@ Baumarkthammer:
http://www.ameisenwiki.de/index.php/Brut#Kokonpuppen
Nacktpuppen und Kokonpuppen gemischt
Oft beschrieben sind Nacktpuppen bei Ameisenarten wie z. B. Formica fusca , wo Nacktpuppen besonders in den heißen Sommermonaten auftreten. Bei Lasius-Arten, die normalerweise nur Kokonpuppen ausbilden, können in der Haltung, besonders im Reagenzglas, Nacktpuppen auftreten. Ursache dafür ist das Fehlen von Bodenpartikeln, an denen die Larve ihre Spinnfäden festheften kann.
lg, derameisige
Hallo derameisige,
dieser Erklärungsversuch für das Phänomen ist mir durchaus bekannt. Der Auffassung war ich ebenfalls lange Zeit.
Es ist jedoch keine ausreichende Erklärung für die Beobachtungen, die ich bei mir gemacht habe. Zumal das Gebiet recht nahe am Optimalhabitat von Formica fusca liegen sollte. Die Bodenbeschaffenheit ist weder besonders Steinig noch hart, es ist mehr als genug Material zur Verpuppung vorhanden und im Frühling lassen sich Nacktpuppen auch nicht finden. Grund für das Fehlen der Nacktpuppen im Frühling wird wohl sein, dass die Temperatur unter den Matten noch ganztägig keinen Wert überschreitet, wegen dem die Ameisen umziehen würden.
In der Haltung mag das anders sein, aber ich halte eher an meiner Erklärung fest, da sie mir in dem beobachteten Fall einfach mehr Aufschluss liefert. Zumal ich diese Kolonien schon recht lange und ausgiebig beobachte.
Es erschließt sich mir einfach keinerlei Grund dafür, warum im Frühling das Verpuppungsmaterial noch ausreichend sein sollte, während an der selben Stelle im Sommer so wenig Material vorhanden sein sollte, dass Kolonien komplett auf das spinnen eines Kokons zu verzichten scheinen.
Gruß
Kaj
Hallo Baumarkthammer,
Die Erklärung betr. mangelnder Bodenpartikel etc. im AWiki steht ja auch nur für Lasius.
Ich hatte gedacht, du kämst selbst darauf: Es sind ja nicht die Puppen , die den Kokon spinnen, sondern die Larven im letzten Stadium, noch vor Ausscheidung des Meconiums und Übergang in die Vorpuppenphase. Deshalb sitzt das Meconium dann als schwarzer Fleck hinten im Kokon.
Wie es funktioniert, dass F. fusca sich auch ohne Kokon verpuppen kann, ist leider nicht ganz geklärt.
lg, derameisige
Die Erklärung betr. mangelnder Bodenpartikel etc. im AWiki steht ja auch nur für Lasius.
Achso, ich habe das wohl etwas falsch verstanden. Ich habe deinen Beitrag als Kritik gesehen, was er, wie mir nach nochmaligem Durchlesen auffällt, nicht ist. :oops:
Ich hatte gedacht, du kämst selbst darauf: Es sind ja nicht die Puppen , die den Kokon spinnen, sondern die Larven im letzten Stadium, noch vor Ausscheidung des Meconiums und Übergang in die Vorpuppenphase. Deshalb sitzt das Meconium dann als schwarzer Fleck hinten im Kokon.
Das ist und war mir durchaus klar.
Wo wir hier schon länger beim Thema Nacktpuppen bei Formicinae sind.
Ich ziehe gerade eine größere Menge Camponotus herculeanus auf, dabei ist ebenfalls eine Königin, welche Nacktpuppen aufgezogen hat. Bei Camponotus habe ich hingegen noch nie etwas von Nacktpuppen gelesen.
http://upload.eusozial.de/i/t/wph84kwbq46v.jpg
Die selben Parameter wie dutzende andere, die allesamt normale Kokonpuppen haben.
Die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia (Clerck, 1757)).
Eine so skurril aussehend und heißende Spinne, dass man sich einfach nicht für ein Bild entscheiden kann.
