Hallo zusammen.
Das Leben nimmt seinen Lauf, so auch hier im Formikarium:
Da wird gebaut...
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...gewacht...
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...erkundet...
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...Futter gesammelt...
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...und getauscht.
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Ab und an seh ich auch die Dickmadamme, begleitet von kleinem Gefolge.
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Brut gibt es auch und inzwischen liegen die ersten Zahlen vor - wenn auch unter Vorbehalt, weil ich nicht alles sehe, was im Nest vorgeht.
Am 15. April sah ich das erste Ei, am 18. war es bereits ein kleines Eierpaket.
Am 4. Mai konnte ich einen Blick auf Larven erhaschen. (19 Tage)
Am 20.5. dann bereits Puppen (16 Tage) und am 8. Juni ist mir die erste Jungameise im Nest aufgefallen. (19 Tage)
Macht zusammen 54 Tage vom Ei zur Ameise. Wie gesagt, unter Vorbehalt, da ich ja auch keine genauen Zahlen zur Temperatur habe.
Die Kolonie wohnt aber am wärmsten Platz: Da, wo der Spot in's Becken strahlt. :D
Und was machen die Minnies?
Denen geht es gut und sie tragen ebenfalls Protein und Zuckerwasser ein.
Sie treten zwar nicht mehr so geballt auf, aber immer wieder sind einige von ihnen im Becken und an den Futterstellen zu sehen.
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Mit diesem Bild friedlicher Eintracht verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal.
:D
Moin Moin.
Sie krabbeln wieder. :)
Wo genau im Becken die Kolonien den Winter verbracht haben, kann ich nicht sagen. Auf den ungefähren Nestbereich der Temnothorax weisen aber kleine Holzkrümel hin.
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Die Temnothorax sind allgemein schon sehr aktiv und sammeln bereits fleißig Futter. Unter der Schale kann man einige Formica sanguinea auf Erkundungsgang sehen.
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Gemeinsam schaffen es diese Tierchen auch, die Beute näher richtung Nest zu schaffen.
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Letztes Jahr hatte ich schon kurz die Befürchtung, mit der friedlichen Koexistenz beider Arten sei es doch nicht so weit her und die Winzlinge hätten das Zeitliche gesegnet. Recht aufgeregt nagten sich die Raptiformica einen Weg zum damaligen Nest der Temnothorax in einem Zweig, doch konnten diese wohl ihre Königin retten. Ansonsten gelingt es den Kleinen immer wieder, den großen Ameisen aus dem Weg zu gehen oder rechtzeitig Deckung zu suchen.
Die kennen da nix und spazieren in aller Seelenruhe durch ein Grüppchen bauender Formica sanguinea auf deren Nesthügel! 8)
Hier besagter Zweig, ich denke, sie haben das ganze Ding bis zum anderen Ende ausgehöhlt und evtl dort auch überwintert. (Das Ende ragt in die Peatwallschicht am Boden.)
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So ganz entschieden, wo sie diesen Frühling wohnen wollen, haben sich die Raptiformica auch noch nicht. Mal sind sie hier im Zweig, mal im Holznest.
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Dort bauen sie auch fleißig an ihrem Hügel. Ich kann nur allen Haltern dieser Art, die es noch nicht getan haben, empfehlen, ihnen was zum Räumen und Bauen zur Verfügung zu stellen. Das macht irre Spaß, zu sehen, wie sie ihre Umwelt gestalten!
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Derzeit steht das neue Nestbecken noch zum Trocknen. Es besteht aus einem Gipsnest und wie im (eigentlichen) Arenabecken auch habe ich Konturen und Wände mit Peatwall ausgestaltet. Sieht momentan noch etwas nackt aus, aber ich denke, ich werde auch noch ein paar Pflanzen dort ansiedeln.
Bis bald.
mati
...so, das neue Becken ist trocken, eingerichtet und angeschlossen.
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Neben dem Moos (das die Ameisen auch gerne "ernten", um damit ihr Nest auszukleiden oder den Hügel zu gestalten) habe ich noch flach wurzelnde Pflänzchen aus unserem Hinterhof gepflanzt.
