Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit, mal ein Auge auf meine Kolonie zu werfen und zu sehen, wie es ihr im Winterquartier geht. Alles sah schon recht winterlich aus mit dem bleicheren Grün des Mooses und keiner Ameise in Sicht außerhalb des Nestes.
Das Zuckerwasserschälchen hatte etwas Schimmel und so kam es raus; ausgebreitet hatte sich der Pilz aber zum Glück noch nicht weiter. Zuckerreserve ist auch noch reichlich in den Gastern vorhanden und so werden die Damen wohl erst um Weihnachten rum Nachschub erhalten.
Auch die Königin ist noch am Leben, Her Royal Antness in winter.
So weit, so gut, das nächste Mal werd ich euch das auch wieder bildlich präsentieren.
Frohe weihnachten (wenn ihr feiert...)
Hello again.
So, diesmal hab ich endlich an die Kamera gedacht und just gab es auch etwas abzulichten.
Zunächst mal die Gesamtsicht auf das Becken im Keller.
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Am Moos gab es ein paar seltsam verfärbte Bereiche. Zwar hat alles noch frisch gerochen, aber sicher ist sicher und so hab ich einen Teil des Mooses und auch die aufliegende Rinde entfernt.
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Wie ihr seht, habe ich leider einige Tote zu beklagen. Gesehen auf die ganze Zeit der Winterruhe halte ich diese Zahl jedoch für zu verschmerzen und noch im Rahmen; es sind die ersten toten Tiere im Winter bisher.
In der Muschel biete ich Zuckerwasser an und befeuchte das Moos von Zeit zu Zeit, damit auch reines Wasser zur Verfügung steht.
Im Nest selbst verhalten sich die Damen ruhig, auch die Dicke erfreut sich bester Gesundheit, wie es aussieht. Vom Nestinneren hab ich allerdings keine Bilder; mit Blitzlicht kann man wegen der Reflektion gar nichts sehen und den Stress von Tageslicht möchte ich der Kolonie im Winter ersparen.
Ich denke mal so ab nächstem Monat wird Bastelzeit angesagt sein und ich möchte ein neues Becken einrichten, um in der kommenden Saison wieder mehr Raum anzubieten. Je nach Entwicklung des Wetters plane ich, die Kolonie dann so gegen Ende März/ Anfang April wieder zu mir zu holen.
Hallo und einen schönen Frühlingsanfang euch allen (wenn auch etwas verspätet nach dem Kalender gesehen)
Vergangenen Sonntag holte ich die Kolonie aus der Winterruhe. Am Nesteingang waren mehrere Tiere zu sehen und ich dachte, es war an der Zeit, das neue Jahr einzuläuten.
Das alte Nest sieht etwas verwahrlost aus, die unteren Bereiche sind sehr feucht, fast zu sagen naß, und es liegen einige Tote in diesen Kammern. Die Kolonie hielt sich in den oberen Kammern auf.
Kaum an die Anlage angeschlossen, machten sich die ersten Damen auf Erkundungstour, und ich denke, sie sind genauso erpicht darauf, das alte Nest zu verlassen, wie ich es bin, das Becken neu einzurichten. Frühjahrsputz tut schließlich auch hier Not, nicht nur in der eigenen Butze. Als Übergangslösung habe ich ein weiteres Gipsnest angefertigt und in der Arena aufgestellt, es kann später auch als Zweignest dienen.
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Allerdings zieht es die Späherinnen noch nicht allzu weit von der Nähe des Nestes, die Arena wird bisher kaum besucht. Nur hin und wieder tanken einige ladies dort etwas Zuckerwasser.
Der Schlauch hat es ihnen dagegen direkt in der ersten Nacht angetan. Die komplette Rasselbande ist schnurstracks dort eingezogen und hat nicht lange gefackelt, sich häuslich niederzulassen.
