hier zur Diskussion: http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=169&t=14347
Hallo Zusammen!
Nachdem ich durch meine erste Lasius niger Kolonie
(http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=137&t=14188)
voll auf den Geschmack gekommen bin und auch für ein neues Formicarium jede Menge Ideen im Kopf hatte, habe ich meine Frau davon überzeugen können, das wir unbedingt ein 2. Formicarium brauchen ;)
Nachdem mir einige Halter dieser Art für michs ehr positive Erfahrungen berichtet haben, habe ich mich für die Pheidole entschieden. Auch wenn wiederrum andere einem Anfänger wie mir davon abgeraten haben (nicht heimische Art, gefährlich, usw usw), habe ich mich nach eigenen Recherchen dennoch dafür entschieden.
1. war der eigentlich einzige scheinbar kritische Punkt bei dieser Art wohl die Ausbruchsfreudigkeit, welche ich in den Griff zu bekommen glaube und 2. denke ich einfach es gibt solche und solche Anfänger, und da ich schon immer eher ein Freund der anspruchsvollen Tierpflegen war (Diskussbecken, Seewasserbecken), traue ich mir das zu.
Genug der Vorreden, als erste musste natürlich ein Formicarium her. Nach meinen ersten Bastelerfahrungen mit der Lasius Kolonie hatte ich viele Dinge im Kopf, die durch Bilder und Berichte im Internet noch ergänzt wurden.
Ich wollte also ein Glasbecken identisch meines Lasius Formicariums (30x20x20) mit integriertem Ytongnest. Hier habe ich mich von verschiedenen Bildern im Internet inspirieren lassen.
Weiterhin sollte die Bewässerung durch einen großen Wassertank von unten erfolgen, denn die Bewässerung meines Lasius Nestes rein von oben gestaltet sich sehr schwierig.
Durch die Kapilarwirkung des Wassers/Ytong dachte ich mir sollte das kein Problem sein.
Hier meine ersten (und einzigen) Skizzen:
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Also ab in den Aquaristik Shop und ein Becken 30X20X20 gekauft für 13€.
Nun habe ich mich daran gemacht, die Wassertrennwände aus Acrylglas auszusägen und einzukleben. da ich die komplette Ytongfläche bis unten als Nest nutzen wollte, ist diese Trennwand notwendig, damit der untere Teil des Nestes nicht unter Wasser steht, aber Bilder sagen hier mehr als 1000 Worte:
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Dann der Dichtigkeitstest:
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- bestanden! ;)
auf den Bildern erkennt ihr noch eine Trennwand an der Seite, die auf den Skizzen nic ht zu sehen ist. Diese musste sein, weil ich mich entschieden habe an die Seitenwand zusätzlich eine Sandfarm zu bauen, und damit diese nicht direkt im Wasser steht und die Tiere keine Möglichkeit haben in den Wassertank zu kommen, ist diese Trennwand notwendig.
Nachdem ich dann den ersten Ytong-Block zurecht gesägt und eingesetzt hatte, kam die erste große Ernüchterung!
Die Trennwand ist ungeeignet.
1. war sie zu weit vorne an der Scheibe und 2. war sie mit knapp 4 cm zu hoch. D.h. der eigentliche Nestteil an der Scheibe war gerade mal 2cm dick, und die trennwand ging bis zur Hälfte des Ytongs hoch.
also, Kommando zurück, Trennwände wieder raus, auf knapp 3cm gekürzt und mit etwas mehr Abstand zur Frontscheibe eingesetzt. Wieder alles neu eingeklebt (mit aquariensilokon) Dann einen neuen Ytongblock zurechtgesägt.
Dann habe ich mich an die Bearbeitung des Ytong Nestes gemacht. Größe 29X10X10, Dauer bis fertig ca. 1,5h (Kosten ca. 2€ für ganzen Block)
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Nun bin ich auf die glooreiche Idee gekommen, das Nest optisch mit Wasserfarbe vom Junior noch zu verschönern. Wasserfarbe vom Kid aus dem einfachen Grund weil ich davon ausgehe,dass diese ungiftig und ungefährlich ist, wenn sie sogar 3 Jährige Essen dürfen :)
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Im Nachhinein hätte ich mir diesen Anstrich sparen können, denn als der Ytong trocken war, war von dem schönen satten dunklen Braun fast nichts mehr zu sehen :(
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ich denke, die Farbe ist in den Ytong eingezogen worden. Hätte also wahrscheinlich doch eher Lehm/Tongemisch oder vielleicht Plakafarbe nehmen sollen. Beides war aber leider nicht zur Hand.
