Hallo zusammen,
ich halte nun schon seit bestimmt 15 Jahren immer wieder Lasius n iger und Myrmica rubra Kolonien, meist auch sehr erfolgreich.
Die meisten Kolonien setze ich dann im Frühjahr nach 1-2 Jahren wieder bei uns im Garten aus und habe es so auch schon geschafft, das sich eine gesunde Myrmica r ubra Population wieder vorfinden läßt.
Als wir damals herzogen gab es lediglich L. n iger und b runeus, und einige andere Arten, die ich nie genauer bestimmt habe. Eine auffällige war immer eine Art, die wie eine Miniaturausgabe der Myrmica r ubra aussieht.
Da ich nun selbst Nachwuchs habe, und mein meine Begeisterung für die Tiere teilt, habe ich mich entschlossen, diesmal eine Art auszuwählen, die keine Winterruhe hält bzw. halten muß.
Vor allem für meinen Sohn ist es dann im Winter sehr schön, die Ameisen zu beobachten, da ja die Möglichkeiten draussen zu spielen etwas eingeschränkt sind. Und der Papa hat dann auch das ganze Jahr ein Hobby.....
Interessant finde ich die C ataglyphis, da Sie sehr aktiv sind. Kann mir wer sagen bis zu welcher Größe die Kolonien dieser Arten wachsen?
Lasse mich aber auch gerne von anderen Arten überzeugen. Pheidole wären evtl. auch etwas, aber ich würde mir eine Art vorstellen, die Arbeiterinnen hat, die zwischen 5 und 10mm groß sind, also nicht allzuklein, aber auch keine der "Riesen"
wir haben vom platz her keine einschränkungen, da wir den ausgebauten teil über dem Schuppen als "ameisenzimmer" verwenden werden, der hat eine Grundfläche von 30m², dort sollte es auch möglich sein eine mit den Jahren gewachsene Kolonie von beträchtlicher Größe zu halten.
Schonmal danke für die Rückmeldungen.
Hm,
schau dir mal Polyrhachis dives an. Sind sehr interessante Ameisen, haben aber auch ein paar Nachteile. Aber sie entsprechen deinem Wuschen! (Ohne Winterruhe)
Naja, dann wären da noch die Messor barbarus. Sie halten nur eine kurze Winterruhe.
lg Jump
Danke,
aber die Polyrhachis sheen doch eher schlecht aus, wegen den Gespinstnestern.
Koloniegröße wie gesagt kein Thema.
Wenn die Koloniegröße dementsprechend ist, ist auch nich genug Platz für eine Futtertierzucht.
Hauptsächlich Zoophage Ernährung wäre wünschenswert, da gerade die Jagd nach Lebendbeute bei größeren Kolonien hochinteressant ist. Vor allem für die Kinder ( jaja, der Papa hat auch Spass dran ).
Somit scheidet leider auch die Messor b arbarus als Körnersammler aus.
aber trotzdem danke, P olyrhachis wäre genial, bei anderem Nestbau.
Messor ernähren sich, soweit ich weiß, nicht nur von Körnern!
sicher, Sie nehmen auch Insekten an, aber eben nicht als Hauptnahrungsquelle - soweit ich informiert bin.
Ja das stimmt, meine nehmen zwar auch Insekten(sogar recht viele). Aber auf die Körner kann man natürlich nicht verzichten. Ich finde es aber viel interessanter, wenn sie beides annehmen und spezielle Kornkammern anlegen. Warum willst du nur Insekten, wenn man beides haben kann? So hat man eben zwei interessante Dinge. :wink: Also ich finde meine Messor klasse. :D
Und warum sind die Gespinstnester ein Problem, das ist doch viel interessanter als Erdnester. Zumal man ein Gespinstnest auch so einrichten kann, dass man Einblick hat. ;)
Ich bekomme am Montag meine Polyrachis dives! Für mich ist das einzige Problem an ihnen, der starke Ameisensäuregeruch. Aber das dürfte in einem großen Schuppenraum kein Problem darstellen. :)
lg Jump
Ich habe auch beide Ameisen Arten (Messor barbarus und Polyrhachis dives) und bin mit beiden sehr zufrieden!
