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derameisige: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 11:50)

Hi Antroxego und Bloodhunter83,

Anscheinend ist ja der Titel des Threads tatsächlich zu bejahen, Ameisenhalter leben definitiv in ihrer eigenen Welt!

Die erscheint mir irgendwie eindimensional. Ameisen (> 12.500 Arten) werden auf die eine oder die paar Arten reduziert, die man hält.
Ist das wirklich so kompliziert zu verstehen, dass es unter den Ameisen „solchene und solchene“ gibt? Geradezu bösartige Schädlinge, nicht nur bei uns in Haus und Hof, sondern weltweit (Google: Pestants!), und andererseits solche wie unsere Waldameisen, die tatsächlich als Gesundheitspolizei des Waldes fungieren? Neben zahllosen Arten, die für uns Menschen weder auffallend nützlich noch schädlich sind, die in einer intakten (!) Natur und in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gleichwohl ihren Platz haben und – für uns oft nur schwer erkennbar – dort wichtige Funktionen erfüllen.

Die Pharaoameise habe ich als eines von vielen Beispielen gewählt. Dass invasive Ameisenarten, die Mensch und/oder Natur schädigen, oftmals einzigartige Lebensformen (darunter auch andere Ameisenarten) ausrotten, sollte man schon zur Kenntnis nehmen, wenn man Ameisen hält. Nehmt doch besser die Scheuklappen und die rosarote Brille ab!

Ameisen sind toll, aber eben nur, wenn man sie in ihrem natürlichen Umfeld belässt, und eben oft auch gar nicht, wenn sie in fremde Lebensräume verschleppt werden, und/oder unsere Häuser, Kliniken, Lebensmittelbetriebe usw. fluten.
Selbst der Antstore verkauft doch Mittel zur Ameisenbekämpfung, ist also in der Lage „gute und böse“ Ameisen zu unterscheiden.
Die pauschale Aussage von henry ist und bleibt damit falsch.

Zum Vergleich: Säugetiere sind lieb und putzig und nützlich (vom Goldhamster bis zum Reitpferd und zum Schlachtvieh). Ratten im Vorratskeller würdet wohl auch Ihr lieber bekämpfen, obwohl sie doch auch sehr sozial und hoch intelligent sind?

Ok, ich lebe in der anderen Welt; in meiner Welt sieht man die Dinge realistisch und vor allem differenziert! Da fühle ich mich auch recht wohl.

Lg,
Derameisige

Bloodhunter83: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 12:09)

@ derameisige

Ich würde dich gerne bitten deine Aggresivität und Unterstellungen Anderen gegenüber einzustellen. Nur weil Andere nicht deine Sichteweise teilen ist das kein Grund so dagegen anzugehen.

Und wenn Ameisenhalter in ihrere eigenen Welt leben, wo lebst dann du? Warum bist du dann im Forum hier unterwegs?

Mit solchen Sätzen wie:

"Ok, ich lebe in der anderen Welt; in meiner Welt sieht man die Dinge realistisch und vor allem differenziert! Da fühle ich mich auch recht wohl."

passt du sicherlich in Foren wo Anfänger nicht erlaubt sind. Ich habe nicht gesagt das alle Ameisen die Superklasse schlecht hin sind sondern das ich deren Lebensweise achte und bewundere, wie es viele auch tun. Und für mich sind deine Schädlinge halt immer noch Insekten, die glaube ich etwas länger da sind als du. Nicht desto trotz würde ich auch gegen unerlaubte Insekten in meiner Wohnung was tun.

Aber ist ok du hast halt (meiner Meinung nach) eine überschlaue und voreingenomme Art uns die Freude an der Ameisenhaltung zu mindern. Aber tu mir bitte einen Gefallen und verallgemeinere nicht gleich Jeden, bin auch wirklich froh das du so differenziert leben kannst...wirklich!

Mfg

henry: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 13:04)

@ derameisige

Sorry, aber ich bilde mir da lieber meine eigene Meinung zu Themen. Mich hat noch nie groß interessiert, was in manchen Foren so geschrieben wird. Für meine Begriffe sind Tiere die hier Leben keine Schädlinge. Meinst Du nicht, dass in der Natur jedes "Objekt" seine Daseinsberechtigung hat? Selbst der Borkenkäfer wird sicherlich nicht aus purem Spaß Bäume befallen. Aber mit dem Käfer kommen wir zu sehr vom Thema ab.

