Habe auch einmal eine frage,
und zwar habe ich so eben seit 2-3 Wochen das erste mal wieder bei meiner
Lasius flavus Gyne reingeschaut. Diese natürlich noch im Reaganzglas wohnt.
Und was ich gesehen habe hat mich geschockt.
Überall um die Brut herum laufen Kleine weiße Tierchen, ob es Milben sind kann ich nicht genau sagen.
Auf der Gyne und Brut konnte ich erstmal nichts erkennen, aber allein der "Anblick" reicht schon um mich
"nervös" zu machen.
Hätte jemand vielleicht eine Idee?
Sind es Milben oder doch etwas Anderes....??!!
Diese Tierchen haben ungefähr die größe eines Ameisen-Ei´s.
Hoffe auf Antwort.
Falls ich es nicht genug beschrieben hab, einfach fragen.
MfG
Dies könnte vllt. jemandem helfen...
Ich habe mir das Mittel Vita Biosa (Info kam hier aus dem Forum) genommen und sowohl gemischt mit Wasser als "Trinkwasser" genutzt, als auch zur Y-ton- Bewässerung genutzt. Damit sind die Milben nach ca. 2 Wochen ganz deutlich zurückgegangen und nach 4 Wochen waren sie verschwunden.
Ich würde darum bitten das Mittel in die Liste der "Helfer" gegen Milben einzutragen, es wäre zu schade, wenn niemand dieses Mittel nutzen würde. (siehe: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=163&t=5775&start=15)
Die Tierchen in deinem RG könnten, denke ich Springschwänze oder Milben sein aber auch vieles mehr.
Denke aber, dass es Springschwänze oder Staubmilben sind, kann mich aber bei beidem total irren.
Milben sind IMMER eine Sache von Schätzungen und Vermutungen, was sie, sollten sie auftauchen, zu einem großen Problem macht.
Sie sind kaum zu bestimmen und kaum zu bekämpfen...
Ich denke aber, dass solange die vermeindlichen Milben nicht auf deinen Tieren sitzen, alles in Ordnung ist.
Okay, dann werde ich mal alle 2-3 tage nach meine Gyne schauen und sobald ich erkenne kann, das sie auf den Tieren hocken,
werde ich mir mal das Mittel Vita Biosa zulegen.
Danke für die schnelle Antwort.
Danke für die vielen Antworten :D
Ich denke ihr habt mich von eurer Meinung überzeugt :wink:
Aber zu dieser Waldameisengeschichte:
Also davon habe ich auch schon gelesen und gehört, aber würden zum Beispiel messors auch Harz als "Medikament" gegen Milben verwenden, wenn man es ihnen anbieten würde? Oder machen und wissen das nur die Waldameisen?
LG
Ich habe meinen Lasius niger Harz gegeben. Es war teils fest und noch flüssig. Schön duften tut es nun in der Arena :grin: aber nicht eine Fühlerberührung war es wert, es wird überlaufen und ignoriert.
Ich habe mal etwas von Raubmilben, die andere Milben fressen, gehört. Weiß da jemand was genaueres?
Ich habe mal etwas von Raubmilben die andere Milben fressen gehört, weiß da jemand was genaueres?
Hallo,
es gibt verschieden spezialisierte Raubmilbenarten. Einige leben auf Pflanzen und ernähren sich von pflanzensaftsaugende (Spinn-)milben oder Blattläusen. Andere Raubmilbenarten leben mit auf der Haut von Tieren und ernähren sich dort von Blut saugenden Parasiten wie z.B. Blutmilben, was im Haustierbereich in der Schadmilbenbekämpfung auch schon gezielt bei Echsen, Katzen oder Vögeln angewendet wird, da es solche Raubmilbenkolonien im Fachhandel auch zu diesem Zweck zu kaufen gibt (auch im Pflanzenbereich gegen Spinnmilben).
Infolge des fehlenden Größenunterschieds würde wohl so gut wie jede Ameise eine Raubmilbe eher als Bedrohung ihrer Brut oder ihrer eigenen Nahrungsgrundlage (z.b. Blattlauskolonie) ansehen und die Raubmilbe dementsprechend wieder verjagen oder gar als Beute ansehen, wie ich denke.
Andererseits können in natürlichen Ameisennestern noch andere Insektenarten vorkommen, die von der Kolonie mehr oder weniger geduldet werden oder sogar eine Form der Symbiose mit der jeweiligen Ameisenart eingehen. Die Vertilgung von auf den Ameisen lebenden Schadmilben, könnte dann so eine Aufgabe des Symbionten sein, während die Ameisenkolonie dem Symbionten dafür Schutz gewährt.
Es müßte also ein sehr spezieller Symbiont sein, der die Formicidaesprache fließend beherrscht, wenn du dies im Formicarium erfolgreich nachstellen willst. Was schwierig werden dürfte, zumal mir leider keine solchen in Frage kommenden Milbenverzehrer bekannt sind.
Schön wäre es trotzdem^^.
LG
Ich hab selber Raubmilben gegen die parasitären Milben bei meinen Pheidologeton ERFOLGLOS eingesetzt. Die Milben die meine Pheidologeton befallen hatten , waren viel zu klein um von Raubmilben überhaupt angegeriffen zu werden.
Unter dem Mikroskop betrachtet schienen die Milben auch einen Rückenschild zu haben den sie über sich ziehen sobald sie saugen, sodass sie praktische eine Oberfläche mit dem Rücken der Ameisen bilden und somit nahezu unangreifbar sind.
Also Raubmilben kann ich zur Milbenbekämpfung nicht empfehlen. Falls jemand z.B. eine einzelne Königin hat in einem RG , würde ich das Mitte VITA BIOSA verwenden. Meine Pheidologeton Kolonie ist trotz des Mittels eingegangen weil die Konzentration im Erdnest nicht ausgereicht hat. Als ich jedoch die Kolonie ausgebuddelt hatte und die Königin gefunden hatte , setzte ich diese in ein RG und fügte etwas von dem Mittel hinzu , nach 1er Stunde waren ca 50% aller MIlben vom Körper der Königin geflüchtet. Daraufhin kam sie in ein neues RG und der vorgang wurde wiederholt bis sie keine sichtbaren Milben mehr hatte.
Leider ist die Königin vermutlich durch die Schwächung des Milbenbefalls gestorben