Warum ich meine Meinung vertrete? Weil ich es nicht sinnvoll finde, das Unerfahrene möglicherweise invasive Exoten halten, die nicht einmal genau bestimmt werden und außerdem mit Parasiten befallen sein können.
Wenn ich manchmal sehe, dass Kolonien von Feuerameisen für 40 € verhökert werden und auch noch als leicht zu haltende Anfängerart angepriesen werden, kann ich nur den Kopf schütteln.
mfg Julian Beier
Hi Julian,
Wenn ich manchmal sehe, dass Kolonien von Feuerameisen [...] als leicht zu haltende Anfängerart angepriesen werden Wo hast du denn das gesehen?
Grüße, Pi
Leider vertrittst du deine Meinung nicht gerade kunstvoll. Ich stehe dem einführen exotischer Arten (egal um welche Tiere es sich handelt) ebenfalls nicht bedenkenlos gegenüber. Gattungen wie z.B. Pheidole oder Arten wie Solenopsis geminata sind ziehmlich kritisch. Letztere würde ich mir nie im Haus halten, Pheidole habe ich ebenfalls noch nie gehalten.
Jedoch sollte man nichts verallgemeinern. Messor spec. kommen sogar in Deutschland vor, wenn auch nur regional. Würden Messor in anderen Gegenden Deutschlands überleben, wären sie schon da :wink:
Invasiv ist diese Art deshalb wohl nicht. Messor kommt in weiten Teilen Europas vor.
Torzdem: Meiner Meinung nach, und ich halte Messor, ist ein Deckel pflicht. Genauso wie ein Rutschmittel und regelmäßige Kontrolle. Solche Dinge wie "Freigang" sind wohl erst gar nicht zu erwähnen. Auf so eine Idee kommen wohl nur die beschränktesten Individuen unserer Art.
Doch mit so einer ablehnenden Haltung bewirkst du nur, dass der nächste vielleicht gar nicht erst fragt, und gleich eine Pheidole oder Solenopsis -Art holt ;) (Wobei nicht alle Solenopsis -Arten die bösen Feuerameisen sind).
Also kläre doch das nächste mal freundlich auf, äußere deine Bedenken und biete Kompromisse an. Auch mit Ameisenhaltern kann man reden.
Hallo,
bisher haben wir ihm doch noch garkeien Vorschlag mit invasiven Ameisenarten gemacht, wieso prangerst du direkt das schlimmste an?
@Krabbeltierfan,
"Würden Messor in anderen Gegenden Deutschlands überleben, wären sie schon da :wink: "
das ergibt keinen Sinn, denn nur weil Ameisen nicht dort sind, heißt es ja wohl nicht das sie nicht überleben würden,denn wenn dem so wäre könnte man doch bedenkelos Exoten halten, diese sind ja nicht hier und nach deiner These können sie dann hier auch nicht überleben?!
Bei mir in der Gegend gibt es z.B. auch keine Camponotus Arten, würden sie deswegen hier auch nicht überleben?
Wie auch immer,
nochmal zu Julian,
was hast du gegen exotischen Campotonus Arten wie ich sie auch empfohlen habe?
lg,
Klasi
Die These, wenn man sie so nennen will, ist denke ich schon korrekt. Zumindest wenn man es mit Messor spec. aus Deutschland zutun hat. Das hat nichts mit anderen Exoten am Hut und beruhte ausschließlich auf der Tatsache, dass es sogar Messor -Arten in Deutschland gibt. Jedoch nur an sehr warmen Standorten wo auch noch genug Nahrung für diese Art zusammen kommt.
Da die Messor spec. aus Deutschlands in der wärmsten Region Deutschlands leben, und von keiner Gebirgskette o.ä. Hinderniss zur weiteren Verbeitung gehindert werden, kann man durchaus davon ausgehen, dass eine weitere Verbreitung alleine durch abiotische Faktoren verhindert wird. Eine große Rolle spielt dabei der Faktor Temperatur.
Und nochmal: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die bezog sich auch schon in meinem vorherigen Post allein auf die Gattung Messor :!:
Nun ist es aber wohl klar. Achso, noch was: Die meisten Ameisen sind hier auch gar nicht überlebensfähig. Es geht vielmehr um Infektionen, Krankheiten, Milben etc. die unsere einheimischen Arten überrumpeln können. Deshalb, egal welche Art, Deckeln drauf, Rutschmittel rauf und tunlichst vermeiden, dass auch nur ein Tier in den Garten läuft. Ich denke auch da hat Julian Beier sein Auge drauf. Doch das kann man eben auch netter rüberbringen.
Aso: Zum Thema die bösen Menschen: Nicht nur Ameisenhalter gefährden die Umwelt gravieren #-o *ironie*
Guck dir mal an, was die Ballasttanks von Schiffen so alles pro Sekunde in die Oste bringen. Richtig, 70 exotische Arten! Pro Sekunde. Innerhalb von 20 Jahren haben es 32 Arten, darunter auch die Rippenqualle, geschafft zu überleben. Aso: Die Rippenquallen hat im Kaspischen Meer die Fischbeestände quasi ausgerottet. Viel Spaß damit.
