Hallo zusammen
Schon seit ich mich für Ameisen interessiere, habe ich eine lieblings Art C.gigas (nicht nur wegen der Grösse)
Nun dachte ich mir, werde ich den Traum nächstes Frühjahr verwirklichen (wenn möglich)
Hat jemand von euch vieleicht Erfahrung mit der Haltung dieser Riesen? Ich weiss, sie kommen aus den Tropen und mögen es feucht, nisten in Totem holz und ernähren sich, hauptsächlich von Nektar und Insekten.
LG und auf eine spannende Diskussion Joda
Hallo Joda
wo willst du den die camponotus gigas herbekommen?
grüsse
steven3000
Hola amigos de hormigas,
also bei einem anderen Anbieter scheint man die Ameisen zu bekommen. Der bietet sie jedenfalls an, nur ist da garkein Button.
Du kannst den ja eine Mail schicken und ihn fragen, wie genau man sie hällt.
Ich habe mal gelesen, dass sie nur auf der Insel Borneo vorkommen.
MfG
Marck
Hi
Hab ich bereits gemacht. Er hat mir geschrieben, dass er vieleicht im nächsten Frühjar wieder welche bekommt und er mich dann gleich invormieren wird.
Ich mus sagen, nebst der Grösse, finde ich sind die Tiere auch echt schön gefärbt und ich habe gelesen, dass sie das Futter nach einer Weile soar aus der Hand an nehmen, ähnlich wie Paraponera clavata. Allerdins seien sie deutlich agressiver als diese und zwicken gerne mal (na ja sind ja auch keine Streicheltiere)
LG Joda
Bin ja mal gespannt wie du die ernähren willst. Soweit ich weiß fressen die nur Pflanzennektar und versuche mit Honig etc waren eher spärlich.
Hi,
als mit Futter hat man bei ihnen eher kein Problem, sie nehmen sehr gerne ZUcker- und Honigwasser und auch Heimchen werden sehr gerne angenommen.
Die Tiere sicd nicht agressiv, genau wie P. clavata, ausser man kommt in den Nisteingangsbereich.
Halten sollte man die Tiere in einem Tropenterrarium in dem man ihnen viele Versteckmöglichkeiten in Holz anbietet wie z.B. Korkröhren.
Leider liegen aber noch keine längeren Haltungsbedingungen über diese Art vor.
MfG sven
Ich habe auch schon einige Male gelesen, dass sie an Honigwasser und Nektar ran gehen, ab und zu ein Heimchen scheinen sie auch zu mögen. Ich werde mich mal ganz genau über die Natürlichen Verhältnisse invomieren und sie dann dem ensprechend auch halten. Nektar würde ich übrigens auch von unserem Zoo bekommen die haben den für ihre Kolobris.
Ich dachte mir, ich würde das Formicarium mit eine Humus-Sand Mischung als Boden und vielen Kletter resp. Versteck möglichkeiten aus Holz einrichen, vieleicht auch noch ein paar Rinden Pflanzen.
Al Nest dachte ich an ein Holznest.
Wenn ich aber merke, dass es nicht möglich ist die Tiere Artgerecht zu halten, werde ich mich schon nicht darauf fixieren, wenn aber doch :grin:
LG Joda
hier mal einige Informationen bzgl dieser Art, welche ich auch schon in einem anderen Forum gepostet habe.
Ich möchte damit niemanden untersagen diese Art zu halten oder zu verkaufen, sonden lediglich zum Nachdenken anregen.
Camponotus gigas
Lebensraum: "lebt in den Regenwäldern Südost-Asiens, von Sumatra bis Thailand. Ihr Habitat umfasst die Sümpfe des Mangrovenwälder genauso wie die Bergregenwälder bis zu 1500 m über dem Meeresspiegel
Lebensweise: "Camponotus gigas ist ein “central place forager” mit einer polydomen Koloniestruktur und optimiert ihren Sammelerfolg durch effiziente Kommunikation, ergonomische Optimierung, Arbeitsteilung und effektive Rekrutierungsstrategien. Eine Unterkaste von spezialisierten Transportarbeiterinnen trägt die Nahrung von den Nestern an der Peripherie des Territoriums zum zentralen Nest der Königin ( Pfeiffer and Linsenmair, 199 ."
