Hallo, der perfekte Start wird nun doch komplizierter.
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Wie man sehen kann haben sich die Gynen getrennt. Eine befindet sich weiterhin im Reagenzglas, mit ihr die große Larve. Komplette Einsicht habe ich nicht, denn in der Watte wurde ein Tunnel gegraben. Ich vermute sie ist im Besitz sämtlicher Brut. Die Beiden anderen sind unter das Moos gezogen. Sie haben sich dort eine kleine Mulde gegraben. Brut konnte ich nicht entdecken. Ich hoffe sie finden wieder zusammen. Vielleicht sind sie gerade im Begriff umzuziehen. Den Eindruck hatte ich jedoch nicht.
In freier Natur gründen Paraponera Clavata zusammen. Mehrere Queens finden sich, um gemeinsam eine Kolonie aufzubauen. Ab einer gewissen Koloniegröße gibt es schließlich nur noch eine Queen. Man geht davon aus das die überschüssigen Königinnen getötet werden. Sie selbst scheinen ein Gen in sich zu tragen. Das es ihnen erlaubt, trotz unterschiedlicher Koloniegerüche sich gegenseitig zu akzeptieren und sich nicht zu eliminieren . Im Laufe der Zeit könnte dieses Gen verloren gehen. Die zu tötende gibt sich ihrem Schicksal hin :?: würde sie sich nicht wehren? Wäre das Verletzungsrisiko für die Hauptqueen nicht viel zu groß? Macht es biologisch gesehen überhaupt einen Sinn? Diesen Job könnten jedoch auch die Arbeiterinnen übernehmen und die Stiefmütter als Eindringlinge identifizieren und Ausmerzen. Dafür ist eine zahlenmäßige Überlegenheit von Nöten. Anfangs gibt es nur Eine und das wahrscheinlich für Wochen, vielleicht so gar für Monate. Sie duldet den fremdriechenden Eindringling und wartet bis ihre Schwestern geboren sind? Die totgeweihte Queen bemerkt die zunehmende Aggressivität und wartet dennoch ab? Schwer vorstellbar für mich, aber nicht auszuschließen. Der biologische Sinn könnte darin begründet sein, die "Natürliche Auslese". Der stärkste kommt nur weiter. Die Art zahlt dafür einen sehr hohen Preis, wenn sie sich selbst töten. Die Evolution hat immer Recht und findet schließlich das Optimum für die Art. Das ist es sicherlich nicht.
Meine Theorie: :idea: User Camaross hatte in seinem HB beschrieben, wie 2 Gynen zusammen erfolgreich gegründet haben. Ein Jahr in etwa hatte er Sichtkontakt zu den Gynen, bis er sie ins Tropenbecken überführte. Er konnte keine Aggressivität zwischen ihnen feststellen, auch die 30 Arbeiterinnen haben sich nicht für eine Mutter entschieden. Ich glaube gründende Gynen töten sich nicht gegenseitig, auch werden sie nicht von ihren eigenen Arbeiterinnen hingerichtet, wenn sie können gehen sie freiwillig, denn sie möchten selbst Gründen. Die Aufgabe einer Arbeiterin zu übernehmen damit die Anderen die Gründung vollziehen können, kann nicht die Erfüllung einer begatteten Königin sein. Camaross zweite Königin war gefangen im Becken und konnte deshalb nicht weg. Der Drang war bestimmt dar. In der Natur besteht die Möglichkeit. Ich denke davon wird auch Gebrauch gemacht. In der Regel findet man in einer Kolonie nur eine Queen. Es ist bekannt, das ganzjährig Schwarmflug ist. Sie fliegen aber nicht sondern laufen. Eine Gyne die keine Flügel mehr hat, ist so mit nicht benachteiligt. Da sie selbst hier ist, müssen es noch weitere in direkter Umgebung geben. Da die suchende bereits an einer Koloniegründung mitgewirkt hat, könnte der Gründungsdrang besonders groß sein, gegenüber den frischgeschlüpften Königinnen würde sie wohl dominieren und als Hauptqueen aufsteigen. Schließlich würde sie jetzt zum Zuge kommen. Es werden von der Anzahl her, oftmals unterschiedlich viele Königinnen in den Gründungskammern gefunden. Ich denke nicht das die Anzahl, vorausgesetzt es sind zwei; ausschlaggebend ist, wann der Zugang verschlossen wird, vielmehr wenn die Arbeitsteilung gesichert ist. Im günstigsten Fall trifft sich eine Altqueen, sie legt die Eier, und eine Jungqueen, sie bewacht das Nest, erledigt die Außengänge und wenn der Drang zu groß wird, selbst Gründen zu wollen, verlässt sie die Kolonie. Wäre ich die Evolution würde ich es so machen =D> Wahrscheinlich ist es doch eher :^o Wer weiß, meine Gynen werden vielleicht etwas Licht ins Dunkle bringen.
