Bei mir kommt es durchaus vor, dass mein Hobby auf Ablehnung stößt. In dem Fall mach ich mir meistens einen Spaß drauß. So stelle ich dann meinem Gegenüber die Gegenfrage, was sie/er denn für Tiere hätte. Bei uns hier auf dem Dorf hat fast jeder Tiere.
Wenn man dann die Argumente, welche man gerade selbst bekommen hat, umformuliert (auf das Tier des Gegenüber) und sie dem Gegenüber "serviert", so ist bei den Meisten dann schon die Luft raus. Man muß das Thema Ameisenhaltung so normal wie möglich rüberbringen. Dann machen sich die Meisten auch Gedanken darüber.
Im übrigen wird die Terraristik sowie das gesamte Insektenleben im Haustierbereich in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Es gibt immer mehr Allergiker in unserer Bevölkerung. Ich und meine jüngste Tochter, wir haben beide eine Tierhaarallergie. Insofern wird auch die Ameisenhaltung irgendwann ausgedehnter vorkommen.
Ich hab leider das Unglück, dass ich sehr viele Wörter am Kopf bekomme oder ungläubige, misstrauische sowie aber auch sehr neugierige Blicke bemerke. Früher war das für mich schlimm als ich ungefähr noch 12 Jahre alt war. Jetzt ist es keins.
Man wird älter und entwickelt ein gewisses Selbstvertrauen. Ich höre manchmal, wie man mich als "Assi" bezeichnet oder mich als Verrückten betrachtet. Doch ich find das auch genauso lustig, wenn ich die verdatterten Blicke und Mienen sehe.
Im Grunde genommen ist das mir s*****egal. :D
Ameisen sind einfach zu klein(außer Waldameisen) und werden von den meisten Leute missachtet, weil sie kein Nutzen für den Menschen darstellen. ´Hummeln, v.a. Bienen sind beliebt bei den meisten Leuten - sie bringen auch ein Nutzen für den Menschen, wie z.B. Honig. Aber Ameisen sind Schädlinge, v.a. die Feinde der Gärtner. Aber eigentlich sind für mich Ameisen abermals interessanter als Bienen. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, die über verschiedene Besonderheiten verfügen, wie z.B. Pilze züchten(Blattschneiderameisen), Nester weben(Weberameisen), Honigtau von den Blattläusen melken, als grandiose Brotbäcker und Körnerknacker auftreten(Ernteameisen), Honig speichern(Honigtopfameisen, und und und.
Im Endeffekt find ich das schön, so interessante Tiere zu halten, auch wenn ich der einzigste Ameisenhalter in meinem Ort bin :lol: :lol: .
Gruß
Ich glaube ich bin der einzige Ameisenhalter im ganzen Bundesland/Kanton. Ich liebe mein Hobby. :mrgreen: Als verrückt haben mich schon mehrere Personen bezeichntet :wink: Es ist mir entzwischen egal =D>
Bei mir gibt es auch ganz unterschiedliche Reaktionen. Größtenteils ist es jedoch eher erstmal eine Abschreckung, dann aber eine Begeisterung. Jeder will mal einen Blick auf meine Kolonie werfen. Die meisten wussten gar nichts von Königinnen.
Teilweise sind sie leider aber auch ziemlich abgeschreckt. Speziell jetzt über die Winterruhe, als ich erzählte dass meine Ameisen zurzeit im Kühlschrank hausen. Das erntete schon seltsame Blicke.
Aber von meinem Hobby bringt mich das keineswegs ab. Im Gegenteil steige ich eigentlich immer mehr in die Materie ein, so wie es bei einem richtigen Hobby auch sein sollte - finde ich.
@ HAHA
Nö biste nicht ;)
Als ich anfing mich für Ameisen zu interessieren, habe ich erstmal "heimlich" im Internet gelesen, dann hab ich das thema ganz vorsichtig bei meiner mutter angesprochen, einfach nur über ameisen geredet und dann hab ich gesagt das es ja auch cool wäre die zu halten. Sie fand das auch interessant, als ich ihr fotos zeigte. Irgendwann habe ich mit meinem Cousin darüber geredet und der hatte auch schon vor sich welche zu holen, weil wir beide ein Ameisenspiel spielten. Meinen Vater habe ich mit viel Mühe und Hilfe meiner Mutter auch überredet bekommen. Meinen Freunden habe ich das dann erzählt und meine besten Freunde fanden es interesse. Manche meiner Freunde haben mich erst schief angeguckt, aber jetzt finden sie es "normal" und fragen manchmal nach meinen Ameisen und wunder sich das sie nicht in ihrem Formicarium sind, dann muss ich ihnen erst erklären das sie im Keller um Winterruhe zu halten :D
So war das bei mir vor einem Jahr :D
MfG Dariii
@ Harry Potter
Ich sehe das anders. Ameisen sind für mich keine Schädlinge. Sie verzehren in freier Wildbahn totes Getier. Und in gewisser Weise räumen die ja auch auf.
