Es gibt dermaßen große Lasius niger Flüge jedes Jahr. Wenn es sie an einer Stelle noch nicht gibt, hat das einen guten Grund, denn ansonsten ist die Dichte sehr hoch. Eine kleine Kolonie auszusetzen führt wohl in 90% der Fälle zu ihrem Ende..
Aber wo bitte ist der Sinn in "einfangen und dann doch wieder freilassen"? Setzt wohl mangelndes Interesse vorraus.
Wollte eigentlich keine Diskussion anzetteln, kannst dich natürlich trotzdem dazu äußern. ;)
Alle Jahre wieder?
Wo ist da das Problem? Die Chancen auf eine erfolgreiche Gründung sind bei den schwärmenden Gynen sehr gering, nur ganz wenige schaffen es überhaupt.
So ist es, oder doch nur ein Alibiargument, das immer wieder in den Foren nachzulesen ist?
Wer kann gesicherte Beobachtungen anbieten, was in der Natur wirklich an Königinnen erfolgreich gründet?
Aber lasst uns nicht vergessen, dass Königinnen (gerade der monogynen Arten) in der Natur, von seltenen Arten abgesehen, schlicht Massenprodukte sind, die es in freier Wildbahn nur dann weiterbringen, wenn sie entweder in eine bestehende Kolonie aufgenommen werden oder die Lücke ausfüllen, die durch versterbene Konkurrenz frei wird.
Verstehe ich jetzt nicht, Lasius niger/flavus in eine bestehende Kolonie aufgenommen?
Lücke auffüllen?
Diese beiden Arten sind überaus erfolgreich, da ist es eher für andere Arten lebensnotwendig auf Lücken zu hoffen, um diese zu besetzen.
Wie ist Deine Aussage jetzt genau gemeint?
Es gibt dermaßen große Lasius niger Flüge jedes Jahr. Wenn es sie an einer Stelle noch nicht gibt, hat das einen guten Grund, denn ansonsten ist die Dichte sehr hoch. Eine kleine Kolonie auszusetzen führt wohl in 90% der Fälle zu ihrem Ende..
Infos dazu?
Möglicherweise habt Ihr Recht, nur ist es vielleicht möglich, Eure Gedanken mit ein paar weiteren Infos zu untermauern?
Oder sind das nur Infos, die Ihr irgendwo nachgelesen habt?
Nehmt es mir nicht übel, ohne Fakten ist es nur das Allgemeine, das es sonst auch in den Foren immer zu lesen gibt.
Bringt Uns das weiter?
Grüße
Infos dazu?
Ich habs aus einer Quelle, bin aber ehrlich gesagt zu faul das jetzt rauszusuchen; ist ja keine Doktorarbeit und ich zwing auch keinen meine Meinung auf. Tatsächlich muss man doch eigentlich nur vor die Tür gehen und sich umschauen: Bei uns gibt es an jeder Ecke ein Nest; gerade so, das es keine direkte Konkurrenz gibt.
Gute Nacht!
Raimund
Oh und kannst du mal bei Gelegenheit im Ameisenforum deine PNs nachschaun? :)
Sorry Raimund, meine Fragestellung war unpräzise.
Was ich meinte und wo ich Informationen suche
Eine kleine Kolonie auszusetzen führt wohl in 90% der Fälle zu ihrem Ende.
Grüße
>Verstehe ich jetzt nicht, Lasius niger/flavus in eine bestehende Kolonie aufgenommen?<
Der Teil bezog sich nicht auf monogyne Arten, sondern auf polygyne, da es ja dabei um Ameisenfänge allgemein ging!
>Lücke auffüllen?
Diese beiden Arten sind überaus erfolgreich, da ist es eher für andere Arten lebensnotwendig auf Lücken zu hoffen, um diese zu besetzen.
Wie ist Deine Aussage jetzt genau gemeint?<
Denk bitte nach: Lasius niger Kolonien dulden nur eine Königin, eine Aufnahme ist unwahrscheinlich und dann schafft es vielleicht sogar eine Königin, in einem günstigen Gebiet ein paar Pygmäen aufzuziehen - glaubst du, dass eine große, etablierte Kolonie die am leben ließe?
Es muss eine Lücke vorhanden sein, die durch den Tod einer vorherigen Kolonie entstanden ist!
>Möglicherweise habt Ihr Recht, nur ist es vielleicht möglich, Eure Gedanken mit ein paar weiteren Infos zu untermauern?