Mfg.
Hallo, die Queens sind wieder vereint. Die beiden Flüchtigen sind ins Reagenzglas zurückgekehrt. Ich gehe davon aus, es wurde ihnen zu warm. Die Temperaturkapriolen haben das Terra aufgeheizt. Der Innenfühler, platziert im Nest, zeigte in der Spitze 28,9 ° an. Er selbst ist eingebettet in der Dränage Schicht etwa 5cm unter den Ameisen. Sie selbst dürften einer Temperatur von ca. 28,5 ° kurzzeitig ausgesetzt gewesen sein. Meine Primären Heizelemente werden elektronisch überwacht und gesteuert. Beide waren inaktiv. Verantwortlich für den Anstieg war ein 25 Watt Heizkabel, das im Terraboden vergraben ist und dauerhaft eingeschaltet ist. In Kombination mit der Zunahme der Außentemperaturen in den letzten Tagen ist dieser Anstieg zu erklären. Natürlich habe ich entsprechend reagiert. Das Heizkabel ist vom Netz. Die gewünschte Temperatur 26° / 27° ist wieder hergestellt. Bin dennoch überrascht, wie sensibel die Queens darauf reagiert haben. Der Ausflug selbst scheint, hungrig gemacht zu machen. Eine frischgetötete Stubenfliege wurde über Nacht eingetragen :P 20190729_091534.jpg
Hallo, Gedankenspiel.
Zwei der drei Gynen hatten das Nest wegen zu hoher Temperatur verlassen. Die Hauptgyne und die Brut wurden im Stich gelassen. Das eigene Wohl war ihnen wichtiger. Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Eine Evakuierung der Brut wäre möglich gewesen. Die Heizmatte befindet sich 15 cm unterhalb des Nestes und erwärmt nur ein Teil der Brutbox, deshalb sind mehrere Temperaturzonen vorhanden. Die Hauptgyne sah noch keinen Anlass, mit der Brut umziehen zu wollen. Die Bindung zur Brut/ vielleicht auch zur späteren Kolonie ist wahrscheinlich unterschiedlich bei ihnen definiert. Die eine ist die Mutter, die Anderen nur Helfer. Würden Helferinnen ihre eigene Brut zurück lassen? Denke nicht. Ich schließe daraus, das jede Larve von der Hauptqueen stammt. Sie mögen zwar Eier legen, die jedoch primär als Futter dienen. Wenn es Probleme gibt wird diese lockere Vereinigung gekündigt. Eine Gyne will/ muss Gründen. Die Helferinnen gründen nicht aktiv mit, sie machen einen Job und bereiten sich wohl auf ihre eigene Gründung vor. Eine Gyne die ständig auf dem Absprung ist, zeitlich oder auch stressbedingt, wird meiner Meinung, nie Opfer der Hauptqueen bzw. die der Arbeiterinnen werden. Sie wird rechtzeitig das Weite suchen und ihrer wahrlichen Bestimmung nachkommen. Hier bin ich mir ziemlich sicher, aber vielleicht ist dennoch alles anders, lach. :grin:
Biete ihnen Mittlerweise ein neues selbst zusammengeschustertes Reagenzglas aus Plastik an.
