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Anonymous: (30. Dez 2007 20:55)

@Erne,

mir gefällt so eine externe Nestlösung (wie die deine) nicht nur aus praktischen Gründen auch sehr gut!
Bin aber neugierig, das Ytongnest ist, wie man sehen kann, relativ feucht,
wohl gut für die Entwicklung der Brut.....
Wo aber verwahren deine Messors die eingetragenen Körner, die sollten doch wesentlich trockener gelagert werden...
Sind diese Kammern dann nebenan im Glasbecken? hast du vielleicht sogar ein Foto davon?
Sollte man daher bei Messor barbarus nicht sowieso immer 2 "Wohnkammern" anbieten?

Habe mir eine Königin kommen lassen, die jetzt gerade in einem ungeheizten Raum überwintert, so bei 9°-12°C.

Möchte die dann Mitte / Ende Februar auswintern und ihr bis dahin einen optimalen Lebensraum gestalten..., daher zur Sicherheit meine Nachfragen....

Gruß von
Christian

Erne: (30. Dez 2007 21:19)

@Christian,

das mit der Feuchtigkeit täuscht, oben auf dem Nest liegt normal eine Heizfolie.
Es geht schon ganz gut so.

http://www.antstore.net/gallery/upload/0d1269aec8c0fc5e55d6e2e43ed23177.jpg

Auch ist es nur ein Teil der Anlage, sie haben noch ein knochentrockenes Erdbecken,
wo sie den Großteil Ihrer Körner lagern und ein Abfallbecken.

Grüße

Anonymous: (30. Dez 2007 21:34)

@ Erne,

genial, jetzt wird die Sache klar, Danke!

Nebenbei gesagt hast du dir da eine wirklich perfekte Homepage gebastelt,
habe gestern und heute ausgiebig darin gestöbert und für mich eine Menge Brauchbares und Interessantes entdecken können!
Absolut motivierend!

Vielen Dank auch dafür!

Christian

Erne: (30. Dez 2007 21:42)

Freut mich das Es gefällt.
So wie Ihr es sicherlich schon bemerkt habt, versuche ich auch hier im Forum zu informieren und zu helfen.

Grüße

Erne: (30. Dez 2007 21:50)

@Stefan,

aber das Nest unter der Erde an der Scheibe, finde ich sieht aus wie ein Querschnitt von einer Wiese z. B. und ist sehr natürlich anzuschauen.

Erde und Pflanzen in einem Becken, dazu Ameisen, kann mir gut vorstellen, woran Du dabei denkst!

Allerdings darf die Erdschicht nur dünn sein, sonst ziehen die Ameisen gleich komplett in die Natur.

Grüße

Stefan86: (31. Dez 2007 00:00)

@Erne: Ja da hast du recht, finde aber deine Konstruktion sehr schön die du da gebaut hast, und würde mich denke ich mal auch überreden lassen können mal solch eine Variante nächstes Jahr aus zu probieren.

Das sind ja schon ganz schön viele Ameisen die du da hast, wie alt ist deine Kolonie?
PS. Sehr schöne Art, gefällt mir sehr gut. Habe ja persönlich eine babarus Kolonie wo ich mich auch schon aufs Frühjahr freue. ;-)

Reduan: (31. Dez 2007 11:10)

@Erne

Habe eine meiner zwei kleinen Kolonien bis zur Winterruhe auch in einem liegenden Ytong-Nest gehalten. Hatte aber immer das Problem, dass sich die Kolonie in den Verbindungsschlauch zur Arena zurückgezogen hat, da die Wärmelampe wohl das Nest zu sehr erwärmt hatte. Habe mich echt schwer damit getan, den richtigen Abstand der Lampe zum Nest zu finden.

Habe daher fürs Frühjahr ein stehendes Ytongnest gefertigt, so dass sich die Wärme der von oben einstrahlenden Lampe hoffentlich nach unten hin besser verteilt und die Messor so hoffentlich innerhalb des Nestes bessere Bedingungen vorfinden. Hattest du auch schon derartige Probleme?

Ausserdem habe ich das bei deinem liegenden Ytong-Nest mit der Feuchtigkeit nicht ganz verstanden. Ist in diesem kein Wasserresservoir integriert? Hältst du die Feuchtigkeit nur durch die Wärmelampe im Nest erhöht???? Wieviel Watt hat die Heizdecke bzw. auf wieviel Grad erwärmt sie das liegende Ytong-Nest bei dauerhaftem Einsatz? Läuft diese durch oder immer nur für ein paar Stunden?

Die Fragen nach der Heizmatte aus dem Grund, da ich auch schon mal überlegt habe, eine solche einzusetzen! Habe aber in den verschiedenen Foren immer wieder kritische bis negative Kommentare gelesen, weshalb ich dieses Unterfangen zurückgestellt habe. Wie siehst du das?

