer etwas wärmebedürftiger als unsere, obwohl diese ja auch ganz schön Gas geben können, wenn es etwas wärmer als normal ist.
Wenn Du sie an einem schön warmen Platz im Raum stellen kannst (nicht in die Sonne, wegen Hitzestau), dann reich ihnen das schon für die Entwicklung aus, es geht aber langsamer.
In der Gründungsphase kann das aber schon dauern, bis mal endlcih was los ist. Da reicht dann aber noch lange ein kleiner Behälter.
Im Winter musst Du sie dann eber schon auch etwas kühler stellen können, da sie ja eine leichte Winterruhe führen.
Meine stehn ja in einem Raum im OG, der eigentlich nicht beheizt ist. Im Winter ist es somit kalt genug jedoch so um die 10°C. Ich beheize sie auch nur in der Übergangszeit solange es bei uns noch nicht warm genug ist. im Sommer wird es in dem Zimmer auch so recht warm da es unter dem Dach, auf der Südseite liegt.
Was das Futter angeht, würde ich schon mal etwas Abwechslung bieten.
In der Gründungsphase mögen sie lieber kleinere bzw weichere Samen, da ja noch keine Media oder gar Majore vorhanden sind um diese aufzubrechen. Löwenzahn lieben sie.
Ich hab auch schon normalen Grassamen verfüttert, der wird lieber angenommen als Vogelfutter. Scheint wohl weicher zu sein. Getreide ist wohl auch nicht so ihr Ding, obwohl sie ja in ihrer Heimat als Ernteschädlinge gelten. Rapssamen mögen sie aber, wohl wegen dem Ölgehalt ;)
Natürlich nehmen sie auch Insekten an, ob das aber der entscheidende Auslöser für rasantes Koloniewachstum ist, wage ich beinahe zu bezweifeln. Gut, die Entwicklung der Majoren wird wohl etwas schneller von statten gehen.
Mein Volk wurde von Grund auf aufgezogen, also ich hab nur mit der Gyne begonnen und es ist jetzt im Dritten Jahr, aber so wirklich ausfüllen tun sie das 60er Becken auch noch nicht.
Auf Dauer würde wohl ein 1m-Becken auch noch für eine ziemlich ausgewachsene Kolonie reichen. Wenn man also bedenkt, was ich schon an Aquarien hatte....
Hallo Trailandstreet, vielen Dank für Deine Antwort. Für die Unterbringung im Sommer werde ich sie ganz normal in der Wohnung halten und die Arena mit einer Heizmatte wärmen. Im Winter geht es für die Kolonie in den ungeheizten Keller, dort sollten 10-15°C ohne Probleme möglich sein. Samen bekomme ich sowohl mitgeschickt bzw. ich werde mir Grassamen besorgen, Chiasamen, Leinsamen und Sesamsaat habe ich immer zu Hause in Bioqualität. Das System, das ich gekauft habe ist hier ein Spezialset für Messoren aus dem Antstore. Die modulare Bauweise gefällt mir gut, da kann man notfalls erweitern. Ich habe nun allerdings auch schon sehr große Kolonien gesehen und frage mich ersthaft, wie ich das nach sagen wir mal 5-7 Jahren platzmäßig bewältigen soll. Daher die Frage nach der Begrenzung. Ein 1m-Becken wäre nun nicht wirklich ein Problem, das wäre absolut machbar. Aber ein ganzes Zimmer wäre schon sehr heftig.
Ich freue mich schon sehr auf das Hobby, aber es will auch gut geplant sein und benötigt seine Zeit, wie bei Terraristik allegemein auch.
Messor Barbarus kommt auch selten auf 10000 Tiere. meist sind es ca.7000
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hi leute
ich habe eine frage, undzwar hab ich Ameisen und ich habe mir noch ein paar tipps und Bilder angeguckt und dabei fand ich
den pilz (Atta sextens ) ziemlich cool 8) aber ich weiss nicht wie man ihn einsetzt und ich
wollte mal fragen ob jmd einen pilz hat und weiß wie das geht :sign_welcome:
Was meinst du mit wie man ihn einsetzt?
Für die Haltung wäre diese Art nicht für einen Einsteiger geeignet.
Den Pilz bringt im Normalfall bereits die Königin von ihrer Mutterkolonie mit und der ist die Hauptnahrungsgrundlage des Volkes.
Die Blätter, die die Ameisen später schneiden, dienen als Nahrung für den Pilz.
Zur Atta-Haltung würde ich erst raten, wenn Du ein Zimmer übrig hast, mit dem Du nicht weißt, was Du anfangen sollst.
ok danke dann warte ich lieber noch ein bisschen :mrgreen:
thx : mottenkopf
Hallo,
absoluter Anfänger hier. Ich habe mich schon immer für Insekten und ganz besinders für Ameisen interessiert und habe mir somit eine Messor Barbarus Kolonie mit einer Queen und 10 Arbeitern zugelegt.
Nun meine Frage: Wieviele Proteine brauche ich anfangs, und reichen eventuell ein paar Fliegen, oder sollte ich zwecks Fütterung auf die Dauer gesehen Schaben oder Mehlwürmer heranziehen?
Desweiteren frage ich mich, wie lange es in etwa dauert, bis die Kolonie mit dem Nestbau anfängt. Habe sie direkt ins Formicarium gesetzt, indem ich das Reagenzglas in einem kleinen Berg Steine integriert habe, damit sie noch eine ausreichende Dunkelheit haben.
Wie gesagt: absoluter Neuling in der Ameisenaufzucht
Gruß geht raus :grin:
Ich vermute jetzt einfach mal du hast ein Becken mit integrierter oder externer Farm mit Sand/Lehm Mischung und die Kolonie ist im Moment noch im RG und das RG liegt in der Arena ?
Was du machen kannst um das umziehen in die Farm zu beschleunigen ist diese leicht zu befeuchten (feucht, nicht nass) und mit einer kleinen Heizmatte zu erwärmen. Punktuell, also an der wärmsten Stelle, knapp 30 Grad.
Dann kannst du von oben zu einem der Eingänge noch einen kleinen Tunnel "vorbohren" - das erleichtert Ihnen den Einstig und sie werden von da aus weiterbuddeln.
Wann sie wohl umziehen kann man nicht genau sagen, wobei Messor barbarus recht schnell beim Umzug in ein Erdnest dabei ist.
Fall du zwei Farmen hast sollte eine eher trocken und kühl (Körnerkammer), die andere etwas beheizt und feucht (Brutkammer, unten Granulat, einseitig eventuell ein Drainage Röhrchen) gehalten werden.
Wenn es nur eine Farm ist sollte sich ein bisschen ein Übergang von feucht zu trocken bilden.
Solange sie keine Brut haben wird sich ihr Proteinbedarf in Grenzen halten.
Zu Beginn reicht es mal 1-2 kleine Fliegen und ein paar Körner (am besten leicht zerdrückt) & Samen (Löwenzahn, Nachkerze) anzubieten. Eine so kleine Kolonie braucht am Anfang nur ganz wenig, also keine Sorge wenn sich ncht viel tut. Das ist normal und sie verhungern nicht :wink:
Wichtig ist der Zugang zum Wasser, also eine Tränke oder eine RG mit Watte in der Arena platzieren - im Moment haben sie ja auch noch den Wassertank des RG Nestes.