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Das mitgelieferte ist vom Durchmesser zu klein, für den Transport gut gewählt, können schließlich dadurch nicht so umhergeschleudert werden, aber der begrenzte Wassertank nimmt zusehends ab. Habe das neue RG auf Füße gestellt. So präpariert, das zwar der Eingang in luftiger Höhe ist, dennoch ein Gefälle künstlich geschaffen wurde, das dafür sorgt, das der Wasserstrom zur Watte bis zum letzten Tropfen gewährleistet ist. Der erhöhte Eingang soll Vermeiden das ungebetene Gäste Eindringen können. Die sind schließlich da. Kellerasseln, Heimchen und nun leider auch Camponotus nicobarensis, angelockt durch Zuckerwasser und Proteine, haben auch sie den Weg in die Tupper Dose gefunden. Hatte am 07.08. Nesteinsicht genommen. Die Hauptgyne war am Fressen und alle waren vereint im Pulk. Ich denke eine Nico, wurde gerade verspeist. Den möglichen Fluchtweg der Asiaten, dachte ich, hätte ich erkannt. Die Gase mit den zu großen Löchern am Formicarium habe ich ersetzt. Die Tupperdose der Paraponera schließt nicht richtig, muss ich wohl erneuern. Ich ging anfangs von einzelnen Kundschafterinnen aus, das wahre Ausmaß erkannte ich schließlich 2 Tage später. Freitag früh machte ich meinen Kontrollblick bei meinen Harpegnathos Venator und sah das :shock: Ihr Trinkgefäß war mit Sand gefüllt.
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Ich entdeckte eine Nico. Es müssen mehr sein und kontrollierte das Nest der Camponotus. Es fehlten 200 Ameisen :| Die Queen war noch im Nest. Alarmstufe rot.
Meine Paraponera und die Venatoren waren in Gefahr. Deren Nester habe ich versiegelt. Das Nest der Asiaten ist undicht. Feuchter Sand zwischen Ytong und Abdeckplatte hat eine Schraube gesprengt. Ich behob das Problem und hoffte das die Abtrönigen den Weg ins Hauptnest, zur Gyne, alleine wieder Ansteuern würden. Ich bot ihnen einen Neuen Zugang über das Formicarium an. Es verging 1 Stunde, zwischen Tropenbecken und Eingang entstand eine stark frequentierte Ameisen-Straße.
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Die Richtung ob rein bzw. raus war für mich anfangs nicht eindeutig bestimmbar. Erst als eine Puppe ins Outback unterwegs war, wusste ich, hier läuft etwas falsch. Habe deshalb den Versuch abgebrochen. Es war nun klar, das gesamte Tropenbecken muss temperaturtechnisch herunter gefahren werden und nur noch das Nest darf beheizt werden. Es bedeutete aber auch Harpegnathos venator und Paraponera clavata müssen evakuiert werden.
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Alles musste nun ziemlich schnell durchgeführt werden, denn ich musste zur Arbeit. Mir fehlte die Zeit, die Temperatur entsprechend richtig einzustellen. Das Resultat am nächsten Morgen, alle drei Gynen waren aus dem RG ausgezogen, 31° war zu warm. Sie nutzten einen kühleren Bereich. Die gefahrene Strategie mit den Camponotus nicobarensis, ging zum Glück auf. Die Streitmacht ging in ihr Hauptnest zurück. Habe daraufhin ihnen sofort ein Zweitnest angeboten, welches auch sofort bezogen wurde. Das Altnest war voll. 3 Wochen zuvor schätzte ich das Potential der Brut auf etwa 70 weitere Ameisen, jetzt eher 200. Wie das geht, keine Ahnung. :-k Schließlich konnte ich die Gründungsbox der Paraponera wieder ins Tropenbecken überführen. Das RG wurde wieder bezogen. Die Larve ist nicht gewachsen. Meine Vermutung es ist eine Andere. :?
