Also ich fan den Auftrit super,nur die Zuschauer schauten so grimig lol?
:p
Nein, wenn ein jemand diese Art kauft und sieht das sie der Fachmann persönlich, in diesem Fall Herr Sebesta, sie so hält wird er es ihm nachmachen und bal Probleme bekommen. Das ist der Punkt.
Hallo Earlant,
Ihre spekulativ aufgeworfene Vermutung, Ihre Fragen nicht beantworten zu können, und mich durchzulavieren, weise ich entschieden von mir. Wie oben bereits erwähnt, münden solche Diskussionen leider meistens, wie schon so oft erlebt, in wenig konstruktiven Grundsatzdiskussionen mit unsachlichem Charakter.Daher auch meine Abgrenzung mich an solchen Diskussionen beteiligen zu wollen. Von daher werde ich mich hier auch nur begrenzt äussern.
wem diese Inselhaltung zu unsicher ist, kann mit vielen Möglichkeiten, den Ausbruchsschutz verbessern. Ein Beispiel mit dem Netz wurde ja von Sobek bereits vorgeschlagen.
Bisher hatten einige Kunden die Inseln in einer mit einer Abdeckung versehenden Beckenvariante gestellt, andere wiederum haben ein Becken oder eine Box mit Belüftung verkehrtrum über die Insel gestülpt, ähnlich wie eine Käseglocke. So ist die Insel bei Abwesenheit 100% ausbruchssicher.
Was die vermuteten Geschlechtstiere angeht, so stellt sich ohnehin die Frage, ob dieses bei gleichbleibender Klimabedingung und ohne weitere Kolonien in der Nähe zu einem Schwarmflug kommen würde. In der Natur ist es ja bei den meisten Arten so, dass der Schwarmflug erst bei bestimmten Klimatischen Faktoren und dem Wahrnehmen weiterer Kolonien über die Absonderungen der Duftstoffe, überhaupt erst stattfindet.
Gruss
Martin
Nein, wenn ein jemand diese Art kauft und sieht das sie der Fachmann persönlich, in diesem Fall Herr Sebesta, sie so hält wird er es ihm nachmachen und bal Probleme bekommen.
Mir wird vom Staat auch vorgemacht,das ich für den Frieden andere Menschen töten soll.Trotzdem tuhe ich es nicht,da ich weiss das es falsch ist.
Genauso ist/war Steve Irwin ein großes Vorbild für viele Repilienhalter.Trotzdem werden sie nicht mit ihren Baby auf dem Arm in den Kfig mit einen großen Krokodil gehen,obwohl es ihnen so vorgemacht wurde.
Wenn sich die Leute auf das Verhalten einer Person verlassen,und sich dabei auf seine Erfahrung verlassen haben sie selber schuld.
Wer alles Nachmacht,ohne auchnur einmal nachzufragen wird sowieso sehr bald im ganzen Leben Probleme bekommen.
Sorry aber das kannste wohl nicht ganz vergleichen. Den so sieht es nunmal so aus, als wäre das eine schöne geeignete Haltungsart für diese Gattung.
Und ja, ich gestehe, wenn ich mir solche Ameisen gekauft hätte, ich hätt es gleich gemacht.
Hallo sobek: Und ja, ich gestehe, wenn ich mir solche Ameisen gekauft hätte, ich hätt es gleich gemacht.
Erst mal ein Punkt für Ehrlichkeit!
Ich war auch mal 15 und hatte da meine Sturm- und Drangzeit, habe alles schwarz und weiß gesehen, alles besser gewusst, und ja, auch ich hätte mir ein Ameisennest so ins Zimmer gestellt, ohne an den nächsten Tag zu denken! (Nur hätte ich es mir nicht leisten können zu der Zeit, 1955)
Der „einfache Schutzkorb“ über der Anlage erledigt sich von selbst, wenn erst mal Geflügelte darin herumschwirren: Wie fängt man die ein ohne dass sie beim Anheben des Korbes entwischen? Wie füttert man, reinigt man die Insel? – Stelle ich mir zumindest schwierig vor!