Schönen Gruß und einen guten Rutsch!

Reduan

Erne: (31. Dez 2007 13:16)

Das Sie im Schlauch leben, Körner oder Müll darin lagern schadet Ihnen nicht, habe ich schon öfters beobachtet.
Wärmelampen sind immer mit ausprobieren behaftet, selbst wenn sie nur kurzzeitig eingeschaltet werden und zu dicht
aufgestellt sind, kann es mehr Schaden als Nützen.
Richtige Wärmelampen verwende ich nur in großen Becken um die Luft auf Temperatur zu bringen.
Direkte Nestbestrahlungen mit Lampen verwende ich nicht.

Die Befeuchtung des gezeigten Ytongblockes ist simpel, er ist unten in Alufolie eingewickelt, in die ich gelegentlich wenig Wasser gebe.
Die Messor spec. die ich darin halte, vertragen es sehr trocken.
Die Heizfolie die auf dem Nest liegt hat 12 Watt, ist temperaturgeregelt und wird nur eingeschaltet, wenn die Temperatur unter 25°C fällt.

Heizmatten sind gut brauchbar, wenn sie entsprechen eingesetzt werden.
Den Ameisen ist es egal, woher die Wärme kommt, Hauptsache die Temperaturen stimmen.
Was ich nur selten mache und dann auch nur punktuell, Heizungen unter den Becken anzubringen.
Nicht weil die Ameisen in der Natur normal die Wärme von oben bekommen, es trocknet den Boden zu stark aus und
durch das ständige Nachfeuchten gibt es folgend eine hohe Luftfeuchtigkeit im Becken, die nicht immer gewünscht ist.
Das dadurch entstehende Kondenswasser bringt weitere Probleme.

Vor ca. 13 Monaten habe ich eine Königin erhalten und daraus diese Kolonie aufgezogen.
Grob geschätzt sind es über 1000 Arbeiterinnen.

Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Reduan: (31. Dez 2007 14:03)

"Das Sie im Schlauch leben, Körner oder Müll darin lagern schadet Ihnen nicht, habe ich schon öfters beobachtet."
Ich auch. Sowohl bei Myrmica rubra als auch bei Messor. Glaube auch nicht, dass es Ihnen direkt schadet. Denke nur, dass wenn sie einen abgedunkelten Bereich verlassen, um in einem hellen Bereich zu leben, entspricht das bestimmt nicht ihren Idealvorstellungen. Muss, denke ich, nicht direkt der Kolonie schaden, könnte aber schon als Hinweis verstanden werden, die Bedingungen im eigentlichen Nest zu überprüfen und ggf. zu verbessern.

"Die Heizfolie die auf dem Nest liegt hat 12 Watt, ist temperaturgeregelt und wird nur eingeschaltet, wenn die Temperatur unter 25°C fällt."
- Hast du ein Exoten-Zimmer, in dem es generell wärmer ist? Ich halte meine Ameisen in Räumen mit Zimmertemperatur (ca.20Grad). Mit anderen Worten, da müsste wohl die Heizfolie dauernd an sein.
-Kannst du ungefähr abschätzen, bis wieviel Grad sich eine 12Watt Heizfolie im Dauerbetrieb aufheizt?

"Vor ca. 13 Monaten habe ich eine Königin erhalten und daraus diese Kolonie aufgezogen. Grob geschätzt sind es über 1000 Arbeiterinnen."
Tja, da scheint wohl jemand sein Handwerk zu verstehen;-))

Wenn meine neue Nestkonstruktion fertig ist, werde ich hier mal ein Foto hochladen. Vielleicht hast du ja noch Verbesserungsvorschläge, die ich dann bei noch folgenden Anfertigungen berücksichtigen kann.

Schönen Gruß,

Reduan

Erne: (31. Dez 2007 14:28)

Das Es nicht direkt schadet aber als Hinweis gewertet werden könnte die Bedingungen zu verbessern, sehe ich auch so.

Die Raumtemperatur liegt bei mir selten unter 24°C.
Mit einer 12-Watt-Heizfolie ist nur eine punktuelle Erwärmung möglich, für ein ganzes Becken reicht das nicht.
Einfach die Folie nur auf das Nest gelegt, bringt auch nichts.
Auf der Folie liegt noch eine Alufolie und Styropor zur Wärmeisolierung.
Die mögliche Aufheiztemperatur hängt davon ab, wie sie eingebaut ist, wie gut die Wärmeisolierung ist.
So eine Folie zwischen Styropor gelegt bringt dieses zum Schmelzen bei Dauerbetrieb.
Auch einen Glassprung habe ich damit schon hinbekommen.
Die mögliche Temperatur direkt an der Heizfolie habe ich noch nie gemessen.

Freue mich jetzt schon auf die Bilder, die Du für uns ins Forum stellen willst.
Gibt noch mehr hier die da gerne mit diskutieren.

Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


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