Hallo,
ich habe mich entschieden, meine Futtertiere (besten falls Mehlwürmer) selber zu züchen, da ich ohne hin schon recht viel für meine Agamen ausgeben muss und nicht noch stärker finanziell belastet werden will, durch meine neue Kolonie, welche viel größer ist als gedacht. Doch stellen ich mir noch die Frage wie ich das anstellen soll, da ich zwar Erfahrung mit der Haltung von den meisten denkbaren Haustieren habe, allerdings noch nicht mit der Massenzucht von Würmern.
Außerdem wollte ich fragen ob vllt. einer von euch eine Idee hat woher ich Tiere zur Nachzucht bekomme und wie ich diese zu halten habe?
mfG
Mehlwürme sind recht einfach zu züchten.
Man nehme ein Plastikwanne mit glatten Innenwänden, fülle diese 2-3cm mit Haferflocken und/oder Weizenkleie. Dann kleine Stücken Wellpappen (15x15) aufrollen, Gummiband drum wickeln und dazu legen. (Brauchen die Käfer für die Ei-Ablage)
Dann Mehlwürmer dazu (aus dem Terraristik-Laden um die Ecke, dem Internet oder evtl. dem Angelshop) und alle 2 bis 3 Tage füttern. (Brot, Obst - ausser Citrusfrüchte!, gekochte Kartoffeln, Gemüse, ...)
Alte Futterreste müssen entfernt werden, Schimmel ist absolut zu vermeiden!
Die Wanne warm und trocken stellen, dann gibt's genug Nachwuchs.
Je nach Bedarf muss man ggf. mehere oder grüßere Wannen nehmen. Nach ein paar Wochen/Monaten setzt man eine neue Wanne an.
Wenn mich meine grauen Zellen recht informieren, enthalten Mehlwürmer einen großen Anteil Blausäure (gegenüber anderen Futtertiere), das schadet zumindest den Repitilien auf Dauer und greift die inneren Organe an.
Alternativ kann man in gleiche Art und Weise die doppelt so großen Zophobas züchten, da tritt das Problem nicht so auf.
Füttert man beide o.g. Arten übermässig, leiden zumindest die Repilien über kurz oder lang an einer Fettleber!
Ich bin mir nicht ganz sicher, doch glaube ich das du gerade Mehlwürmer und Wachsmaden verwechselt hast, obwohl es stimmt, dass Mehlwürmer einen relativ hohen Anteil an Blausäure haben, bekommen Echsen keine Fettleber/Fettleibigkeit davon, dies tritt eher bei Wacghsmaden auf, obwohl ich mich natürlich auch irren kann!
Obwohl ich mir die Zucht nicht so einfach vorgestellt habe.
Ich habe hier nich einige 60l Aquarien, die würden reichen oder?^^
Ich danke dir sehr für diese Informationen.
Wachsmaden sind natürlich noch besser um eine Fettleber heranzuzüchten, das stimmt!
Meine Tiere bekommen sie maximal ein mal im Monat oder wenn sie stark geschwächt sind, zum "Aufpäppeln".
Ein Aquarium würde für die Mehlwürmer nicht nutzen, da die Silikonnähte evtl. ein Schwachpunkt seien könnten (Ausbruchgefahr).
Für meine Futtertierzuchten nutze ich meisten die 3kg-Seifen-Boxen, die haben dann auch noch einen Deckel. Die sind recht günstig, glattwandig, platzsparend, ...
Da setze ich dann meist mehrere Zuchten an, falls mal eine "einbricht".
... werden von mir auch für verschieden Schabenarten und andere Futtertiere genutzt.
Man muss auch auf Inzucht aufpassen sonst kommen verkrüppelte käfer heraus die noch halb Puppe sind. So ab der 3. Generation.
... wegen Inzucht würde ich mir keine Gedanken machen, da ich die Mehlwürmer nicht paarweise halte und nachzüchte. :wink:
Spass beseite, wenn man die Tierchen in einer Plastikwanne züchtet, sind gleichzeitig mehrere tausend "Würmer" vorhanden, Inzucht ist dann relativ ausgeschlossen. Man kann auch alle paar Monate, oder bei Bedarf, frische Tiere vom Händler zusetzten.