In der Ecke beim kleinen Stein wächst (hoffentlich) bald ein Farn.
Walderdbeeren habe ich auch noch eingepflanzt.
Bei der Erdbeerpflanze in der Mitte habe ich ein kleines Schälchen als Wasserstelle eingebaut und mit peatwall überzogen. Bisherher saugt aber die Umgebung noch alles Wasser recht schnell auf. Mal seh'n, evtl muss ich die Schale doch frei legen.
So sieht die Anlage nun komplett aus.
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Ich bin gespannt, wann die Damen umziehen. Bisher wächst erstmal der Hügel auf dem Holznest weiter an, aber sie haben das neue Becken auch noch nicht entdeckt.
Wie so oft entdeckten die Temnothorax zuerst die Neuheit im Formicarium. Die sind echt auf Zack. Ich vermute, dass es auch mit ihrer großen Konkurrenz zu tun hat, dass sie viel furagieren und sich gierig auf alles stürzen, was an Nahrung angeboten wird. Schließlich braucht nur ein größeres Tier zu kommen, bei mir dann eine der Formica, und weg ist die Nahrungsquelle.
In der Tat entdeckten auch die großen Mädels bald das neue Becken samt Nest.
Erkundet, für gut befunden und bewacht...
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während andere bereits Baumaterial herbeitragen.
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Innerhalb von zwei Tagen hatten sie bereits einen schönen Hügel beisammen, der stetig wächst und sich verändert.
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Dabei betätigen sie sich auch als Gärtnerinnen und gehen dabei nicht gerade zimperlich vor. Radikal, im wahrsten Sinne des Wortes! Erst knabbern sie schön die Wurzel ab und ernten dann die welken Blätter. Ich befürchte, einige Pflanzen werden auch diesmal das Zeitliche segnen. Erfreulich allerdings, dass die Walderdbeeren gedeihen und im zweiten Becken noch Samen vom letzten Jahr aufgehen. :)
Wie ihr auf dem letzten Bild seht, tragen sie auch oberhalb des Nestes Material zusammen, wenn auch nicht so viel. Es scheint, als wollten sie die unterirdische Ausbreitung des Nestes an der Oberfläche abdecken.
Auch im Gipsnest tut sich was.
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Gerne tragen sie ihre Brut ins Freie und umringen sie mit ihren dunklen Leibern. Ich vermute, dass sie die Albedo nutzen und mehr Wärme auf die Eier lenken.
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Letztes Jahr war ich noch etwas zögerlich mit der Lampe, aus Angst, es könnte zu warm werden. Dieses Jahr ist das Becken etwas größer (40x30x20) und die Lampe strahlt mit noch moderaten 25W etwas öfter und direkter auf's Nest. Den Damen gefällt's, sie genießen lange Sonnenbäder mitsamt ihrer Brut. Und siehe da: Sie tragen bereits erste Larven mit sich herum. :)
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Bis zum nächsten Mal.
:)
Heyhey.
Wo war ich stehen geblieben...?
Ach ja: die Larven haben sich prächtig weiterentwickelt.
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Inzwischen sieht der Nestbereich auch schon so richtig nach Ameisenhügel aus.
Eine im Vergleich zu den Vorjahren recht große Zahl Ameisen sitzt auf dem Hügelchen und sonnt sich, babysittet oder baut.
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Im oberen Bereich könnt ihr sogar schon die ersten jungen Ameisen sehen. Sie sind leider nicht ganz im Fokus, aber man kann sie erkennen.
Das Bild ist aber auch aus anderem Grund interessant: Unten rechts seht ihr eine der Kammern in ihrem selbst gebauten Nest, in der sie ebenfalls Brut lagern. Diese Kammer öffnen und schließen sie je nach Bedarf. Auch die Königin hält sich mitunter in diesem Nestbereich auf, ich ertappe sie hin und wieder bei ihrem Ausflug.
