Hallo erstmal,
ich halte im Moment eine Kolonie Camponotus aethiops und denke darüber nach mir eine weitere Kolonie anzuschaffen.
Ich interessiere mich für Messor barbarus, hab da allerdings noch zwei Fragen.
1.
Macht dieses Starter Set Sinn? http://www.antstore.net/shop/Ameisen-Starter-Sets-Ameisenfarmen-antfarm/Starter-Sets---Ameisen/Starter-Set-fuer-Messor-spec----Center-5228.html
ich hab in den Haltungsberichten immer nur Ytong-Nester gesehen, und ein paar mal auch das man sie in Sand/Lehm Nester nicht gut beobachten kann.
2.
Da die Art Kolonien von mehreren Tausend Tieren bildet, mit welcher Anlagen/Nest Größe muss ich dann später rechnen? Oder kann man die Anzahl überschaubar halten? Hatte da was gelesen das man durch vorenthalten von Proteinfutter einen gewissen Einfluss auf die Koloniegröße nehmen kann.
Für Antworten, Hinweise und Tipps ich jetzt schon mal dankbar.
Hallo HerbstC,
ich muss vor weg schreiben, ich halte selber keine Messor ,
daher sind meine Tipps eher allgemein gehalten.
Messor benötigen, so weit ich weiß, einen trockener und einen feuchten Bereich,
mit den zwei Farmen könntest du ihnen das gewähren, ihn dem du den einen befeuchtest, den anderen nicht.
Wie gut sie dann aber in einem nicht befeuchteter Farm graben können, weiß ich nicht.
Vielleicht am Anfang auch die zweite ein bisschen befeuchten.
Du wirst die Kolonie am Anfang eh erst mal im Reagenzglas bekommen
und kannst dann die Parameter schrittweise an ihre wünsche anpassen.
Zur Koloniegröße:
Ameisen sind K-Strategen, das heißt das sie relativ starke Populationsgrößen nahe der Kapazitätsgrenze des Ökosystems anstreben.
Wenn du ihnen weniger fütterst, werden sie sich auch weniger vermehren, aber natürlich nur, wenn das immer gleichbleibend weniger ist,
bei Schwankungen werden sie hungern müssen.
Und du musst natürlich damit rechnen das sie versuchen werden ihr Ökosystem zu erweitern, sprich auszubrechen.
Wobei Messor barbarus angeblich nicht die besten Kletterer sind.
Grüße, fink2
ich halte zwar persönlich eine Farm für Messor nicht die optimale Lösung, obwohl sie gern und viel graben, wenn sie können.
Ich hab meine in einem internen Ytong Nest mit seitlicher Befeuchtungsbohrung. So ergibt sich automatisch ein Feuchtigkeitsgradient. Die Ameisen lagern übrigens selbständig ihre Samen in trockeneren Bereichen und ab einer gewissen Koloniegröße können sie ihr Nest auch gut selbst befeuchten. Wie weit das in einer Farm gut geht, kann ich leider nicht sagen. Es dürfte aber auch funktionieren.
Sie halten es übrigens auch gut und sehr lange im RG aus. Wenn, dann ziehen sie eigentlich innerhalb einer Nacht um und dabei nehmen sie auch das Körnerlager mit.
Danke für die Antworten/Hinweise.
Aber kann mir vielleicht jemand mit einer größeren Messor Kolonie sagen wie groß seine Anlage, also Farm und Arena ist?