Sehr geehrter Herr Sebesta:
Auch Ihnen zuerst mal vielen Dank dafür, dass Sie sich nun doch einer sachlichen Diskussion stellen!
In Ihrer Artikelbeschreibung zu Crematogaster rogenhoferi ist zu lesen:
Gefahren: ….. Evtl. Nestreste oder leere Nester, die nicht mehr benötigt werden, bitte wegen der Infektionsgefahr vor der Entsorgung mit heissem Wasser überbrühen!
Andernorts in Ihren Angeboten steht auch völlig richtig, dass man die Ameisen nicht ins Freie entkommen lassen oder gar freisetzen darf.
Die, wie wir gerade gesehen haben, „verführerische“ freie Aufstellung der Crematogaster-Nester im Raum widerspricht jedoch diametral den genannten, richtigen Empfehlungen. Um diese widersprüchlichen Empfehlungen geht es.
Nun zu Ihren neuen Argumenten:
Was die vermuteten Geschlechtstiere angeht, so stellt sich ohnehin die Frage, ob dieses bei gleichbleibender Klimabedingung und ohne weitere Kolonien in der Nähe zu einem Schwarmflug kommen würde.
Hier muss ich ernsthaft fragen, ob Ihnen eigene Erfahrungen oder besser noch wissenschaftliche Erkenntnisse (veröffentlicht) zur Verfügung stehen, die das Ausbleiben eines Schwarmfluges bei gleich bleibender Klimabedingung beweisen bzw. wenigstens wahrscheinlich machen.
Es gibt keinen vernünftigen Zweifel daran, dass tropische Ameisen verschiedenster Arten bei Heimhaltung Geschlechtstiere aufziehen, die auch schwärmen können. Beispiele, für jedermann nachlesbar, gibt es in den Foren:
- Atta sp. (habe ich selbst in Würzburg erlebt; Zoo Osnabrück u.a.)
- Acromyrmex cf. octospinosus (Michael Schön, „pruvex” in Köln u.a.)
- Polyrhachis dives („Sahal“; ganz massiv „Erne“ im Ameisencafe, vormals Forum Ameisenhaltung, u.a.)
- Myrmecia cf pavida (Aquazoo Düsseldorf)
Die Liste ließe sich fortsetzen.
In der Natur ist es ja bei den meisten Arten so, dass der Schwarmflug erst bei bestimmten Klimatischen Faktoren und dem Wahrnehmen weiterer Kolonien über die Absonderungen der Duftstoffe, überhaupt erst stattfindet.
Auch hierfür vermisse ich wissenschaftliche oder praktische Erkenntnisse.
Die meisten Ameisenhalter kaufen sich doch „nur“ ein einziges Volk („Tauschangebote“ für Geschlechtstiere, um Verpaarung und Zucht zu probieren, gibt es reichlich in den Foren).
Geschlechtstiere werden auch in solchen einzeln gehaltenen Völkern aufgezogen (Forenberichte, und eigene Erfahrungen mit zahlreichen Arten).
" Wahrnehmen weiterer Kolonien über die Absonderungen der Duftstoffe , …“
– Das ist eine von mehreren, bisher gänzlich unbewiesenen Hypothesen (= Spekulationen!) über die Synchronisation von Hochzeitsflügen häufiger Arten (z.B. Lasius niger) über größere Bereiche.
Selbstverständlich werden Geschlechtstiere, wenn sie erst mal im Nest entstanden und herangereift sind, auch ausfliegen (Was sollte mit den Tausenden von Geschlechtstieren in einem C. rogenhoferi - Nest sonst geschehen?).