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Tja, es kommt oft anders als der Halter denkt und ich bin mehr oder weniger da, wo ich zu Beginn der Haltung stand. Die Kolonie gräbt sich ihr eigenes Ding und ich habe nur bedingt Einfluß darauf. Aber ich finde das schön so, es hält einem in Erinnerung, dass man als Mensch nicht Herr der Dinge ist. Man kann sich Ameisen ins Haus holen, sie beherrschen zu wollen bleibt eine Illusion.
Naja, irgendwo bin ich auch selber schuld, gebe ich ihnen doch mit frischer Erde und Holzstückchen alles, was sie zum Wohlfühlen und Bauen brauchen. Im Grunde finde ich den Nestbau doch interessant; kleine Erdpäckchen wurden von einem "Steinbruch" nahe bei zur Baustelle transportiert, einige Träger legten die Klümpchen und Holzstücke auf dem Stein für die Baumeisterinnen bereit, und diese arrangierten alles zu diesem schönen Hügelchen.
Da die Kolonie nun aber nicht gänzlich in der Erde verschwunden ist, konnte ich im Schlauch die ersten Eierpakete sehen. Das Jahr fängt gut an, der Halter freut sich. Meine Hoffnung ist, dass sie mit steigendem Proteinbedarf und Futtersuche auch das neue Gipsnest entdecken und evtl sogar für gut befinden. Bisher haben sie erste kleine Heimchen genommen, die ich neben dem Nest als Frühjahrsleckerei angeboten habe. Mit den ersten Larven wird der Bedarf steigen und bis sie wieder mehr furagieren werde ich keine weiteren Proteine geben.
Hallo.
Es gibt wieder Neues zu berichten.
Gestern hat die Kolonie wieder das alte Nest besiedelt. Kurz vor dem Schlafengehen habe ich noch einmal einen Blick riskiert und zu meiner großen Freude festgestellt, dass dort inzwischen zwei schöne und beachtlich große Eierpakete umsorgt werden. Es sind so geschätzt an die hundert Eier und ich freu mich riesig. Echt irre, letztes Jahr war ich ja schon erstaunt, wie schnell die Kolonie auf einmal wächst. Nun geht es scheinbar mit noch größeren Schritten voran. Toll! :D
Die Königin dürfte im Laufe der Nacht dann auch umgezogen sein. Heute Mittag war sie bei den Eiern.
Auch habe ich das neue Nest außen über einen Schlauch angebracht. Allen, die mit Salzteig statt Styropor die Gänge formen, kann ich nur raten, sehr sorgfältig auf Teigreste zu untersuchen. Ich hatte einige Stellen übersehen, und leider hat sich Schimmel gebildet. Die letzten Tage habe ich das Nest daher desinfiziert und heute noch einmal nachgefräst.
Das Anbringen gestaltete sich leicht stressig, ich denke für die Damen mehr als für mich. Den Schlauches über das Ende des T-Stückes zu bekommen war etwas Gefriemel und das T-Stück ist, wie ich finde, leider nicht ganz so gut für den Schlauchdurchmesser geeignet wie im Antstore beschrieben. Schließlich war aber alles soweit montiert und zwei Ausreißerinnen wieder eingefangen, ehe sie sich hinter den Schrank flüchten konnten.
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Die Kolonie wohnt noch im Nest, das im Hintergrund zu sehen ist. Dort sitzen die meisten Tiere unten links in der Kammer. Die neuen Gefilde wurden jedoch bereits erkundet. Momentan ist das neue Nest wohl aber noch zu feucht, um als neue Heimat attraktiv zu sein. Bilder von den Eiern wollte ich zwar gerne auch liefern, doch habe ich mich entschieden, den Tieren nach dem heutigen Eingriff in ihren Alltag nicht weiter auf die Nerven zu gehen.
Futter gab's natürlich auch noch und die drei kleinen Heimchen wurden begierig im Nest verstaut. (Natürlich habe ich doch nicht wie zuletzt geschrieben auf Furagieraktivität gewartet, sondern die letzten Wochen schon immer mal wieder Proteine gereicht :wink: Aber ich war auch viel unterwegs und konnte daher schlecht einschätzen, ob Futter gesucht wurde oder nicht, also lieber auf Nummer sicher statt Tierquälerei.)