Bilder hätte ich, aber die Nahaufnahmen sind mir zu unscharf für den Bericht. Bei Gelegenheit muss ich mir mal eine Nahlinse bestellen. (Kann natürlich aber auch sein, dass ich grad einfach bissl zittrig bin. ;) )
Die Temnothorax sehe ich leider nur noch sehr vereinzelt. Zwar verschmähen meine Großen derzeit die Heimchen, so dass sich das Problem der Futterkonkurrenz erstmal geklärt hatte. Die Kadaver sind auch immer schön ausgenagt und ich sehe die Kleenen daran knabbern. Im Vergleich zum letzten Jahr sind es aber wenige Tiere. Ich hoffe sehr, dass die Königin der Kolonie noch lebt. Schließlich hatten die Formicae deren altes Nest ja aufgeknabbert. Ausschließen, dass sie deren Königin gleich auch gefrühstückt haben, kann ich nicht. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Bei den Großen sind momentan Wachsmottenmaden der Hit.
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Tolle Nachrichten gibt's hinsichtlich meiner Pflanzen. Zwar haben es zwei nicht geschafft, dem Ansturm der Damen zu trotzen, dafür sind Walderdbeere und Farn gut angewachsen und gedeihen. peatwall rocks! :lol:
Ich habe eine Tageslichtlampe über dem Becken montiert, was glaub nicht die schlechteste Idee war, da die Wohnung doch dunkler ist, als die alte. Besonders stark ist sie zwar nicht, aber die ausgesuchten Pflanzen stehen im Wald ja auch eher schattig.
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Das wird ein ordentlicher Dschungel, wenn die Triebe alle aufgehen. :)
Dies hat mich ganz besonders gefreut, die Pflanze vom Hinterhof treibt Blüten aus.
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Soweit für diesmal.
Bis zum nächsten Mal grüßt euch
mati
Ist das 8) !
Letztens mutmaßte ich noch, ob die Temnothorax wohl überlebt haben und heute entdecke ich dies:
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Halten die doch tatsächlich Hochzeitsflug. :)
Leider blieben viele Tiere im Paraffin kleben und versuchten nach meinem Befreiungsversuch vergeblich, nochmal abzuheben.
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Zuerst hatte ich kleine Schlauchstücke mit Wassertanks angeboten,
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habe die Tiere dann aber in's große Becken zurück gegeben. Auf die Schnelle hatte ich nichts Passendes zur Hand und da sind sie besser aufgehoben, sollten Einige vielleicht doch begattet sein. :)
Mit diesen guten Neuigkeiten bis bald
mati
Hallo zusammen.
Ich beginne mal mit den Temnothorax, die zum letzten Eintrag noch so schön Hochzeitsflug hielten.
So langsam mache ich mir immer mehr Sorgen, ob das mit der Vergemeinschaftung wirklich so ohne Weiteres funktionieren wird.
Denn Formica sanguinea ist wirklich umtriebig und trägt gnadenlos alles ein, was an Futter in ihrem Revier liegt.
Anfangs blieb das Extra-Heimchen, das ich verfütterte, immer noch eine Weile liegen und ich konnte die kleineren Ameisen daran knabbern sehen.
Inzwischen haben sie gegen die flinken Formicae keine Chance.
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Evtl halten sie sich aber mit den Resten der Großen über Wasser, wie etwa der sauber ausgenagte Skelettkopf rechts im Bild vemuten lassen könnte. Zuvor blieb beim Gemüll noch recht viel Verwertbares, das hat sich seither geändert. Und mein Eindruck war, als könnten die Temnothorax im Vergleich zu den Raubameisen auch härtere Stoffe besser zerteilen.
Natürlich kann es auch durch die Kleinstlebewesen kommen, die sich im Becken angesiedelt haben.
Da kreucht und fleucht inzwischen so einiges an kleinem Getier, was mich aber nicht stört. Im Gegenteil hab ich mit Interesse von Springschwänzen und ihrem Einsatz gegen Schimmel in einem anderen Beitrag gelesen. Klingt interessant.
Denn das ist ein Nachteil meines Beckens: Nicht immer finde ich den Müll rechtzeitig zwischen all den Stengeln und Hölzchen. Da kam es auch schonmal zu verschimmelten Torsos inmitten des Farns. :/
Meine Tiere stört dies allem Anschein nach aber nicht, und die Ausbreitung des Schimmels konnte ich bisher immer noch verhindern. Das Nest ist schimmelfrei. :)
Zur Zeit gibt es eine Mischkost aus mittelgroßen Heimchen und Wachsmottenmaden. Kaum liegt das Futter im Becken und haben wenige Minuten später die Scouts es entdeckt, geht auch schon die Post ab.