Dann habe ich den Ytong ins Nest eingepasst, passte wunderbar!
Vorsichtig alles mit Silikon eingestrichen damit auch alles schön dicht ist, und rein damit ins Becken.
nächster derber Rückschlag:
Versucht bitte NICHT, ein Ytongnest das nur ein paar Millimeter kleiner ist als das Becken und mit Silikon eingestrichen in das Becken einzusetzen! es geht nicht.
Ich versaute mir dabei sämtliche Scheiben mit Silikon und die Vorserseite des Nestes!!!
So ein Mist, das ging also nicht :(
Was nun, nun, es blieb nur eines, die Entfernung der Frontscheibe:
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Wer von Euch schon mal mehrere total mit Silikon verschmierte Scheiben hatte, kann sich vielleicht vorstellen, wie es mir in diesem Moment (gegen 22:00) in etwa ging! :(
Nach ca. 45 Minuten und 2 hinterher schrottreifen Microfasertücher (Microfaser versus Silikon rocks! :)) waren die Scheiben wieder halbwegs sauber.
Ein gutes hatte das Ganze, denn vor lauter lauter hatte ich vergessen,die Gänge im Nest zu verschließen!
Hierzu habe ich dann Sand-Lehmgemisch aus meiner Glasfarm verwendet:
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Ich hoffe, dass sie diese Teile des Nestes irgendwann wieder freilegen.
Dann habe ich die 2. große trennwand für die Sandfarm eingefügt:
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Dann die Ständer für die Bodenplatte und das tongranulat hinzgefügt:
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als Nächstes kam dann die Bodenplatte rein:
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Mit dem Lötkolben habe ich das Loch für die Bewässerung reingebrannt:
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zu guter Letzt noch die Frontscheibe wieder angeklebt:
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Hier das Ganze Konstrukt:
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Dann habe ich die Bodenplatte mit Gips beschichtet und den Futternapf integriert. Das Ganze dann noch mit Sand bestreut:
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dann, gegen 0:00 die erste Bewässerung:
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schön zu sehen, wie das wasser hochgesogen wird.
Nun war gegen 1:00 für mich das Basteln erst mal zu Ende, in der Hoffnung, dass am nächsten Tag das Wasser vollständig verteilt sein wird, ging ich ins Bett.
Am nächsten Morgen dann die nächste Ernüchterung, das Wasser ist NICHT bis ganz oben hochgezogen worden :(
d.h. meine Bewässerung ist nicht 100%tig ausgereift- vielleicht hätte ich es vorher mal testen sollen :)
Dringende Verbesserungen fürs nächste Projekt:
- Ytongteil der im Wasser steht mit kleinen Löchern versehen und so sie Overfläche vergrößern
- and er Rückseite des Nestes Baumwolldochte anbringen die das Wasser besser nach oben leiten.
Also habe ich (die Tiere waren mittlerweile mit GLS angekommen *froi*) ähnlich wie bei meinem Lasius Nest eine zusätzliche Bewässerung von oben eingebaut:
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Der Wassertank ist zusätzlich mit einer feinen Glasfasergaze abgedeckt, welche mit Lehm/Gipsgemisch festgeklebt ist. Da kann kein Tier mehr drin ertrinken :)
Zu letzt habe ich noch den Sand in die Seitenwandfarm eingefüllt:
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und zu alerletzt, nicht zu vergessen, den Ausbruchsschutz: (Klebeband mit Parafinöl getränkt und darüber ca 2cm Parafinöl/Vaseline Gemisch an der Scheibe)
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SOOOO, das Becken war dann gegen 10:00 heute morgen fertig, und bereit für den Einzug... hier beginnt nun der Haltungsbericht ;)
TAG 1 6.7.2010
heute sind die Tiere angekommen:
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Leider war ich dieses Mal mit der Antstore Lieferung nicht ganz zufrieden. bestellt waren 26-50 Arbeiterinnen, ich kann aber mit viel Wohlwollen max. knapp über 20 Tiere inkl. Königin zählen.
