Ich denke allerdings auch, dass meine seine Kolonie auf bestimmte Bedingungen konditionieren kann. Ist natürlich nur eine Vermutung, aber ich habe bei 2 Kolonien Messor barbarus sehr unterschiedliche Verhaltensmuster erkennen können. Ob das allerdings auf andere Arten übertragbar ist, kann ich nicht sagen...
Zur Sache:
Ich hatte meine Messor barbarus bisher in einem Becken samt Deckel gehalten, die Nesbereiche rundherum mit roter Folie verschalt. Meine Kolonie reagiert auf Licht und Wind äußerst scheu und beantwortet beides mit direkter Panik... Wird die Scheibe zu warm, bringen sie die Brut außerdem in hintere Bereiche der Kammer.
Ein Freund von mir hält seine Messor barbarus mit einer Insel-Arena und hat neben einer kleinen Farm 2 Ytongs angeschlossen, von denen der feuchte direkt angestrahlt wird. Die Glasscheibe kommt auf über 30° und der Ytong ist natürlich entsprechend lichtdurchflutet. Trotzdem bringt seine Kolonie die Brut jeden Morgen an die Scheibe, sobald die Lampe eingeschaltet ist. Dass die Scheibe ziemlich heiß ist, wird dabei ignoriert. Ebenso kann man nach Lust und Laune über die Insel atmen, ohne dass sie darauf reagieren...
Kann natürlich auch einfach Zufall sein, aber für mich sieht es stark danach aus, dass die Kolonie sich an die gegebenen Bedingungen anpasst und sie zum "Standard" macht. Immerhin könnte die Kolonie von dem Freund die Brut auch in kühlere Bereiche des Ytongs bringen...
Hi,
I'm a youg french keeper of ants and I have a colony of Messor minor since february 2008.
I don't understand all that you say because I don't speak Deutsh, I can reply in French, Deutsh or Spanish.
Sorry for my bad English :oops:
So, there are photos of my colony in december 2009. I think there are 500 workers, and 150 larvas & eggs & pupaes. It is funny that there are many larvas in winter, isn't it ?
I specify that in february 2008 there are only the queen and 26 workers. That is the faster evolution i know of species of Messor :grin:
All the best
Guilhem
http://a33.idata.over-blog.com/3/06/12/67/005.JPG
http://a32.idata.over-blog.com/3/06/12/67/Salle-pain.JPG
http://a32.idata.over-blog.com/3/06/12/67/Sallescouvain.JPG
Ps : on the third photo, the queen is in the higher room of the center :wink:
Moin,
die Sonne scheint und alles lebt, warum sitze ich hier und schreibe?
Ganz einfach. Kaum war ich draußen und habe mich gesonnt 8) , gingen mir meine Ameisen durch den Kopf. Nun konnte ich mich jedoch leider immer noch nicht entscheiden, deshalb bitte ich um mithilfe.
Meine Messor umfassen jetzt ca. 150+ Arbeiterinnen, also schon um einiges gewachsen. Nun müssen sie langsam in ein neues Nest umziehen, aber in welches? Folgende stehen zur Auswahl:
1. Farm : Mit der Farm habe ich soweit gute Erfahrungen gemacht. Es ist immer wieder schön, sie darin graben zu sehen. Der Vorteil ist, sie können graben und ich kann gucken. Allerdings haben ich nur eine Farm mit den Maßen (LxBxH) 30x1,5x20 cm. Habe daher die Sorge, dass die Ameisen da nicht wieder raus wollen, zumal sie schon jetzt ohne Befeuchtung auskommen können (kann alles über die Tränke laufen). Also eher Spaß für kurze Zeit?
2. Erdnest : Da wohl bald ein 60x30x20 Becken hinzukommen soll, mit cooler Austattung (Deko und so...), stellt sich die Frage, ob man das dann leerstehende 30x20 Becken nicht als Erdnest benutzen kann. Der Vorteil liegt ganz klar bei den fast naturnahen Buddelaktionen. Die Tiere können sich dort richtig ausleben! Der Nachteil liegt jedoch ebenfalls klar auf der Hand: Man kann nie genau sagen, wie viel Brut oder Tiere vorhanden sind. Zudem ist es unmöglich, die Tiere genauer unter Kontrolle zu haben (Verhaltensweisen, Parasiten, bla...).
Bei beiden, bei der Farm und bei dem Becken-Erdnest stellt sich zudem die Frage, wie man das mit dem Trocken-Feucht-Gefälle hinbekommen soll. Vor allem vergammelnde Körner in der Farm sind eine gruselige und nertötende Vorstellung.
3. Ytong : Wobei es sich hierbei auch nicht um einen normalen Ytong handelt. Der erste Ytong für meine Messor war, wer sich daran erinnert oder noch mal nachschaut, deutlich zu groß. Folgendes habe ich mit dem Ytong vor: Die Hälfte der Kammern, wohl die hinteren, werden rausgehauen. Was bleibt ist eine große Kammer, die man mit Sand-Lehm füllen kann. Ein paar der vorderen Kammern bleiben jedoch, sie sind relativ gut abgegrenzt und sollen als Körnerlager dienen. Das Sand-Lehm Gemisch in der großen Kammer ist dann ein kleines Buddelparadies für die Ameisen. Problem dabei: Der Block ist sehr groß und es mangelt an einer ausgeklügelten Bewässerungstechnik, wenn man die dann braucht... . Zudem nimmt er extrem viel Platz weg, den ich gut anders verwenden könnte. (LxB: 60x20) Zudem sieht er optisch recht bescheiden aus :mrgreen:
Was würdet ihr tun? Wer eine Meinung dazu hat, bitte Posten :)
Boa tut mir echt leid um deine Kolonie,ich hab selber keine erfahrung damit,aber ich würde die Anlagen erstmal trennen und einn neues (sauberes) Nest anbieten und versuchen die befallenen Tiere heraus zu fangen.