Aus meiner Sicht haben beide Arten ihren eigenen Reiz aber auch ihre Nachteile:
Die Messor Arten finde ich sehr interessant wegen der Eigenschaft Körner zu sammeln.
Es ist wirklich Athemberaubend wenn eine kleine Minor-Arbeiterinnen ein großes Korn zum Nest schleppt.
Ein Vorteil dieser Art ist wie schon wieter oben im Thread geschrieben die kurze Winterruhe.
Polyrhachis dives hingegen ist recht groß und aus meiner Sicht dadurch besser zu beobachten.
Die Webetechnik und das gemeinsame "Beute fangen" bzw. zerlegen ist bei dieser Art sehr interessant.
Ich habe meine Polyrhachis dives Kolonie (250 - 500 Arbeiterinnen) seit etwa drei Wochen, eine Geruchsbelästigung durch Ameisensäure konnte ich aber noch nicht feststellen.
Ich werde mir im nächsten Jahr wahrscheinlich eine Crematogaster rogenhoferi Kolonie zulegen.
Crematogaster rogenhoferi hält wie auch Polyrhachis dives keine Winterruhe.
Crematogaster rogenhoferi ist durch die Kenntnis Kartonnester zu bauen sehr bekannt.
Welche Art man sich mit wenig bzw. garkeiner Winterruhe zulegt ist natürlich jedem selbst überlassen.
Gruß Zeirng
Es gibt mehrere Messor Arten, welche keine Winterruhe benötigen.
Bsp. Messor minor hesperius/maurus,Messor ebenius, Messor alexandri, Messor orientalis...
Es gibt viele schöne Haltungsberichte zu den Arten, welche auch eine nicht zu schwere und komplizierte Haltung versprechen.
LG,
Tolga
Darüber hinaus hat Erne einen sehr interessanten Beitrag über Messor barbarus gemacht:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=164&t=7402&start=0
Also soo langweilig scheinen die mir nicht zu sein!
Wobei das natürlich Ansichtssache sein mag...
Proteinfutter nimmt eine größere Kolonie in der Regel ja auch massig an, an der Nachfrage sollte es - vorausgesetzt, du schaffst es zu einer entsprechenden Koloniegröße - nicht liegen!
Bedenke aber folgendes: Futtertiere sollten aus Hygienegründen immer überbrüht werden, direktes Jagdverhalten ist so bei den meisten Arten (die nicht unbedingt auf lebendes Futter angewiesen sind) ohnehin nicht zu beobachten.
Außerdem: versuch doch mal, die Lasius sp. und Myrmica sp. Kolonien etwas länger zu halten, nach 1-2 Jahren kann man normalerweise noch nicht von einer großen Kolonie sprechen (vielleicht mit Pushen...)...
Sicher hat jede Art Ihre eigenen Reize, aber mir geht es eben um die o.g. Punkte, vor allem das ohne jegliche Winterruhe ist mir wichtig, nicht nur wegen der Kinder.
die Lasius / Myrmica Kolonien sind ebenfalls interessant, aber es sind eben recht "gewöhnliche" - Ich kenne Sie eben schon sehr lange.
mir geht es vor allem darum, ob evtl. jemand hier Cataglyphis Kolonine, egal welcher Größe evtl. hat, bei Antstore sind Sie leider nicht vorrätig.
Oder auch gerne andere, eben wie erwähnt.
Futtertiere sind lebend eben wegen des Milben bzw generellen Parasitenrisikos immer schwer, aber es hat bisher ( bis auf wenige Ausnahmen keine Schwierigkeiten gegeben.
Ich stelle jedoch fest, das bei uns in der Gegend fast alle Myrmica Kolonien mehr oder minder schwer von milben befallen sind, hat das jemand auch schon beobachtet? Obwohl es Knotenameisen sind ( oder?) vertragen Sie es aber sehr gut, und die Kolonien die ich beobachtet habe wachsen und gedeihen.
Also, wer hat evtl. Cataglyphis oder weiß andere Arten, die die Kriterien erfüllen?
Vielen Dank schonmal für die rege Anteilnahme ;)