Soweit für diesmal, wer kommentieren möchte, bitte hier entlang.
Viele Grüße
mati
Mit den heißen Sonnenstrahlen heute wollte ich auch meinen Ameisen eine Prise mehr Wärme gönnen. Also habe ich die Heizlampe eingeschaltet und über dem externen Nest angebracht.
Der erhoffte Effekt sollte nicht lange auf sich warten lassen: Bereits nach wenigen Minuten saßen sieben Tiere im warmen Schlauch vor dem Nest und putzten sich. Vorstöße ins's Innere blieben aber noch selten. Dafür liefen zwei Ameisen dann richtung altes Nest.
Dann ging alles eigentlich ziemlich fix. Immer mehr Tiere sammelten sich vor und gerade so im Nest, je mehr sie wurden, umso weiter wurden die Höhlen erkundet. Nach etwa 20 Minuten konnte ich bereits erste Brut im neuen Nest erkennen und der Strom vom alten zum neuen Nest riß nicht ab, per Tandem oder mit kleinen Larven und Eiern zwischen den Mandibeln. Nach etwa einer dreiviertel Stunde bot sich bereits ein toller Anblick.
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Über dem alten Nest konnte ich im Moos versteckt ebenfalls Eierpakete und Larven entdecken. Dort fiel wohl auch noch etwas Wärme hin.
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Nach einer Stunde habe ich glücklicherweise gerade rechtzeitig aufgesehen, um noch zu sehen, wie die Königin im Eilmarsch zum Großteil des Staates eskortiert wurde. Über hundert Tiere waren zu dieser Zeit schon ständig im Nest und putzten sich und andere, pflegten Brut oder eroberten neue Kammern.
Nach dem Streß gab's dann erstmal eine Stärkung. Immer wieder hielten vorbeilaufende Ameisen bei der Königin und tauschten Futter.
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Soweit mal der kleine Eindruck vom Umzug. Ich bin froh über dieses interessante Ereignis heute, denn in's liegende Nest habe ich bessere Sicht als durch den seitlichen Einblick. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Bleiben sie dort? Werden es zwei (drei, wenn man den Schlauch mitzählt) Nester, in denen Vorräte und Brut gelagert werden? Bleibt die Königin in diesem Nest?
Es dürften spannende Wochen werden. :D
Eine turbulente Woche liegt hinter der Kolonie.
Bereits am Morgen nach dem Umzug, von dem ich euch zuletzt berichtet hatte, war die ganze Bande wieder mit Larve und Ei in ihr altes Domizil zurück gekehrt. Von da an ging es jeden Tag auf's Neue hin und her. Nur während den etwas kühleren Tagen habe ich die Lampe ausgelassen, es fand dann auch kein Umzug statt. War die Lampe aber an, dauerte es keine 10 Minuten, bis die Kolonie samt Königin das Nest gewechselt hatte.
Ich vermute, dass das Nest im Becken die Wärme besser hält, bzw eben das Becken selber wärmer ist als das frei liegende Nest. Ich bin mal gespannt, wann (und ob) sich die Kolonie zum endgültigen Umzug entschließt.
Heute gewährte Her Royal Antness wieder einmal Audienz und präsentierte sich dabei besonders galant.
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Der Aufgang im Schlauch ist leider etwas zu steil. Zwar haben einige Damen dort Kletterhilfen hingetragen, doch nach einer Nacht schob ich doch noch einen Zweig hinein. Probleme bestehen dennoch hier und da, weil nicht alle Teile des Zweiges aufliegen und die Tiere den Boden (direkter Weg?) bevorzugen.