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Während sich Einige ganz elegant in Szene setzen ...
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... suchen Andere die Herausforderung und testen die Wildnis des Beckens.
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Auch jenseits der Futtersuche hatte ich meinen Mädels etwas Spaß in die Kiste gegeben.
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Diese Kiefernnadeln liegen am entferntesten Punkt des Nestes und ich wollte sehen, ob sie es zum Bauen verwenden.
Und tatsächlich, mit der Zeit wurde das Häufchen immer kleiner und auch das Nest änderte erneut sein Aussehen.
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Also dann ...
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... macht's gut ...
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... bis zum nächsten Mal.
Hey Hey!
Inzwischen ist die Kolonie im Winterquartier. Nur einige Puppenhüllen und kleineres Gemüll in der Arena erinnern noch an die vergangene Saison.
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Auch der Eingang zum Nest war bereits gegen Ende September meist verschlossen und nur hier und da regte sich was.
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Tja, der Winter kommt, ob wir wollen oder nicht... ;) Aber da mein letztes Update eine Weile her ist, hier ein kleiner Rückblick auf das Ende der Saison:
Die Kiefernnadeln wurden fast alle verbaut und dabei zeigte die Kolonie ihre architektonischen Fähigkeiten. Schön mit Stützbalken und Querverstrebungen legten sie Zwischenräume an. Da wurde dann auch mal die Decke wieder abgetragen, wenn ein Nädelchen nicht dort saß, wo es hin sollte...
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,,Draußen" ging derweil ein kleiner Schauer nieder.
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Das regt die Kolonie meist an, auf Futtersuche zu gehen...
Auf Wachsmottenmaden stehen die Mädels nach wie vor.
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Doch ich dachte mir, etwas Abwechslung im Speiseplan kann nicht schaden. Und da die Kolonie inzwischen doch erkennbar gewachsen ist und mehr Tiere an die Futterstellen kommen, gab's Heuschrecke. (Da bleibt auch für die Temnothorax mehr übrig. Ab und an sehe ich noch welche und wer weiß, vielleicht geht es ihnen im Untergrund besser als ich es erkennen kann.)
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Die letzten Puppen des Jahres genießen anfang September ein Sonnenbad.
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Ja Freunde, das waren die letzten Wochen. Nun liegt alles still. Ich wünsch euch gutes Überwintern!
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Bis bald
Mati
Hey Hey.
Schreiben im Frühling? ... musste dieses Jahr nicht sein. 8)
Dafür gab es um so mehr zu sehen und das dieses Jahr recht flott von Beginn an.
Ausgewintert am 14. März ruhte ein Teil der Kolonie meist in der gewohnten Traube, während andere Tiere bereits eifrig furagierten.
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Ja genau, ihr habt richtig gesehen. Der weiße Fleck neben der Königin sind die ersten Eier, keine vier Tage nach dem Ende der Winterruhe. (Die Lampe verwendete ich noch recht moderat.) Diese Zahl hat sich dann im Laufe der nächsten zwei Tage vervier- bis fünffacht auf etwa 20 Eier und ist in den folgenden Tagen weiter gestiegen.
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Zeitgleich herrschte ein unglaublich reger Baubetrieb. Quasi über Nacht breiteten die Damen sich im Nestbecken aus und begruben dabei die Wasserschale unter herbeigeschafften Bröckchen des Peatwall. Um den Nestbau zu unterstützen, gab ich einige Nadeln in die Anlage, die ebenfalls innerhalb kürzester Zeit in Richtung Nest verfrachtet wurden. Hier mal die Entwicklung in Momentaufnahmen. Kleinere Veränderungen nehmen die fleißigen Handwerkerinnen fast pausenlos vor.
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Selbst auf dem Stein versuchen sie Baumaterial abzulegen, was jedoch meist wieder runterfällt. Aber ihr seht, dass der untere Teil des Steins bereits ganz gut eingegraben wurde.
