Hallo,
ich habe eine kleine Kolonie Camponotus ligniperdus(ca 9 Arbeiterinnen). Die Arena wurde heute mit Nadeln und Steinen gespickt. Dies hat sie anscheinend sehr gefreut, denn es waren gleich 2 unterwegs, sogar bis rüber ins Nest. Gestern war auch schon eine im Nest. Hoffentlich gefällt es ihnen bald so gut das sie umziehen. So noch schnell Thermo+Hygro rein und ich dachte perfekt für die kleinen.
Ein Blick auf meine Hygrometer, ließ mich dann unsicher werden. Die LF beträgt 80% (Arena und Farm), 40-60% wären laut I-Net okay. Jetzt habe ich aber auch schon Beiträge gelesen in denen die Aussage getroffen wird: Solange sich kein Kondenswasser bildet ist alles okay(Schimmelgefahr), einheimische Arten sind da robuster.
Jetzt die Frage bzw. Fragen:
1.Gibt es eine schnelle und einfache Methode zum senken?
2.Ist die Aussage mit dem Kondenswasser korrekt bei dieser Art?
3.Wie groß ist der Einfluss auf die Kleinen und können sie weiterhin ANGENEHM (sie sollen ja nicht nur irgendwie durchkommen, müssen's schon gut haben) bei 80% leben?
4. Gehört zwar nicht wirklich dazu aber: Macht eine Heizmatte mit 3w bei 22-30 C° und 80% Luftfeuchtigkeit (Farm+Arena) noch Sinn? Würde ans/unters/übers Nest kommen, müsste dann noch sehen wo und wie sie am besten hält.
Hi fischiii,
Ich selber halte Camponotus ligniperdus nicht. aber andere europäische Arten und ich halte sie alle bei Zimmertemperatur und auch der ungefähren Luftfeuchte die im Raum herrscht ( wenn das Nest in der Arena steht ist sie vlt. etwas höher).
zu 1.: Ja, einfach den Deckel abnehmen (natürlich Ausbruchsschutz nicht vergessen :grin: ), dann einfach abwarten und nach einiger Zeit Deckel wieder drauf und messen. Wenn sie nicht passt nächsten Tag wiederholen oder länger offen lassen.
zu 2.: Also ich würde sagen NEIN, denn selbst bei hoher Luftfeuchte muss kein Kondenswasser entstehen, wie du ja bei dir bemerkt hast also... Wie gesagt ich sage NEIN. Halte dich lieber an die Haltungsparameter;)
zu 3.: Mal einen kurzzeitigen Anstieg vertragen sie schon, bloß auf Dauer wird es ihnen auch schaden. Also versuche sie am besten zu senken. Aber wieso ist sie eigentlich so hoch?
zu 4.: Heizmatten oder "Luftbefeuchter" (z.B.: tägliches sprühen oder ähnliches) brauchen europäische Arten meiner Erfahrung nach nicht. Man sollte bloß immer gucken, dass das Nest nicht austrocknet. Und es nicht zu heiss im Nest und der Arena wird.
Ich wünsche dir weiterhin noch viel Spaß mit deiner Kolonie .
Grüße Leon
Hallo liebe Ameisenfreund_innen,
ich habe mir vor kurzem eine Königin mit ca. 15 Arbeiterinnen (Messor barbarus) in einem Becken (Glasbecken - Doppelapartment 30x20x20 cm (Plattenabstand 10mm) mit 2x 10mm Bohrungen) zugelegt.
Aus verschiedenen Gründen sind die Gründungsbedingungen problematisch, da ich die Ameisen zu Beginn eines Ameisenprojektes in der Grundschule in die Klasse geholt habe, noch bevor der Farmbereich ausreichend trocknen konnte. Leider ist die Feuchtigkeit der Sand-Lehm-Mischung viel zu hoch, sodass die Futterkörner regelmäßig beginnen zu schimmeln. Der untere Bereich des Beckens ist auf beiden Seiten mit ca. 4-5 cm Granulat versehen. Am Glas ist jeweils eine Tröpfchenbildung zu erkennen. Die Feuchtigkeit ist mittlerweile ca. 1,5 Wochen hoch. Diese Feuchtigkeit nimmt nur langsam ab. Aufgrund des Umstandes, dass sich Schüler_innen im Klassenraum aufhalten, ist eine durchgängige Öffnung des Beckens (Abnehmen des Deckels) relativ risikoreich.
Ich mache mir nun Sorgen um die Gesundheit der Ameisenkolonie. Habt ihr Ideen, wie ich die Feuchtigkeit schneller senken kann? Habt ihr Anregungen, wie ich die Futterkörner (sie befinden sich aktuell in der Futterbox, welche beim Einsteigerpaket mitgesendet werden) besser lagern kann, ohne dass sie gleich beginnen zu schimmeln?
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr einem Anfänger weiterhelfen könntet. Gerne sende ich euch das nächste Mal auch einen Fotogruss meiner Ameisen zu :).
Viele liebe Grüße
Ich habe mal einen Stoffbrüchen mit Kochsalz an den Deckel gehängt, dann das Salz tauschen wenn es feucht ist und das hat sehr geholfen bei mir
Hi,
Und :sign_welcome: im Forum
Ich habe mit derselben Sache Probleme gehabt.Bei sehr starker Feuchtigkeit genügt schon ein bisschen Klopapier oder ähnliche saugfähige Materialien. Salz funktioniert bei mir auch sehr gut. Ansonsten hilft viel eine gute Belüftung (Ventilator oder Luftpumpe). Ansonsten kommen viele Ameisen auch mit Schimmel klar, ist zwar nicht optimal (Bei Körnersammler ist es natürlich schlechter als bei anderen Ameisen.) Was ich auch gemacht habe ist mehr Sand- Lehm Mischung hinzuzufügen und diese später wieder zu entfernen. Ich muss aber sagen, dass ich mein Formikarium regelrecht überflutet :roll: habe und dass meine Methoden nicht bei allen wirken müssen.
Liebe Grüße dir und deinen Ameisen
TiM und seine Ameisen
Hey ihr,
vielen lieben Dank für die Ratschläge. Nachdem ich nun auch herausgefunden habe, was ein Stoffbrüchen ist werde ich das mal ausprobieren bzw. auch ein paar Tampons in die Erde graben, um auch schnell die unteren Erdschichten von Feuchtigkeit befreien zu können.
Ich berichte, wie es gelaufen ist.
Viele Grüße
Die Schulameisen