Dabei waren 3 Soldaten, einer war leider schon tod in der Schachtel. D.h. meine neue Kolonie besteht jetzt aus:
1X Queen (noch namenlos)
ca. 18 Arbeiterinnen
2X Soldaten
zzgl. Brut und ca. 5-6 Puppen.
Dann erfolgte der Einzug, die Tiere sind soroft ausgeschwärmt und haben die neue Behausung erkundet. Keine 10 Sekunden nach öffnung der Schachtel flitzten auch schon welche durchs neue Ytongnest (Schlauer Weise habe ich das RG auch direkt an den Eingang des nestes gelegt :)).
Diese Tiere sind wirklich klitzeklein, ein Soldat istungefähr so groß wie eine normale Lasius Niger aus meiner anderen Kolonie, auch die Queen ist bedeutend kleiner als ihr Lasius Gegenstück. Zum glück habe ich die Gänge im Nest nicht noch größer gemacht..
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Selbstverständlich gab es gleich etwas zu Essen in form von Heimchen und Zuckerwasser..
dann gings wirklich "ab", im wahrsten Sinne des Wortes.
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Das Futter wurde mehr als gut angenommen, man könnte meinen, sie hätten seit Monaten nichts zu Fressen bekommen, Die Reise hat sie scheinbar ausgehungert.
Sehr schön waren hier schon die Unterschiede zu meiner Lasius Kolonie zu erkennen. Die lasius gehen wesentlich gemütlicher an die Sache heran, die Pheidole hingegen werden wild wie beim sprichwörtlichen Stich ins Wespennest.
Ruck zuck waren 8-10 Arbeiterinnen plus beide Soldaten damit beschäftigt, am Heimchen herumzuzerren und die Gaster voll zu machen.
Etwas später reichte ich noch Mehlwurm und einige Fruchtfliegen, den halben Mehlwurm haben sie doch tatsächlich ins RG geschafft (die Fruchtfliegen auch).
Auch der Ausbruchsschutz wurde schon inspiziert, 2 Tiere sind entlang des eingeklebten Dichtungsbandes einmal rund um die Arena gelaufen, scheinbar um Schwachstellen zu finden, scheinbar auch erfolglos ;)
Bereits der erste Tag war also sehr verheißungsvoll und lässt auf mehr spannende Beobachtungen und Erlebnisse hoffen :)
Hier noch ein paar Fotos vom hungrigen Soldaten, der über einen aufgeschnittenen Samen herfällt:
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Und hier meine Kleine neue Kolonie im Nest mit Queen:
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Hier auch noch mein "toter" Soldat, sie haben ihn neben dem RG deponiert. Aber erschreckender Weise scheint er noch zu leben, jedenfalls erkennt man durchs Maktoobjektiv das er ab und zu zappelt und zuckt ;(
Der Färbung nach würde ich sagen er ist noch nicht sehr alt, da wesentlich heller, als die anderen beiden Soldaten, wahrscheinlich war der Transport vom Shop zu mir einfach zu viel für ihn?
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7.7.2010
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heute Morgen lag leider eine tote Arbeiterin in der Arena. Ohne erkennbaren Grund. Auch der scheintote Soldat, der gestern noch gezuckt hatte, liegt tod ganz in der Nähe der Arbeiterin. scheibar wurde diese Stelle der Arena als Freidhof auserkohren.
Ich hoffe, dass das Sterben nicht weiter fortschreitet, denn meine Zählung heute morgen ergab deutlich unter 20 Tiere. Für die bestellten 26-50 am 2. Tag doch schon recht armselig wie ich finde.
Auch wurde ich mal wieder belehrt, dass man sich vorher Gedanken machen kann und Planen kann wie man will, die Tiere bzw. die Natur spielt aber Ihr eigenes Spiel.
