Hallo zusammen.
Ich will mir wieder Ameisen halten. Ich hatte schon mal Lasius niger und das hat eigentlich gut geklappt.
Die Kolonie wurde zu groß für meine Farm und ich habe sie in den Garten entlassen, wo ich sie auch gefangen habe :)
Ist es möglich die Kolonien klein zu halten (200 - 300 Ameisen)?
Kann ich bei gewünschter Größe aufhören die Futtermengen zu erhöhen?
Ist es sinnvoller eine Art zu wählen, welche kleinere Kolonien bildet?
Ectatomma tuberculatum
und
Ectomomyrmex astutus
habe ich gefunden, haben kleine Kolonien, brechen nicht aus und haben keine Winterruhe. Scheinen aber nicht ganz das Typische Ameisenverhalten in der Arena aufzuweisen.
Die Bedingungen scheinen ähnlich derer meiner Tausendfüßer zu sein, sollte also kein Problem sein.
Oder kennt jemand eine geeignetere Art?
Was meint ihr, ist es sinnvoll eine Kolonie künstlich klein zu halten?
Und so aus Neugierde und weil ich keine vernünftige Infos finde: Was frisst ein Kolonie mit 1000 ober 2000 Ameisen pro Tag.
Johannes
Hi.
Warum hast du keine größere Farm abgeschlossen.Warum möchtest du eine Kolonie klein halten?
größere Farm anbauen geht, aber wann ist Schluss?
bei 1000?
2000?
5000?
10000?
irgendwann muss man das Wachstum unterbrechen.
Ich mag es etwas kleiner.
Ja klar irgendwann wird die Kolonie,je nach Art,schon sehr groß.
Du kannst das Koloniewachstum verzögern indem du die Proteinezugabe verringerst.
Dann können sie nicht so viele Larven aufziehen.
Bei einer Kolonie von 300-300, sogar von 500-1000 würde ich das nicht machen.
Der Großteil der Ameisen ist sowieso im Nest.
Und es dauert Jahre bis eine Kolonie 2000,3000,5000 Arbeiterinnen stark ist.
Bei guter Haltung dauert das nicht viel Jahre bis es 2000, 3000... sind.. siehe meine Haltugsberichte...
Sobald die Kolonie eine gewisse Größe hat und die Bedingungen stimmen, geht es immer schneller.
Wie viel Platz eine Kolonie braucht, hängt stark von der Art ab. Für meine Messor barbarus brauchen im Vergleich dreifach oder mehr Platz, die kleinen Lasius zwängen sich scheinbar gerne dicht auf kleinen Raum.
Aber ja, man kann es steuern durch weniger Fütterung, ich habe letztes Jahr meine Lasius niger weniger gefüttert, um eine weitere "Explosion" zu vermeiden, was auch gut funktionierte. Mehr Wärme beschleunigt auch die Entwicklung der Brut, mit der Temperatur steuert man aber nur das Tempo nicht die Menge (ok schneller kann auch mehr in einem Jahr bedeuten), würde aber nicht groß an der Temperatur drehen um versuchen etwas zu steuern.
Zuckerwasser sollte man aber normal anbieten, denn dieses dient, wenn überhaupt, nur minimal zur Brutaufzucht.
@moonman Je nach Art geht es erst nach ein / zwei Jahren los. Aber ich gebe dir da schon recht, habe mich falsch ausgedrückt.
Ectatomma sind recht schlechte Ponerinae um kleine Kolonien zu halten. Für Ponerinae vermehren sie sich ungemein schnell. Klein zu halten ist bei denen auch nicht ganz so einfach.
Es gibt ähnliche Arten, die ohnehin nur kleine Kolonien von 200-300 Tiere bilden. Da fallen mir einige Arten ein, die ehemals der Gattung Pachycondyla zugeordnet waren (die Gattung wurde 2014 etwas überarbeitet und die meisten Arten neuen Gattungen zugeordnet). Neoponera Arten bilden meist kleine Kolonien.
Urameisen bilden generell häufig kleine Kolonien. Harpegnathos, Odontoponera, Ectatomma, einige Odontomachus Arten und zahlreiche andere Gattungen bilden keine sehr großen Kolonien. Auch wenn einige davon kaum empfehlenswert sind, weil sie sehr schwer sind in der Haltung.
Ich kann aus eingener Erfahrung sagen, dass Ectatomma nicht dazu gehört, auch wenn sie in der Haltung äußerst unkompliziert sind.
Ectomomyrmex astutus sollte aber auch keine sehr großen Kolonien bilden.
Es ist aber zu beobachten, dass Ponerinae eher teurer sind in den Shops als Vertreter anderer Unterfamilien. Das ist ein Punkt den man nicht vergessen darf.
Koloniegrößen über die rationierte Fütterung zu kontrollieren ist knifflig. Es ist immer ein schmaler Grad zwischen einer gesunden Kolonie und einer Kolonie die kurz vorm Zusammenbruch steht.
Gruß
Kaj
Die Verfügbarkeit dieser Arten ist nicht so überzeugend oder ist das normal, dass im Winter weniger angeboten wird?
Kontrollieren die Ameisen denn nicht, wer was zu fressen bekommt und wer nicht?
Wenn ich theoretisch nur noch die Hälfte füttere, müssen doch auch die Hälfte der Arbeiterinnen sterben?
Ist in der Regel so bloss eher dass nur halb so viele Ameisen nachgezogenwerden.
@cryfish
Die Larven werden mit Proteinen,also Insekten, ernährt.Das brauchen sie zum Wachstum.Die
Arbeiterinnnen brauchen Kohlenhydrate,also zB Honigwasser.
Du reduzierst also die Insekten.Somit können sie weniger neue Larven aufziehen.Die Kolonie wächst langsamer.
Finde ich persönlich jedoch nicht gut.