@Ameisennoob: wenn man mit seinen ganzen Ameisenkolonien nicht zurecht kommt, sollte man sich selber mal überlegen, ob es nicht mehr Sinn macht einige abzugeben. Wie schon geschrieben, Camponotus ligniperda fressen nach meinen Beobachtungen nach, sehr selten o. ungern Mehlwürmer. Sie gelten für große Ameisen sowie so eher als Notnahrung.
Und Ameisenhaltung ist eben nicht das billigste Hobby, das kann schon mal was kosten(->bezogen jetzt auf die Verpflegung,Unterkunft etc.).
"wenn man Mehlwürmer fütter bzw. ob es wichtig ist, immer verschiedenes anzubieten..."
Mehlwürmer für Camponotus ligniperda - Nein!
Sie fressen, wie schon Erne geschrieben hatte, eher Fliegen oder Heimchen(ähnliches auch gerne angenommen , wie Fliegenmaden).
Bei größeren Kolonien wird es später evtl. mal dazu kommen, dass sie sogar gierig Mehlwürmer annehmen und soweit auffressen/verwerten und entsorgen, aber bei kleinen Kolonien wird soetwas nicht zu beobachten sein. So wie ich das bislang immer erkennen konnte, nahmen meine kleinen Kolonien, direkt nach der Gründung nie Mehlwürmer an sondern nur kleinere Fliegen,Mücken,Fliegenmaden(zerschnitten).
Für kleinere Arten, wie Lasius niger sind Mehlwürmer ein recht gutes Futter.
"wenn man mit seinen ganzen Ameisenkolonien nicht zurecht kommt, sollte man sich selber mal überlegen, ob es nicht mehr Sinn macht einige abzugeben"
Wo steht denn das ich nicht zurecht komme? :) Ich will nur einfachere und günstigere Lösungen für mein Problem finden, aber dass ich nicht zurecht komme, habe ich niemals behauptet ;)
Das Ameisenhaltung nicht billig ist, habe ich schon selbst erfahren ;) aber man kann seine Haltung auch optimieren--> Preissenkung
"Mehlwürmer für Camponotus ligniperda - Nein!"
Wieso? :) Die geben doch schließlich auch Proteine... woran liegt es dann? ;)
"Für kleinere Arten, wie Lasius niger sind Mehlwürmer ein recht gutes Futter."
Jo, das konnte ich selbst schon feststellen... meine Lasius fressen Mehlwürmer wie wild, deswegen kann ich mir es auch nicht vorstellen, dass Camponotus sie nicht mag...
Gruß
"Ich meine iwann geht es ja ganz schön ins Geld wenn man sich jede 2. Woche ne neue Futterdose holen muss. Mein Problem wird nächstes Jahr halt sein, dass ich schon einige Kolonien versorgen muss, aber auch nicht grad so viel Geld über hab"
:D
"Ich will nur einfachere und günstigere Lösungen für mein Problem finden,"
;)
Dann hab ich einen guten Tipp für dich- Wenn Du alles so einfach und preiswert haben willst wie nur möglich, dann stellt sich mir die Frage, ob es dann überhaupt möglich ist seine Ameisen gut zu halten?
Immer nur Mehlwürmer führen zu keiner guten Entwicklung, bzw. wenn sie überhaupt angenommen werden. :D
Ich möchte sagen: Dann kauf dir was anderes als Ameisen die du in Plastikboxen von Haribo halten möchtest.
Achja..........
C.ligniperda braucht übrigens auch sehr viel Platz.
Ähnlich wie bei Waldameisen entwickeln sie sich nicht mehr gut, wenn zu wenig Platz vorhanden ist.
"dann stellt sich mir die Frage, ob es dann überhaupt möglich ist seine Ameisen gut zu halten?"
natürlich kann man das....vielleicht bist du es nur nicht gewohnt zu sparen :) ich denke das ist möglich
"Dann kauf dir was anderes als Ameisen die du in Plastikboxen von Haribo halten möchtest."