Heute konnte ich beim Rückwandern die Königin sehen und sie hat arge Schwierigkeiten, dort hochzulaufen. Andere zogen sie an den Mandiblen und nahmen sie in's Tandem, was zur Folge hatte, dass die Trägerin nicht mehr richtig laufen konnte und losließ. Der Mandibelaufzug durch den Schlauch brachte die Dicke dann aber recht schnell in Sicherheit. Verbesserungen sind da trotzdem nötig, denke ich, etwa das Nest durch eine Unterlage höher zu tellen.
Interessant bei diesem Umzug: Nun weiß ich sicher, dass die Königin sich seither im Schlauchnest aufhält. Die Kolonie nutzt also momentan tatsächlich drei Nester. Wie es aussieht, lagern sie auch in allen Nestern Futter und Brut (diese zumindest zwischen).
Im Außennest bieten sich tolle Anblicke:
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Eine Schwachstelle ist mir jedoch an diesem Nest in's Auge gefallen.
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Ja, ihr seht richtig, das Plexiglas hebt sich leicht und öffnet einen Spalt, bisher zum Glück nur an der Rotfolie.
Dies ist der Grund dafür: Unebene Stellen, die bei der nachträglichen Reinigung entstanden, werden abgedichtet und dadurch die Scheibe leicht angehoben.
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Da ich nächste Woche nicht da sein werde, bekommt die Kolonie derzeit besonders viel Futter, um sich etwas Speck anzufressen. So gab's auch heute reichlich Heimchen.
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Soweit für diesmal, ich wünsche euch allen eine gute Woche.
Hallo, liebe Leserinnen und Leser.
Diese eine Woche im Wald hat richtig gut getan. (Wald-)Ameisen lebten in diesem Forst leider nur wenige, und auch der Förster wußte zu berichten, dass zwei Kolonien Formica rufa zwar angesiedelt worden waren, doch die Bedingungen vor Ort sie dann nicht zum Bleiben hätten verleiten können. Eine kleine Kolonie Lasius fuliginosus und auch vereinzelt Formica rufa konnte ich an den wärmeren Tagen dann doch sehen, vielleicht sind inzwischen Bedingungen entstanden, die ein Siedeln begünstigen? Schön wäre es.
Aber zurück zu meinem Haltungsbericht:
Die Woche sturmfrei ist gut überstanden und auf eine Ameisenstraße zu meinem Vorratsregal haben die Mädels verzichtet. Beim ersten Blick in die Arena konnte ich aber reges Furagieren beobachten, und so gab's dann erst einmal eine Stärkung. Einige der Tiere trugen auch Überreste der Wochenration mit sich herum.
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Oft schleppten sie bisher das Gemüll von einer Ecke zur anderen. In einer Ecke der Arena zeigte sich mir heute jedoch eine kleine Neuerung. Auf dem kleinen Müllplatz konnte ich auch einige Puppenhüllen erkennen, es waren also in meiner Abwesenheit die ersten Damen des Jahres geschlüpft.
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Auch der Blick in's Nest erfreute mich:
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Der Ausgang befindet sich unten rechts im Bild.
Die Königin sieht man gerade recht zentral im Nest, sie wandert aber immer wieder mal umher.
Brut lagert die Kolonie eher in der linken Hälfte des Nestes, wo es Richtung Wassertank geht. Sehr feucht ist das Nest aber nicht. Wie ihr seht, bietet die rechte Hälfte des Nestes noch reichlich Platz, etwas feuchter könnte das Nest in Zukunft also vielleicht sein.
Wasser steht aber auch in der Arena bereit und dass die Damen sich auch ohne viel Zutun meinerseits zu helfen wissen, kann man in der linken unteren Kammer schön erkennen. Dort haben sie etwas Erde eingetragen, in der sich die Larven verpuppen.
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In dieser Kammer lagern auch frische Eier sowie einige Larven.
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Puppen sind in der Nestmitte zu sehen, auch von Nahem ein schöner Anblick.