Zuerst entdeckte ich, dass die Tiere hinten links an der Sandfarm angefangen haben zu buddeln, und zwar ca. 4 cm tief genau in der ecke des Beckens nach unten:
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zuerst waren hier auch noch Grabungsarbeiten zu erkennen, dann war der Tunnel aber leer.
D.h. aber, die Sandfarm scheint gut anzukommen ;)
Natürlich habe ich gleich die Frontseite der sandfarm mit roter Folie abgedunkelt.
Erstaunlich aber, mit welcher Präzision die Tiere die Stellen in der Arena finden, an denen sie tief graben können. Ich weiss das ist eine reine Vermutung, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie eine Art Tiefensonar haben. Das ist mir bei meinen Lasius schon aufgefallen, das sie genau an der einzigen Stelle in der Arena gebuddelt haben, an der der Sand ca. 1cm tief war.
Dann habe ich entdeckt, dass ein Soldat und 2 Arbeiterinnen damit beschäftigt sind, am 2. Ytongnest Eingang, welchen ich ja mit Sand verschlossen habe, am Buddeln sind :(. D.h. die 2. Stelle in der Farm, wo man tiefer buddeln kann, wurde auch schon entdeckt... Echt schlau die Tiere.
Hier werde ich aber das nest nicht abdunkeln, d.h. wenn sie den Durchbruch schaffen, können sie auch von hinten ins (helle) Nest.
Der linke und bereits direkt am RG zugängliche Teil des Nests ist mit roter Folie abgedunkelt.
Ich werde mir die Tage mal noch eine Wärmequelle besorgen, habe aktuell so um die 25 Grad im Becken..
..und der Abendbericht...
als ich heute gegen 17:00 nach Hause kam, war ich geschockt! Das RG war leer!!
erst nach intensiver Suche konnte ich die neue Nestposition vermuten.
Sie sitzen jetzt im rechten Eingang des Nestes, dessen Zugang mit Sand verschlossen war. Sie sitzen NICHT im Ytongnest, es ist hier kein Durchbruch zu sehen, sondern sie haben sich einfach ein Stück in den ca. 2.5cm langen Gang zur Vorderseite des nestes gegraben, genau da, wo heute morgen schon gebuddelt wurde.
D.h. die ganze Kolonie sitzt jetzt an einer denkbar ungünstigen Stelle (für mich), da absolut nicht einsehbar :(
auch andere Stellen wurden scheinbar getestet, denn in der Sandfarm existieren 2 weitere neue Tunnel an der Vorderseite.
Nun, Nahrung wurde dennoch angenommen, gerade sind einige dabei das angebotene Heimchen und die Fruchtfliegen Richtung Nesteingang zu schaffen. Ich könnte die Tiere für Ihren Umzug strafen, in dem ich das Futter weiterhin an den anderen Nesteingang lege, mal sehen :)
Sehr überrascht war ich über die Schnelligkeit des Umzuges, schon am 2. Tag raus aus dem RG.. also entweder war das RG so schlecht, oder meine Arena so gut :=)
Dann habe ich heute im Baumarkt eine 50 Watt Infrarotlampe gekauft (kleinste dies da gab) und vor dem Becken positioniert. Ergebnis war eine Beckentemperatur von 30 Grad. leider war dies auch mit einem sprunghaften Anstieg der Luftfeuchte gekoppelt, so dass ich jetzt im gesamten Unterbodenbereich angelaufene scheiben habe, sowohl im Bereich hinten (Wassertank) als auch vorne (Frontscheibe).
ich habe daraufhin einen Großteil des Wassers, welches immer noch sehr hoch im Wassertank stand, rausgelassen.
An der Befeuchtung muss ich also noch ein wenig feilen.
in diesem Sinne, gute Nacht und schade dass es unsere Jungs nicht am Sonntag gegen Holland versuchen dürfen :(
8.7.2010
Heute ist nichts merkliches passiert. Das Kondenswasser hat sich etwas gebessert, Tiere waren kaum zu sehen, da sie scheinbar in ihrem neu gebuddelten Nest sitzen (wie gestern beschrieben).