Hallo, die Gründung scheint zu kippen. Die Larve ist nicht mehr Existenz, nur drei Eier konnte ich sichten. Eine Gyne ist wohl ausgezogen. Ich glaube sie will selbst Gründen.
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Die Wächterin scheint, zwischen beiden Queens zu pendeln. Beim öffnen der Box befand sie sich bei der Abtrünnigen, flüchtete jedoch ins Nest. Die Hauptqueen, Gyne im RG, zeigte gegenüber der Wächterin, als sie sich ihrem Gelege näherte aggressives Verhalten. Ich denke sie plündert das Nest, da sie selbst als Dienerin zwischen zwei Gynen steht. Befindet sie sich vielleicht im Zwiespalt.
Warum jetzt?
Sind die Camponotus nicobarensis die Ursache?
Denke nicht. Sie traten in der Gründungsbox vereinzelt auf. Das RG war leicht zu verteidigen. Vielleicht der Stressfaktor der Evakuierung, die zu hohe Temperatur im RG, die zum Umzug veranlasste. Danach schien jedoch alles wieder normal zu sein. Die Larve war noch da.
Kann es an die Haltungsparameter liegen?
Temperatur 26°- 27 ° konstant, denke nicht. Das Zweignest der Nico. habe ich auf die Gründungsbox gestellt. Zur Stabilisierung, habe ich eine flache Schieferplatte auf die Box gelegt. die Belüftung war zwar weiterhin gesichert, vielleicht eingeschränkt, sie verlief etwa 2cm über der Lüftungsgase, doch wurde die Wärmestrahlung von oben so weit abgeschirmt, das sich oberhalb Kondenswasser bildete. Während des Zeitraumes wurde meine alle zwei Tage angebotenen Futtertiere definitiv angenommen. Ist doch ein Zeichen, sie fühlen sich wohl. Habe dennoch den Alten Zustand wieder hergestellt. Möchte Stickluft vermeiden. Dieses Futtertier durfte ich entsorgen. Einige HB´s schwören auf Frischluft, der wichtigste Parameter, und andere auch erfolgreich, nehmen eine geschlossene Tupper Dose, um die hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen. :-k Kann es im RG zu trocken sein?
Meine Strategie, setzte die Schieferplatte wieder ein und erhöhe so mit die Luftfeuchtigkeit. Das hat vielleicht Auswirkungen auf die Brut, auf die Abtrünnige Queen eher ich nicht. Kehrt sie nicht freiwillig zurück, muss sie raus. Denke sie bringt das Gefüge durcheinander. Die Wächterin reibt sich auf.
Was meint ihr? Habe ich einen Parameter übersehen?
Gruß
Hallo, die Gynen sind wieder vereint.
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Es war der Parameter Temperatur. Ganze 1° Temperaturunterschied machte den Unterschied. Die Gründungsbox wird von zwei unterschiedlichen Heizelementen beeinflusst. Das Reagenzglas, primär durch eine Heizmatte, sekundär durch einen Spotstrahler. Der Strahler hat jedoch größeren Einfluss auf die restliche Gründungsbox. Er machte es schließlich um das RG einen Grad wärmer und das gerade jetzt, weil ich das Zweignest der Camponotus nicobarensis zusätzlich als Hitzeschild eingesetzt hatte. Der Einfluss des Spotts auf das Nest war gänzlich unterbrochen. Die Abtrünnige verließ den kälteren Ort 26+x und nutzte den wärmeren Platz 27+x. Zeigt mir jedoch wieder einmal wie locker die Verbindung zum Nest ist. Sie gründet nicht, sie macht nur einen Job.
Folgende Veränderungen die direkten Einfluss auf das Nest haben, habe ich vorgenommen. Das Nico Nest ist entfernt. Der Strahler erreicht wieder das RG. Die Heizmatte um 1° Heizleistung erhöht, theoretisch auf 27 °. Tatsächlich werden Temperaturen von ca. 28 ° erreicht. Der Grund ist die Schieferplatte. Sie reduziert die Frischluftzufuhr. Dadurch erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit. 50 % des Deckels ist durch luftdurchlässige Gase ersetzt worden. Ich meine es ist zu viel.