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Es macht den Anschein, als lebe die Kolonie nach wie vor in drei Nestern. Zwar hält sich wohl der Großteil samt Königin inzwischen im Aussennest auf, das Futter von heute wurde aber in's Schlauchnest eingtragen, und auch im Beckennest ist Bewegung und Brut zu erkennen. Ich bin echt mal gespannt, wie sich das über das Jahr noch entwickelt und hoffe, dass sie sich für ein günstiges Nest zum Einwintern entscheiden werden. Sollte es die halbe Anlage sein, hätte ich ein kleines logistisches Problem zu lösen...
Wir werden sehen. :)
Hallo.
Soweit blieb alles wie gehabt.
Dann aber entdeckte ich dies im verwaisten Nestblock, dem allerersten Heim der Ameisen in diesem Becken. (Ihr erinnert euch vielleicht, ich hatte zwei Nestblöcke in dem kleinen Becken angeboten).
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Auch im Becken selbst machte sich hier und da Schimmel breit.
Die Eisheiligen waren gerade vorbei und so sollte es nachts nicht mehr allzu kalt werden. Das Außennest sollte also reichen was meine Theorie betraf, die Königin und ein guter Teil der Kolonie kehrten nachts wohl wegen der etwas höheren Temperatur ins Nestbecken zurück.
Ein Zwangsumzug ließ sich jedoch offenbar so oder so nicht mehr vermeiden, und ich entschied mich, die Schleusentore zu öffnen.
Ihre Majestät war von der großen Flut wenig angetan, not amused so to speak (Halt, das waren ja die Engländer... :mrgreen: ).
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Der Umzug wurde aber von allen gut überstanden und ging auch sehr schnell vonstatten. Einige Tiere blieben zurück und suchten das alte Nest so gut es ging noch einmal ab.
Als neue Einrichtung des Beckens habe ich mich für eine trockene Kalk-Sand-Flora entschieden. Das passt wie ich finde auch ganz gut zu dem Gipsnest und der Gestaltung der Arena. Die eingebrachten Pflanzen wuchsen recht flach wurzelnd auf sandigem Boden, der nur leicht feucht war und in der prallen Mittagssonne lag. Daher rechne ich mir nicht unbedingt schlechte Chancen aus, dass sie auch hier im Becken Fuß fassen können.
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In dem Block sind zwei Nester mit jeweils einem separaten Eingang. Eine unterirdische Verbindung gibt es nicht.
Für die Gänge habe ich diesmal wieder Salzteig genommen. Ich finde die Gänge sehen einfach schöner aus als mit Styropr gegossen. (Abgesehen von der widerlichen Verarbeitungseigenschaft des Styropor, fein bröslig überhall haften zu bleiben, sich aber trotzdem durch den leisesten Windzug im ganzen Zimmer zu verteilen :twisted: ) Um Schimmel durch Teigreste vorzubeugen, habe ich diesmal gleich alles noch einmal mit dem Dremel nachgebürstet.
Jetzt muss das Becken nur noch etwas lüften, bevor ich es anschließen kann. Wenn die Kolonie das neue Teil in Augenschein nimmt (und ob es ihr genauso gut gefällt wie mir :D ) werde ich euch dann berichten...
Bis dahin, genießt das schöne Wetter und eure Ameisen.
Viel war los, in meinem Leben und in dem meiner Ameisenkolonie ebenfalls. Allerhöchste Zeit also, auch hier mal wieder einen Eintrag zu schreiben.
Laßt mich sehen, was war der letzte Stand der Dinge...
Ah ja, genau:
Die Damen waren von dem Becken absolut angetan und von "in Augenschein nehmen" kann eigentlich gar keine Rede sein - "umgehend in Besitz genommen" trifft es wohl eher.
Kaum war das Becken angeschlossen, kamen direkt die ersten Ameisen, zunächst natürlich etwas aufgescheucht durch die Störung ihres Alltags, da mussten sie sehen, was los war. Kaum war der neue Weg aber erstmal entdeckt, gab es kein Halten mehr: Die Ganze Bande ist direkt komplett umgezogen, hat beide Nester in Beschlag genommen, unter den Steinen und im Sand gegraben, Material verfrachtet und gleich ganz klar gemacht, dass dies nun ihr Reich ist.