Wieso sollte man sie nicht darin halten können? Dann kannste das auch zu Leuten sagen, die sie in Tupadosen halten, ist ja auch ne Plastikbox :) also bisher haben die meisten gute Erfahrung mit Plastikdosen gemacht.
"Camponotus ligniperda braucht übrigens auch sehr viel Platz. "
Weiß ich schon, ich kann schon lesen keine Sorge :) Ich habe nicht umsonst hier ein 60x30 Becken rumstehen ;)
Gruß noob
ps: eigentlich waren die Fragen ja an Erne, also warte ich lieber mal was er darauf antwortet :)
Sehe das eigentlich ähnlich wie Ameisennoob. Ich muss auch auf mein Geld achten und suche daher nach möglichst günstigen Lösungen. Weder bei der Auswahl/Bau der Formicarien noch bei den Futtertieren sehe ich da einen Nachteil. Im Bezug auf Futtertiere sogar eher einen Vorteil.
Kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie viele hier im Forum Geld für Heimchen ausgeben. Maden oder Mehlwürmer bekommt man sehr viel mehr für weniger Geld. Oder noch besser selber züchten, dann hat man auch noch qualitativ hochwertigere Futtertiere. Schaben, Mehlwürmer und Drosophilas züchte ich selbst. Kostet alle 2-3 Monate eine Packung Haferflocken (29cent) und jeden Monat ne Packung Hefe (9cent). Für die Mehlwürmer gibts 2 mal die Woche eine kleines Stück Salatgurke, die aber sowieso immer in der Küche vorhanden ist und was sonst so beim Kochen an Resten anfällt wird von den Schaben vernichtet. Samen gibts als Vogelfutter im Baumarkt für 1eu pro 100g und das einzige was ich an Futtertieren kaufe sind Fliegenmaden für 1eu pro Packung.. auch etwa 1 Packung pro Monat. Zusammengerechnet sind das also allerhöchstens 2 bis 3 Euro pro Monat an Futter. Da zahl ich für den Strom schon einiges mehr.
Habe aber generell das Gefühl, dass der Futterbedarf oft überschätzt wird. Meine Lasius niger Kolonie mit ein paar 1000 Arbeiterinnen hat vor der Winterruhe 2-3 Mehlwürmer täglich (bzw. anderes Futter in ähnlichem Umfang) bekommen. Bei meinen Messor und Polyrhachis ist es vielleicht etwas mehr (3-4 Mehlwürmer). Hält sich also alles ziemlich im Rahmen, wie ich finde.
Was die Aktzeptanz von Mehlwürmer angeht, so kann ich da auch keine Probleme beobachten. Schön abgekocht und zerschnitten serviert, werden sie immer gut angenommen.
Was die Abwechslung angeht: habe das Gefühl, dass Abwechslung gut tut. Wird öfters das selbe gefüttert und landet dann mal etwas neues auf dem Tisch, ist gleich viel mehr los. Wundert mich nicht. Habt ihr Lust jeden Tag das selbe Gericht zu essen?
Danke Paranoid für den hilfreichen Beitrag. Wo man neues lernt stellt man immer auch fest was man nicht weiß also folgen noch ein paar Fragen.
- Das mit den Schaben werde ich mal testen (sind ja einige Infos auf deiner Seite). D.h. du überbrühst sie, zerstückelst sie und bietest sie an? Werden sie gerne angenommen?
- Mehlwürmer. Ich hatte schonmal eine Box mit Käfern (habe immer etwas frisches Mehl dazu weil ich dachte sie fressen Mehl) :)
Jedoch gabs keinen Nachwuchs. Ist es also ratsam ein Käfer-Päärchen seperat in eine Box zu setzen, oder wie züchtest du sie?
- Drosophilas werd ich auch im Frühling mal testen (Anleitung dazu ja auch auf deiner Seite, mit Hefe und so :) )
Und die Samen sind sicher für Messor oder?
