Mit Jelly wirst du bei C. barbaricus nicht weit kommen. Die bevorzugen flüssige Nahrung und frische oder gefrorene Insekten, selbst purer Honig wird eher nicht so begeistert angenommen (ebenso wenig wie überbrühte Insekten).
Zu: https://www.antstore.net/forum/artenbestimmung-t21979.html#p173998
Gyne file.jpg Dann war das also die "uneigentliche" Königin? Und die hat eindeutig eine Verletzung an der Gaster.
Dass die "eigentliche" Königin eine Camponotus sp. ist und unbeschädigt, kann man ja nicht wissen, wenn man das "eigentliche" Bild dazu nicht kennt.
So wird das doch etwas verwirrend.
Noch ein paar Hinweise...
C. barbaricus ist in erster Linie eine nachtaktive Spezies. Licht mögen sie v.a. als Kleinkolonie überhaupt nicht, das RG sollte daher abgedunkelt sein. Üblicherweise kommen sie so 5-10 Minuten nachdem man das Licht ausgemacht hat raus. Großkolonien sind auch tagaktiv.
Sie mögen ihre Nahrung sehr flüssig, mit Jelly, purem Honig und abgekochten Insekten wird man nicht weit kommen. Frische oder tiefgerohrene Insekten funktionieren gut, in begrenztem Maße auch Katzenfutter (Nassfutter). Den Flüssigzucker sollte man verdünnen (mit 2-4 Teilen Wasser), ob Zuckerwasser, Agavendicksaft oder Ahorsirup ist eigentlich egal (meine mögen verdünnten Ahornsirup am liebsten).
Bei Kleinkolonien sollte die Beute nicht zu groß sein - Fliegen, Mikrogrillen und ähnliches nehmen sie gerne an. Fruchtfliegen werden von Kleinkolonien gerne genommen, später ist die Reaktion dann mal so mal so.
Vom Ei zur Arbeiterin dauert es 2-3 Monate (später geht das auch schneller), je nach Temperatur, ingesamt wächst die Kolonie nach dem ersten Jahr dann aber doch ziemlich schnell für Camponotusverhältnisse. Meine sind in 3 Jahren auf über 10k angewachsen, auch wenn nach einem Jahr gerade mal 80-100 Arbeiterinnen da waren. Das spätere Koloniewachstum sollte man nicht unterschätzen.
Vielen Dank für deine Tipps.
Sowas ist immer Gold wert. :D