Daraus schließe ich, dass eine Kolonie dieser Spezies aus mehrer Nestern besteht die untereiandern in Interaktion stehen und nur eines davon, das zentrale, die Königin beherbergt.
Weiterhin: "Die Koloniestruktur von C. gigas ist sehr veränderlich umd umfasst bei einer mittlegroßen Kolonie- zwischen 8 und 14 meist unterirdische Nester (Pfeiffer, 1997). (...) Die am besten untersuchte Kolonie hatte ein Territorium von 0,8 ha und eine Bevölkerung von ca. 7000 Arbeiterinnen, die ungleichmäßig auf durchschnittlich 11 Nester verteilt waren."
0,8 ha entspricht einer Größe von 8000 m² (!!!) dafür bräuchte man schon eine extrem GROßE Anlage um ein, wenigstens in den Ansätzen entsprechendes, Heim für die Ameisen zu schaffen.
Ergänzend: "Das Sammeln von Nahrung erfolgt meist nachts. Gegen Abend verlassen eine große Anzahl an Sammlerinnen (zwischen 35 und 2287) die einzelnen Nester innerhalb kurzer Zeit und strömen in das Kronendach aus.
Im Laufe der Nacht befördern viele Arbeiterinnen Nahrung zwischen dem Kronendach und dem Nest und alle kehren bei Einbruch der Morgendämmerung in ihr Nest zurück. Während des Tages ist die Furagiertätigkeit sehr reduziert und auf eine kleine Gruppe von Arbeiterinnen beschränkt, die den Waldboden absuchen."
Nahrung: "Die Sammlerinnen von C. gigas (Abb. 5) tragen hauptsächlich Honigtau ein (90%), der Rest besteht aus Insektenbeute und Vogelkot (Pfeiffer and Linsenmair, 2001)."
Meine Schlussfolgerungen:
Natürlich wäre es interessant diese Art zu halten, dies möchte ich auch nicht bestreiten.
Aber wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt diese Art zu halten sollte sich im Vorraus mit den entstehenden Problemen konfrontieren. Besonders hervorheben möchte ich hier den Aspekt des Raumes und die Kosten welche durch eine annähernd artgerechte Haltung ( Heizung, Befeuchtung usw. ) entstehen.
Hi Tommi.
Klar, man kann sagen, dass die Haltung unter den Bedingungen, die wir, die Halter, ihnen geben, Tierquälerei ist, oder zumindest nicht Artgerecht. Aber warum wird eine Art wie Atta sexdens dann in einem Becken, auch wenn es noch so groß ist, gehalten? Diese Art braucht auch extrem viel Platz, "eigentlich" mehr als man ihnen in seinem Haus/seiner Wohnung bieten kann, Aber trotzdem wird sie gehalten. Das gehört ja schon fast zur Selbstverständlichkeit. Und darüber wird auch/wurde seit langem nicht diskutiert.
Ich weiß es zwar nicht genau, aber ich gehe mal davon aus... dass die Kolonien in Gefangenschaft nicht so groß werden wie die in Freiheit. Beispielsweise bei Blattschneideameisen werden zwar kontrolliert, dass es nicht "zu viele" werden, es werden sogar Teile des Pilzes entfernt, aber ich denke, dass es sich nach einer Weile von alleine einpendeln würde, auch ohne das Zutun des Halters. Vielleicht bei einer etwas höheren Arbeiterinnenzahl als sich der Halter wünschen würde, aber ich denke nicht, dass sich eine Kolonie in Gefangenschaft so entwickent wie eine in der Freiheit. Und schließlich wurden diese Untersuchungen in der Wildnis gemacht.
...Jan
Hallo,
@Gaster
Du wiedersprichst dir ein wenig in der Koloniegröße wenn ich das
richtig verstanden habe.
Ich meine das die Kolonien in gefangenschaft kleiner werden
als in der Wildnis. Aber je natürlicher die gefangenschafts Bedinnungen
desto größer die Kolonie.