Ersteinmal muss ich sagen,
dass ich mich ärger, da ich diese interessante Topic nicht früher gesehen habe.
Ich selbst halte diese Art auch in einem recht kleinen Ytong seit einem Jahr. Zwar habe ich noch nicht so viele Erfahrungen gemacht, aber ich versuche mal kurz meine Kenntnisse zu schildern.
Mein Spotstrahler hat 40W Leistung und strahlt im Sommer schon ein paar Stunden in die Arena. Bei der Nahrung waren meine recht Wählerisch. Manche Würmer/Maden wurden nicht angenommen und die Fliegen waren so naja. Momentan (vor der Winterruhe) habe ich ihnen Pinkymaden, Pinkypuppen und kleine Heuschrecken angeboten, die ich alle im Kühlschrank noch lager. Mit Ytongs habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, da die bei mir immer schimmelten, daher werde ich im Frühjahr wahrscheinlich auch zu einer Farm wechseln.
Die Ameisen haben die Steinchen des Ytong-Wasserspeichers meistens ins Nestinnere getragen und auch Sand hineintransportiert. Set dem Wintereinbruch verschlossen sie die 2 Ausgänge mit Sand und den Befeuchtungssteinchen .
Was unbedingt vermieden werden sollte ist Krach oder Vibrationen, da die Ameisen sonst alle wild durch die Gegend laufen und denken die Welt würde jetzt untergehen.
In einem anderen Ameisenshop kann man folgendes zu der Art lesen:
"Formica (Serviformica) cinerea (silbrige Hilfsameise) ist eine volkreiche und werhafte Ameisenart welche überwiegend in Sandgebieten zu finden ist. Diese Art ist größer und volkreicher als Serviformica fusca. Sie baut lange halboffene "Tunnel" die vom Nest sternförmig in alle Richtungen verlaufen. Außerdem laufen sie in breiten Straßen auf Bäume auf denen sie den Honigtau von Blattläusen ernten. Im Gegensatz zu Serviformica fusca jagen sie auch größere Beutetiere in Gruppen. Diese Art ist eine Pionierameise auf offenen Sandgebieten und wird ebenfalls wie Servifocmica fusca als Hilfsameise (Sklaven) von Raubameisen wie Raptiformica sanguinea gehalten."
Vielleicht habt ihr meinen Haltungsbericht schon angesehen. Wenn nicht, hier ist der Link: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=166&t=6228&st=0&sk=t&sd=a&start=15
Ich hoffe ihr könnt was damit anfangen :-D
Edit: Hier ist nochmal ein guter Link zur Drainagemethode (sagt man das so?) http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=8&t=7878&hilit=Kan%C3%BCle
mfg
Footie
Servus!
@ Shar: Vergieb mir das vergessene "e"! :wink:
Hm, ja das mit dem Ytong hab ich mir auch schon überlegt... Schimmelgefahr.... Ist es vielleicht ratsamer ein Betonnest aus dem Shop zu nehmen (das ja dann denke ich mal "korrekt" konstruiert ist und bei richtigem Befeuchten keinen Schimmel bildet? Oder ein Holznest aus dem Shop?
Servus!
Noch eine Idee (ob sie blöd ist sagt ihr mir :wink: ):
Ich biete ein "trockenes" Becken mit Baumnest an und ein sandiges mit Ytongnest....
Was meinst ihr? Dann könnten sie selber auswählen wohin...
Servus.
Das "Beton"Nest ist nix weiter als ein Ytong der mit Fließenkleber o.ä. bestrichen ist, soweit ich das bisher mitbekommen habe.
Die Schimmelgefahr in einem Ytong ist recht gering. Der Schimmelt eigentlich nur, wenn er verunreinigt wird, sprich wenn etwas auf/in ihm liegt, das gammeln kann.
Holznest würde ich nicht nehmen - ist kritisch in Sachen Befeuchtung und Schimmelbildung.
Deine Idee an sich ist absolut nicht blöd! So haben die Ameisen die Wahl und können das Nest nehmen, was für sie am idealsten ist.
Hier mal noch ein paar Infos zu der Art bzw. Lebensraum:
Allgemeines
Heimat: Iberien bis Sibirien (85°E), Griechenland bis Finnland (65°N), Kaukasien
Habitat: Sand- und Kiesbänke von Flüssen, offene Sanddünen, auch in lichten Kiefernwäldern auf Sanddünen. Pionierart an Orten mit natürlichen oder anthropogen entstandenen Rohböden.
Kolonie: polygyn, sehr aggressiv
Koloniegröße: -
Gründung: claustral
Arbeiterinnen: monomorph
Nestbau: Bodennester, die bei stabilen Bodensubstraten bis zu 30 cm lange "Ausfahrten" haben können.
Nahrung: Zoophagie und Trophobiose (Insekten und Honig in der Haltung)
Winterruhe: Oktober - März, exogene Winterruhe
Quelle: Ameisenhaltung.de
Grüßle ~Shar~
Servus!
Ok, dann ist der Ytong schon mal sicher, werd den selber bauen.
Dachte das Holznest auch ganz trocken zu lassen, also ohne Bewässerung.