Wie sieht deine Königin aus?Ist sie auch von diesem Piz befallen?
Meine letzte idee wäre das aktuelle Nest zu öffnen die Königin mit frischgeschlüpften und Eiern-Puppen heraus zu nehmem und in ein Quarantänebecken setzten.
Und beobachten ob der Pilz nochmal ausbricht.
Hoffe ich konnte dir irgendwie helfen.
Gruss und viel Erfolg.
Lut
Da ich keine Diskussionsthread finden konnte , schreibe ich es jetzt hier rein. Der Pilz ist natürlich eine fiese Sache und kann sonst woher kommen. Die einheimischen Waldameisen schützen sich vor Pilzen indem sie Baumharzklümpchen über das Nest verteilen. Ich denke die Raptiformica würden diese auch annehmen , bei Messor bin ich mir nicht sicher
Du beschreibst da radikale Schritte, die eventuell aber die einzige Lösung sind.
Die Königin war, so konnte ich es bisher erkennen, nicht befallen. Allerdings habe ich sie seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen...irgendwo in der Farm. Zudem konnte ich sie nicht mit der Lupe betrachten.
So wie es aussieht, entfernen sich Ameisen mit erkennbaren Stilchen recht schnell aus dem Nest. Das Problem bei der Sache ist allerdings, dass dort eben auch bis vor kurzem gesunde Arbeiterinnen rumgekrabbelt sind. Diese haben sich dann mit den Sporen des Pilzes infiziert. Genau da liegt das Problem: Wie erkennt man durch Sporen infizierte Ameisen, wenn noch keine Stilchen zu sehen sind? Somit würde ein Absammeln nur die bereits stark befallenen Tiere aussortieren, die gerade Infizierten jedoch nicht erfassen.
Nurnoch Brut und die Königin zu retten ist wohl der radikalste Schritt. Er ist mit Stress und einer Verletztungsgefahr für die Gyne verbunden (Aus der Farm raus...) und schließt eine Rückkehr der alten Arbeiterinnen praktisch aus. Ob das so gut geht? Natürlich bevor alle Dämme brechen...allerdings ist eine Scheu vor dieser Tat wohl gerechtfertigt.
Hey Krabbeltierfan
Traurige sache die dich da getroffen hat,Drück dir alle Daumen die ich habe für die Kolonie.
Creatures idee mit dem Baumharz find ich gut,verteilt vor dem Nesteingang sollte es doch wirken oder?
Viel Glück
MfG
Owe, der Pilz ist echt böse
http://fusspilz-infektionen.net/parasitaere-pilze-ameisen-kernkeule.htm
sicherlich dieser und eine andere Art davon. Ameisen ahben sicherlich ihre kleinen Mittel wie sie sich vor was schützen. Man sollte versuchen alles anzubieten was sie in der Natur auch haben, von Blüten bis zu Baumharz.
Mensch das ist jetzt richtig schade, gerade, wo es anfing, interessant zu werden.
Rate zu größter Vorsicht.
Pilzsporen verbreiten sich unbemerkt und gut, sind für uns erst sichtbar, wenn es schimmelt.
Ich selber würde da konsequent handeln, um nicht weitere Bestände meiner Ameisen zu infizieren.
Dein verworfener Gedanke "überbrühen", ich würde nicht zögern.
Besteht sonst die Gefahr das sich der Pilz weiter verbreitet.
Grüße
Wären weitere gesunde Kolonien im Haus, dann würde das wohl Sinn ergeben. Leider sind ja beide Kolonien (und ich habe nur diese beiden) von dem Pilz befallen. Daher einfach weitermachen...vielleicht gibt es ja doch ein paar glückliche Überlebende.
Schade ist das auf jeden Fall. Die Kolonie hatte gerade bestimmt die 200 Tier-Marke erreicht und ein Ende war nicht in Sicht. Wollte schön das neue Becken vorstellen und Bilder von der Farm, aber es kam anders. Gerade sind 2-3 F. sanguinea Arbeiterinnen sehr mehrkwürdig, sie zeigen die üblichen Symtome. Eine weitere ist tot. So nimmt es nun wohl seinen Lauf. Proteinnahrung nehmen die F. sanguinea im Übrigen momentan kaum bist gar nicht an. Die Messor auch nicht.
Der Mythos Baumharz und ähnliches, ich glaube eher weniger daran. Damit das eine Wirkung zeigt, müssten sie das ja schon Essen oder so. Antibakteriell wirkt es ja schon, aber Pilze schert das recht wenig. Zudem scheint die Vermutung, die Tiere benutzen es nur als Baumaterial, recht plausibel.
Habe übrigends bei den Messor einen zweiten kleinen Leichenberg in der Farm entdeckt, die Königin ist schon seit ewigen Zeiten versteckt... :(