Aber seht selbst...
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Erste Späherinnen nagten in einer der unteren Nestkammern am Gips und trugen ihn nach draussen.
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Unter dem großen Felsen lagern sie zumindest zeitweise auch Brut.
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Auch hier wird fleissig gebuddelt. Dieser Teil dient ihnen jedoch größtenteils als "Steinbruch".
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Die neuen Nester waren schnell besiedelt.
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Nach Aussen macht frau auch gerne mal die Lucken dicht. Dies ist eine Draufsicht auf den Gipsblock, in der Mitte erkennt man den kleinen Hügel, unter dem sich der Eingang zum Nest befindet. Die Holzspäne haben sie von der Arena rübergeschafft, ich selbst hatte im Nestbecken keine verstreut.
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Ganz am oberen Rand ist noch unscharf ein Heimchen zu erkennen. Die kamen mal ziemlich aus der Mode, es wurden kaum Proteinie eingetragen. Soweit ich erkennen konnte, halte ich eine Legepause der Königin für möglich; Eier habe ich erst vergangenes Wochenende wieder zu Gesicht bekommen, nachdem ich eine Weile keine sehen konnte.
Solche Trauben enstehen recht schnell, wenn die Lampe brennt.
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Auch die Jugend genießt das wärmende Licht. Schön waren die jüngsten Ameiesen unter ihren älteren Schwestern zu erkennen, nun kriegen sie allmählich eine dunklere Farbe.
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Auch hier sitzen sie gerne. Das Metall des Siebchens wird durch die Lampe erwärmt. Brut habe ich hier bisher aber noch nicht gesehen.
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Wie ihr sicher erkennen könnt, haben sie auch die ein oder andere Nacktpuppe. Der Aussage, dass diese auftreten, weil keine Körnchen als Hilfe zum Verpuppen zur Verfügung stehen, würde ich nicht mehr so ohne weiteres zustimmen. Hier hatten sie zu jeder Zeit das nötige Material.
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Das neue Becken macht den Tieren und mir wirklich eine Menge Freude. Ich kann auch nur empfehlen, natürliches Material wie Pflanzen oder Sand zu verwenden. Für das nächste Becken werde ich das auf alle Fälle wieder so tun, die Tiere haben solchen Spaß beim buddeln und erkunden, da kann man gar nicht genug von kriegen. Man muss allerdings etwas aufpassen, wenn man Nesteinblick haben möchte.
Soviel für diesmal.
Hallo und willkommen zu den jüngsten Einblicken in meine muntere Kolonie.
Die kleinen Hügel sind weiter gewachsen.
Der hintere Hügel ist inzwischen so hoch, dass er den Durchgang zwischen Gipsnest und Stein auffüllt.
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Das Baumaterial setzt sich recht unterschiedlich zusammen, Sand, den sie zu kleinen Bröckchen formen, und Holzstückchen werden ebenso verwendet wie kleine Pflanzenteile, die meine Damen sammeln oder auch von einigen welken Pflanzen abknabbern. Ja, leider haben es nicht alle Pflanzen geschafft, fest zu wurzeln; teilweise auch, weil die Kolonie im Wurzelbereich gegraben hat. Die meisten Pflanzen treiben aber auch hier im Becken weiter aus, was mich sehr freut.
Während am hinteren Nest konsequent zugebaut wird, verändern die Damen den vorderen Hügel (Richtung Arena) sehr häufig. Momentan sieht er so aus:
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und wird gut bewacht.
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In der näheren Umgebung wird Baumaterial zwischengelagert. Links oben geht es zum Verbindungsschlauch Richtung Arena.
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Die Überlegung, der Kolonie ein Nestbecken mit etwas mehr Fläche zum freien Graben anzubieten, wenn sie weiter gewachsen ist, gewinnt für mich immer mehr an Reiz. Wie werden sie die Eingänge zu ihrem Nest anlegen und wie sehen diese dann an der Oberfläche aus? Ich denke, in einigen Jahren werde ich das ausprobieren.