Binsenweisheit in der Ethologie (Verhaltensforschung): Wenn der passende Außenreiz über längere Zeit ausbleibt, wird eben die Reizschwelle gesenkt, bis ein winziger Reiz ausreicht um das Schwärmen auszulösen. Bei Fire Ants geht das im Freien mit einer Gießkanne. Wenn Sie Konrad Lorenz gelesen haben, kennen Sie den Fall seines Fliegenschnäppers, der sich bei längerem Fehlen einer Fliege eine solche „zusammenfantasierte“, aufflog und danach schnappte.
Bei Ameisen gibt es zahlreiche Beobachtungen über das „spontane“ Ausschwärmen einzeln gehaltener Völker, auch von mir selbst.
Z.B. Camponotus gigas: Nach den Untersuchungen von Herrn Dr. Pfeiffer hat jede Kolonie einen eigenen Rhythmus in der Geschlechtstieraufzucht. Sie schwärmen auch ohne dass die unmittelbaren Nachbarvölker das tun. Wahrscheinlich fliegen sie so weit, dass sie irgendwo doch auf zufällig synchron schwärmende Tiere stoßen.
Kurz gefasst: Ihre Vermutungen, dass bei C. rogenhoferi ohnehin keine Schwarmflüge auftreten werden, sind durch nichts zu stützen!
Bleibt weiterhin die Frage, was man Haltern dieser Art empfehlen soll.
Haltung, wie üblich, in einem völlig geschlossenen Aquarium/Terrarium (belüftet über feine Drahtgazeflächen) ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit!
Wichtig ist dabei eine Eingriffsmöglichkeit zum Füttern, Reinigen usw., bei der keine fliegenden Geschlechtstiere entkommen können.
(Dass der Verzicht auf die Haltung die einzige Möglichkeit ist, ein „Infektionsrisiko“ zu 100 % auszuschließen, muss eigentlich nicht mehr eigens erwähnt werden. Ich sage das hier nur deshalb, damit nicht die falsche Vorstellung aufkommt, dass ich die Exotenhaltung plötzlich gut heißen würde).
mfG,
Earlant
Was die vermuteten Geschlechtstiere angeht, so stellt sich ohnehin die Frage, ob dieses bei gleichbleibender Klimabedingung und ohne weitere Kolonien in der Nähe zu einem Schwarmflug kommen würde. In der Natur ist es ja bei den meisten Arten so, dass der Schwarmflug erst bei bestimmten Klimatischen Faktoren und dem Wahrnehmen weiterer Kolonien über die Absonderungen der Duftstoffe, überhaupt erst stattfindet.
Entschuldige Martin, aber auch ich muss Dir ganz vehement widersprechen.
Meine Myrmica rubra -Kolonie (die ich übrigens über Antstore gekauft hatte), produzierte im Jahr 2005 jede Menge Geschlechtstiere, die auch versuchten aufzufliegen (was dank Gazedeckel aber auf das Formikarium beschränkt blieb). Schließlich kam es zu vielfachen inzestuösen Kopulationen zwischen den Männchen und Weibchen, welche auch erfolgreich waren.
Einige der Jungköniginnen wurden nach der Begattung wieder im Mutternest aufgenommen, der größte Teil jedoch wurde von den Arbeiterinnen im Verlaufe mehrere Tage getötet. Drei der Jungköniginnen konnte ich isolieren und aus ihnen eine neue Kolonie ziehen.
Sicherlich kann man diese Beobachtung nicht pauschalisieren, aber ebenso wenig ist auch Deine Aussage haltbar.
Ciao, Wiseman!
PS: Falls Interesse besteht, ich habe auch noch Fotos davon
Edit: Fotos folgen heute Abend
Ja Fotos wären echt Klasse! :wink:
Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen folgen hier nun die Fotos:
Hm, ich denke er bezog sich eher auf das Schwarmverhalten von Exotischen Arten jedoch glaube ich gehört zu haben das auch solche schon hier geschwärmt sind.