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Krabbeltierfan: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (1. Okt 2010 11:13)

Danke für die Einschätzung.

Ameisenbrotherstellung eine Belastung für diese Art, gibt es immer wieder zu lesen.

Hatte das ehrlich gesagt noch nie gelesen. Mein Gedankengang war folgender: Es gibt immer wieder Fotos von Ameisen, welche nach einem langem Leben abgenutzte Beißwerkzeuge etc. haben. Natürlich, Messor muss das schon irgendwie schaffen. Es muss sich halt nur irgendwie auf die Lebensweise auswirken, harte Körner gut zu zerkauen ist bestimmt mit Verschleiß verbunden. Hab das im Hinterkopf, da immer wieder Ameisen bei mir sterben. Die können aber gar nicht so alt sein!

Markus: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (1. Okt 2010 11:47)

Danke für die Antwort!
Dann wieder zurück ans Reißbrett!

Was die Ameisenbrotherstellung betrifft: es ist sicherlich eine Belastung für die Tiere, mit der Zeit sind die Mandibeln, so wird ja oft berichtet, abgenutzt und der Rest des Tieres sicherlich auch - solange es aber nicht die Königin ist, kommen ja immer wieder neue Arbeitskräfte!

Erne: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (1. Okt 2010 11:56)

Es gibt immer wieder Fotos von Ameisen, welche nach einem langem Leben abgenutzte Beißwerkzeuge etc.
Ja, aber auch nur sporadisch.
Ist für mich normal das es bei Ameisen Verschleiß - und Abnutzungen gibt, wächst ja nichts nach bei diesen Tieren.
Es muss sich halt nur irgendwie auf die Lebensweise auswirken, harte Körner gut zu zerkauen ist bestimmt mit Verschleiß verbunden
Ein interessanter Ansatz.
Durchaus denkbar das es so ist, allerdings haben sie dann auch Strategien dagegen entwickelt, würde sie sonst nicht mehr geben.
Möglicherweise ergänzen sie ihre Arbeiterinnenanzahl schneller und in höherer Anzahl.
Bei Messor barbarus sterben immer Arbeiterinnen, nur deren Anzahl schwankt.
Ob das jetzt damit zusammenhängt, dass sie Körner zerkleinern müssen, wie das herausfinden.
Gibt noch genug andere Möglichkeiten, die ihre Mortalitätsrate beeinflussen.
Ganz vorne stehen da für mich Klimabedingungen und falls nicht durchgeführt eine fehlende Winterruhe.
Hatte Mal ein Messor - Volk nur mit Körnern versorgt, bis auf weniger Nachwuchs und kleinere Arbeiterinnen hat sich dabei nichts geändert.
Nicht feststellbar das dadurch mehr gestorben sind.
Ein anderer Ansatz der vielleicht ein wenig mehr Informationen bringen könnte, ein Volk nur mit Insekten zu versorgen, ganz ohne Körner.
Ob sie das mitmachen, ist dabei auch noch eine Frage.

Nach meinem Dafürhalten wird die Fragestellung "frühzeitiger Tod durch Körner zerkleinern" wohl ungeklärt bleiben.

Grüße

Markus: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (1. Okt 2010 12:05)

In deinem Haltungsthread hattest du diese Korn-Diät ja schon kurz erwähnt, wie lange war dieser Zeitraum denn?
Ich schätze mal, dass sie auch in der Natur Zeiträume haben, wo jeweils kaum oder viele Insekten vorhanden sind und es stattdessen viele oder kaum Körner geben wird...
Wie hat sich das eigentlich auf den Kornverbrauch selbst ausgewirkt, haben die da mehr verbraucht?

Edit: und um noch einmal auf die Schläuche zurückzukommen: deine Kolonie scheint ja ganz gerne mal die Schlauchenden zu zerkauen, wie sieht es aber mit der Mitte aus?
Haben sie da noch Griff oder versuchen sie es gar nicht erst?

Erne: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 10:46)

Ca. 8 Monate.
Messor barbarus bunkern so lange Körner, bis alle Lagerkapazitäten aufgereizt sind.
Eine Beurteilung was sie an Körnern davon futtern war nicht möglich.

