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Anonymous: (23. Mai 2007 18:44)

@Eaglesword: Die Länge der Schläuche + der Außenkanten der Becken würde eine einzige Arbeiterin von Camponotus gigas schon fast zurücklegen, wenn sie von einem Nest zu einem anderen läuft. Wenn man sie halten will, wie sie in der Natur leben, bräuchte man ein vielfaches. Die Frage ist bloß, ob das nötig ist.
Zu dem Thema Camponotus gigas sollten sich interessierte unbedingt das Buch 'Verhaltensökologie von Camponotus gigas' von Martin Pfeiffer durchlesen. Es ist sehr, sehr interessant, nichtnur für Leute, die sich seziell für die Art interessieren. Es sind zwar ausschließlich Informationen über Camponotus gigas vorhanden, doch die sollten auch für andere interessant sein.
Welche Bepflanzung man verwändet ist wohl nebensächlich. Auch muss man das Futter nicht in den Bäumen reichen. Warum soll man Camponotus gigas anders halten als andere Arten? Es wird darum immer so ein riesen Wind gemacht, dabei sind es einfach relativ große Ameisen!
Viel wichtiger wäre es wohl, ihnen viele unterschiedliche Nestmöglichkeiten anzubieten, wobei sich auch hier die Frage stellt, ob das in der Haltung nötig ist. Bei Ausgrabungsaktionen fand man Brut oft ausschließlich in dem zentralen Nest. Die anderen waren oft nur Vorposten zuf besseren Ausbeutung von Futterquellen oder zur Verteidigung des Reviers.
Also nochmal, wer sich dafür interessiert, sollte sollte wirklich das Buch lesen (es ist eine Doktorarbeit, also auch viel trockener Text).


LG Jan

Eaglesword: (23. Mai 2007 19:52)

Klar handelt es sich bei den Außenposten um Garnisonen, das wissen wir ja von dem ausführlichen Artikel.
Ist nu ein Modell, wie von mir skizziert, übertrieben und wirklich unnötig? Unsere Frage gilt schließlich der verhaltensgerechten Gestaltung einer Anlage für die Art. Könntest du die Doktorarbeit für uns verlinken? Das wäre klasse.

Anonymous: (23. Mai 2007 20:11)

Habe die Arbeit als Buch zuhause, verlinken wird also schwer. :grin:
Manche werden mir jetzt etwas vorwerfen, aber ich muss zugeben, dass ich nicht den gesamten Thread verfolgt habe. Ich habe angefangen zu lesen, fand es dann aber nichtmehr so toll und informativ und zu der Art erfahre ich hier sowieso nichts neues. Wollte nur kurz posten, weil ich die neusten Posts malwieder gelesen habe.
Eine Anlage - für fast jede Art - kann eigentlich nicht übertrieben sein. Gut wäre es vielleicht, wenn du die Schläuche (rein theorätisch) nicht direkt zu den anderen Becken legst, sondern erst ein wenig durch die Wohnung. So haben sie längere Strecken zurückzulegen. Das Futter sollte meist an den selben Stellen angeboten werden, sie haben auch in der Natur gleichbleibende Futterstellen. Insekten fressen sie eher weniger, dafür verhältnismäßig viel Vogelkot etc. Darüber gibt es sehr viel in der Doktprarbeit zu lesen. Vielleicht gibt es die ja auch online... Ich kann Dr. Pfeiffer mal fragen, wenn er wieder da ist.


MfG Jan

Eaglesword: (23. Mai 2007 20:32)

Das wäre formidabel!

Also, die angedachte Anlage ist eher was für Zoos. Unser Sebastian Bott hat ja mit Fotos gezeigt, wie sich Becken verbinden lassen und Ameisen gute Laufwege bieten.

Privathalter dürften damit Schwierigkeiten haben, es zu verwirklichen. Für sie könnte ein Beckentrio- also Nest plus zwei Garnisonen- eventuell machbar sein.

gunni42: Re: Haltung von Camponotus gigas (25. Feb 2014 23:17)

Hallo,Für einige "Ameisengurus" hier wäre es besser wenn Sie sich ne Kakteenzucht zulegen würden und etwaige Tiere lieber aussen vor lassen :wink:Sorry mehr fällt mir bei gewissen Forenmitgliedern ned wirklich ein :roll: mfg.Günther

derameisige: Re: Haltung von Camponotus gigas (26. Feb 2014 17:51)

Hallo gunni42:

Der Thread ist fast sieben Jahre alt! Die Anzucht und Haltung von C. gigas ist bisher anscheinend keinem gelungen.
Nun aber gibt es einen ersten Bericht, in dem C. gigas ( bisher mit Erfolg) ihre Koloniegründung betreibt!
http://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=43&t=2511&sid=a5919c56ea2c30a86a454f8b6d4d8970

Da wurden schon viel Geld, Aufwand und enttäuschte Hoffnungen investiert! - Eine ähnliche "unendliche Geschichte" läuft mit Paraponera clavata,
wo es jetzt, nach dem Verkauf von über 200 sehr teuren Königinnen über Jahre hinweg, erstmals einem oder zwei Haltern gelungen ist, ersten Nachwuchs zu erzielen. Näheres in jenem Forum. :wink:

lg, derameisige


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