Ich kann also überhaupt keine Aussagen über die Kolonie machen, keine Ahnung, ob alles ok ist oder was passiert.
Die "Grabung" ist scheinbar heute im Laufe des Tages noch erweitert worden, denn es liegt jetzt noch mehr looser Sand um den Eingang.
Fruchtfliegen wurden ins Nest geschafft, Reste von Fruchtfliegen wurden aus dem Nest raus geschafft.
Ich wüsste gerne, wieso sie diese Stelle bevorzugt haben, und nicht die Sandfarm, in die insgesamt 3 Tunnel senkrecht nach unten gebuddelt worden sind.
An der Stelle, an der jetzt das Nest ist, habe ich Sand/Lehmgemisch aus meiner Glasfarm genommen (original von Antstore), in meiner Sandfarm im Becken habe ich gelbfarbenen Tarrariensand genommen und mit Lehmkonzentrat vom antstore (etwa 3 Teile Sand zu 1 Teil Lehm) gemischt. vielleicht liegts daran?
Nunja, ich hab die Hoffnung, dass bei steigender Koloniegröße irgendwann auch die Sandfarm genutzt werden wird.
Im Nachhinein habe ich die Kammern im Ytong locker um den Faktor 2 bis 3 zu groß gemacht für diese winzigen Tiere.. deutlich kleinere Kammern und Gänge wären sicherlich sinnvoller gewesen, naja, ist halt jetzt so. Beim nächsten Projekt werd ich das besser machen.
Falls es ihnen nicht gefällt, haben sie ja immer noch die Möglichkeit im Sand zu graben.
Ich hoffe, dass ich die kommenden Tage wieder mehr zu berichten habe...
10.07.2010
Meine Kolonie macht mir in den letzten Tagen ein wenig Sorgen.. es ist kaum noch Aussenaktivität zu erkennen, man bekommt eins. höchstens 2 Tiere zu Gesicht. Auch Futter wird aktuell nicht viel angenommen.
Die Tiere scheinen sich die ganze Zeit im Nest aufzuhalten. Tote sind allerdings auch keine zu sehen. Leuchtet man mit der Lampe in den Nesteingang, regt sich innen aber etwas.
Bei meiner lasius Kolonie verhält es sich ähnlich, allerdings kann ich da ins Nest schauen und sehen, dass alles in Ordnung ist.
Bei den Pheidole geht das leider nicht, so dass ich nicht weiss, ob es allen im Nest gut geht.
Bleibt wohl nur abwarten und Tee trinken.
Temperatur im Arenabereich aktuell 29 Grad, Luftfeuchte 80%.
Der Ausbruchschutz scheint sehr effizient (vielleicht zu effizient) zu funktionieren, denn eine tote Arbeiterin lag auf dem Dichtungsklebeband unterhalb des Parafin/Vaseline Anstrichs am Glas.
D.h. sie ist nicht rausgekommen, aber scheinbar auch nicht wieder runter und dann verendet.
Dass sie aber überhaupt da hin kam zeigt, dass ich das Klebeband neu mit Parafinöl einstreichen muss.
11.07.2010
Auch heute wenig Neues in meiner Kolonie.
Es ist wenig Aussenaktivität erkennbar, maximal 3 Arbeiterinnen bekommen man zu Gesicht. Eben habe ich zum ersten mal eine im rechten (ans von ihnen selbst gebuddelte Nest angrenzenden) Ytongnest rumhuschen sehen, gleichzeitig war eine im linken Ytongnest-teil unterwegs. Ob sie das Nest am sondieren sind für den nächsten Umzug, kann ich nicht sagen. UIch habe mich bei dieser Kolonie dazu entschlossen, alles so zu lassen wie es die Tiere machen/wollen, und einfach zu sehen, was passiert.
Die Temp ist auf 30 Grad, Luftfeuchte ist auf ca. 70% runter, weil ich die ganze Zeit den Deckel auflasse und kein neues Wasser in den Wassertank fülle.
15.07.2010
Hier mal wieder ein Update in meinem Pheidole Tagebuch.