Grüße

Dr_Karrissen: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 11:36)

hm... schade o0
wenn man das nichteinmal mitbekommt, kommt es mir ein wenig so vor, als wenn sie zwar alles bunkern, aber davon kaum etwas verwenden wollen 0o
da frage ich mich, wozu holen sie so viele körner? auch bei einer kleinen kolonie schon!

ich habe mal eine dokumentation, mit nachtaktiven und tagaktiven körnerfressern gesehen, jeden tag haben die tagaktiven körner zusammengerafft, als stünde eine lange hungersnot bevor und dann haben sie die eingänge der nachtaktiven mit kleinen steinchen zugebuddelt.
die nachtaktiven mussten dann ersteinmal freibuddeln, dadurch verloren sie wertvolle zeit und es blieben mehr körner für die andere art...

so ein wettkampf wäre natürlich unglaublich interissant, aber soetwas gibt es im formicarium leider nicht 0o
wozu also dieses krankhafte bunkern wenn sie wie schon gesagt, vermutlich nie alles verwenden werden?

p.s. das gleiche phänomen findet man bei manchen menschen, die werden dann als "Messi" bezeichnet, könnte ein zusammenhang zwischen "Messi" und "Messor" bestehen?

Erne: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 12:14)

Die Erklärung konnte darin liegen, dass es nicht immer Körner gibt.
Wenn dann mal welche vorhanden sind, wird eingesammelt, was geht.
Dass es in der Haltung fast immer Körner gibt, wissen diese Tiere nicht und so wird inner gebunkert, wie Körner vorhanden sind oder bis die Lager voll sind.

Grüße

Markus: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 12:26)

Und natürlich fressen sie die Körner ja auch nicht direkt:
Honigwasser nehmen Ameisen direkt auf, da könnte die Fresssucht im Durchschnitt der Kolonie liegen bzw. deren Hunger - mehr als alle Kröpfe (und einige Larven) kann eine Kolonie nicht aufnehmen,
Insekten, da hat natürlich einmal jede Arbeiterin selbst einen gewissen Bedarf und der Regelt sich zunächst über das, was in der Kolonie ist und dann erst entsteht eine Nachfrage nach draußen und natürlich das Gebettel der Larven.
Körner dagegen müssen gesammelt werden, dann noch geknackt und eventuell verarbeitet - ein durchschnittliches Schätzen über den statistischen Koloniedurchschnitt ist kaum möglich und außerdem sind Körner relativ lange haltbar...

PS.: Erne, wie sieht es jetzt mit dem Schlauch aus (siehe vorheriger Beitrag)?

Krabbeltierfan: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 12:30)

p.s. das gleiche phänomen findet man bei manchen menschen, die werden dann als "Messi" bezeichnet, könnte ein zusammenhang zwischen "Messi" und "Messor" bestehen?

Jein. Zumindest steht im Wiki:
Ihr lateinischer (wissenschaftlicher) Name leitet sich von Messor (Mahd), einem der 12 Erntegehilfen der römischen Göttin des Ackerbaus Ceres ab.
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Messor

Wird wohl der Begriff "Messi" ebenfalls eine Ableitung daraus sein? Kann man zumindest vermuten.

Zum Thema Bunkern: In der Natur gehen bei der Lagerung bestimmt, neben dem Eigenverbauch, auch Körner durch Fraß anderer Tiere und Umweltbedingungen futsch. Sie werden zwar bestimmt an gut ausgesuchten unterirdischen Kammern gelagert, doch auch da kann man was nicht ganz so klappen. Zudem werden bestimmt einige Samen keimen, andere sind zwar mit Hülse etc. ausgestattet aber im inneren schon zerstört. Die Körner die wir in der Haltung geben, sind schon alle vom Menschen vorsortiert. Beste Qualität und alles mit in Ordnung. (Keine Schädlinge z.B.) Wenn dann die Messor zuschlagen, kann das natürlich etwas unverhältnismäßig aussehen, denke aber sie rechnen mit einer gewissen Fehlerquote.

Dr_Karrissen: Re: Diskussion zu Messor barbarus von Erne (2. Okt 2010 12:36)

okay, danke für die antworten^^


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