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RS_Wiseman: (26. Sep 2005 10:50)

@lasius-de-neger

Nun gut, in diesem Punkt stimme ich Dir zu. Auch andere einheimische Ameisenarten sind mittlerweile bedroht. Aber warum sind sie es?
Doch nicht, weil gezielt Jagd auf sie gemacht wird, sondern vielmehr, weil auch ihre Lebensräume, ihre ökologischen Nischen zunehmend in unserer Kulturlandschaft untergehen.
Du schreibst, passende Lebensräume gibt es satt, doch woher willst Du wissen, ob sie für die eine oder andere Art wirklich geeignet sind. Denn wäre dies der Fall, wären diese Lebensräume längst besiedelt.
Insofern wiederhole ich mich. Es hat wenig Sinn zu Hause Kolonien verschiedener Ameisenarten heranzuzüchten (mal abgesehen von den Waldameisen ist das bei den meisten Arten kein allzu großes Problem), ohne gleichzeitig Biotope, in denen sie natürlicherweise vorkommen, zu schaffen bzw. zu erhalten.
Somit sollte eure Initiative, wenn sie denn tatsächlich praktisch umgesetzt wird, den Schwerpunkt vor allem darauf legen.

Ciao, Wiseman!

Lasius-de-neger: (26. Sep 2005 11:01)

Ich denke diese problematik (lebensraum) ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, aber vielleicht würde ein geziehltes eingreifen ja wieder dafür sorgen das die Lebensräume wieder besiedelt werden, weil sie ihrgend wann "kultiviert" wurden und es in der startphase ein ungeeigneter lebensraum war, aber mittlerweile wieder ein guter lebensraum ist und die arten jetzt so geschwächt wurden das sie es aus eigener kraft einfach nicht mehr schaffen sich "selbständig" neu anzusiedeln.
Denke auch eine sehr interessanter ansichtspunkt ;)

Bender87: (26. Sep 2005 12:31)

Ich hätte als Lebensraum für eine Waldameisenkolonie zum Beispiel eine Idee: Das Biotop meiner Schule (Da kommen nur Schüler in Begleitung von Lehrern rein und ein großer Teil macht Waldgebiete aus das wäre der ideale Nistplatz für Waldameisen). Wenn ihr in eurerer Nähe sowas habt dann könntet ihr dort Ameisen sicher einen guten Ausgangspunkt bieten da sie vor allem von den nestzersörenden, mit Lupen Arbeiterinnen verbrennenden Wanderern und Kindern geschützt sind.

Anonymous: (8. Okt 2005 19:38)

Also ich finde, man sollte mit anderen Vereinen zusammen arbeiten und beispielsweise vereibaren, dass wir einige Tiere, die betroffen sind, halten dürfen und wir sie, wenn es so weit ist, an die anderen übergeben, die sie dann an ausgesuchten Standorten freilassen.

Markus: (8. Okt 2005 21:57)

Na versuch das mal!

Ameisenhaltung ist eine Sache, Ameisenzucht eine ganz andere!

Man bedenke, dass man eine Kolonie erst mal groß genug machen muss, dafür braucht man Nahrung und Platz und später dann einen riesigen Raum, in dem sie schwärmen können, nicht zu vergessen einen entsprechend großen Genpool.

Desweiteren sind viele Arten, die heute unter Schutz stehen eigentlich gar nicht nicht überlebensfähig, sondern durch "Übergriffe" des Menschen und vor allem durch Habitatrückgang gefärdet.
So konnte ich schon riesige Waldameisenkolonien sehen, die sich über mehrere Hundert Meter erstreckten, nur eben in passenden Gebieten, neben denen sogar Weideland liegen kann, sofern eben das eigentliche Habitat geschützt ist (aber auch alte Autoreifen wurden schon als Nest verwendet).
In diesen Gebieten verdrängten die Waldameisen andere Arten sogar auf andere Habitate, es gibt also durchaus Hoffnung für die Waldameise! (Nur so nebenbei)

Anonymous: (9. Okt 2005 12:20)