Also Herr Beier: Wie sie sehen, gehen Halter mit ihren geringen Mengen an exoten wahrscheinlich wesentlich verantwortlicher um, als die Ballasttanks :mrgreen:
Hallo,
Messor structor ist vereinzelt in Deutschland zu finden, ich selbst habe mehrere Kolonien in Mainz gefunden. Doch selbst in Mainz gibt es sie nur lokal an bestimmten Stellen; großes Potenzial zur Verbreitung ist nicht vorhanden, da sie sich hauptsächlich durch Zweignestbildung verbreiten, was die vielen Kolonien an einem einzigen Standort erklärt.
Auch andere Messor sind sicher prolbemlos Ansiedelbar, ebenso verschiedene Pheidole sp (in erster Linie wohl pallidula) und Crematogaster scutellaris, sowie verschiedene Cataglyphis und ähnliche Arten. Von Pheidole und Crematogaster weiß ich, dass es sie auch in Deutschland gibt, sind sogar im Seifert aufgelistet.
Trotzdem, sie verbreiten sich nicht weiter; der Grund ist einfach, Lasius niger und andere agressive Ameisenarten. Die haben bisher jede Ausbreitung verschiedener Ameisenarten verhindert, sind einfach besser angepasst, und machen kurzen Prozess mit ihnen. Trotzdem muss man hinzufügen, das Potenzial ist vorhanden, also bitte setzt jetzt nicht Eure Ameisen in Garten an oder geht unachtsam mit dem Ausbruchsschutz um.
Fairerweise solte man noch hinzufügen, dass, wenn es sie gibt, die ökologischen Killerameisen, sie wohl weniger durch Ameisenhalter als vielmehr durch Pflanzen in unsere Breiten gelangen. In jeden normalen größeren Gewächshaus finden sich eine beachtliche Anzahl an Pheidole und Monomorium, nur konnten sich diese bis jetzt nicht im Freien ausbreiten (oben genannte Pheidole schon)- und wer möchte die schon im Haus haben.
Meine oben genannte Frage konnte Julian nicht beantworten, weshalb ich seine Aussage für eine polemische Lüge halte. Niemand, der ganz bei Trost ist, empfiehlt Feuerameisen wie S. invicta oder geminata für Anfänger.
Grüße, Pi
Guten Abend Herr Beier,
Ich habe nichts gegen Meinungsäußerungen und sie haben auch teilweise recht mit ihren Aussagen. Finden sie es richtig, Anfängern ihre Meinung derartig rabiat aufzudrängen ? Möchten sie nicht ebenfalls anders behandelt werden, wenn sie sich in einem Forum anmelden und ihre ersten Posts zum Thema Ameisen verfassen ? Berechtigt sie die Zugehörigkeit in der ASW dazu so zu handeln ?
Worauf ich hinaus will ist schnell erklärt. Anderen die eigene Meinung aufzudrängen ist einfach falsch und da kann ich nicht wortlos vorbeilesen. Grundsätzlich hege ich keine Sympathien für die ASW, da derartige Vorurteile ständig aus derselben Ecke kommen.
Exotische Arten beziehen sich auf andere Tiere gleicherweise (wobei Ameisen einen minimalen Teil einnehmen), welche ähnliche Bedingungen benötigen wie zb exotische Ameisen. Nun frage ich sie : Ist es nicht möglich das Halter anderer Exoten, die benötigten Erfahrungen mitbringen ? Können sie es sicher sagen das dem nicht so ist ? Ausbruchsschutz und co, ist gegeben, zb durch die gute Verarbeitung der Antstorebecken mit passenden Deckeln und natürlich den Schlauchverbindungen.
Außerdem bieten viele Ameisenshops, auschließlich Ameisen an, welche ausgiebig geprüft wurden, zb eben auf exotische Parasiten und ähnlichem Getier. Wie es im Antstore abläuft kann ich nicht sagen, aber diverse andere Shops verfahren mit einer Quarantänephase bevor es in den Verkauf geht.
Danke für ihre/eure Aufmerksamkeit,
mfg
Also ich habe schon mal gehört das die Art Messor barbarus nur eine verkürzte Winterpause hält und das bei 15 Grad.Aber es muss nicht unbedingt stimmen denn ich bin Anfänger.
Die fahren ihre Aussenaktivität auf null runter. Die Temperatur darf auch Mal unter 10° fallen, das halten sie auch noch locker aus. So kalt wird es aber in Wohnräumen kaum.
Bei meinen schalte ich aber trotzdem die Heizung von November bis Februar aus.
Im Sommer ist die übrigens auch aus, da ist es warm genug.
Hallo Philipp,
schon mal an Camponotus n icobarensis gedacht?
Hab meine Mädels seit dem Frühjahr und bin glücklich mit ihnen. Sie mit mir hoffentlich auch :?
Die brauchen keine Winterruhe, sind hübsch anzusehen,..rot-braun, haben auch Majore,..regeln einiges selbst(Feuchtigkeit im Nest)... und vieles mehr.