Kleinere Kolonien suchen ihr Futter in unmittelbarer Nähe ihres Nestes.
Blattstücke von Minibäumen fallen lassen, die wenigen Arbeiterinnen würden die nicht immer wiederfinden.
Kleine Stücke die sie schneiden nehmen sie gleich mit.
Bei großen Kolonien schafft es eine Pflanze oder Minibaum nicht dagegen anzuwachsen.
Weiter einzurechnen ist das gute Licht das Platzen brauchen um überhaupt zu wachsen und
die Energiepreise steigen ständig.
Ameisen selber sind in erster Linie daran interessiert, mit wenig Aufwand an das benötigte Futter zu kommen.
Für mich stellt sich grundlegend die Frage, wo liegt der Sinn für Fütterungsexperimente?
Sehe da 2 Ansatzmöglichkeiten.
Einmal für den Halter um an mehr Beobachtungsmöglichkeiten zu kommen.
Eine Fragestellung könnte sein, wie findet die von mir gehaltene Art ihr Futter?
Als Versuchsaufbau dazu denkbar, Zuckerwasser mit verschiedenen Geruchsstoffen anzubieten, die aus verschiedenen Fruchtsäften oder Honigzusatz bestehen könnten.
Versuchsverfeinerung unterschiedliche Konzentrationen der so aufbereiteten Zuckerlösungen anbieten.
Selbst Zucker oder Honig, verschieden stark verdünnt angeboten, gibt schon einen interessanten Beobachtungsansatz.
Wie reagieren sie auf Futtergaben wenn diese in unterschiedlichen Entfernungen zum Nest angeboten werden.
Wie sieht es mit der Futterreichung selber aus, gibt es da Gefäße, Materialien die von den Ameisen gemieden werden?
Was passiert wenn das Futter plötzlich an einem anderen Ort steht?
Für mich besonders interessant, Futter für kurze Zeit und immer zur gleichen Zeit am selben Ort anbieten, um festzustellen ob Ameisen ein Zeitgefühl entwickeln.
Zweite Ansatzmöglichkeit, für mich besonders wichtig.
Müssen Ameisen beschäftigt werden?
Bei größeren Kolonien die ihr Futter einfach nur vorgesetzt bekommen, ist sehr schnell
zu beobachten das große Teile der Arbeiterinnen nur noch herumlungern.
Gibt es dadurch negative Auswirkungen auf Entwicklung und Verhalten unserer Ameisen?
In der Natur müssen sie weite Wege laufen um Futter zu finden, oftmals auch ohne Erfolg.
Verbringen viel Zeit mit der Nahrungsbeschaffung.
Was ist machbar und wie muss oder könnte eine sinnvolle Beschäftigung für unsere Ameisen aussehen?
Müssen ja nicht immer lange Schläuche oder Rohre sein.
Manche Arten z. B. klettern gerne, Futter verstecken, Futter so anbieten das Ameisen ran kommen sie es nicht als Ganzes abtransportieren können,
sind weitere Möglichkeiten.
Nebenbei ergeben sich mit etwas Geschick und Ideen viele Aktivitäten bei den Ameisen, die bestimmt nicht immer so erwartet werden.
Grüße
Wie gesagt ich weiß noch garnicht genau wie ich experimentieren würde , ich wollte zum einen eure Meinung hören und zum andern eure ideen.
Die aussagen von Erne gerade waren sehr inspierend. Wenn ich jetzt z.B. feststelle dass die ameisen auf eine honiglösung mit einem bestimmten zusätzlichen Stoff versehen (z.B. apfelsaft etc.) "abfahren" würde ich diese lösung z.B. ein bischen verbuddeln etc. um zu prüfen ob sie wirklich einen geruchssin besitzen der ausgeprägt genug ist um das essen unter dem lockeren boden aufzuspüren
Servus.
Für mich besonders interessant, Futter für kurze Zeit und immer zur gleichen Zeit am selben Ort anbieten, um festzustellen ob Ameisen ein Zeitgefühl entwickeln.
Hast du dazu bereits Versuche bzw. Beobachtungen machen können?
Würde mich auch sehr interessieren.
Daß diverse Ameisen-Arten durchaus gewohnt sind, immer an selben Orten Nahrung zu finden (z.b. Pflanzenlausfarmen), ist ja nix neues, aber das mit der Zeit wäre, auch wenn ich denke, daß sie keine Zeitgefühl haben/entwickeln werden, doch sehr interessant.
Grüßle ~Shar~
Ob sie zu bestimmten Zeiten an eine Futterquelle kommen, habe ich nicht ausprobiert.
Das sie ein Zeitgefühl haben könnten, leite ich aus Beobachtungen ab.
Beispiele:
Meine substitutus, ca. 1 Stunde bevor das Licht ausgeht verschließen die Eingänge an ihren Hügel oder bei warmen Temperaturen machen sie diese richtig auf, damit die Jungköniginnen raus können.
Auch die erscheinen dann ca. eine Stunde vorm Feierabend.
Weiter beobachtet bei Pheidole pallidula, jeden Abend ca. 2 Stunden vorm Licht aus setzte der Schwarmflug ein.
Von den Bienen ist es bekannt das sie eine Futterquelle mit der Tageszeit koordinieren können.
Denkbar das einige Ameisenarten es auch hinbekommen.
Grüße