Ich habe mich durch Deinen Beitrag nicht angegriffen gefühlt. Ich verkrafte sowas gut. :wink:

EDIT: Okay....eingeschleppte Tiere bezog ich in meiner Ausführung nicht mit ein. Das ist eh ein Thema für sich........Und wenn ich in meiner eigenen Welt leben würde, dann säße ich wahrscheinlich zwei- oder dreimal in der Woche auf der braunen Ledercouch und würde mit jemandem drüber reden.

Erne: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 13:30)

Alles zusammen ist ein wichtiges und gewichtiges Thema, das nicht oft genug diskutiert werden kann, vorab gelistete Links, verdeutlichen das.

Für mich passen die letzen Post dieses Threads nicht mehr zum Threadthema, wenn Ihr es wollt könnt Ihr hier gerne weiter diskutieren.

Was nicht geht, mit gegenseitigen Unterstellungen, persönlichen Bewertungen, zwischen den Zeilen lesen, zu argumentieren.
Bleibt sachlich, lest das Wesentliche und diskutiert mit Toleranz.
Persönliche Streitereien unterstützen wir hier nicht.
Es liegt jetzt in Euren Händen, ob dieser Thread hier weiter offen bleibt ?

Grüße Wolfgang

Antroxego: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 13:50)

Jop, Erne hat recht. Streitereien über persönliche Gedanken und Einstellungen zum Thema bringen nicht wirklich etwas. Ich hab hier meine Meinung und Ansicht verewigt und werde diese weder rechtfertigen noch entschuldigen. Wie es auch derameisige, Bloodhunter83 und henry gemacht haben.

Obwohl ja eigentlich an derameisige ein kompliment ausgesprochen werden muss. Er hat den Mut hier was reinzuschreiben, was nicht jedem gefallen wird, der es liest. Und sich dessen bewusst ist, das er so einiges an wiederspruch einstecken muss.

Nicht desto trotz, sollte jeder die möglichkeit haben seine Meinung und Ansichten zu vertreten, ohne das nachher auf ihm herumgehackt wird. Das bei so einem Tread verschiedene Meinungen und Erfahrungen zusammentreffen ist auch im vornhinein klar.

So, und jetzt lasst uns vernünftig, wie zivilisierte Menschen, weiter dikutieren. =D>

Krabbeltierfan: Re: Leben Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt? (17. Mär 2010 20:17)

Möchte mich jetzt auch mal mit der Überschrift auseinander setzten :wink:

Ich glaube eher weniger, dass Ameisenhalter in ihrer eigenen Welt leben. Natürlich kommt es wohl auf die Ausprägung dieses Hobbys an, aber wenn ich das so bei mir sehe... . Meine Ameisenhaltung geht mit meinem generellen biologischen Interesse einher. Ich habe Bio-LK in der Schule und hab da auch immer meine Freude dran. Das andere Menschen mal komisch gucken, ja es gibt sogar Leute die das eher zum Lachen finden, finde ich durchaus in Ordnung. Mittlerweile habe ich jedoch zwei aus meinem Freundeskreis mit diesem Hobby angesteckt und des öfteren schauen andere mal bei meinen kleinen vorbei, wenn sie schon da sind :mrgreen: Dann ist es immer wieder schön, wie scheinbar eher desinteressierte Menschen doch ihre paar Minuten davor sitzen. Einige ganz offen, andere gucken immer mal ganz verstohlen in die Richtung der Krabbler. Es scheint wohl etwas generell faszinierendes zu haben, dem sich nur wenige Menschen entziehen können. Ich sehe es so: Ich habe die Zeit und den Mut das offen auszuleben :grin:

Zu dem "Schädlings"-Gespräch: Ich denke das ist Definitionssache. Wenn irgendetwas bei mir im Haus ist, was mich stört oder schädigt, dann ist das bei mir ein Schädling. Auch Lasius aus dem Garten die in der Küche den Honig entdeckt haben. Da gehe ich dann auch eher gnadenlos vor. Aber zumeist bleiben sie draußen. Wenn die Tiere des öfteren nach Nahrung suchen: Vor der offenen Terassentür Honig verteilen, das hält die Tiere ab und tut ihnen etwas Gutes :wink:

Spinnen sind z.B. nützlich, aber mit denen im Zimmer kann ich nicht schlafen. Also raus oder klatschen.

Jedes Tier hat seine Berechtingung im Ökosystem. Da ökosystem "Haus" genauso unnatürlich ist, wie Solenopsis invicta in Amerika ist es nur selbstverständlich, dass man dem auch einhalt gebietet. Trotz allem kann man diese Tiere bewundern und ihnen Respekt zollen.


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