Ich hab in mir mal Gedanken gemacht wegen der Nutzmilbe. Ich nutze die auch bei meiner Boa c.c Haltung, wenn die von Milben befallen ist
Ich wollte mal fragen, ob jemand Erfahrung mit der Milbe in der Ameisenhaltung hat oder ob wer schon Versuche gemacht hat mit der Milbe,
weil die Milbe ist eine spezielle Art, die andre Milben räubert. Ich hab aber keine Ahnung, ob die auch auf Ameisen gehen.
ich hab da mal einen link
http://www.nutzmilben.com/
Es kommt stark darauf an wie du dein Becken gestalten willst. In Tropenbecken könnte man die Milbe natürlich durchaus einsetzen, jedoch nehme ich an, dass die Erde schon genügend Springschwänze und Milben enthalten sollte.
In meine Becken kommt immer Erde aus dem Wald gemischt mit Kokoshumus (hält Feuchtigkeit viel besser). Nach einigen Wochen sieht man schon verschiedene Größen von Springschwänzen und Milben rumlaufen. Ich vertraute immer darauf, dass die darin enthaltenen Organismen sich gegenseitig regulieren, was sie bisher auch sehr erfolgreich tun.
Noch nie hatte ich in so einem Terrarium ein Problem mit parasitären Milben.
Gesunde Kolonien werden aber kaum einfach von Milben befallen werden. Wenn eine Kolonie Milben bekommt, dann liegt dies meistens daran, dass sie schon schwach war. Allerdings gibt es auch hier einige Ausnahmen...
Es war nur ein Gedanke, weil die meisten Ameisenarten sehr auf Milben reagieren, z.B Harpegnathos venator. In vielen Haltungsberichten hab ich es schon gelesen: Kolonie verloren durch Milben bzw den Ameisenhalter, die die Art halten oder möchten damit helfen.
Schadmilben sind bei Ameisen meist spezifische Parasiten;
Milbe ist nicht gleich Milbe!
Deswegen war der Gedanke ja auch an der Milbe, weil die Milbe jagt andre Milben. Man weiß aber nicht, ob die auch auf Ameisen gehen, hatte mit den telefoniert und meinte, dass das noch nicht ganz klar ist. Es wurden zwar welche bestellt für Ameisen, das die gegen die Milben sind, aber es kam nie ein Report, deswegen dachte ich mal hier nachfragen, ob einer von euch das war.
Also die Frage ist durchaus berechtigt, besonders Harpegnathos venator werden, so weit ich das einschätzen kann, meistens von nicht wirtsspezifischen Milben befallen. Das Problem bei Harpegnathos venator ist eben, dass die Milben sich auch von den durch die Ameisen erbeuteten Tieren ernähren. Deswegen gehört Harpegnathos venator eben zu den eher milbenempfindlichen Arten. Ist außerdem ein eher schlechtes Beispiel, da hier viele Faktoren die für die Milbenanfälligkeit verantwortlich sind.
Aber es müssen schon Milben sein, welche sich potentiell von mittelgroßen Insekten wie Ameisen ernähren können.
Das Problem das ich mit der Idee habe ist, dass die "Nutzmilben" kaum von den Arbeiterinnen toleriert werden würden, wenn sie auf diesen krabbeln. Bei einem großem Tier wie einer Schlange ist es noch eine Sache, die merken auch selten, wenn Ameisen auf ihnen rumlaufen.
Generell würde ich es aber vom Becken und der Ameisenart abhängig machen.
Milben ist ein mehr als umfangreiches Thema.
Gibt viele Arten und es ist kaum was darüber bekannt.
Was sind nutzbare Milben und wo könnten sie wofür auch immer eingesetzt werden?
Was überhaubt sind nutzbare Milben in der Ameisenhaltung und wofür sind sie brauchbar?
Denke das es dabei nicht um Milben geht, die in unseren Anlagen zu beobachten sind und von irgendwelchen Abfällen leben?
Sie gehören mit dazu zu einer Ameisenhaltung und was auch immer Ihr mit Eurer Ameisenhaltung macht,
es kommt der Tag, wo Ihr feststellt, es gibt Milben in meiner Ameisenanlage.
Darunter durchaus nützliche Mitbewohner.
Wo es unübersichtlich wird, wenn Milben vorhanden sind, die auf den Ameisen sitzen und die Entwicklung eines Volkes negativ beeinflussen.
Das sind Milben, wo Abhilfe her muss.
Angebliche Nutzmilben gegen andere Milben in unserer Haltung einzusetzen, für mich nur weitere Milben in der Anlage.
Grüße Wolfgang
Die meisten Milbenarten sterben ab 0°C. Insofern haette man die Moeglichkeit bei einheimischen Arten (in der Winterruhe beispielsweise) ein paar Tage Frosttherapie zu machen. Eine Kopplung mit Raubmilben (Hypoaspis miles zBsp.) mueßte man ausprobieren. Allerdings ist das nur eine Ursachenbekaempfung. Solange der Ameisenstaat unterernaehrt ist, oder es an anderen Primaerbeduerfnissen mangelt, wird man das Problem nicht so einfach los.
Liebe Grueße, alex
und Wolfgang: sie haben private Fanpost. :comp02:
Wenn es so einfach wäre, wären unsere Einheimischen wohl milbenfrei!
Soviel wie ich weiss, sterben Nutzmilben ab, sobald die keine Nahrung mehr finden. Es gibt schon Versuche mit n Skorpione und Spinnen mit den Nutzmilbe mit Erfolg.
Aber wie gesagt, ob sich die Arbeiterinnen damit anfreunden können, dass eine Milbe auf ihr herumkrabbelt, bezweifle ich auch so langsam
und Milben sterben erst ab -20 Grad oder +90 Grad und ich denke nicht, dass das unsere Ameisen aushalten werden.