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:-k
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Die Gründung verläuft schlecht. Derzeit befinden sich 3 Eier im Nest. Weiterhin reduziere ich das Geben von Zuckerwasser. Mit der Zugabe von Proteinen, alle 2 Tage, habe ich auch die Kohlenhydrate gereicht. Paraponera sind Zuckerjunkies. In anderen HB´s war dieses zwar kein genanntes Problem, dennoch ist die Empfehlung des Verkäufers nur alle 14 Tage es zu reichen, klar formuliert gewesen. Sie müssen Proteine zu sich nehmen und erst recht die Larven müssen damit gefüttert werden. Die toten Insekten biete ich ihnen jetzt direkt vor dem Nesteingang an. Meine Larve ist nicht mehr, sie schien auch nicht gewachsen zu sein. Von solchen Larven ist öfters die Rede. Sie sind schließlich eines Tages weg. Das ist eben so und ich nehme es auch nicht persönlich. Vielleicht wurde ihnen diese auch zu gesteckt und es wurde erkannt. Wer weiß 8) Schade nur um die verlorenen 2 Monate.
Wer genau das erste Bild betrachtet hat, erkennt das Gyne 2 auf dem Rücken liegt. :shock:
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Ich glaube sie fütterte die Queen oder eine Form der Demutshaltung/ Unterwürfigkeitsretual :?: Die Hauptqueen bekräftigt ihre Dominanz in dem sie mit ihren Fühlern auf den Köpfen der Untergebenen trommelt und das im Vorwärtsgang. So das die Helferinnen zurückweichen müssen.
Die alte Ordnung ist erst einmal wieder hergestellt und allmählich lassen die Panikattacken nach, lol. Na dann, auf ins nächste Abenteuer. :P
Gruß
Kurzes Update, habe eben meine Clavata gefüttert. Die adulte männliche Schokoschaben, die ich vor drei Tagen ihnen angeboten habe, ist weg. Sie fressen wirklich gut. Die Flügel habe ich im Becken nur noch Sichten können. Im RG konnte ich bis jetzt, noch keine eingetragenen Futtertiere erkennen. Deshalb ist meine Vermutung, sie werden bereits vor dem Nest gefressen. Beim öffnen des Deckels fiel mir gleich das Seramisgranulat auf. Das zerstreut an der Oberfläche herumlag. Es diente eigentlich als Dränageschicht. Hier hatte wohl jemand gegraben. Da stand sie plötzlich vor mir, die Wächterin war also nicht im RG. Sie bemerkte das der Deckel fehlte und wurde neugierig. Sie erklimmte die Seitenwand und lugte über den Rand, entschied sich dann jedoch, wieder umzukehren. Gehe nun davon aus, sie bereitet ein neues Nest vor, ob mit der Hauptqueen oder nur für sich selbst, wird sich bereits in den nächsten Tagen zeigen. Im RG wieder das gleiche Bild, eine Gyne liegt auf dem Rücken und scheint zu füttern. Die Hauptqueen sieht wohl genährt aus. Das Verhalten hatte ich zuvor nicht beobachten können und nun zwei mal hintereinander, sehr interessant und die Andere gräbt :?: Hier deuten sich Veränderungen an, die mich doch zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Es muss besser werden.
