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klasi: (17. Aug 2008 18:17)

Hallo,

diese Art hat sehr wohl eine Königin nur keine spezielle Kaste dafür.

Wenn eine neue Arbeiterin schlüpft, beißt die Königin irgendwas(weiß nicht den namen) ab, so das die Arbeiterin keine Eier legen kann.

Wenn die Kolonie groß genug ist, verlässt die Königin mit ein paar Arbeiterinnen das Nest und "gründet" ein neues.

In ihrem alten Nest sind noch Puppen vorhanden.
Wenn aus den Puppen dann Ameisen schlüpfen, paaren sie sich und können neue Nester gründen.

mfg klasi

shar: (17. Aug 2008 18:35)

Servus.

Was anderes habe ich auch nicht geschrieben und du schreibst es ja selber schon:
diese Art hat sehr wohl eine Königin nur keine spezielle Kaste dafür.
Damit gibt es in dem Sinne keine Königin.

Diacamma sp., Ameisen „ohne Königin“

Die Gattung Diacamma gehört zu der Unterfamilie Ponerinae. Sie ist mit ca. 20 schwer unterscheidbaren Arten und zahlreichen Unterarten im südostasiatischen Raum verbreitet. Die Völker leben in Bodennestern, aber gelegentlich auch in hohlen Ästen oder Bambusstängeln. Die Völker umfassen selten mehr als 100 – 200 Individuen. Sie sind räuberisch und benötigen für eine geregelte Brutaufzucht sehr viel und v.a. sehr oft frische Insektenbeute.

Wie bei Ponerinen üblich haben sie einen kräftigen Wehrstachel (Bild 1). Der Stich ist wenig schmerzhaft (zumindest bei den von uns in Java bzw. Malaysia untersuchten Arten), der leichte Schmerz lässt innerhalb von Minuten wieder nach. Eine Besonderheit der Gattung (also aller bekannten Arten) ist die Tatsache, dass eine morphologisch erkennbare Königinnenkaste fehlt: Es gibt keinerlei geflügelte Weibchen (die Männchen sind normal flugtüchtig). Die weiblichen Tiere sehen untereinander alle völlig gleich aus und haben einen schlanken Thorax, so, wie man das bei Arbeiterinnen normaler Ameisen gewohnt ist.

Anders als bei sonstigen „königinlosen“ Ameisen jedoch schlüpfen alle weiblichen Tiere mit einem Paar gelblich-roter Anhängsel am Thorax, an der Stelle, wo sonst die Flügel zu sitzen pflegen (Bild 2, deutlich hervorgehoben). Diese Anhängsel sind vermutlich auch reduzierte, abgewandelte Flügel. Sie werden als „Gemmae“ bezeichnet (Einzahl Gemma), ein englischer Begriff für Knospe, aber auch das, was wir als „Gemme“, ein Schmuckstück, bezeichnen.

Mustert man die Tiere einer Kolonie durch, so findet man jedoch stets nur ein Tier mit solchen Gemmae: Es ist die (funktionelle) Königin! Ihre Ovarien sind voll entwickelt, sie legt Eier, und sie hat das Receptaculum mit Sperma gefüllt. Diese Königin nun beißt bei fast jeder neu schlüpfenden Tochter deren Gemmae ab und macht sie damit unwiderruflich zur funktionellen Arbeiterin! – Kastendetermination im Adultstadium. Bild 3 zeigt eine solche Arbeiterin. An der Stelle der Gemma ist nur eine glänzende Grube zu erkennen.

Nur wenige Individuen entgehen der Verstümmelung durch ihre Mutter. Sie verlassen das Nest und treffen auf zugeflogene Männchen, mit denen sie sich verpaaren. Über die Koloniegründung weiß man noch wenig bis nichts.

(Nach A. Buschinger: Gemmae – Kronjuwelen der Königin. Ameisenschutz aktuell 15, 2001, S. 37-40. Dort ist auch Originalliteratur angegeben.) Quelle: AmeisenWiki.de


Grüßle ~Shar~

muku: (20. Aug 2008 16:54)

Mit interesse hab ich bisher deinen Bericht verfolgt. Sieht bisher alles nett aus.

Gruss muku

wanderameise: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (16. Sep 2008 00:20)

meiner meinung nach hast du das becken falsch eingerichtet. es erinnert mich an ein wüstenterrarium für einen gecko oä.
du solltest als bodengrund sand lehhm aushärten lassen und diesen mit etwas moos und humus bedecken, dann brauchst du auch kein seramis.

klasi: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (23. Sep 2008 18:08)

Hallo,

ich habe das Becken jetzt zumteil auch mit einer Naturfarbender Sand lehmmischüng bedeckt und werde versuchen im Winter das Becken zu verschönern.

mfg klasi

Erne: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (28. Sep 2008 17:53)

Ist wie immer, Ameisenhalter müssen geduldig sein.
Warte mit dir auf die erste Arbeiterin und lege schon mal die Kamera bereit,
wir wollen sie alle sehen, die erste neue Arbeiterin.

Grüße

uta: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (3. Okt 2008 22:01)

Hallo Klasi,

ich kann zwar einerseits verstehen, dass Du neugierig und gespannt bist auf die weitere Entwicklung Deiner Ameisen, aber irgendwie habe ich beim Lesen Deines Berichtes auch das Gefühl von Ungeduld, die Dich treibt. Das ist jetzt nicht böse gemeint.

Versuche einfach optimale Bedingungen zu schaffen und nichts künstlich forcieren zu wollen. :)

Viele Grüße

klasi: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (4. Okt 2008 13:29)

Ich nenns nicht Ungeduld, sondern Vorfreude;)

Sascha II: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (6. Okt 2008 01:30)

...

Futter

Ich habe eben einen lebenden Mehlwurm zu den Ameisen geschmissen.
Der Mehlwurm hatte kurz vorher seinen Chitinpanzer abgeschmissen und ist somit eine leichte Beute für die "kleinen" Jäger. :twisted:

...

Du überbrühst nicht? Keine Angst vor Milben? Wenn nein warum nicht?
Verfolge mit Spannung deinen Bericht.
Gruß S.

klasi: Re: Diskussion Diacamma rugosum von Klasi (6. Okt 2008 09:57)

Hallo,

naja eigentlich überbrühe ich die Tiere schon und friere sie auch ein.

Jedoch heißt es das Diacamma nur lebende Insekten fressen und sie erst dann mit ihrem Stachel töten.
Das sie NUR lebende Insekten ist falsch, aber sie nehmen viel lieber lebende Insekten an.

Das ganze kann manchmal ganz schön schwer sein, ihnen z.B. ein lebendes Heimchen zu geben.

Wenn du es in die Arena gibst würde es einfach weghüpfen.

Also,

entweder das Heimchen mit einer Kreuzpinzette festklemmen oder aber es verirrt sich im Nest... der Rest erklärt sich von alleine;)

Ich fahre heute überings in den nächsten "Reptilienladen" um mir eine Heizmatte zu kaufen da ich befürchte das es sonst zu kalt für die kleinen wird.

Letztes mal gab es dort eine gebrauchte für 10€ wenn sie noch da ist werde ich sie nehmen. Sie ist ungefähr so groß wie der ganze Ytong Stein.

Also dann,

viel Spaß beim lesen;)

mfg Klasi :grin:


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