Meine Messor hesperius haben zwomal aus dem Gipsnest ausziehn wolln, und als schließlich seitlich des Glottiphytum ihr neuer Eingang zu sehn war, hab ich ihnen ihren Willen gelassen.
Das belohnen sie mir durch neue intressante Aktionen:
Nach erfolgtem Innenausbau tragen sie nunmehr organisches Material wie auch größere Sandklumpen in die Nähe des Eingangs. Offenbar wolln sie einen Ringwall anlegen. Dieser ist nur als Halbkreis möglich wegen der gewählten Topografie. Ein Stein liegt in der Nähe, und so brauchen sie nicht viel an Erdbewegungen zu unternehmen, um ihren Gral hinzubekommen.
Ja, das ist wirklich mal was Neues.
Im Gipsnest selber hatten sie lediglich 2 Wachen gelassen, denn ein paar Graskörner befinden sich noch darin. Heute dann ist nur noch 1 Tier zu sehn, während an die 3 den Zaun errichten.
So bald ihr Gipsnest leer ist, kommt eine Messor alexandri dort rein. Ob sie sich friedlich einigen und ohne Krieg bleiben, ist zu wünschen.
Die Messor hesperius werden dich angenehm überraschen, denn sie laufen an keinen Scheiben rum, sehr wohl aber am Dekor, wenn es nicht zu glattwandig ist.
Hallo!
Danke bisher für eure Tipps. Ihr habt wahrscheinlich eh schon bemerkt, dass ich im anderen Forumsteil zu Messor einen Haltungsbericht gestartet habe. Heute gabs endlich den ersten Erfolg: die erste Arbeiterin ist geschlüpft!!!
Im Moment lasse ich das Reagenzglas noch zu und habe es seit gestern zwecks Hebung der Temperatur unter einer 25W Glühbirne liegen, mit roter Folie umwickelt. Daraus ergeben sich für mich 2 Fragen:
1. Das Nest habe ich gegen das Licht der Glühbirne nur durch die rote Folie abgeschirmt. Stört das die Ameisen? Brauchen sie es dunkler? ZB durch Umwicklung mit Zeitungspapier?
2. Ab wann sollte ich das Röhrchen öffnen, und in die bereits vorbereitete Arena legen (20x10x10), zwecks Wasser und Futteraustausch? Wovon ernährt sich die Arbeiterin bis dahin?
Danke für eure Tipps!
Gruß
Ob es für die Ameisen unter der Folie richtig dunkel ist, hängt von der Folie ab, neben dem roten Licht lassen manche teilweise auch noch gering anderes Licht durch.
Auf der sichern Seite kommste mit einer Alufolie oder Pappe.
Zur Öffnung des Reagenzglases ist es jetzt Zeit, sie brauchen in den ersten Tagen wenig bis gar nichts, für den Fall das doch muss es jetzt offen sein.
Sei vorsichtig mit der Lampe, in einem Reagenzglas wird es schnell zu warm.
Weiterhin gutes Gelingen, sind sehr schöne Ameisen.
Grüße
So bald ein Personal da ist, kann das Glas offen ins Formicarium gelegt werden, richtig.
Dort finden die Tiere weitaus günstigere Klimabedingungen vor und können selber wählen, wie sie das Nest gestalten. In der ersten Zeit wird wohl die Arbeiterin pendeln zwischen Glas und Sondierung. Jetzt wird es intressant:
Wann wird sie einen Gang anfangen? Spannende Zeit für dich als Beobachter des Geschehns.
Heute kam denn auch mein 20 x 10 x 10cm- Glasfarmbecken, und nach dem Einrichten hab ich das Glas mit Pheidole pallidula auf den Zierkies gelegt. Mal schaun, wann die Arbeiterinnen den feuchten Lehmsand bearbeiten.
Bin grad auf deinen haltungsbericht gekommen!
Mach mal bisschen weiter. Bin gespannt wie es weiter geht. Will mir wohl auch eine Messor hesperius zulegen.
LG
Noa
Genügsame Ameisen die es gerne wärmer haben, nicht zu feucht, anspruchslos in der Haltung.
Die Haltungsinformationen, die über Messor cf. maurus nachzulesen sind passen, auch für Messor minor hesperius.
[Den Bericht auf meiner HP kann ich nicht weiter gestalten, habe das Volk abgegeben.]
Grüße
Die einfachste Art die ich bis jetzt hielt. Von Februar bis jetzt sind sie von einer kleinen Gründergruppe schon auf über 100 Ameisen angewachsen, mein Tip ist trotz "Körnersammler" täglich ein frisches Protein reinzulegen!
Genügsame Ameisen die es gerne wärmer haben, nicht zu feucht, anspruchslos in der Haltung.
Die Haltungsinformationen, die über Messor cf. maurus nachzulesen sind passen, auch für Messor minor hesperius.
[Den Bericht auf meiner HP kann ich nicht weiter gestalten, habe das Volk abgegeben.]
Grüße
Gibt es bei dieser Art dann auch feine Größenunterschiede? Weil bei deinen Messor cf. maurus hast du ja geschrieben, dass es kaum welche gibt.
Gibt Größenunterschiede, nur nicht so ausgeprägt wie bei Messor barbarus.
Auch sind die größten Arbeiterinnen deutlich kleiner.
Polymorphismus (Unterschiede in Größe und Aussehen) auch geringer als bei barbarus, und die Majoren haben nicht so einen ausgeprägten kräftigen Kopf und Mandibeln.
Grüße