Gruß :grin:
Hallo, :-k das Nest war leer. Die Wächterin, so dachte ich, hielt sich vor dem Reagenzglas auf. Ich beobachtete sie, sie selbst schien von meiner Anwesenheit überhaupt, keine Notiz zu nehmen. Ich hoffte Brut bei ihr zu finden, doch da war nichts. Es war zwar nicht geplant, schaute doch ins Nest. Da ich verschiedene Parameter, die die Gründungskammer direkt beeinflussen, verändert hatte. Hoffte ich, an der Anzahl der Eier, ein positives Feedback zu bekommen. :shock: Nichts da, keine Ameise im RG. Dann bist Du nicht die Wächterin, sondern die Hauptgyne. Hatte mich auch schon gewundert, über diesen prächtig tiefschwarz, glänzenden prall gefüllten Gaster. Schließlich wurde die adulte männliche Schokoschabe wieder vernascht. Das Momentane Fressverhalten widerspricht das Geschriebene einiger anderer Haltungsberichte. In diesen wurde hingewiesen, das Futtertiere zu 90 % nicht angenommen werden. Heimchen scheinen meine nicht zu mögen. Obwohl das Nest leer war, schloss ich einen kompletten Auszug aus, denn Brut war noch da. Nicht nur Eier, eine kleine Larve war in den letzten Tagen hinzugekommen \:D/ Die Gyne bemerkte mein Interesse an der Larve und kehrte ins Nest zurück, stellte sich über ihr und schirmte sie vor meinen neugierigen Blicken ab, freu. Beim Schließen des Deckels bemerkte ich schließlich die beiden Anderen. Sie haben mal wieder einen Punkt gefunden, der wärmer ist. Seit gestern beheize ich zusätzlich mit einer 35 Watt Glühbirne, bestimmt für meine Messor Gyne, dennoch nutzten auch sie diesen Lichtkegel. Die Nesttemperatur 27° +x im Nest scheint ihnen wohl nicht zu genügen. Bleibe nun doch relaxt, die Hauptgyne ist voll in ihrer Gründung, nichts wird sie davon Abbringen. Die größte Gefahr jetzt ist nur der Halter selbst. :mrgreen:
Gruß
Hallo, es kommt mal wieder ganz anders. Kurz nach dem letzten Post lässt die Gyne die Brut in Stich und gesellt sich zu den Anderen, direkt unter der Glühbirne. An der Temperatur kann es nicht liegen, die ist gleich. Sie graben sich auch nicht ein, kriechen auch nicht unter das Moos. Man bekommt den Eindruck, sie suchen das Licht :-k .Habe das alte RG rausgenommen, der Wassertank war fast leer.Die Brut habe ich ihnen gegeben und ein neues RG angeboten. Es wird strikt gemieden. Die Hauptqueen liegt nur eingerollt auf der Seite. Ja sie lebt. Die beiden Anderen stehen an ihrer Seite, tagelang. Seit einer Woche hat sich das Verhalten, ich denke es ist die Wächterin, verändert. Sie scheint die Gelassenheit, die innere Ruhe zu verlieren. Sie fängt an auf meine Anwesenheit zu reagieren, zeigt panisches Verhalten wenn ich das Terrarium besprühe. Denke es ist die kurz zeitige Temperaturschwankung. Insgesamt wird sie mobiler und macht Anzeichen sie will raus :| Klettert schon einmal die Wände hoch. Gestern zeigte schließlich die zweite Gyne vermehrte Aktivität, Alarmstufe rot. Bin alle Haltungsparameter durchgegangen. Es war die Zuckerlösung. Ich verfüttere zwar Schaben in regelmäßigen Abständen, doch das Zuckerwasser hatte ich reduziert. Damit die Larve mit Proteinen gefüttert wird. Die letzte Gabe liegt 14 Tage zurück. Der Abstand ist wohl zu groß gewesen. Selbst die Hauptqueen bemühte sich zur Tränke. Alle drei genossen die süßliche Kost und verweilten dort stundenlang. Schließlich kehrte wieder Ruhe ein. Aussagen über die Brut kann ich leider keine mehr machen, da fehlt mir zur Zeit der Überblick. Unnötig Nerven möchte ich auch nicht. Sie haben es schon nicht leicht bei mir :roll:
Fazit: Proteine ersetzen kein Zuckerwasser #-o