Es muss ja vielleicht garnicht so sein, dass man die Geschlechtstiere selber zieht, sondern dass sie in Gebieten, in denen es sehr viele von ihnen gibt, gefangen werden, sie gehalten werden, bis sie überlebensfehig sind und sie anschließend in anderen Gebieten wieder frei gelassen werden :prisoner: .
Die Königinen können sich schließlich aus den Gebieten, in denen sie geschwärmt sind nicht allzuweit entfernen, da ja viele Gefahren auf sie warten und sie schnell sehen müssen, ein sicheres Fersteck zu finden. Deshalb können sie sich auch nicht so schnell wieder ausbreiten, auch wenn die Foraussetzungen längst geschaffen sind. Und zu der Sache mit dem Genpool :sperm: , wenn einige Personen die Erlaubnis haben würden Königinen zu fangen, dann wäre dies mit sicherhet auch kein Problem. Eine Halle oder ähnliches würde man bestimmt auch organisieren können. :cool:

Cephalothorax: (20. Okt 2005 20:50)

Ich habe momentan sehr viel um die Ohren, sonst hätte ich schon mal was unternommen!

Jan-Hendrik: (4. Okt 2007 16:41)

Ich denke:
es wäre besser, wenn man die Meisen [glow=red]NICHT[/glow] mit kleinen Kolonien ausetzt.

Meines erachtens wäre es besser, wenn man eine Kolo hält und dann diese hochzieht. WENN sie nun Geschlechtstiere hat sollten diese die Möglichkeit haben drausen zu schwärmen. Es muss natürlich eine Queen aus der näheren Umgebung genommen werden. So wird die Zahl der Queen die eine Kolo (in der Nähe) gründen können erhöht. Der Mensch läst der natur also zum Teil ihren lauf. Er sorgt nur für mehr Queens, nicht für neue Kolonien an gegebenfalls geigneten stellen ausgesetzt werden. Diese würden dann von den neuen Queens schon irgendwann besetzt.
(ich weis ich rede irgendwie um den heisen brei herum)

Eaglesword: (4. Okt 2007 17:15)

Du meinst also eine lokale Stärkung des freilebenden Bestandes durch Gründungstiere aus Haltung?
Nu ist es für die im Handel befindlichen bedrohten Arten hilfreich, von Anfang an Inzucht zu vermeiden. Sollte in unserer jeweiligen Umgebung die Art nicht residieren, aber eine Chance zum Bestandsaufbau bekommen, so müssten wir
-mindestens 2 Völker/Kolonien aus nicht eng verwandten Beständen halten
-diese zeitgleich Drohnen und Prinzesschen aufbieten
-die Geschlechter beider Geschwader intern getrennt
-jeweils zusammengeführt werden mit dem andern Geschlecht aus dem andern Geschwader
-diese beiden zusammengestellten Einheiten zeitversetzt oder lokalversetzt freigelassen werden

Dann könnte es genetisch gesunde Völker geben, die dauerhafte Besiedlung ihrer Lokalitäten garantierten.

Jan-Hendrik: (4. Okt 2007 17:24)

genau das meine ich...


Edit:

Na versuch das mal!

Ameisenhaltung ist eine Sache, Ameisenzucht eine ganz andere!

Man bedenke, dass man eine Kolonie erst mal groß genug machen muss, dafür braucht man Nahrung und Platz und später dann einen riesigen Raum, in dem sie schwärmen können, nicht zu vergessen einen entsprechend großen Genpool.



naja Futter sollte da nicht das problem sein. Notfalls kann man auch beim Schlachter nach Schlachtabfellen fragen. damit sollte es NOTFALLS auch gehen.

Sollte in unserer jeweiligen Umgebung die Art nicht residieren, aber eine Chance zum Bestandsaufbau bekommen, so müssten wir
-mindestens 2 Völker/Kolonien aus nicht eng verwandten Beständen halten
-diese zeitgleich Drohnen und Prinzesschen aufbieten
-die Geschlechter beider Geschwader intern getrennt
-jeweils zusammengeführt werden mit dem andern Geschlecht aus dem andern Geschwader
-diese beiden zusammengestellten Einheiten zeitversetzt oder lokalversetzt freigelassen werden

Dann könnte es genetisch gesunde Völker geben, die dauerhafte Besiedlung ihrer Lokalitäten garantierten.

sollte alles machbar sein.
(ich weis, ich weis nicht viel über Ameiesen aber es ist möglich.)


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