Sie sind mitunter launisch.
Kann gut dabei bleiben das sie noch alles ignorieren was als Nest angeboten wird und weiter im Reagenzglas bleiben.
Ist auch nicht notwendig, dass sie unbedingt umziehen.
Das Nestreagenzglas sieht richtig groß aus, da passen noch mehr Ameisen rein.
Möglichkeit, noch ein weiteres Reagenzglas daneben zu legen, mit Wassertank, abgedunkelt und erst noch auf ein externes Nest (Farm) zu verzichten.
Wie schon zu lesen, Reagenzglas reinigen geht nicht und das sie dieses so einsauen das Keiner mehr durchgucken kann, ist bei dieser Art normal.
Einige Messorkolonien lassen sich nicht warm durch pflegen, bereiten sich von selber auf eine Winterruhe vor,
auch bei ständig Futter und warmer Temperatur.
Bei solchen Kolonien kommt jetzt die Zeit wo sie die Nachwuchsaufzucht einstellen.
Abgesehen davon, das Kolonien mit 20 Arbeiterinnen nur wenig Futter benötigen, führt das fast zur kompletten Einstellung von Futterannahme.
Nestkammern aufzufüllen ist eine prima Möglichkeit, diese Tiere später beim Graben zu beobachten.
Müllablagerung ist damit nicht zu verhindern.
Sie graben mehr Hohlraum als den sie für sich, ihren Nachwuchs, Körner, benötigen und packen Müll rein.
Kleine Kolonien, verschwänden selten Energie einen separaten Müllhaufen anzulegen, das kommt erst später.
Müll wird dort hin gepackt oder liegen gelassen wo es gerade passt.
Messor barbarus laufen, als kleine Kolonie, nicht gerne Steigungen im Schlauch hoch.
Könntest durch Höherstellen der Farm beseitigen.
Auch mögen sie nicht an Glas hochlaufen um in den Schlauch zu kommen.
Selbst mit einer Unterstützung, durch z. B. einen Ast, bleibt ein Schlauchanschluss in dieser Höhe für diese Art unattraktiv und wird nicht selten gemieden.
Besser zu gebrauchen, ein kleines Ytongnest in der Farm.
Später, mit ein paar hundert Ameisen, erst ein externes Nest mit Schlauchanschluss in dieser Höhe.
Nicht vergessen, ein Nest muss auch einen feuchten Bereich haben.
Viel Spaß mit den Kleinen.
Grüße
Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast alles so ausführlich zu beschreiben.
Ich denke ich lass sie erstmal da wo sie sind und lege ggf. ein neues RG mit Wasserreservoir hinein als Alternative.
Dass sie immer noch so gern Insekten also Proteine nehmen, ist hoffentlich ein Anzeichen für die weitere Aufzucht von Arbeiterinnen.
Als nächstes werde ich dann wohl die Vorlieben der Kleinen testen. Mal schauen was der Zoohandel an Maden und ähnlichem hergibt.
Gehen eigentlich auch tiefgefrorene Fliegenlarven oder Mehlwürmer? Getrocknete Flusskrebschen und andere "Trockenproteine" lassen sie links liegen.
Ich schätze die meisten Halter hier ziehen sich ihr Lebendfutter selbst hoch. Damit hätte meine bessere Hälfte allerdings ein unüberwindliches Problem. ;)
Naja ich werds einfach mal Tiefkühlkost testen, denn der Vorrat an lebend Fliegen in meiner Wohnung ist erschöpft.
Ich hoffe ich nerv nicht allzu sehr mit meinen Fragen...
Liebe Grüße
Tommi
es gibt keine dummen fragen, nur dumme antworten oder zumindest unangebrachte/unanständige fragen :wink:
solange die futtertiere "frisch" und wieder im bereich zimmertemperatur sind, denke ich sie werden sie annehmen^^
lg, doc
Als Ergänzung:
In Zoogeschäften und hier im Antstore gibt es manchmal lebende Fliegenmaden.
Meistens in einer Schachtel mit Sägespäne untergebracht.
Maden können in ihrer Anzahl aufgeteilt werden und unterschiedlich warm gelagert, verpuppen sie sich zu unterschiedlichen Zeiten.
Auch die Puppenruhe dauert dadurch unterschiedlich lange.
So schlüpfen über einen längeren Zeitraum Fliegen die angeboten werden können.
Meistens ist eine Packung Maden reichlich, zu viel für wenige Ameisen.
Ein Teil der Maden kann in kochendes Wasser gegeben werden oder anders herum,
die Maden kommen in ein Glas und kochendes Wasser wird drauf gekippt.
Nach etwa einer halben Minute, die Maden kurz auf ein Küchentuch gegeben, um ein wenig abzutrocknen.
Danach können sie eingefroren werden.
Später immer einige Wenige herausgenommen, vor oder nach dem Auftauen zerteilt, geht gut mit einer Schere, hast Du lange Futter.
Fliegenmaden, zerteilte Puppen, oder Fliegen, gut geeignet für diese Art.
Mehlwürmer, auch so konserviert wie Maden und zerteilt gereicht gehen für viele Arten auch.
Bei einer kleinen Kolonie Messor barbarus sind sie nicht besonders beliebt,
besser sind da schon Mehlkäferpuppen.
Gekaufte Mehlwürmer lassen sich einfach halten.
Wie, kannst ja ein wenig nach googlen, hier im Forum müsste es auch einiges dazu geben.
Wenn Du nichts findest, fragst hier einfach wieder.
