@King: es kann durchaus mal vorkommen, dass eine schwächere Kolonie auch ausgeraubt wird, wobei ich das bei Lasius noch nie beobachtet habe, aber so unwahrscheinlich erscheint mir das nicht, weil auch auch dargebotene fremde Puppen angenommen werden.
Nur wird es wohl praktisch nie vorkommen, dass eine kleine Lasius niger Kolonie von 25 Mann es schafft, einer großen Kolonie 500 Puppen zu klauen - das ist selbst bei geringen Ungleichgewichten (100 Arbeiterinnen gegen 500) schon ein Selbstmordkommando! :wink:
Hi Markus,
Ja meine Zahlen waren was hoch gegriffen, aber sollten auch nur aufzeigen das die Kolonien sowas Garantiert nicht liegen lassen, im Nest selber kann ich nicht reinschauen und zusehen was sie damit machen, einige werden bestimmt Gefressen andere dürfen Schlüpfen, ausschließen tuhe ich das nicht und beobachtet im eigenen Garten habe ich es schon, wobei die Puppen ziemlich oberhalb lagen und einfach auf die Schnelle mitgenommen wurden.
MfG
Naja letztlich muss es jeder selber entscheiden, nur ist eine Kolonie bereits ab 50 Arbeiterinnen sehr aktiv und es ist schon fraglich, ob man jetzt einer Kolonie 500 Puppen geben muss, wobei das auch ziemlich viel Arbeit war die einzusammeln ;).
Zum Thema Arbeiterinnen legen Eier. Soweit ich weiß macht das nicht ein Pheromon, sondern die Gyne kann die eiweißreiche Nahrung, die die Arbeiterinnen ihr anbieten, nicht schnell genug aufnehmen, dadurch verwerten die Arbeiterinnen diese selber und legen schließlich Eier.
Wobei es halt die Frage ist, ob das immer auftreten muss, ab welcher Anzahl gepuschter Puppen das auftritt usw.
Die andere Sache ist halt das moralische, weil man ja einer anderen Kolonie die Puppen klaut. Wenn man nur wenige entnimmt, kann man das evtl. mit dem Füttern einiger Heimchen wieder ausgleichen, bei 500 stelle ich mir das schon schwerer vor. Am besten ist es man entnimmt die Puppen eigener Kolonien, weil die eh kein Problem mit dem Nahrungsangebot usw. haben und die natürlichen Feinde gänzlich fehlen.
Proteine sind eigentlich nur Grundbausteine des Körpers, Königinnen haben einen größeren Bedarf wegen des Eierlegens, auch Arbeiterinnen brauchen Protein, aber wenn wenig Nachfrage besteht (wenig Brut z.B.), wird auch wenig "geerntet", dadurch legen Arbeiterinnen aber auch nicht automatisch Eier!
Du wirst ja auch nicht wirklich wesentlich muskulöser, wenn du mehr Protein zu dir nimmst, dafür sind andere Reize notwendig - und bei Ameisen sind das wohl entsprechende Pheromone und Hormone, Proteine stellen nur einen limitierenden Faktor dar,
wobei das jetzt eher dem entspricht, was ich gelernt und beobachtet habe!
Wenn du übrigens deinen Ameisen einige Puppen aus einem Hügel gibst, den du durch Aufbrechen vor dem Zerhächseln durch den Rasenmäher schützt, ist das moralisch schon irgendwie gedeckt, die Frage ist halt nur, ob man einer Gründerkolonie mit 25 Arbeiterinnen mit der Zugabe von 500 Puppen hilft!
Es bleibt wohl jedem Halter selbst überlassen, was er für richtig hält und was er machen muss, damit sein Ameisenstaat "sich schneller entwickelt"(oder gar im Gegenteil).
Für mich steht fest: Eine Zugabe von Puppen ist durchaus mal Interessant, dennoch sollte man sich in einem gewissen Rahmen aufhalten.
Eine Überzahl an Puppen wäre wohl, und ich denke Alle verstehen das, nicht das Wohlwollendste Vorhaben.
Man kann sich doch darüber jetzt noch endlos streiten, was man für Richtig hält - 500 Puppen dazu oder nur 10.
Das muss jeder mit sich selber ausmachen. Aber klar sollte sein, dass ein Pushen, nichts anderes hervorruft, als Arbeit, die normaler Weise nicht vorkommt.
Proteine sind eigentlich nur Grundbausteine des Körpers, Königinnen haben einen größeren Bedarf wegen des Eierlegens, auch Arbeiterinnen brauchen Protein, aber wenn wenig Nachfrage besteht (wenig Brut z.B.), wird auch wenig "geerntet", dadurch legen Arbeiterinnen aber auch nicht automatisch Eier!
