Darüber konnte man sich nun Jahre lang streiten was für Auswirkungen elektrischmagnetische Felder haben.
Dazu sollte man auch wissen das viele Ameisen, z.b. die so genannte "Feuerameise" jede Art von Elektrizität liebt und dort Nester baut.
Man sollte dennoch keine Ameisen neben dem PC oder TV/Radio stellen. Alleine wenn man an dem PC/Netbook arbeitet wackelt alles ein wenig.
Wenn elektrischmagnetische Felder so schlimm sein würden, sollte man auch keine Heiztechnik nutzen #-o
Das schlimmste sind halt Vibrationen, somit ist ein eigener Schrank an den man nicht so oft rumwackelt der beste Standort.
Allgemeinwissen?
Das ist eine Glaubensfrage, die du wie selbstverständlich als Tatsache festlegst, aus deiner Quelle:
"Das Thema ist auch unter Menschen mit technischer Bildung zum Teil sehr umstritten. Das Thema wird unter dem Stichwort Elektrosmog sehr gegensätzlich und erregt diskutiert. Streit besteht über den Zusammenhang von bestimmten messbaren Feldstärken und möglichen Wirkungen."
"Studien, besonders in Bezug auf Strahlung, z. B. Handystrahlung, liefern bislang keine allgemein anerkannten Ergebnisse."
>Mensch und Tier bewegen sich durch elektrische Impulse - externe elektrischmagnetische Felder beinflussen diese.<
Mensch und Tier bewegen sich nicht durch elektrische Impulse, die einfach nur der Bewegung von Elektronen durch ein Stück metallischen Draht entsprechen, bei Nervenzellen werden chemisch umgewandelte Signale bewertet und weitergeleitet oder nicht.
Auch wenn physikalische Prozesse ein Element von beiden Vorgängen sind, ist es bei der Nervenzelle vorwiegend ein chemischer Prozess, beides gleichzusetzen ist ungefähr so, als würde man Ameisen mit Termiten gleichsetzen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Nervenzelle#Arbeitsweise_einer_Nervenzelle
@Moonman: ich stimme dir in Punkto Vibrationen zu, aber hierzu:
>Dazu sollte man auch wissen das viele Ameisen, z.b. die so genannte "Feuerameise" jede Art von Elektrizität liebt und dort Nester baut.<
Würde ich eher mal vermuten, dass die Ameisen von der entstehenden Wärme angezogen werden, nicht von der Elektrizität selbst!
Wärme wirkt allgemein gerne als Lockmittel...
oO - das artet in eine Grundsatzdiskussion aus, der ich mich nicht verwehren will :lol:
Also grundsätzlich ist es in der Neurophysiologie so, dass man da chemische und elektrische Signale nicht wirklich auseinanderhalten kann, da die Signalweiterleitung durch Membranpotentiale entsteht die sich in einer Membranwand aufbauen (d.h. unterschiedliche Ladungen auf beiden Seiten der Zellmembran - was einer elektrischen Weiterleitung enspricht). Diese verschiedenen Ladungspotentiale enstehen natürlich aber durch Elektronenverschiebungen durch geladene Teilchen, was wiederum einer elektrochemischen Weiterleitung entspricht. Von Nervenzelle zu Nervenzelle werden die Signal rein chemisch durch Signal-Rezeptor-Komplexe weitergeleitet. Ich hoffe, ich habe genug zur Verwirrung beigetragen. :?:
Diese Signale, ob jetzt elektrisch oder nicht kann man jedoch nicht mit den elektrischen Signalen der Umwelt vergleichen da sie ungleich schwächer sind. Ob jetzt irgendwelche Radiowellen, Handystrahlen etc. wirklichen Einfluss auf einen Organismus haben ist bis jetzt nicht eindeutig gezeigt, da die Studien teilweise widersprüchlich sind. Von Langzeitfolgen mal ganz zu schweigen.
Da Ameisen jedoch ein im Sinne der Evolution recht primitives Nervensystem haben (Strickleiternervensystem ohne eine zentrale Ballung von Nervenzellen) bezweifle ich persönlich, dass Strahlungen jeglicher Art einen großen Einfluss auf deren Verhalten oder Gesundheitszustand haben. Es sei denn man steckt sie in die Mikrowelle oder sie befinden sich an sehr!!! starken Strahlungsquellen (dies mag teilweise unter Strommasten der Fall sein - hier spüren übrigens manche Menschen auch ein leichtes Kribbeln). Die Zellen arbeiten zwar nach demselben Prinzip, aber es gibt bei dieser Art von Nervensystem relativ wenig Integration (Signalinterpretation im Sinne von Entscheidungsverhalten) - es sind eher angeborene Verhaltens- und Integrationsweisen die je nach Eingangssignal (Geruch, Bewegung etc.) ausgeübt werden (deswegen sind sie ja aus verhaltenphysiologischer Sicht so interessant, da sie mit ihren paar Nervenzellen echt erstaunliches Leisten können).