Die Bilder lichten die Spinne interessanter weise weit ab von weißen Blüten auf der Pirsch nach Rhododendronzikaden (Graphocephala fennahi
(Young, 1977)) ab.
http://upload.eusozial.de/i/t/d0tyupdotp0i.jpg http://upload.eusozial.de/i/t/614o9qcmrm1g.jpg http://upload.eusozial.de/i/t/nfz79sw1bp0g.jpg http://upload.eusozial.de/i/t/0two2p6knqyu.jpg http://upload.eusozial.de/i/t/0hba1ikwdvqp.jpg
Gruß
Kaj
Mein heutiger Post ist ganz meinen Lieblingstieren aus früher Jugend gewidmet. Damals konnte ich sie nie finden und heute mit massiv gewachsener Erfahrung im Suchen von Tieren wundere ich mich häufig wie groß dann tatsächlich die Population ist. Blindschleichen sind auf sonnenbeschienenen Feldern massig anzutreffen.
Hier ein Baby vor der Umfärbung.
http://upload.eusozial.de/i/t/tme87056vi7v.jpg
Hier eine hochträchtige Blindschleiche einige Wochen her gefunden.
http://upload.eusozial.de/i/t/3dr85c2f0d2t.jpg
Und hier eine Ansicht, wie man sie unter alten Stücken Plastik häufig findet.
http://upload.eusozial.de/i/t/bjpt5ewyx65j.jpg
Ich will nebenbei aber auch noch anmerken, dass Reptilien so wie Insekten druckempfindlich sind. Einige male musste ich schon feststellen, dass Biologiestudenten welche hier in der Gegend manchmal Tagesausflüge unternehmen, Steine einfach nach dem Hochheben wieder fallen lassen. Am nächsten Tag kann man dann dutzende geschützte Tiere tot unter Steinen finden. Besonders bei Ringelnattern sehr schade.
Denkt also daran die Tiere zu verscheuchen, bevor ihr den Stein wieder hinlegt. Mit einem kleinen Pinsel lassen sich Blindschleichen etwa wunderbar entfernen, ohne sie so zu verängstigen, dass sie den Schwanz abwerfen.
Gruß
Kaj
Gestern als kurz die Sonne in diesem verregneten Herbst rauskam, konnte ich einen Goldglänzenden Rosenkäfer beim Schlupf aus seinem Kokon beobachten.
http://upload.eusozial.de/i/t/gdrfn1d3kd2r.jpg
Sehr seltene Tiere, hier an der Ruhr, deswegen war sich sehr froh diesen beim Schlupf in freier Natur beobachten zu können. (Habe allerdings etwas geholfen, etwas Kokon wurde von mir zu Fotozwecken entfernt).
Gruß
Kaj
Kurzflügler. Haben eine große Population am Waldrand, oder woanders sieht man sie vielleicht einfach nicht.
http://upload.eusozial.de/i/t/anl5zrmfjm1e.jpg
http://upload.eusozial.de/i/t/xs27tngwf02u.jpg
Gruß
Kaj
Eine Formicoxenus nitidulus Arbeiterin auf einem Nest einer noch nicht näher bestimmten Formica sensu stricto Art. Zu sehen ist auch ein Brocken Harz, der an der senkrechten Nestwand (ein morscher Baumstumpf) befestigt wurde.
Das Nest befand sich auf einer Insel auf dem Flötefjord. Diese Inseln waren klassischer Weise nur von großen Formica sensu stricto Nestern bewohnt, sehr selten konnte man auch andere Formica finden.
http://upload.eusozial.de/i/t/2z7xb0oyfdg1.jpg
Ein Bericht über den Ausflug folgt unter Umständen.
Gruß
Kaj
EDIT: Ich wurde gerade von Merkur informiert, dass es sich bei den fotografierten Tieren nicht um Arbeiterinnen handelt, sondern um Geschlechtstiere.
Die helleren Tiere mit den nach außen geschwungenen Fühlerkeulen sind Männchen und die dunkleren und größeren Tiere sind Intermorphen.
Paar Bilder von der heutigen Fütterung (Polyrhachis dives)