Du wirst ja auch nicht wirklich wesentlich muskulöser, wenn du mehr Protein zu dir nimmst, dafür sind andere Reize notwendig - und bei Ameisen sind das wohl entsprechende Pheromone und Hormone, Proteine stellen nur einen limitierenden Faktor dar,
wobei das jetzt eher dem entspricht, was ich gelernt und beobachtet habe!
Wenn du übrigens deinen Ameisen einige Puppen aus einem Hügel gibst, den du durch Aufbrechen vor dem Zerhächseln durch den Rasenmäher schützt, ist das moralisch schon irgendwie gedeckt, die Frage ist halt nur, ob man einer Gründerkolonie mit 25 Arbeiterinnen mit der Zugabe von 500 Puppen hilft!
Du musst das ja irgend woher mit dem Pheromon wissen, ich habe das mit den Eiweißreichen Sekreten jedenfalls irgendwo gelesen (wenn ich den Text finde, poste ich den Link).
EDIT:
Bei Zugabe von zu vielen Puppen, aus denen sehr viele Arbeiterinnen schlüpfen, kommt die noch junge Königin (mit evtl. noch zu kleinen Ovarien) mit der Abnahme von deren Eiweiß-reichen Drüsensekreten nicht nach. Ergebnis ist oft, dass einige Arbeiterinnen ihre Drüsensekrete sozusagen bei sich behalten, oder sich gar von anderen Arbeiterinnen damit füttern lassen, und dann eigene Eier legen. Daraus entstehen männliche Larven, die wiederum in Futterkonkurrenz zu den eigenen weiblichen Larven der Königin stehen.
Quelle: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Pushen#Gefahren_des_Pushens
Wobei man sagen muss, dass auch im Ameisenwiki 95% der Behauptungen dort nicht durch Quellen belegt ist, also inwiefern das ganze stimmt, steht in den Sternen ;).
Ah, mea culpa!
Das war es, was ich meinte, wobei ich wohl noch in Erinnerung hatte, dass in den Proteinreichen Drüsensekreten noch bestimmte Botenstoffe enthalten wären, vielleicht habe ich das durcheinandergeworfen...
Danke für die Quelle!
Edit: oder hatte ich das mal in einem Beitrag von Herrn Buschinger gelesen!? :?
Hier ein Thema, das in diesem Thread noch nicht so genau genommen wurde: Parasiten!
Beim Pushen mit Puppen oder Larven aus größeren Kolonien besteht immer die Gefahr (es sei denn, es wären Puppen aus einer eigenen, ganz klar nicht verseuchten Kolonie), sich Krankheitsverursacher oder Parasiten einzuschleppen und dabei sind für den normalen Ameisenhalter gerade noch die Gliederfüßer zu sehen (z.B. Milben).
Krankheitserreger, welche in den Tieren leben (z.B. bestimmte Bandwürmer) oder Krankheitserreger wie Viren und Pilze kann man meist nur durch ihre Wirkung erkennen.
Als Beispiel habe ich hier mal Myrmica sp. Puppen genommen, bei denen man bei zehnfacher Vergrößerung (10fach) (unter dem Mikroskop) vielleicht noch ein paar größere Bösewichter findet, aber unter 60facher Vergrößerung kann man vielleicht bei den Larven (Larve) noch leicht Parasiten auf der Oberfläche finden, bei den Puppen ist das schon etwas schwieriger.
Als Hauptpeispiele habe ich hier Myrmica Puppen genommen und unter sechzigfacher Vergrößerung untersucht, die Bilder "sauber" zeigen (zumindest sehe ich keine) saubere Puppen, die Bilder "verseucht" zeugen mit irgend einem kleinen Tier, vielleicht einer Milbe, verseuchte Puppen -
bei Myrmica kann man die Puppen noch absuchen, aber bei Kokonpuppen sieht man nicht wirklich, was sich darunter verbirgt!
Vielleicht ist das ein Denkanstoß, man sollte höchstens mit viel Verfügbaren Ameisen solche Versuche unternehmen, aber mit schwerer zu fangenden Gründerinnen (z.B. viele unscheinbare Myrmica-Königinnen), sollte man mit mehr Bedacht vorgehen!
Ich hoffe, die Bilder gefallen euch!
Damit die Bilderreihe nicht zu lang wird ein neuer Beitrag.
Ich habe es gerade geschafft, den Parasiten relativ scharf hinzubekommen:
(Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus?)
Ganz große Klasse, diese Fotos! Du hast soeben auch die Behauptung gekillt, Puppen würden nicht befallen weil sie dann absterben... . Insofern sind auch frisch geschlüpfte Futtertiere und Ameisen nicht zwangsläufig "clean". Das die Milben soooo schwer zu finden sind, das ist echt der Hammer! =D>