Die Brut, die sie nach Außen tragen, wenn die Lampe brennt, kommt meist aus diesem Nest. Soweit ich sehen konnte, waren das Puppen oder ältere Larven, die ich auch beim Verpuppen im Sand beobachten konnte. (Tut mir leid, noch kann ich euch hier kein Bild zeigen, die Batterien der Kamera waren leer. Aber es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich mir dieser Anblick bietet.)
Die Königin und reichlich junge Brut halten sich im hinteren Nest auf.
Das finde ich insofern interessant, als dass ich die Nester so modelliert habe, dass in einem mehr Raum im unteren, im anderen mehr Kammern im oberen Teil zur Verfügung stehen. Die Kolonie zieht das Nest vor, in dem sie ihre Brut in den oberen, wärmeren Bereichen lagern kann. Feuchtigkeit scheint nicht der entscheidende Faktor zu sein, das Nest ist nur mäßig gewässert und die unteren Bereiche werden kaum genutzt. Die Königin hält sich oft im mittleren Bereich des Nestes auf und auch Futter wird bevorzugt hierher verfrachtet. In den unteren Kammern halten sich momentan nur dann mehr Ameisen auf, wenn gegen Nacht die übrigen von draussen ins Nest zurückkehren und es oben enger wird.
Tagsüber gehen sie in ihrem Reich auf Beutezug.
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Heimchen waren überhaupt nicht mehr attraktiv für sie und auch von den großen Heuschrecken verwerteten meine Damen nur noch sehr wenig. Dabei war doch Brut vorhanden und soo prall gefüllt schienen mir die Gaster nicht.
Zunächst hatte ich meine Zweifel, ob sie tatsächlich ihre Beute würden fangen können, da diese sich mit kräftigen Sprungbeinchen wehren konnte und auch vor Bißversuchen nicht halt machte. Einige Einzelattacken schwächten das Tier dann aber so sehr, dass es schließlich in gemeinschaftlicher Aktion gehalten und endgültig erlegt werden konnte.
Ich muss mir mal anschauen, wie man Videos hochladen und integrieren kann, auch für die Vorgänge im Brutnest wäre das sicher interessant.
Zuckerwasser biete ich seit kurzem in einem Lochstein an. Sieht schöner aus als ein Kronkorken und reduziert hoffentlich den Schwund durch Verdunstung ein wenig.
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Eine Sache noch zum Futter:
Wie bereits im vergangenen Jahr wollte ich aus dem Wald Grillen ansiedeln, aber in diesem Jahr gibt es dort mehr Spinnen und Vögel. Also habe ich dann (mit einiger Skepsis bezüglich Hygiene) Futtergrillen gekauft und zunächst in einen separaten kleinen Behälter gegeben.
Nach zwei Tagen bin ich dermaßen angewidert... die stinken, da kommt mir echt der Brechreiz. Es sind größere Grillen als die, welche ich im Wald fand. Weiter recherchiert, um welche es sich genau handelt, habe ich bisher noch nicht. Eins ist aber sicher: Sowas kommt mir nicht mehr ins Becken, auch nicht überbrüht. Die verpesten die Luft und zu schmecken scheinen sie auch nicht. Nach einem kurzen Betasten und Beknabbern verloren die Mädels schnell das Interesse an den Kadavern.
Ein Stückchen Hähnchenfleisch ist da viel leckrer.
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...und kann noch dazu komplett verwertet werden. Schön sieht man, wie sie sich Stücke vom Filet abschneiden und abtransportieren. Ein Teil davon ging unter den Stein, dort scheint wohl auch Brut zu liegen.
Im hinteren Nest wird gehegt und gepflegt.
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Im Hintergrund des letzten Bildes erkennt man bereits die nächste Generation.
Mama ruht sich derweil mit ihrem Gefolge in einer kühleren Kammer etwas aus.
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Das werd ich jetzt auch tun.
Bis zum nächsten Mal.