Mehlwürmer verpuppen sich nicht alle zur gleichen Zeit und geben dadurch lange Futter.
Wie die Maden auch, in kochendes Wasser und danach schön zerteilt reichen.
Was zu viel an Puppen ist, kann wie die Fliegenmaden eingefroren werden.
Grüße
Danke nochmal Erne :)
Ich war also heute in der Zoohandlung und habe statt der doch nich so appetitlichen Mehlwürmer eine kleine Schachtel lebende Miniheimchen erstanden. Fliegenabkömmlinge gabs leider keine.
Hab vorhin Eins reingelegt und es wurde direkt aufgeregt von 3 Arbeiterinnen ins Nest getragen :)
Frisch ist wohl wirklich nich so verkehrt...
Gibt am besten nur ein Heimchen am Tag oder doch gleich zwei (die sind so etwa 1 cm gross und recht dick)?
Wär ja schlecht, wenn sie es einfach einlagern und es dann vergammelt...
Gruß und entspannten Abend!
Tommi
hab draußen auf der Wiese ne Heuschrecke gefangen, mit kochendem Wasser übergossen, in der Mitte aufgeschnitten und meinen 20 Messor barbarus reingelegt... 5 min später waren 3 Arbeiterinnen dabei das Fleisch rauszuborhen. Am abend bei der Nestkontrolle saß jede Ameise mit nem dicken roten Fleischbrocken im Nest und die Brut hatte auch ihr Fleisch bekommen. die Heuschrecke hab ich ein Tag danach komplett ausgehöhlt entfernen können :D
weis nicht ob das so gut für diese Art ist. bin selbst neu in diesem Handwerk.
Hab mich aber sehr über den ausgeprägten Hunger meiner kleinen Großen gefreut. vorallem weil sie vorher mim Futter sehr wählerisch waren.
Durchaus hilfreich, das Futter zu variieren.
Ameisen leben in unterschiedlichsten Lebensräumen und sind angepasst an dort vorhandenes Futter.
In der Haltung sollen sie gefälligst das futtern was sie von uns bekommen, ob das immer passt?
Für mich ist an Insekten alles gut geeignet was Ameisen als Futter annehmen.
Heuschrecken, Grashüpfer, nimmt diese Art gerne, mit der von Dir praktizierten Zubereitung.
Ganze, nicht geöffnete Heuschrecken, da kommen kleine Kolonien meist nicht rechtzeitig bei, bevor diese verdorben sind.
Später ist das auch kein Problem mehr.
Wundere Dich jetzt nicht, wenn sie ein paar Tage kein wesentliches Interesse an Insekten mehr zeigen, war schon eine ordentlich Mahlzeit.
Grüße
Momentan klappt die Fütterung von Heimchen und Fliegen ganz wunderbar.
Soweit ich dass durch die rote Folie erkennen kann, befindet sich neben dem gesammelten Körnerhaufen auch
ein kleines Häufchen an Larven, Eiern und Puppen im hinteren Teil des RG.
Derzeit gebe ich ihnen jeden Tag ein Miniheimchen oder eine Fliege.
Wenn ich die Foren richtig gelesen und interpretiert habe, bedeutet das, dass Winterruhe noch in weiter Ferne ist oder?
Ich habe ihnen noch ein zweites RG mit Wasservorrat reingelegt, falls sie wegen Verschmutzung oder Schimmel umziehen wollen, aber
bisher ist noch nichts passiert. Es scheint ihnen also gut zu gehen...
Eine andere Frage ist die des Lichts. Derzeit beleuchte und erwärme ich das Ganze mit einem Spotlicht und tagsüber halte ich damit
manuell die Temperatur auf ca. 26-28°C. Nachts schalte ich das Licht aus und die Temp fällt so auf etwa 20-22°C.
Kann ich die Lampe auch nachts brennen lassen oder würde das die Ameisen stören. Bzw. haben Ameisen einen lichtabhängigen oder einen endogenen Tag/Nachtzyklus?
Evtl. muss ich doch auf eine Wärmelampe für nachts umschwenken und mit einem automatischen Temperaturregler arbeiten?
Grüße
Tommi
Für mich ist es vielen Ameisenarten egal wie Lichtzyklen gestaltet sind.
Allerdings gehe ich da von der anderen Seite ran, eher zu wenig Licht von der Intensität.
Beleuchtungen sind bei mir regelmäßig, immer zur gleichen Zeit und mit gleicher Dauer an.
So gelegt das immer Licht ist, wenn ich Zeit habe.
Dauerlicht davon rate ich ab, manche Arten werden erst richtig munter, wenn das Licht aus ist.
Bei kleinen Kolonien Messor barbarus ist es auch so.
20-22°C in der Nacht könnte gerade noch gehen.
Vielleicht hast Du die Möglichkeit eine kleine Heizfolie anzubringen?
Grüße
Ja macht auch Sinn pralles Sonnenlicht zu meiden...
Also ich glaube am sinnvollsten ist eine Temperaturreglung über Wärmematten und vllt. den Biotherm pro?
Am Ytong-nest sehe ich da kein Problem... Aber bei der Arena scheinen sich ja was Wärmematten angeht die Geister zu scheiden.
Die einen sagen keine Wärmematte von unten, dann lieber ne Wärmelampe von oben, weil in der Natur die wärme ja auch von oben kommt.
Andere meinen das sei egal oder wärmen lieber von der Seite.
Was ist denn nun richtig oder richtiger? Kann man das überhaupt pauschal sagen?
Gruß
Tommi