Oder sind das nur Infos, die Ihr irgendwo nachgelesen habt?<
Denk bitte noch einmal nach: eine Population von Kolonien ist in der Regel bestrebt, ein Gebiet bestmöglich auszufüllen, die Dichte wird nur durch die Konkurrenz eingeschränkt und genau diese Konkurrenz (und natürlichd das agressive Verhalten gegenüber anderen Kolonien mit ähnlichen Bedürfnissen) verhindert eine erfolgreiche Gründung eben so lange, bis eine Kolonie stirbt und ein Platz frei wird, damit auch nur ein Prozent dieser Schwärmerinnen erfolgreich eine Kolonie etablieren könnte (jetzt gehen wir von Monogynie aus), müssten jedes Jahr etliche große Kolonien aussterben - hast du das schon öfter beobachtet?
Ich hoffe nicht, denn dann läuft in dem Ökosystem was schief!
Das braucht man eigentlich nicht zu belegen, das müsste man sich denken können aus dem, was man so beobachten kann (jaja, ich weiß, dass belege für eine Nichtexistenz von etwas unmüglich sind...).
...entfernen wir uns vom Thema oder hab ich irgendwas nicht verstanden...?
:?
So ist es, oder doch nur ein Alibiargument, das immer wieder in den Foren nachzulesen ist?
Wer kann gesicherte Beobachtungen anbieten, was in der Natur wirklich an Königinnen erfolgreich gründet?
Ich überlege mir halt, wie viele der Gynen von Vögeln gefressen, von Autos überfahren und von anderen Ameisen getötet werden, da bleibt dann nicht viel übrig. Man kann so etwas nicht genau bestimmen, denn da müsste man jede Gyne mit einem Funksender versehen und überprüfen, ob die jetzt Erfolg hatte, oder nicht.
Aber alleine die Überlegung, was alles passieren kann, recht schon, um festzustellen, dass eine erfolgreiche (länger als ein Jahr) Gründung sehr selten ist. Selbst wenn sie den Flug überstehen und sich eingraben, ist die Chance sehr hoch, dass eine andere Ameisenkolonie sie findet und tötet.
Eigentlich müsste das nicht so schwer sein: zunächst muss man die monogynen Kolonien einer bestimmten Art kartieren, feststellen wo sie sind, wie viele sie sind.
Dann müsste man die ungefähre Zahl der schwärmenden Geschlechtstiere schätzen, die jährlich ausfliegt und
schließlich nur noch anmerken wo welche Kolonie verschwindet und wann wo neue größere Kolonien auftauchen (größer im Sinne von "geschlechtsreif"), so könnte man auf zehn Jahren schätzen, wie viele Königinnen ausgeflogen sind und wie viele neue große Kolonien sich erfolgreich etabliert haben...
Man muss ja nicht jede Königin beobachten, nur sehen, was am Schluss übrigbleibt - zu einer erfolgreichen Gründung gehört schließlich auch die erfolgreiche Etablierung und Vermehrung!
Und ich bin mir sicher, dass man in vielen Jahren da schlicht Nullrunden hat, bei denen zehntausende Königinnen ausgeflogen sind und nicht einmal eine erfolgreich gegründet hat!
Und dass wir ein bisschen vom Thema abweichen, liegt in der Natur der Disskusion!
Hab da mal ne kurze zwischenfrage an Alle oder eher an Erne!
Als du deine Lasius flavus Jungtiere gefangen hast, hast du die direckt in einen behälter "geworfen" oder erst mit kühlung usw zusammen geführt?
Würde ähnliches auch gerne mit 2-3 Königinnen ausprobieren... hilfe wäre super
LG
ich glaube das ist keine richtige zwischenfrage, sondern wie auch Yope schon andeutete, das eigentliche thema :roll: :wink:
wie viele arbeiterin bekommen Lasius flavus?
und leben die wirklich die meiste zeit nur unterirdisch? ich glaube weil viele so denken, wird die art als langweilig abgestempelt, deshalb möchte ich mal wissen (um mir diesen irrsinn aus dem kopf zu treiben), außer dem wachstum und der tatsache dass sie zu 100% polygyn sind, was ist besonders interissant an den kleinen? buddelverhalten?
und: wie führt man sie am besten zusammen? (gleiche frage wie Padde)
wenn schon eine kleine kolonie besteht, oder lieber bevor arbeiterin vorhanden sind?