Nachdem ich ja mit meinen anderen Ameisenkolonien (Lasius Niger) so probleme hatte (Königinnentod), habe ich mir natürlich auch um eine Pheidole besondere Gedanken gemacht, gerade da ich fast keine Aktivität feststellen konnte. Nachdem dies auch gestern nicht anders war (die Tiere schienen immer noch eingebuddelt im Ytong Nesteingang zu sein, zu sehen war MAX 1-2 Tiere in der Arena einmal am Tag), habe ich den entschluss gefasst, zu prüfen ob noch alles ok ist.
Hierzu habe ich vorsichtig den Eingang zum Ytong nest vergrößert, und den Sand sehr behutsam rausgebuddelt (mit einem Zahnarztinstrument). Relativ schnell ging die Post ab, d.h. 5-6 Tiere kamen raus und griffen den Spatel an.
Auch relativ schnell konnte ich einen Blick auf die Königin erhaschen, und ein paar Eier und Larven sehen.
Selbstverständlich habe ich sofort alle weiteren Arbeiten eingestellt, schon 10 Minuten später hatten die Tiere das vergrößerte Loch schon wieder mit Sand verschlossen.
Ich weiss, das das wahrscheinlich nicht sehr förderlich war, aber ich brauchte nach meinen beiden Lasius Verlusten einfach die Gewissheit, ob bei den Pheidole noch alles ok ist, oder ob vielleicht doch irgendein externer Einfluss meine Kolonien dahingerafft hat.
Seit dem ist in der Pheidole Kolonie wieder mehr Aktivität erkennbar. Fruchtfliegen werden direkt ins Nest geschafft, und gestern hingen 3 Tiere gleichzeitig an einem Stück Wassermelone, das ich gereicht habe.
Ich bin also wieder ein wenig beruhigt und warte nun mal ab, was passiert.
16.07.2010 Angriff auf meine Kolonie!!!
Also, wer wenig Aussenaktivität hat und immer max 1-2 Tiere draussen sieht, sollte mal eine Lasius niger Arbeiterin in die Arena setzen....
Aber eins nach dem anderen :)
Meine Frau brachte heute vom SChwimmbad in einer Tupperdose mit Obst unfreiwillig gefühlte 500 Lasius (oder eine sehr ähnliche Art) Arbeiterinnen mit nach Hause. Nachdem 499 im Klo verschwunden waren, krabbelte eine noch auf meiner Hand rum..
ich setzte sie in die Arena meiner Pheidole...
Entweder extremst todesmutig oder aber alsolut suizidal hatte diese nichts besseres zu tun, als schnurstracks im Nesteingang der Kolonie zu verschwinden... Ich dachte schon "VERDAMMT das war ein Fehler die da rein zu setzen die macht mir jetzt alles platt", aber schon sekunden später wurde sie von einigen Arbeiterinnen wieder rausgezerrt, und dann war scheinbar alles auf den Beinen, was meine Kolonie zu bieten hatte, inklusive den beiden Soldaten, die ich seit dem Auszug aus dem RG nicht mehr gesehen hatte.
Also waren ca. 15 Tiere damit beschäftigt, die Lasius Arbeiterin unschädlich zu machen, was auch relativ schnell gelang (so schien es zu mindest), und nach ein paar Minuten war vom Spektakel nichts mehr zu sehen.
ich denke (hoffe), dass die Lasius Arbeiterin tot ins Nest geschafft worden ist.
irgendwie sah es so aus, als ob eine Pheidole Arbeiterin 2 Köpfe gehabt hat, ich konnte das aber total schlecht erkennen, kann es sein, das die Lasius Arbeiterin sich in ihr festgebissen hat, und ihr dann der Kopf abgetrennt wurde? das sie dann immer noch dranhängt?
Jedenfalls habe ich mich dazu entschieden, mit solchem Lebendfutter erst wieder weiter zu machen, wenn meine Kolonie deutlich größer geworden ist, um kein Risiko einzugehen, auch wenn die eine Lasius Arbeiterin scheinbar gegen 10 Pheidoles nichts auszurichten hatte...
Ansonsten nichts Neues.