Sorry, das war ein wenig weit ausgeholt und nicht zu knapp klug-geschissen ;)
Wie marklant schon sagt artet es hier extrem aus.
Wenn ihr unbedingt reden wollt, dann haben wie hier einen Chat, ich kann aber auch gerne eure Beiträge in einen anderen Thread übertragen, da sie schon stark off topic werden.
Stromquellen, Vibrationen, Temperaturschwankungen sowie Schwankungen von Luftfeuchte; Mit all diesen Themen muss man rumexperimentieren.
Ob nun Ameisen wegen einer Stromleitung verrückt werden kann ich nicht sagen, um ehrlich zu sein finde ich es auch stark unwichtig, da ich nie ein Haus unter einem 110kV Hochspannungsmast gesehen habe. Es wird also vorallem ein Problem der in der Freiheit lebenden Ameisen sein.
In gewöhnlichen Häusern werden keine so starken Stromquellen vorkommen.
Aber zu dem Thema genug.
Generell sind häufige Umgebungsveränderungen für viele Arten tötlich. Aber man muss hier differenzieren, sonst kommt es anders bei Anfängern an als es sollte.
Ich habe z.B. meine sehr gut gedeihende Kolonie von Harpegnathos saltator auf meinem Schreibtisch stehen. Die leben in einem Ytong auf den ich die abdeckende Scheibe nur draufgelegt habe. Nebenher steht meist ein Laptop, Wärme kommt nur von Lampen und Wärmekissen. Vibrationen vom Lüfter, manchmal stößt man gegen, man hört Musik und hat die Boxen auf dem Tisch stehen...
Und die Kolonie hat inzwischen viele viele Jungköniginnen hervorgebracht und es geht ihnen super.
Genau so den anderen Tieren auf dem Schreibtisch.
Es ist so, dass viele Menschen bei solchen Themen besonders empfindlich sind. Ich rede von Themen von denen sie sich nicht sicher sein können. Meiner nun jahre langen Erfahrung mit Haltern von Reptilien, Spinnen, Ameisen und sogar Aquarianern nach ist es aber so, dass die Menschen für gewöhnlich sehr viel empfindlicher reagieren als sie müssen.
Die meisten Tiere halten viel mehr aus als man denkt. Die Vorsicht vieler Halter ist natürlich wünschenswert und auch sehr lobenswert, aber nicht so wichtig wie Erfahrung die man machen muss um sich mit Tieren sicher zu fühlen.
Es ist selbst verständlich so, dass ein Anfänger, der vielleicht nie was mit Tieren zu tun hatte Angst um die Tiere hat und auch sein bestes geben möchte.
Aber was man oft vergisst ist, dass unsere Pfleglinge aus der Natur stammen, einem rauhen und unwirklichem Fleck.
Nehmen wir z.B. Camponotus fallax. Eine sehr schöne Camponotus Art mit einem Tempo das mich immer wieder beeindruckt.
Diese Art sucht sich auf Bäumen immer die äußersten Äste aus, um ja genug Sonne zu bekommen. Wenn diese von Stürmen geschüttelt werden, von Regenfällen geplagt, im Sommer im prallster Sonne staub trocken werden und im Winter komplett unisoliert einfrieren, das alles interessiert die Tiere nicht. Was da an Vibration und an Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ertragen wird, das tut keiner seinen Tieren an.
Ja klar kann man jetzt sagen, dass die Haltung nicht mit der Natur vergleichbar ist, das stimmt sicher auch, aber man vergisst all zu oft, dass die Tiere selber sehr gerne überleben wollen und auch alles dafür machen.
Nun also abschließend zurück zum Thema: Experimentier etwas rum, so empfindlich sind die nicht, die halten wahrscheinlich mehr aus als du momentan denkst. Das wichtigste bleibt doch eh die Temperatur, ein angepasst feuchtes Nest und eine große Menge Futter, alles andere wirst du mit der Zeit herausfinden.