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Inzwischen ist mehr als die Hälfte des Beckens Teil des Nestes, welches mit zahlreichen Aus- bzw Eingängen versehen ist. Diese Bilder sind von heute, mal ohne Blitz, damit ihr die Vielzahl an Baumaterial erkennen könnt, die die Kolonie für ihr Nest verwendet.
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Am Übergang vom Becken zum Schlauch gab es bisweilen kleinere Staus, wenn eine größere Nadel nicht so passte, wie sie sollte.
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Im Hintergrund sind einige Stellen erkennbar, an denen die Ameisen die Rückwand-Deko des Beckens abgetragen haben - ihr Steinruch gewissermaßen.
Der Futtertransport hat Vorfahrt, denn inzwischen ist eine Menge an Brut vorhanden, und das in einer Geschwindigkeit, wie ich es noch nicht erlebt habe, seit ich die Kolonie habe.
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Diese Brut erhält ein tägliches Sonnenbad, wenige Minuten nachdem die Lampe anging. Inzwischen ist Brut in allen Stadien vorhanden. (Die erste Larve sah ich am 1.4., Verpuppung konnte ich um den 13.4 herum beobachten :D ...leider ohne Batterien in der Kamera)
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Wo immer es etwas Wärme gibt, wird Brut hingetragen und die Damen zeigen sich wirklich alles andere als scheu, was ihren Nachwuchs betrifft. Ich kann alles sehen, auch wenn ich nicht ins Nest selber einblicken kann. (Ok, wie ein Ei gelegt wurde habe ich noch nicht beobachten können :wink: )
Meist sehe ich tatsächlich Puppen, wenn ich nicht den rechten Moment abpasse. Denn Larven werden nur zeitweise ins direkte Licht getragen.
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Die Temnothorax sehe ich nicht mehr wirklich. Vereinzelt waren zwar Tiere am Zuckerwasser, aber überhaupt nicht vergelichbar mit der Aktivität im letzte Jahr. Meine Vermutung ist, dass die Raptiformicae damals doch den Zweig aufknabberten, in dem die Winzlinge ihr Nest hatten. ... und deren Königin war halt nicht ganz so winzig und dürfte durchaus die Beutegröße meiner Großen gehabt haben. Der Schwarmflug vom letzten Jahr erklärt sich für mich so, dass sie einen leztzten Versuch unternahmen, den Verlust der Königin zu kompensieren. (Bei Gelegenheit wollte ich dann auch die Äste mit dem nach dem Winter doch recht vergilbten Moos aus der Anlage nehmen. Bisher war ja alles potentielle Heimat des kleinen Volkes.)
Ganz so sorgenfrei, wie gern geschrieben, gestaltet sich daher meiner Meinung nach eine Vergesellschaftung beider Arten nicht zwangsläufig. Mal sehen, evtl wage ich nochmal einen Versuch in anderem Setup, denn diese kleinen Tierchen zu beobachten fand ich schon sehr spannend. Dazu muss ich mir aber was überlegen, um die Kolonie vor dem Heißhunger der Großen zu schützen, da die unersättlich sind und alles eintragen, was ihnen zwischen die Mandibeln kommt.
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Bis zum nächsten Mal.
Mati
:P Deja vu... schon wieder so kurz nach dem letzten Eintrag dies: :shock:
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Ich hatte mich schon gewundert, weil einige Larven und Puppen erstaunlich fett waren. Aber damit hätte ich nicht gerechnet, dass sich zwischen den frisch geschlüpften Tieren Jungköniginnen tummeln!
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Nun ja, der letzte unverhoffte Schwarmflug nahm kein gutes Ende. Da dieser Nachwuchs jedoch aus den ersten Eiern hervorging, als ich die Königin noch sah, bin ich guter Dinge. In ein-zwei Monaten weiß ich da mehr. :mrgreen:
Mal nachlesen, ob ich was dazu was finde. Bisher dachte ich, Geschlechtstiere würden erst später und zum Scharmflug hin herangezogen, jetzt scheint es, gehören sie zu einer Kolonie ab einer gewissen Größe dazu. (?)
Grüße
Mati