In meiner vorletzten Wohnung (Erdgeschoß), hatte ich im Sommer immer eine Straße durch die Wohnungstür über den Flur in die Küche. Früher habe ich mir echt Gedanken darüber gemacht und Fallen aufgestellt. Heute denke ich, die haben einfach "Dreck" hinter den Schränken entfernt. Aber sie direkt als Schädlinge hinzustellen, ist falsch. Sie haben in unserem Ökosystem ihren Platz und gehören zur Kette. Und das seit vielen, vielen Jahren. Das ist das Selbe, wie wenn mir jemand sagt: "In meinem Blumenbeet wächst soviel Unkraut." Hallo? Unkraut sind Pflanzen die wir von anderen Vegetationszonen bzw. anderen Kontinenten eingeflogen haben und hier versuchen an unser Klima zu gewöhnen. Orchideen sind bei uns Unkraut. 8)
Hallo henry,
„Aber sie direkt als Schädlinge hinzustellen, ist falsch.“
Da empfehle ich Dir, mal etwas über die Pharaoameisen zu lesen:
http://www.ameisenwiki.de/index.php/Monomorium_pharaonis oder danach googlen!
Oder in diesem Forum Dich umzusehen, welchen Ärger und welche Kosten Ameisen im Haus verursachen können:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/viewforum.php?f=23&sid=df85e382500ac901bfd90de25f0d542f
Deine Aussage ist definitiv falsch! Oder sollte man mit Deinen Begründungen auch Läuse und Flöhe, Bandwürmer und andere Parasiten des Menschen "nicht direkt als Schädlinge hinstellen"??
Gruß und Kopfschütteln,
Derameisige
@ derameisige
Das stimmt wohl. Aber Du hast hier freundlicherweise ein extrembeispiel rausgesucht.
Wir hier im Forum halten die Ameisen kontroliert und gewollt. Somit sind unsere Haustiere keine Schädlinge. Ist doch ähnlich wie mit Spinnen. Manche ekeln sich davor und kaufen jedes Jahr unmengen von Gift um sie von ihren Fenstern fernzuhalten. Aber Im Wohnzimmer steht ein Terrarium welches von einer Vogelspinne bewohnt wird. Diese wird nicht vergiftet ja sogar noch regelmässig gefüttert!
Wenn ich Ameisen im Restaurant habe muss ich diese auch bekämpfen. Da sind es Schädlionge (zumindest aus der Sicht des Lebensmittelkontroleurs). Aber diese lassen sich auch schwer unter Kontrolle halten. Allerdings möcht ich noch erwähnen, wenn alle Lebensmittel suber, luftdicht und möglichst kalt gelagert werden, lässt sich die Ameiseninvasion meist ohne Gift lösen. Bei mir im Betrieb jedenfalls.
Wie es aussehen würde wenn plötzlich Pharaonen auftauchen wage ich nicht zu sagen. Bis jetzt hatten wir nur Lasius Arten aus dem Garten, die sich in die Küche verirrt hatten.
Aber Ameisen sind doch in der Hinsicht nützlich, da sie selber unmengen an Insekten aller Art vertilgen, oder? Nicht jede Art ist spezialisiert auf den Insektenfang, dass ist mir bewusst aber ihren Beitrag zur Reduzierung der Insekten (Mücken, Maden, Schnecken usw.) leisten sie doch auch...
Und Tiere oder Insekten als "Schädlinge" hinstellen nur weil sie in die Behausung eines Menschen eindringen kann ich nicht. Der Mensch macht sich halt überall breit und die Tiere/Insekten haben immrt weniger werdenden Lebensraum zur Verfügung. Somit kommen auch in Zukunft immer öfter solche Kontakte Zustande.
Mich fasziniert an Ameisen einfach ihre Gemeinschaft an sich. Keiner ist gieriger als der Andere, Lebensraum/Futter wird nur soviel genommen wie erforderlich und der Zusammenhalt gegenüber aller Gefahren ist Phänomenal. Zudem weiß jede einzelne Ameise genau was ihr "Job" ist und wo sie hin muss um diesen aus zu üben. Egal ob 10, 100, 1000, oder Millionen, sie behalten immer den Überblick und halten auf Teufel komm raus zusammen. Jede Ameise opfert sich bereitwillig um die ganze Kolonie zu schützen. Diese ganzen Eigenschaften lassen mich immer wieder bewundert zusehen wenn sich meine kleine Kolonie weiter entwickelt. Bin einfach nur restlos begeistert von den Tieren.
Mfg