Lasius niger, das Ende einer Pleometrose - Gründung
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Ein kleines Video dazu.
Grüße
Kämpfende Königinnen und hilflose Arbeiterinnen. Möge der Stärkere überleben. Wieder bestätigt sich was alle bereits vermutet hatten. Lasius niger sind nicht besonders polygyn...
Interessanter Beitrag. Haben es ja ganzschön lange zusammen ausgehalten. Einen Monat wenn ich es richtig verstehe.
LG
Wirklich interessant, danke für die schönen Fotos und das Video!
Die zehn Euro Frage wäre nun, ob die Arbeiterinnen irgendwann selbst die Keule ergreifen würden, wenn die Königinnen sich nicht bekämpfen, denn wäre es nur so, dass die Königinnen das regeln, könnte man mithilfe verschiedener Kammern, in welche die Königinnen kämen und mithilfe von Fliegendraht aus Edelstahl getrennt wären eine zumindest oligogyne Kolonie aufbauen und sei es auch nur als interessanter Versuch!
Was sollte so ein Versuch denn aussagen Markus?
Ich denke es könnte gehen aber wozu, in der Natur werden nunmal keine Gynen in getrennte Kammern gestopft.
Es zeigt sich immer wieder, dass eine der Gynen stirbt, entweder so oder so.
Willst du unbedingt eine Kolonie mit mehreren Gynen, dann kannst du es natürlich gerne so machen, aber ein sehr gutes oder aussagekräftiges Experiment ist es nicht.
Hi Erne,
Interessantes Video, hab es mir jetzt 5 mal angeschaut,habt ihr die Arbeiterinnen gesehen? Schaute aus als ob die sich Teilweise auch in den Haaren haben.Für mich bleibt die Frage offen, ob die Arbeiterinnen Probiert haben die Gynen zu Trennen, aber es nicht Schaften? Denn die beiden Gynen wurden ja ganz schön belagert.
Auch das Arbeiterinnen andere Arbeiterinnen an den Beinen Packen und wegziehen, sehe ich häufig bei mir in der Kolonie. Was das verhalten soll, weiß ich nicht.
MfG
EDIT: Was mich auch wundert, viele Halter sagen einem das die Arbeiterinnen die Gynen Töten würden, dieses Video zeigt aber was ganz anderes.Ich bin immer davon ausgegangen dank dem Hören sagen, das Arbeiterinnen entscheiden würden.
Sehr Interessant.
@Hammer: Genau das: man könnte nachweisen, ob die Arbeiterinnen das meucheln übernehmen oder nicht und wenn nicht, hätte man eben eine ganz schön große Kolonie! :grin:
Nebenbei könnte es so etwas sehr wohl in der Natur geben, beispielsweise wenn die Pleometrosegründerinnen sich in verschiedene Kolonien aufspalten, welche sich aber nicht gegenseitig bekämpfen und regen Arbeiterinnenaustausch haben!
Denn so genau weiß niemand, was da nun in der Natur normalerweise passiert, unsere Formicarien bieten einfach nicht die Ausweichmöglichkeiten wie in der Natur, mit dem Gitter könnte eine Weite simuliert werden, wie man sie nur in der Natur findet!
Nebenbei: wenn es bei der privaten Ameisenhaltung nur um gesicherte Befunde ginge, würde fast keiner von uns Ameisen halten!
@King: Eben, aber ließt man in der Fachliteratur etwas genauer nach, z.B. im Seifert zu Lasius flavus, ist meißt von kämpfenden Königinnen die Rede oder einer Aufspaltung,
dass Arbeiterinnen Königinnen angreifen, das habe ich bisher nur bei vorher getrennten Königinnen gesehen!
War ein gutes Durcheinander und nicht immer alles zu sehen.
Soweit das Beobachten möglich war, sind nur die Königinnen aufeinander los gegangen.
Diese waren vorher auch immer dicht umdrängt von Arbeiterinnen und die sind alle in dem Gewusel mit dabei.
Erst die tote Königin wurde später von den Arbeiterinnen zerlegt.
Grüße
@Erne: Ab wie vielen Arbeiterinnen haben die beiden denn ungefähr mit den Kämpfen angefangen?
Ich habe mal ein paar Bilder gemacht, von dem Nest, das ich mir so vorstelle, wobei das eigentlich für Lasius flavus gedacht ist, welche da ja etwas moderater sein sollten:
Auf dem Ersten Bild seht ihr das Ytongnest ganz normal, die Kreise zeigen die Zugänge für die Königinnen, das Rechteck zeigt den eigentlichen Nestein bzw. -ausgang.
Das zweite Bild zeigt die Verbindungsgänge zu dem Gittersystem, die Linien zeigen die unterirdischen Wege zu den kleinen Kammern unter dem Gitter, diese habe ich extra so groß gehalten, dass eine Königin sich dort auch wieder umdrehen kann, um in die eigentlichen Gemächer zurückzukehren.
Die Restlichen Bilder zeigen nur ein paar andere Ansichten und später sieht man dann das Fliegengitter eingefügt, mit welchem ich schon positive Erfahrungen mit Lasius niger gemacht habe (Arbeiterinnen kommen problemlos durch, Königin verbleibt da, wo man sie haben möchte, mir ist noch nie eine Königin zerkleinert worden, um da durch zu passen, wie oft behauptet wird!
Moin Markus.
Das ist ja eine interessante Konstruktion. Das mit den zerkleinerten Königinnen glaube ich auch nicht. Eine Arbeiterin greift sicher nie ihre lebende Königin an.
Aber was ich mich frage ist, wie du verhindern willst, dass die Gynen (4 stück?) je einen einzeln gründen, wenn sie räumlich getrennt sind.
Würden in dem Nest nicht 4 Staaten gegründet, die anfangs absolut keinen Kontakt haben, bis sie dann bald unter Einsatz der Arbeiterinnen um das Nest kämpfen?
Es würde doch warschenlich nicht lange dauern, bis die Arbeiterinnen des dominanten Staates die anderen töten (und das Zerteilen der fremden Königinen übernehmen).
LG
Hi, ich habe das ganze so eng gebaut, dass mit etwas Glück der Kolonieduft sich im ganzen Nest verteilen kann, eventuell muss man aber auch in einer normalen Pleometrose in gewisser Menge gründen und dann manuell einfach aufteilen, da allerdings kaum noch Königinnen schwärmen, werde ich das wohl erst im nächsten Jahr auf Herz und Nieren prüfen können...