Genau. Schaben werden überbrüht und dann in der Mitte durchgeschnitten. Nur Messor kriegen sie am Stück, da die ruhig mal bisschen was arbeiten sollen. Wird sehr gerne angenommen.
Mehlwürmer ... ja, da wollte ich auch schon seit langem mal was auf die Seite stellen ... bis heute nicht geschafft. Ist eine Box etwa 3cm hoch gefüllt hauptsächlich mit Haferflocken. 2 mal die Woche gibts nen kleines Stück Salatgurke für die Flüssigkeit. Hab alle Stadien von Ei bis Käfer in einer Box, was nicht umbedingt ratsam ist, da die Puppen manchmal von den Larven angeknabbert werden und man bei den Puppen so ein paar Verluste hat. Aber für meine Zwecke reicht es auch so. Käfer können ruhig mit dem Rest zusammen sein, ist kein Problem.
Drosophilas sind sehr einfach zu züchten. Weiß allerdings nicht ob sich das nur für Ameisen lohnt. Hab sie eigentlich hauptsächlich wegen meinen Mantiden da. Der Überschuss geht dann an die Ameisen.
Genau, die Samen sind für die Messor ;)
Gibt keine Einwände sie mit Mehlwürmern zu füttern.
Meine haben Anderes lieber gefuttert, an Mehlwürmer sind sie erst gegangen, wenn es sonst nichts mehr gab.
Mehlwürmer sind die einzigsten Futtertiere, die ich selber komplett aufziehe.
Ansonsten noch Fliegen aus gekauften Maden.
Heimchen, Fliegenmaden und noch andere Futtertiere gibt es auch in Großpackungen, deutlich günstiger.
Abgebrüht und eingefroren in kleinen Portionen habe ich so lange Zeit Futter für meine Ameisen.
Dazu kommt noch was ich selbst fange und Drohnenbrut von meinen Bienen.
Grüße
Servus.
Ich habe nicht umsonst hier ein 60x30 Becken rumstehen ;)
Mach dir da keine falsche Illusionen - die werden irgendwann deutlich mehr Platz brauchen.
Anbei, rein gesetzlich ist es übrigens untersagt, soweit ich informiert bin, Fliegen selber zu züchten.
Und ein Befall mit Schwarzkäfer ist m.W. meldepflichtig, also Zucht auch etwas mit Vorsicht zu genießen.
Drosophilas dürfte sich fast nicht rentieren (hatte es mir auch mal überlegt), selber zu züchten. Geben einfach kaum was her, entsprechend verwendet man sie ja hauptsächlich bei Gründerolonien kleiner Ameisen bzw. allgemein bei kleinen Ameisen, wenn überhaupt.
Meine Temnothorax nylanderi scheinen total wild auf Fliege zu sein und diese verwerten sie auch restlos, dauert zwar zwei, drei Tage aber dann ist wirklich nur noch der Citinpanzer und die Flügel übrig - an der Stelle immer gut aufpassen beim Entsorgen, den ca. ein bis zwei von den Kleinen passen da ohne weiteres in eine Fliege.
Ich werde vermutlich mich an Schaben halten hinsichtlich dem Züchten - evtl. an den Fauchschaben oder an den argent. Baumschaben, die ja auch The_Paranoid züchtet. Wird aber frühestens in ein, zwei Jahr spruchreif, den vorher bekomm ich die eh nicht verfüttert, sprich es würde deutlich mehr Nachwuchs geben als was gefressen wird. Da gibt der Sommer doch noch deutlich ausreichend was her.
Bevor deine Kolonien nicht gut was weg fressen, würde ich auch erstmal von einer Zucht absehen, aus eben genannten Gründen.
Anbei, gerade drüber gestolpert, eine Liste für einen Ansatz/Zucht von Mehlwürmer bzw. dem Käfer:
klich mich (letzter Beitrag)
Aber auch in der AWiki gibs was dazu: klick mich
Grüßle ~Shar~