Hallo, es lag nun wirklich an der Zuckerlösung. Da hatte sich schließlich noch jemand daran gelabt. Am Folgetag entdeckte ich 7 Camponotus nicobarensis innerhalb der Clavata Gründungsbox wie sie gerade dabei waren, die vom Vortag angebotene Schokoschabe zu zerteilen. Mit einem Griff hatte ich sie alle mit einmal raus. Ich präparierte noch das Erdnest, in der Hoffnung die Damen ziehen doch noch dort ein. Einen Tag später verriet mir die Wächterin, das etwas nicht stimmte. Schließlich entdeckte ich in meinen angebotenen Erdnest ein Nico Zweignest. Über Nacht müssen sie eingezogen sein. Ich entnahm die Hälfte des Substrates der Gründungsbox und sammelte 12 Eindringlinge ein. In der Box hatte ich eine Bohrung gesetzt auf Höhe der Erdschicht, Kellerassel und Heimchen sollte die Möglichkeit gegeben werden von selbst auszuziehen. Habe es jetzt verschlossen. Da die Camponotus, trotz Hunger, den Weg zum Hauptnest nicht mehr nutzen, wie früher, gehe ich davon aus es ist die geschlüpfte Brut vom einstigen Nico- Super Gau. Interessanter Weise werden diese bei der Überführung ins Hauptnest nicht attackiert. Die Zugesetzten erkennen jedoch die Gefahr für sich und nächtigen lieber erst einmal im Deckelbereich der Arena. Dieser Antstore Deckel schließt übrigens nicht korrekt, nutze ihn jetzt umgedreht. Für mich hat es den Eindruck, sie riechen neutral. Diese Ameisen ohne einen anhaftenden eigenen Koloniegeruch werden adoptiert. :?:
Die Hauptgyne ist mittlerweile unter das Moos gezogen, konnte eben keine Brut mehr feststellen. Die Wächterin scheint sich lösen zu wollen von dem Kollektiv. Ich glaube sie ist nicht mehr im Stande ihren Job zu machen. Es wimmelt von Asseln und Heimchen die Gründungsbox war schlecht von mir gewählt worden. Sie schließt nicht richtig und bietet deshalb keinen Schutz. Werde die Damen heute noch Evakuieren. Sie bekommen eine neue Gründungsbox. Nehme die Gleiche die meine Venatoren haben. Sie schließt hermetisch ab, wenn der Halter den Deckel nicht manipuliert.
Fazit: Die Gründungskolonie ist willens, der Schwachpunkt ist der Halter #-o
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Hallo, gleich nach dem letzten Post habe ich den Umzug meiner Clavater vollzogen. Habe mich nun doch für eine andere Box entschieden. Die höhere Substrathöhe war für mich entscheidend. Denke jeder mögliche Zentimeter ist vorteilhaft. Dient einerseits als Puffer- und Speichermedium bei der Wärmezuführung durch die Heizmatte 7 Watt regelbar von unten auf 28 Grad +/- 1°. Mit Hilfe einer Federpinzette habe ich die drei Queens in die neue Box überführt. Lustig fanden sie es alle natürlich nicht. Um so erstaunlicher fand ich wie schnell sie die Umsiedlung akzeptierten. Nach dem ich den Deckel geschlossen hatte, waren 2 Damen schon nicht mehr zu sehen. Zwei Mulden standen im Angebot unter einem Stein und unter einem Stück Moos. Die Wächterin war noch einige Minuten zu sehen und putzte sich. Schließlich war auch sie verschwunden. Keine machte Anstalten fliehen zu wollen, niemand rannte panisch herum. Mittlerweile sind Stunden vergangen und keine Ants ist zu sehen. Ein gutes Gefühl, mal etwas richtig gemacht. :? Doch leider viel zu spät. Es gibt keine Brut mehr. Nach dem ich die Ameisen umgesetzt hatte, bemerkte ich erst das Ausmaß. Es waren 100+ x Eindringlinge unter dem Moosstück. Heimchen und die Kubanischen Asseln orange hatten die Box für sich vereinnahmt. Asseln sind die Pest. Die Fütterung erfolgt über 2 Bohrungen, die dann wieder versiegelt werden. Die Unterkunft selbst bleibt zu. Werde jetzt jeden Monat nur noch einmal nach ihnen schauen. Neustart 3/0/0/0 :(
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Gruß